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GLOOMSTER / KILLBITE – IF YOU FOLLOW THE TUNES OF PERDITION

GLOOMSTER / KILLBITE – IF YOU FOLLOW THE TUNES OF PERDITION
(Riot Bike Records + diverse weitere)

Das sich beide Bands eine Platte teilen, ist nicht weiter verwunderlich. Bevorzugen beide doch eine klare Kante und sind auch musikalisch im ähnlichen, härteren Genre zu verorten. Es gibt sechs Songs pro Band, die im Fall der mir vorliegenden Platte auf rot/transparent gepresst wurden.

GLOOMSTER rechnen mit Doppelgesang kompromisslos mit Nation und Besorgtbürgern ab. Im Wechsel zwischen schleppend und schnell wird mit Ansagen und Kritik nicht gespart. Die Mischung aus Crustpunk und Hardcore erinnert mich bei diesen neuen GLOOMSTER Song-Schwergewichten an die guten, alten BAFFDECKS. Ballert!
KILLBITE schlagen ebenfalls deutlich in die Crustpunk / Hardcore Kerbe, sind jedoch etwas metallischer. Und englischer. Und sogar 1x portugiesisch. Neben diversen Gastsänger_Innen schließt sich hier der Kreis mit Fabio (ODIO SOCIAL) und Jef (AGROTÓXICO). Ansonsten textlich auch unmissverständlich direkt und kritisch.

Wer´s hart, deutlich und politisch mag, wird seine Plattensammlung mit dieser geteilten Scheibe vermutlich erweitern. Hier passt jedenfalls alles zusammen. Spike

www.facebook.com/gloomster
www.facebook.com/Killbite

FCKR – KIEZPILLE

FCKR – KIEZPILLE
(Kopperation Records, Major Label)

Zeitlich nicht weit von der Split 7“ mit SHUTCOMBO entfernt, kommt auch noch ne´ große und alleinige Platte von FCKR. Groß allerdings nur in Punkto Format, denn die 12“ kommt als EP mit 6 Songs.

Ungeschliffen und minimalistisch schrammeln sich FCKR zurück in die Achtziger. Deutschpunk mit Synthie, der dadurch schön nach New Wave und NDW klingt. Die Texte sind kritisch und kehren auch vor der eigenen Haustür / Szene. „Applaus“ handelt z.B. davon, wenn die eigenen Leute und Projekte abgezockt werden (Applaus, Applaus, Zecken nehmen Zecken aus). Auch die anderen Songs haben einiges zu sagen und auch einiges zu fragen (Bist du noch dabei wenn die Straße brennt?“) aus „Strasse“ oder (Nützt es noch was, sag es mir. Revolution und Demonstrieren. Haben wir nicht schon resigniert? Uns still und leise voll blamiert?) aus „Pille“.

6 Knallersongs und kein Lückenfüller. Und auch soundmäßig ist die Band sich treu geblieben. Richtig gutes Ding. O.k., bis auf die Covergestaltung vielleicht. Aber was die Plattencover angeht, hatten die Leipziger ja schon immer einen sehr eigensinnigen Geschmack. Spike

www.facebook.com/fckr89

A TIME TO STAND – LIGHT YEARS

A TIME TO STAND – LIGHT YEARS
(Fond of Life / Keep it a secret / Disconnect Disconnect / ‘59SRS)

Da auch bei dieser Scheibe kein Infozettel aus dem Päckchen heraus fiel, habe ich mich nur oberflächlich über die Band Informiert. Kurz zu den Fakten: Saarländer, 5 Jahre Pause hinter sich, erstes Album nach ein paar EPs. Soviel also zur Vorgeschichte.

