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LOSER YOUTH – ES GIBT VIELE SCHÖNE PLÄTZE IN DEUTSCHLAND. DIE SCHÖNSTEN SIND FÜR UNS ARBEITSPLÄTZE

LOSER YOUTH – ES GIBT VIELE SCHÖNE PLÄTZE IN DEUTSCHLAND. DIE SCHÖNSTEN SIND FÜR UNS ARBEITSPLÄTZE
(RilRec / Riot Bike Records / Raccoone Records)

Es gibt viele lange Albumtitel von deutschen Bands. Den längsten Albumtitel haben aber LOSER YOUTH. Bis der erstmal durchgelesen ist, ist der erste Song auch schon vorbei. Natürlich bleibt hängen, dass Ikea, wie eingängig besungen, ein Arschloch ist.

Die Wutkeule bleibt auch danach immer schön in Bewegung. „Fred Punx“ beschäftigt sich mit dem Fahrradfahren und all den Steinen (und BMW´s), die Radlern so in den Weg gelegt werden. Dieser Song freut bestimmt besonders Riot Bike Records, die als eines von 3 Labeln agieren, die hier in freundschaftlicher Gemeinschaftsarbeit am Werke sind. Vor´n Latz kriegen z.B. auch besorgte Deutsche oder homophobe Wixer. Mit „Vandalismus, yeah“ gibt´s ein Loblied auf eben genau diesen und zwischen der „Entdeckung der neuen Welt“ und der Entdeckung von diversen „Vitaminen + Mineralien“, feiert man hier „Fasching“ auf ne´ ganz andere Art und dennoch mit einem speziellen Humor.

Musikalisch bleibt die Band bei ihrem direkten und runtergerotzten Rumpel-Pöbel-Punk. Immer schön drauf, keine Experimente, schnörkellos, 1,2,3,4 und fertig. Old School und so! Das einzig Moderne an dieser 7Inch ist der Downloadcode. Na dann – auf die Arbeitsplätze, fertig, los! Spike

www.facebook.com/loseryouth

THE BLACK TAPE / THE ZSA ZSA GABOR´S – SPLIT 7

THE BLACK TAPE / THE ZSA ZSA GABOR´S – SPLIT 7
(Rock´n´Roll Highschool Records / Ghetto Box Records)

Die Geschichte besagt, dass sich Mitglieder beider Bands bereits vor 17 Jahren kennengelernt haben, als sie noch in anderen Bands spielten. Sie zockten damals gemeinsam bei einem Festival in Bayern und wurden dort mit Schlamm beworfen. Ob es an damaligen mangelnden, musikalischen Qualitäten lag, steht nicht geschrieben. Falls aber doch, gehören diese längst der Vergangenheit an und wer beide Bands heute nochmal mit Schlamm bewirft, muss sich schon andere Gründe suchen.

Beginnen wir mit THE BLACK TAPE. Kurz und schmerzlos knallen diese mit „Let´s go“ und „Hungry Wolf“ zwei 1 ½ minütige Songs in die Runde. „Hungry Wolf“ ist nach meinem Geschmack die klar stärkere Nummer. Streetpunk mit leichtem Hang zum Hardcore, direkt und ohne Experimente.
THE ZSA ZSA GABOR´S haben sich längst über Österreichs Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht und steuern ebenfalls zwei Songs zu dieser kleinen Platte bei. Zum einen „Zsa Zsa Gabor“, welcher ein wirklich treibender, direkter Punkrocksong ist, der sofort ins Ohr geht. Diesem nachfolgend mit „Dig up her bones“ ein MISFITS Cover. Songs aus der Kategorie Bands zu covern, finde ich ja immer etwas gewagt. Aber auch wenn´s mit dem Original natürlich nicht mithalten kann, liefern THE ZSA ZSA GABOR´S eine anständige Umsetzung ab.

Die 7Inch passt in die Welt und beide Bands auch gut zusammen. Löblich ist hier der im Vordergrund stehende D.I.Y. Gedanke, der in beiden hauseigenen Labels verankert ist. Vom Artwork über die Produktion bis hin zum Vertrieb wurde und wird hier quasi alles selbst gemacht. Unterstützenswert! Spike

www.the-black-tape.com
www.facebook.com/pg/zsazsagabors

BRASSEN´S NOT DEAD – VOLUME 4

BRASSEN´S NOT DEAD – VOLUME 4
(Be Fast / Devil Deluxe Music)

Lange keine Promo mehr aus Frankreich von ”Be Fast“ bekommen. Umso so größer die Spannung, denn ich blicke immer gerne mit Freunde auf die vielen damaligen VÖ´s zurück, bei denen ich für mich wirklich viele unbekannte, interessante Bands entdecken konnte.

Auch die seit 2006 aktiven BRASSEN´S NOT DEAD sind Neuland für mich und da der Promozettel sehr mager ausgefallen ist, offenbaren mir die Weiten des Internets, dass sich die Band ausschließlich an Chansons des französischen Künstlers Georges Brassens wagt und seinen Werken einen gewaltigen Punkstempel aufdrückt. Die Texte von Brassens, hier muss ich zugebenermaßen leider auf Wikipedia zurückgreifen, sollen sehr lebensnah, ethisch wie poetisch sein und hierzulande vergleichbar mit Franz Josef Degenhardt oder auch dem jungen Hannes Wader.

