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SEPTIC TANK – ROTTING CIVILISATION

SEPTIC TANK – ROTTING CIVILISATION
(Rise Above Records)

Das Promoschreiben spricht von einer völligen Abrissbirne, die hier in den 18 Songs wütet. Und wo in anderen Promoschreiben gerne mal übertrieben dick aufgetragen wird, trifft man hier den Nagel wirklich auf den Kopf, bzw. die Abrissbirne trifft den Beton. Also keineswegs zu viel versprochen.

Schnell, hart und manchmal auch völlig chaotisch trümmern sich SEPTIC TANK durch wahre Hardcore-Punk-Trash Granaten. Die Band soll sich angeblich 1994 gegründet haben, war aber wohl immer mehr Szenegerücht als handfeste Band. Somit könnte man sagen, dass das Album zwar 24 Jahre gedauert hat, SEPTIC TANK aber letztendlich den Beweis geliefert haben, doch eine Band und kein Gerücht zu sein.

Geht´s noch angepisst, noch grottiger? Wohl kaum! Das Quartett, bestehend aus Musikern von NAPALM DEATH, CATHDRAL und REPULSION hinterlässt nichts als Asche und Trümmer. Und sicherlich auch ein paar offene, weil staunende Münder. Irgendwo Richtung DISCHARGE und BLACK FLAG und nur für Fans der alten, harten Schule. Spike

www.facebook.com/septictankuk

HI TERESKA – 2 TAKTE SCHNELLER

HI TERESKA – 2 TAKTE SCHNELLER
(FACT Records)

Ordnung ist das halbe Leben – meint jedenfalls der Volksmund. Bisschen übertrieben vom Volksmund, aber so´ne kleine Scheibe Ordnung täte mir, manchmal zumindest, ganz gut. Dann könnte ich fast gewährleisten, dass Scheiben der Reihe ihres Eintreffens nach besprochen werden und nicht monatelang auf ihre Besprechung warten müssen. Fuck my system!

HI TERESKA beehren uns nach ihrem 2015er Album “Die Wände weiß gestrichen” mit einer 4-Track-Mini CD. Das muss als Übergang bzw. bis zu einem möglichen neuen Longplayer erstmal reichen. „2 Takte schneller“ ist ein bisschen mehr Punkrock als seine Vorgänger, aber wirklich nur ein bisschen. Ansonsten unverkennbar – emotional, melodiös, persönlich und parolenfrei.

Keine Lückenfüller und gefühlt nochmal ne´ Schippe drauf geworfen. Wenn Emo-Indie-Punk, dann so. DUESENJAEGER oder BOXHAMSTERS lassen grüßen. Kommt schön DIY im Papp-Digi-Pack und noch dazu handnummeriert. Spike

www.hitereska.de

BLACK LINING – TWIST MY ARM

BLACK LINING – TWIST MY ARM
(Keep it a Secret Rec. / Hectic Society Rec. / Wordld‘s Appeciated Kitsch Rec.)

Bereits im Februar dieses Jahres ist diese EP erschienen, deren drei Songs insgesamt gerade mal sieben Minuten dauern. Nicht gerade viel, aber für einen ersten Eindruck doch ganz tauglich. Im Jahre 2016 wurde die Band ins Leben gerufen und nun also der erste Output.

Zu hören gibt es also besagte drei Songs, die sich alle irgendwo zwischen Punk und Pop-Rock bewegen. Die Songs bewegen sich im Midtempo-Bereich und weisen angenehme Melodien auf, die an GREEN DAY und ähnlich gelagerte Bands erinnern. Also nichts wirklich Neues oder Spektakuläres. Dafür schön eingängig und mit einer gewissen Leidenschaft vorgetragen. Inhaltlich sind die persönlichen Geschichten eine Bestandsaufnahme der eigenen Gefühlswelt, die man gut goutieren kann, mich letztendlich aber nicht wirklich mitreißen können. Hört sich jetzt vielleicht negativer an als es ist. Auch wenn das Gesamtpaket recht gewöhnlich daher kommt, fühle ich mich doch nie gelangweilt beim Hören der kleinen Scheibe und doch ganz gut unterhalten.

Ja, ganz gute Unterhaltung ist es vielleicht, was es am besten trifft. Nichts Außergewöhnliches aber für zwischendurch völlig in Ordnung. Poppiger Punkrock von der Stange eben, der durchaus gut hörbar ist. Mirko

www.facebook.com/blackliningband


DEADSMOKE – FOREST OF THE DAMNED PT. 2 & 3

DEADSMOKE – FOREST OF THE DAMNED PT. 2 & 3
(Let it Bleed Records)

Aus Italien stammt diese Band, die mit der vorliegenden Single an ihre vorherige Veröffentlichung „Forest of the Damned“ direkt anschließt. Leider liegt mir besagte Single nicht vor, soll aber auch nicht wirklich schlimm sein.