Vier Labels aus dem In- und Ausland haben sich für diese Produktion zusamme getan. Zu hören gibt es melodischen (Hardcore-)Punk, wie man ihn schon 1000 Mal gehört hat. Dieses Umstandes ist sich die Band durchaus bewusst und gibt dies im „Generic Pop Punk Intro“ auch so zu Protokoll. Schnell gespielt, schnell ins Ohr und auch schnell wieder heraus. So könnte ich die Mucke von A TIME TO STAND beschreiben. Sieben Gastmusiker haben sich die Jungs für die Aufnahmen mit ins Studio geholt, um die eingängigen Songs ein wenig auf zu peppen, den Gesang zu unterstützen und auch mal die Geige oder das Cello zu schwingen. Ihr Handwerk versteht die Band dabei ziemlich gut und auch die Produktion kann sich absolut hören lassen. Doch auch wenn diese Eigenschaften sicher als positiv zu bewerten sind, will das alles nicht so recht in meinen Gehörgängen haften bleiben. Zugute halten muss man der Band auch unbedingt, dass die Songs mit viel Leidenschaft vorgetragen werden. Und auch thematisch geht man durchaus kritisch zu Werke und verliert sich nicht in Belanglosigkeiten, so dass am Ende dann doch ein positives Fazit gezogen werden kann.

Eingängiges Album, frei von Innovation oder erhöhtem Wiedererkennungswert, dafür aber voller Herzblut, und auch Aussagekraft. Schnell, voller schöner, poppiger Melodien und einer rundum gelungenen Produktion. Daher sei diese CD den Hörern von flottem, melodischem Skate-, Hardcore- oder Pop-Punk auch ans Herz gelegt. Mirko

http://atimetostand.de

PUNX `N POETS – ÜBERRASCHENDE NEWS

PUNX `N POETS – ÜBERRASCHENDE NEWS
(Winterzeit Tonträger)

Leider ganz ohne Info ist diese CD bei mir eingetrudelt. Zumindest konnte ich auf die Schnelle herausfinden, dass die Band aus Emden stammt und dies nicht ihr erster Tonträger ist. Da der dritte Song auf der Scheibe „Nudelauflauf“ heißt und ich eben dies die letzten zwei Tage gegessen hab, war ich gespannt, ob die Mucke genauso gut mundet, wie die von mir zubereitete und verkostete Labsal.

Druckvollen Deutschpunk serviert das Quartett und spart dabei auch nicht mit der Laufzeit. Denn mit 50 Minuten Punkrock bekommt man doch ordentlich was geboten. Da aber auch die Texte allesamt recht lang sind, ist es relativ schwer, daraus kurze und knackige Songs zu formen. Die ersten 5, 6 Songs erweisen sich als eingängige Songs, die allesamt wirklich gut rein laufen. Sowohl musikalisch als auch textlich. Nachdenklich, fordernd, kritisch und auch mal persönlich. Alles mit einem Augenzwinkern versehen. Das macht richtig Spaß. Mit fortschreitender Laufzeit schleicht sich dann aber auch der ein oder andere Hänger ein und so manches wirkt ein wenig redundand. Obwohl auch hier einige wirklich gute Songs dabei sind, schleicht sich bei mir jedenfalls ein wenig Langeweile ein. Vielleicht wäre hier etwas weniger dann doch mehr gewesen. Dies ist aber wirklich nur ein kleiner Makel, der sicher auch meiner mit zunehmendem Alter immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne und zunehmender Ungeduld geschuldet ist. Denn qualitativ bewegt man sich auch im weiteren Verlauf auf einem ansprechenden, parolenfreien Niveau.

Alles in allem aber eine gelungene Scheibe, der man durchaus Qualität zuschreiben kann. Natürlich wird auch hier das Rad nicht neu erfunden, aber auf Grund von Einfallsreichtum und musikalischer Kompetenz doch deutlich über dem Durchschnitts-Deutschpunk anzusiedeln. Daher zeigt auch mein Daumen in respektable Höhe. Mirko

http://punxnpoets.de/

ING FERNO – CHARLES KNIE

ING FERNO – CHARLES KNIE
(Eigenproduktion)

Er hat wieder zugeschlagen. Nach seinem „Bumsical“ hat ING FERNO wieder eine klassische Musik-CD veröffentlicht. Allerdings hat er hier seinen Namen von „LESBIAN RANK INGFERNO“ auf oben zu lesenden Namen eingedampft. Hatten sich die musikalischen Outputs in letzter Zeit doch merklich verbessert, war ich nun doch gespannt, da der Künstler hier wieder selbst zum Mikrofon greift und die Songs nicht von anderen Personen einsingen ließ. Und der Gesang war ja noch nie seine Stärke.