Soweit so gut. Dafür das ich nichts verstehe, läuft das Ding gut durch – auch wenn´s mit Französischkenntnissen sicherlich mehr Spaß macht. Und noch mehr Spaß macht es sicherlich, wenn Mensch die Originalversionen kennt. Kommt aber in Frankreich bestimmt super an, was auch das Output von mittlerweile 4 Longplayern belegt. Steff

www.punk-rock.fr

MAD BIRDS – PSYCHO SURFERS DON´T WANNA DIE

MAD BIRDS – PSYCHO SURFERS DON´T WANNA DIE
(Be Fast / Devil Deluxe Music)

Debüt-Album des Trios aus Montpellier. Der Albumtitel klingt lustig und ansprechend zugleich und dieser Eindruck betrifft auch das Artwork.

Dahinter vergibt sich total spielfreudiger Rockabilly oder Fun-Rock´n´Roll oder Fun-Psychobilly oder Fun-Punkabilly – welche Bezeichnung auch immer, es trifft alles zu. Ohne sich groß aufzuplustern, liefern die beiden Jungs an Gitarre und Schlagzeug und das Mädel am Kontrabass hier in neun Songs eine Visitenkarte ab, die von einem ehrlichen Sound lebt und ganz viel Spaß an der Sache ausstrahlt.

Die BEACH BOYS oder auch die RAMONES auf surfige Billy-Art. MAD BIRDS machen genau das und viel Spaß dabei. Fast schon schade, dass die Platte mit nur 9 Stücken im einstelligen Bereich bleibt, aber dafür gibt’s keine Lückenfüller. Ein Anwärter auf die Sommer-Platte 2017. Steff

www.facebook.com/Mad-Birds-1704181396476797

A HURRICANE‘S REVENGE – STUMBLING

A HURRICANE‘S REVENGE – STUMBLING
(Homebound Records)

Fünf Jahre nach ihrem Debüt legt die Band aus Trier nun den Nachfolger vor. Man hat sich also viel Zeit gelassen für die neue Scheibe und dabei auch gleich das Label gewechselt. Aber auch in der Besetzung hat sich etwas verändert. Ob man die Zeit auch für die Erstellung ansprechenden Liedguts genutzt hat, verraten die nächsten Zeilen.

Da ich das angeblich hochgelobte Debüt nicht kenne, habe ich mich auf Punkrock mit Hardcore-Elementen eingestellt. So jedenfalls bezeichnet die Band selbst ihren Stil. Ich finde allerdings, dass diese Schubladen nur bedingt bedient werden. Vor allem den Punkrock hört man doch irgendwie so gar nicht raus. Was man zu hören bekommt ist anspruchsvoller, harter Rock, so wie ihn mittlerweile viele Bands machen. Gut gespielt? …keine Frage. Aber eben auch ziemlich austauschbar. Von Innovation ist man weit entfernt, aber das lässt ja nicht immer auf Qualität schließen. Denn diese besitzt die Band auf jeden Fall. Blöd ist eben nur, dass mittlerweile viele Bands im Bereich des härteren Rock musikalische Qualität aufweisen und sich dabei dann auf Punk berufen, der doch eigentlich schäbig und dreckig sein sollte. Und deshalb wirkt das eben für mich ziemlich belanglos.

Härtere Klänge, die aber auch eingängig sind, bekommt man auf dieser CD also schon geboten. Aber auf eine Art, die keinen mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Zwar wirklich solide, aber auch nichts wirklich Besonderes oder gar Herausstechendes. Ein klarer Fall also für meine Küchenliste! Mirko

www.facebook.com/A.Hurricanes.Revenge

EAT//READ//SLEEP – LIVE SLOW-DIE WHENEVER

EAT//READ//SLEEP – LIVE SLOW-DIE WHENEVER
(Kidnap Music)

EAT//READ//SLEEP sind eine neue Band mit Mitgliedern von Hysterese, Deby Dolls, Renderings, Dead End Guys, Imaginary War, Clap up your Hands usw,. Also eine echte Allstar Band mit der Sängerin Helen Runge von eben Hysterese.

Geboten wird mittelschneller Punkrock mit Synthi Begleitung. Die Texte sind laut Beiblatt „geekig“, was auch immer das bedeuten soll. Bei mir läuft die Scheibe durch, ohne das viel hängen bleibt. Der Gitarrensound ist etwas wavig und der Synthi haut auch voll in diese Kerbe. Man hört, das hier erfahrene Musiker am Werk sind, aber ich glaube hier verderben die vielen Köche etwas den Brei.

Vielleicht sind deshalb Vergleiche mit im Beiblatt „große Brüder und Schwestern“ genannten Bands nicht möglich, vielleicht haben sie auch einfach einen neuen Sound kreiert. Ich finde keinen Zugang zur Musik von EAT//READ//SLEEP d.h. aber nicht, dass die Mucke schlecht ist. Einfach mal antesten! Kidnap Music, wie immer in schicker Aufmachung! Chris de Barg

www.facebook.com/eatreadsleep