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WEEKLY CAROUSE PLUS EINS – MATTER OF TIME / EINSAMKEIT

WEEKLY CAROUSE PLUS EINS – MATTER OF TIME / EINSAMKEIT
(Eigenproduktion)

Hübsch anzusehen ist diese 7“-Single, mit ihrem farbigen Cover, das auf Vorder- und Rückseite je ein eigenständiges Design für beide auf der Scheibe enthaltenen Songs hat. Dazu ein Textblatt, Downloadcode und farbiges, marbled Vinyl. Zudem wurden für beide Lieder Videos gedreht, die bei Youtube zu sehen sind.

Das „plus eins“ rührt daher, dass sich die Band als Gastsänger einen gewissen Raphi von ESTRICH BOY dazu geholt hat, der in der Lage war, die gesangliche Umsetzung zur Zufriedenheit aller zu bewerkstelligen. Beide Songs sind recht persönlich und nachdenklich und musikalisch recht rockig ausgefallen. Dennoch hört man den Punkbezug klar heraus. Alles sehr solide aufgenommen und mit viel drive. Da merkt man die langjährige Erfahrung durchaus. Viel mehr kann ich bei lediglich zwei Songs leider nicht schreiben und so komme ich bereits zum Schluss.

Zwei rockige, tiefgründige Punksongs, die thematisch und musikalisch gut zusammenpassen und sowohl leidenschaftlich als auch eingängig daherkommen. Dazu noch die feine Optik der Platte. Passt! Mirko

www.facebook.com/WeeklyCarouseOfficialPage

SMARSLIES – ABENTEUER

SMARSLIES – ABENTEUER
(STF Records)

Seit fast zwanzig Jahren gibt es die Band um die Gebrüder Smarsly bereits. Über den Weg gelaufen sind sie mir bisher aber noch nicht. Der Output ist allerdings auch sehr überschaubar. Lediglich eine EP ist bereits erschienen, die hier als Bonus mit enthalten ist.

Zu den sechs EP-Songs gesellen sich 10 weitere Lieder, die Anfang letzten Jahres aufgenommen wurden. Zu hören gibt es schelmischen Deutschpunk im Stile der 90er Jahre, der vor nichts zurückschreckt. Süße Melodien und zum Teil ziemlich pubertäre Lieder. Teils anzüglich, teils sinnbefreit, dann ein paar Partysongs und Wohlfühllieder und auch ein klein wenig aus dem Alltag. Ein klein wenig an kritischem Material gibt es als Bonus auch noch dazu. Alles recht einfach gestrickt und nicht gerade auf höchstem lyrischen Niveau, dafür aber mit Spaß an der Freude. Überhaupt steht die gute Laune im Vordergrund. Musikalisch gesehen ist dafür alles recht eingängig und auch mit vielen Aahs und Oohs gespickt. Manchmal etwas holprig und nicht immer tonsicher, aber was soll’s. Das macht den Kohl auch nicht mehr fett, wie man so schön sagt.

Für zwischendurch ist das Werk ganz nett, aber beileibe nichts wirklich Besonderes. Textlich oft ein wenig peinlich, abgedroschen und wenig zeitgemäß. Auf der Party im Freundeskreis oder beim Gartenfest ganz gut aufgehoben, ansonsten kann mich die Scheibe aber nicht wirklich erwärmen. Mirko

www.smarslies.online

THE NOPES – READY FOR STAGE

THE NOPES – READY FOR STAGE
(Eigenproduktion)

Schon seit Ende des letzten Jahrtausends treiben THE NOPES ihr Unwesen und sind dabei komplett an mir vorbeigezogen. Nun gut, bisher ist auch erst ein komplettes Studio-Album des Trios entstanden, dass über die Jahre hinweg zig Besetzungswechsel zu verzeichnen hat. Dabei ist Sänger und Gitarrist Pres Nope die einzige Konstante in dem munteren Ringelrei.

Nun liegt ein neues Mini-Album mit neun Liedern vor, das allerdings schon im letzten Jahr erschienen ist. Die Songs darauf sind kurz und knackig und meist unter der Zwei-Minuten-Marke. Vom Stil her orientiert man sich am 77er-Punkrock, allerdings auch mit einer moderneren Note versehen. Vor allem was den Sound betrifft. Die Gitarre fiedelt das ein oder andere Mal zu den simplen Songstrukturen und auch eingängige Chöre kommen nicht zu kurz. Dabei wirkt alles recht fröhlich, was durch die Texte noch unterstrichen wird. Alltagsthemen aus dem Bereich Herumlungern, Saufen, faul sein und Spaß haben stehen dabei im Vordergrund, vorgetragen in deutsch-dialektischem Englisch.