Als Freund flotterer Musik bin ich bei Begriffen wie Doom ja von vorn herein schon ein wenig skeptisch. Ist mir diese Stilrichtung meist doch zu schleppend und einschläfernd. Daher bin ich zunächst erfreut, dass der erste von zwei Songs dieser EP im Midtempo beginnt. Als ich dann darauf warte, dass jetzt endlich der Gesang einsetzt, ist das Stück aber auch schon wieder vorbei. Hmm… vielleicht hat die zweite Seite ja mehr zu bieten als dieses Instrumentalstück, dass für mich eher wie ein Intro zu einer LP rüber kommt. Etwas ernüchtert wende ich die Scheibe also und muss feststellen, dass sich da auch nicht viel ändert. Nur dass hier in fernem Hintergrund eine Stimme voller Halleffekte auszumachen ist. Ansonsten schleppt man sich eben durch den verdammten Wald und weiß nicht so recht wohin. Also wird dem Spuk auch schnell wieder ein Ende gemacht und ich bleibe ratlos zurück.

Für mich ein überflüssiges Werk, das eigentlich aus nur einem Lied besteht, welches auf zwei Seiten einer 7“-Scheibe verteilt wurde. Das ist einfach nur ein lahmes, düster angehauchtes vor sich hinkriechen, welches mir doch ziemlich belanglos erscheint. Kann also getrost vernachlässigt werden. Mirko

www.facebook.com/deadsmokedoom

DON KANAILLE – ZEITGEIST

DON KANAILLE – ZEITGEIST
(Eigenproduktion)

Vor vier Jahren habe ich bereits das erste Album der Band besprochen und war offenbar ganz angetan von der Scheibe. Hier kommt nun der zweite Streich der Mecklenburger, die auch hier wieder alles in Eigenregie gemacht haben.

Am Stil hat sich nicht viel verändert und so frönt man weiterhin dem gemeinen Deutschpunk. Der Sound ist besser geworden, aber immer noch roh und angekratzt und auch ein klein bisschen dreckig. Geht gut nach vorne ab. Auch hier wieder nichts wirklich progressives, sondern gut gespielter, solider Punkrock, der keine richtigen Durchhänger hat. Auch textlich kann man über weite Strecken (v)erträgliche Reime vernehmen. Themen und Probleme aus dem Alltag, der Politik und der Gesellschaft werden aufgenommen und meist phrasenfrei und ohne Peinlichkeiten vorgetragen. Passt alles einwandfrei zusammen und so kann man locker das Niveau des Vorgängers halten, wenn nicht gar überbieten. Mit „Zeitgeist“ hat man zudem einen passenden Titel, beschäftigen sich doch alle Songs irgendwie damit.

Wer sich von dem Bandnamen nicht abschrecken lässt, bekommt hier ehrlichen, direkten Deutschpunk geboten, der nicht nur Spaß macht, sondern auch das anspricht, was unter den Nägeln brennt. Viel falsch machen kann man mit dem Erwerb dieser Scheibe jedenfalls nicht. Mirko

http://donkanaille.blogsport.de/

STINKY – FROM DEAD-END STREET

STINKY – FROM DEAD-END STREET
(Riot Bike Records)

STINKY stammen aus Frankreich, genauer gesagt aus der Nähe von Nantes. Nach ein paar EPs ist dies das zweite komplette Album der Band, die sich in den letzten paar Jahren mit 300 Konzerten in 15 Ländern so richtig den Allerwertesten aufgerissen haben. Nach einigen Besetzungswechseln seit der Gründung im Jahr 2010, spielt man seit nunmehr 4 Jahren in derselben Konstellation.

Zuerst war ich ein wenig überrascht, als ich nach dem zweiten Lied las, dass hier eine Frau am Mikro ist. Der Gesang ist nämlich eher wildes, deftiges Geschreie aus dem Bauch und aus dem Hals, bei dem sich weibliche und  männliche Stimmen doch stark annähern können. Auch drum herum geht‘s deftig zu. Treibender HC-Punk, der aber auch mal die ein oder andere Melodie bereit hält, manchmal aber auch ins Gewöhnliche abdriftet. Produziert ist die Scheiben außerordentlich gut und so knallt der Sound auch richtig auf die Ohren. Dazu gibt es wütende Texte, die das Kind beim Namen nennen aber auch nicht abgedroschen sind.

Melodic-HC mit rauer Stimme, der mich überzeugen kann. Auch wenn manches etwas herkömmlich ist, werden hier richtig gute Songs geboten, die voller Energie und Aussagekraft stecken. Gutes Album. Mirko

www.facebook.com/Stinkyhc/