• PASCOW

    PASCOW

    Zu Pascow muss man nicht viel sagen oder? Seit nunmehr 20 Jahren beackern sie die Bühnen der Nation und hauen...
  • HYPAAKTIV+

    HYPAAKTIV+

    Vor einigen Jahren ist das Debüt der fränkischen HC-Punk-Band HYPAAKTIV+ erschienen, das durch rustikalen Sound und klare politische Texte bestechen...
  • SICK OF SOCIETY

    SICK OF SOCIETY

    Einige Jahre ist es her, dass ich SICK OF SOCIETY das erste und bisher auch einzige mal Live gesehen und...

BULL BRIGADE – A WAY OF LIFE

BULL BRIGADE – A WAY OF LIFE
(Fire and Flames Music)

Der Song „A way of life“ stammt vom 2008´er Debütalbum „Strade Smarrite“ und stach damals schon als Hit des Albums heraus. Ich würde fast sagen, er ist für die Band das geworden, was „Antifa Hooligans“ z.B. für LOS FASTIDIOS geworden ist. Ein Song den man kennt, den man mit dieser Band verbindet, der aus dem Live-Programm nicht wegzudenken ist und bei dem alle noch ein bisschen mehr abgehen als bei den anderen Nummern.

Wahrscheinlich deshalb hat das Streetpunk-Quartett aus Turin diesem Stück nochmal einen separaten Platz auf einer Picture 7“ zuteil werden lassen und das sogar in 2-facher Ausführung. Die A Seite kommt auf Italienisch, die B Seite auf Englisch und beide Version wurden natürlich neu aufgenommen und kommen gegenüber dem Original druckvoller daher.

Machen wir uns nichts vor. Der Song „A way of life“ ist ne´ absolute Oi/Streetpunk-Hymne, dass steht völlig außer Frage. Ob´s allerdings nötig war, diesen großartigen Song nochmal auf ne´ extra Platte zu pressen, lasse ich mal dahingestellt. Hätte man auch als Bonustrack(s) auf der nächsten Langrille parken können. Ändert aber natürlich nichts daran, dass das hier ein absoluter Hit ist. Spike

www.facebook.com/bullbrigade

JAWKNEE MUSIC – HEAVY HEART

JAWKNEE MUSIC – HEAVY HEART
(Homebound Records)

Hinter dem Namen JAWKNEE MUSIC steckt der Songwriter Johannes Steffen aus Trier, der neben diesem Soloprojekt auch in diversen Bands verschiedener Genres sein musikalisches Talent auslebt. Dies ist die mittlerweile dritte Scheibe seines Soloprojektes, bei dem befreundete Musiker für die Umsetzung mit ins Boot geholt wurden.

Die Musik ist am ehesten als melancholischer Pop/Rock zu bezeichnen, der im Homerecording-Verfahren hergestellt wurde. Hört man der Scheibe aber nicht an, da alles ziemlich professionell aufgenommen und abgemischt wurde. Hinzu kommt auch ein stilsicheres Arrangement der einzelnen Songs. Allerdings ist das halt dann doch relativ seichte Musik, die zwar emotionalen Tiefgang vermittelt, aber meinen Geschmacksnerv nicht so richtig treffen mag. Dafür ist mir das Werk dann doch etwas zu seicht geraten. Rein objektiv gesehen, ist aber sowohl textlich, wie musikalisch nichts an den Songs auszusetzen. Und auch die angestrebte Atmosphäre wird wirklich gut transportiert. Ist aber halt einfach nicht mein Ding.

Stimmungsvoller Indie Pop-Rock mit stark emotionaler Note, der eine breitere Hörerschaft ansprechen kann. Diese findet sich aber sicherlich in anderen Bereichen und bei Menschen mit anderen musikalischen Vorlieben, als dass es bei mir der Fall ist. Mirko

www.jawkneemusic.com

EXKREMENT BETON / ASSELTERROR – RATTENDISCO

EXKREMENT BETON / ASSELTERROR – RATTENDISCO
(Anarchy of Sound Records)

Die hier vorliegende Split-LP der beiden Kellerpunkbands macht, wenn man vom minimalistischen Coverbild mal absieht, schon was her. Mehrfarbiges Vinyl, hübscher Einleger mit den Texten und dazu noch das komplette Album als CD-Beilage. Das ist schon mal fett.

Musikalisch bekommt man genau das, was man von beiden Bands kennt, wenn man sie denn kennt. Jeweils sechs Lieder, davon je vier eigene, je eine Coverversion (VKJ bzw. Punkroiber) und einmal covert man sich dann zusätzlich noch selbst. Den Anfang machen Exkrement Beton, deren Sound ungewöhnlich gut daher kommt und nicht mehr ganz so rumpelig erscheint wie bisher. Dennoch kommt das recht rotzig rüber. Schneller Pogopunk aus der Gosse, der es mit der political correctnes nicht so genau  nimmt. Ursprünglicher Arschlecken-Deutschpunk mit hohem Asifaktor, trotz der guten Produktion.

Asselterror haben da schon einen etwas krachigeren Sound am Start, der mehr in Richtung Keller geht, auch mal ein wenig schräg ist und mit krächzender Stimme ums Eck kommt. Textlich etwas ernster und kritischer/politischer, aber auch mit ein paar Plattitüden gespickt. Natürlich erwartet man das ja auch.