Wer also mal wieder gute Laune haben und abfeiern will, ist hier also bestens aufgehoben. Außerdem bietet sich das ein oder andere Mal die Gelegenheit ein wenig mit zu grölen oder schunkeln. Kurz, schmerzlos und mit viel Elan bieten THE NOPES hierzu den richtigen Soundtrack. Mirko

www.thenopes.de

THEY PROMISED ME PONIES – TALES FROM THE PAST

THEY PROMISED ME PONIES – TALES FROM THE PAST
(Horror Business Records)

Eigentlich denkt man bei dem Bandnamen ja nichts Böses. Vielleicht eher an was Düsteres oder gar Depressives. Aber nein, hier gibt’s ein richtig hartes Brett vor den Latz geknallt.

Auf ihrem Debüt hauen die fünf Westfalen der geneigten Hörerschaft 14 Mal gepflegten Hardcore um die Ohren, eingebettet in ein seichtes In- und Outro. Dabei bedient man sich erfreulicher Weise ausreichend stilistischer Vielfalt. Es wird also nicht nur durchgebolzt und gegrawlt, sondern gerne auch mal mit schleppenden und stampfenden Rhythmen oder auch fast schon melodischen Parts gespielt. Natürlich auch hier nichts, was man nicht schon Mal gehört hätte, aber gerade die recht unterschiedlichen Songstrukturen lassen keine Langeweile aufkommen. Inhaltlich meist kritisch, jedoch nicht unbedingt kämpferisch oder destruktiv, sondern analytisch und mit Leidenschaft.

Der Beipackzettel bringt es mit dem Satz auf den Punk: „…hart und dreckig, aber mit Herz“ steht da. Und das kann ich auch absolut bestätigen. Zudem merkt man, dass die fünf Herren nicht erst seit gestern im musikalisch eher deftigen Bereich unterwegs sind. Eine Scheibe, die allen Hardcore-Liebhabern also guten Gewissens ans Herz gelegt werden kann. Mirko

https://theypromisedmeponies.jimdofree.com/

LIVE BY THE SWORD – EXPLORING SOLDIERS RISE

LIVE BY THE SWORD – EXPLORING SOLDIERS RISE
(Rebellion Records)

Fehlende Bescheidenheit bei der Ankündigung kann man hier schon mal nicht unterstellen. Das neue, 8-Song umfassende Werk von LIVE BY THE SWORD, wird auch als das betitelt, was es ist, ein Mini-Album. Da gibt’s auch ganz andere Bands, die bei 8 Songs schon die Bezeichnung „Longplayer“ verwenden würden.

Dick auftragen können die Mannen um Rebellion Labelchef Wouter Davids ja immer noch mit ihrer Musik, einem „alle Schubladen sprengenden“ Mix aus düsterem Metal, ein wenig Rock und ein wenig Punk, wobei ersteres hier klar die erste Geige bzw. Gitarre spielt. Episch angehaucht, mit einer (musikalisch, nicht stimmlich) AMORPHIS-ähnlich erzeugten Stimmung, einem verspielten Gitarrenspiel mit vielen Solis und einer Stimme, die leicht an raue MISFITS erinnert.

Sozusagen von vielem etwas, aber für mich fast schon zu viel von allem. Abwechslung kann man LIVE BY THE SWORD aber wahrlich nicht absprechen und Freunde der experimentellen und vielseitigen Metal-Klänge, werden hiermit sicherlich ihre Freude haben. Spike

www.facebook.com/wearelivebythesword

GRUNDHASS – WENIG LOS

GRUNDHASS – WENIG LOS
(Dackelton Records)

Noch ganz schwindelig vom quietschbunten Cover und dadurch schmerzenden Augen, bin ich froh, mich vom Cover abwenden und der Musik zuwenden zu können. Diese sorgt tatsächlich ein wenig für Entspannung und das trotz des Namens GRUNDHASS.

Und nebenbei auch für etwas Verwirrung, weil die Erwartungen andere waren. GRUNDHASS ist ein aus dem Sauerland nach Berlin gewanderter Solokünstler, der zwar durchaus nicht frei von Hass und Unzufriedenheiten ist, diese jedoch anders als der Name vermuten lässt vorträgt. Ironisch, durch die Blume, eher defensiv. Dazu passt auch die Musik, der man zwar eine gewisse Punkaffinität nicht absprechen kann, die dann aber doch mehr das Pop- und Rockpublikum ansprechen dürfte.

Oder das rebellisch-schelmische Liedermacher-Publikum, denn GRUNDHASS agiert ja ansonsten alleine und nutzt auf der Bühne weniger Möglichkeiten wie auf Platte. Parkt irgendwo zwischen MONSTERS OF LIEDERMACHING und MONTREAL. Meins isses nicht, andere werden es mögen. Spike

www.facebook.com/Grundhass