Zuerst einmal bin ich fast überrascht, dass der Sound doch ziemlich gut ist; Aber auch beim Bumsical war hier ja schon eine deutliche Steigerung zu erkennen. Und auch wenn ING FERNO immer noch weit davon entfernt ist, die richtigen Töne zu treffen, ist auch hier ein Fortschritt zu erkennen. Und auch die Songs sind teilweise weit besser, als man es aus der Vergangenheit gewohnt war – zumindest musikalisch gesehen. Die Messlatte liegt allerdings nicht wirklich hoch und es gibt es auch weiterhin noch eine Menge Luft nach oben. Textlich bleibt sich ING FERNO treu. Neben der Verarbeitung persönlicher Lebensumstände sind daher vor allem schwachsinnge Lyrikergüsse zu finden, die sich in nicht unerheblichem Maße ums Saufen & das Familienleben des Protagonisten drehen. ING FERNO kennt weiterhin keine Schamgrenze und jede noch so abstruse Idee wird verwirklicht. Politisch unkorrekt wie eh und je, wird sich hier sicher der oder auch die ein oder andere angepisst und provoziert fühlen, denn der vorherrschende Humor ist mit Sicherheit nicht jedens Geschmack, meist tiefer gelegt und oftmals auch recht pubertär. Als Bonus gibt‘s noch vier Songs, die sich allesamt um den Kultfilm „Bang Boom Bang“ drehen.

Ich zumindest finde das neue Werk von ING FERNO, das sich erneut jenseits von jeglichem guten Geschmack befindet, trotz aller nicht von der Hand zu weisenden Defizite sehr sympathisch. Das ist purer, ungezwungener Trash, dem man den Spaß am Blödsinn deutlich anhört, auch wenn sich einem dabei manchmal die Fußnägel hochrollen. Weiter so. Mirko

www.facebook.com/ingferno

DxBxSx – DAS MEDIUM

DxBxSx – DAS MEDIUM
(Bakraufarfita Records)

„Das Medium“ – zum ersten Mal merke ich, wie mysteriös das eigentlich klingt. „Das Medium“ ist der Überbegriff für das neue DxBxSx Album, das, je nach Medium, verschiedene, dem Medium benannte Namen hat. Die Platte heißt „Die Platte“, die CD heißt „Die CD“, die Kassette heißt „Die Kassette“ und gleiches gilt auch für „Der Download“ und „Der Stream“. Weißte erstmal bescheid, wa!

Inhaltlich bleiben DxBxSx ihrem Stil absolut treu. Stonerrock mit deutschen Texten. Besitzt in dieser Kombination schon so was wie Exotenstatus, auch wenn das Stonerrock-Rad jetzt natürlich nicht neu erfunden wird, was aber auch niemand erwartet. In den Texten wird wieder viel rumgeschnoddert und gemeckert und Gründe dafür gibt’s genügend. Dabei kommt vieles schön direkt und angepisst rüber, manches aber auch eher unterschwellig. Aber egal ob durch die Vorder- oder Hintertür – die Botschaften kommen an.

Wer du die ungewöhnliche Kombination sucht, kannst du sie in DxBxSx finden. Eine Sympathie für Stonerrock solltest du allerdings mitbringen, sonst kann es auch schon mal herausfordernd und anstrengend werden. Erfahrungen in Hard- und Punkrock sind kein Nachteil. Sollte dein Interesse geweckt sein, wirst du sicherlich viel Spaß mit den Liedern des von dir gewählten Mediums haben, die übrigens alle mit den Pronomen „der, die oder das“ beginnen. Spike

www.dxbxsx.de