Authentischen, dreckigen Punkrock bekommt man von beiden Bands geboten. Räudig und asselig, und daher weit entfernt von modernen Deutschpunkproduktionen. Zeitlos und direkt dem Untergrund entsprungen. Gibt mittlerweile nur noch wenige solcher Scheiben und daher gut, dass es diese Platte gibt. Und der Titel „Rattendisco“ fasst den Inhalt dazu auch noch passend zusammen. Mirko

www.exkrementbeton.de
www.facebook.com/AsselTerror-1360454583998717

ACHT EIMER HÜHNERHERZEN – ALBUM

ACHT EIMER HÜHNERHERZEN – ALBUM
(Destiny Records)

Auf ihrem zweiten Album namens „Album“ haben AEHH ihren Stil weiterentwickelt, aber nicht großartig verändert. Dem stimme ich zu. Nylon-Punk nennt das Promoschreiben die Schublade, wofür vermutlich die Nylon-Saiten der Akkustik-Gitarre, welche hier stets als Alleinherrscher/in der 6 Saiten-Fraktion fungiert, als Namensgeber/in fungiert, wobei der winzige Akustik-Bass wohl auch mit Nylonsaiten bespannt ist.

Zur minimalistischen Instrumentierung passt dann auch das abgespeckte Drumkit. Wer es noch nicht kennt, hier gibt´s ein Trio mit genannter Instrumentierung und Sängerin zu hören, welches voll und ganz auf verstärkte und verzerrte E-Gitarren verzichtet. Hier und da kommt ne´ Orgel zum Einsatz. Etwas ernster und skeptischer als auf dem Debüt von vor 2 Jahren geht es hier zu, was ja voll und ganz die Zeichen der Zeit bedient. „Spiralgalaxien entfernt vom Unplugged-Patina und Pathos, diesmal noch schneller und punk-affiner getatktet“. Jo, dem stimme ich zu.

Gehört in jede gut sortierte Plattensammlung. Eine Tour war geplant, die findet jetzt natürlich nicht statt, bleibt zu hoffen, dass es nicht zu lange dauert, bis Bands wieder Konzerte spielen können. Hiermit kann man sich die Apokalypse auf jeden Fall etwas kurzweiliger gestalten. Chris de Barg

http://achteimerhuehnerherzen.de

AKNE KID JOE – DIE GROSSE PALMÖLLÜGE

AKNE KID JOE – DIE GROSSE PALMÖLLÜGE
(Kidnap Music)

Album Nummer 2 soll ganz im Zeichen der Verschwörungstheorie stehen. Im Promoschreiben folgt nun eine kleine Abhandlung über Palmölanbau, Regenwaldabholzung, Fridays for Future usw., um am Ende festzustellen, dass dies alles für das neue Album eher irrelevant ist.

AKJ verzapfen ihre Weisheiten wild sich über diverse Zustände echauffierend. Coole Grammatik der letzte Satz, oder? Weniger Classic-Rock als beim Vorgänger, jede Menge schräge Mollakkorde, viel auf die zwölf, so meint das Promo das es hier zugeht und dem stimme ich zu. Von der gewollt auf dilettantisch getrimmten Aufnahme der ersten EP, mit ihrem meganervenden Synthiebassgebratzel, ist dieses zweite Output zum Glück meilenweit entfernt. Im Gegenteil, das hier ist megafett und sauber produziert. Die Band mit Damengesang ist ja derzeit in aller Munde und in jedem Magazin vertreten. Und dieses Dilettanten-Schrammel-Pop-Genre ist ja generell ziemlich angesagt.

Auch hier wird´s vorerst keine Konzerte geben, man darf gespannt sein, wie das in mittelfristiger Zukunft weitergeht. Auch diese Scheibe gehört in die große Hausarrest-erträglichmach-Kiste. Geht ok. Kidnap-Produkte gehen sowieso immer ok. Die Jungs (ich bin mir recht sicher das die Betreiber alles Jungs sind) beweisen weiterhin einen Top Riecher für geschmackvolle VÖ´s. Chris de Barg

https://aknekidjoe.com

MOTÖRSCHÄDEN – MOTORHEADACHE

MOTÖRSCHÄDEN – MOTORHEADACHE
(Eigenproduktion)

Wer denkt bei solch einem Band nicht gleich an Lemmy & Co.? Bis auf den Faktor „Rock“ hat das vom Quartett zum Trio geschrumpfte Ensemble aus der bajuvarischen Provinz aber recht wenig mit den, ich wage es mal so zu behaupten, Vorbildern zu tun. Zumindest nicht musikalisch. Nach sechs Jahren der Existenz wurde im letzten Jahr die erste EP aufgenommen und als Eigenproduktion veröffentlicht.

Gespielt wird simpler Punk‘n‘Roll, der bewusst minimalistisch gehalten wird. Eine klare Affinität sowohl zum fröhlichen Punk als auch zum gradlinigen Rock wird dabei schnell klar. Locker und frisch und unverkrampft laufen die acht Songs dann auch durch. Auf eine fette Produktion wird zugunsten eines authentischen Sounds verzichtet, wobei der etwas nuschelige Gesang vielleicht doch ein wenig mehr Druck vertragen hätte. So wirkt dieser an manchen Stellen doch ein wenig schwachbrüstig. Hätte dem Gesamtsound sicher gut getan und die Songs roher erscheinen lassen. Denn dafür sind sie eigentlich prädestiniert. Den Spaß an der Sache merkt man der Band dennoch an.

Schnörkellose Rock-Mucke, die, wenn man mit ein paar Abstrichen klar kommt, gut reinläuft. Zwar nichts weltbewegendes, aber zwanzig Minuten gut nach vorne abgehender Sound mit sympathischer Dorf-Punk-Attitüde und dem dazugehörenden Enthusiasmus. Mirko

www.facebook.com/motoerschaeden