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	<title>Ugly Punk &#187; Rübis kaputte Welt</title>
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	<description>Punkrock Zine</description>
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		<title>WENN GHADAFFI EINEN MP3 PLAYER HÄTTE, WÄRE SCHWARZENEGGER NICHT DAS, WAS ER SEIN KÖNNTE</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 10:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[…oder warum manchmal Überschriften in keinem Bezug zum Text stehen…
Dienstagmorgen, kurz vor sechs Uhr. Ich bin spät dran heute. Am besten hätte ich mir den dritten Kaffee gespart, dann wären mir fünf Minuten mehr geblieben und ich müsste mich nun nicht so abhetzen.
Ich trete in die Pedale und nähere mich der Kreuzung. Meistens kommt hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>…oder warum manchmal Überschriften in keinem Bezug zum Text stehen…</em></strong></p>
<p>Dienstagmorgen, kurz vor sechs Uhr. Ich bin spät dran heute. Am besten hätte ich mir den dritten Kaffee gespart, dann wären mir fünf Minuten mehr geblieben und ich müsste mich nun nicht so abhetzen.</p>
<p>Ich trete in die Pedale und nähere mich der Kreuzung. Meistens kommt hier um die Uhrzeit noch kein Auto und so rolle ich im Leerlauf heran. Wenn ich mich anstrenge, dann kann ich hören, ob noch ein anderer verirrter Frühaufsteher in seinem Auto unterwegs ist. Heute scheint alles ruhig und so quere ich die Straße, stütze mich auf den Pedalen auf und stehe fast aufrecht auf ihnen, als ich den Kantstein hochfahre. Noch hundert Meter, dann rechts abbiegen, der Straßenbiegung folgen und dann halb links auf den kleinen Weg, der zur Hauptstraße führt. Langsam fange ich an zu schwitzen und ich spüre ein leichtes Brennen in den Oberschenkeln. Wieder spiele ich kurzzeitig mit dem Gedanken, dass ich eventuell doch ein bisschen mehr Sport treiben sollte, aber mein Wille, den Zug noch zu erwischen, wischt diesen illusorischen Funken der Vernunft weg. So wie man mit einem Stück Küchenpapier den verschütteten Kaffee einfach wegwischt. Aus den Augen, aus dem Sinn- obwohl natürlich klar ist, dass dieser kleine miese Zwerg wieder auftauchen wird. Spätestens am nächsten Morgen, wenn der Entschluss, den Wecker noch zehn Minuten weiterzustellen, wieder mal gewonnen hat.</p>
<p>Endlich, ich bin da. Das Fahrrad abgestellt. Verflixt. Wieso klemmt gerade heute der Schlüssel für das Fahrradschloss? Ich atme schwer, bin immer noch aus der Puste. Na klar, so ein Höllenritt von 2 km mit dem Fahrrad, das soll mir mal jemand nachmachen! Ich fühle mich auch ganz heldenhaft, als ich Ümets kleinen Bahnhofskiosk betrete. Hier gibt’s noch mal eine Schachtel Kippen und ne Zeitung für die Bahn. Denn 60 Minuten durch die norddeutsche Tiefebene kann zumindest ich morgens nicht ohne Ablenkung ertragen. Noch weiß ich nicht, dass ich mir die 1,10 hätte sparen können und das heute sowieso alles erstens anders und zweitens als man denkt kommt. Doch zunächst bahne ich mir schnellen Schrittes und mit leichtem Schweißfilm auf der Stirn einen Weg durch die kleine Gruppe der in Arbeitsklamotten gewandeten Gestalten, die sich jeden Morgen früh vor dem Kiosk treffen, dann grundsätzlich direkt vor der Tür stehen und sich eilig ein Blechbrötchen und eine Assizündkerze in die Leber schrauben. Man muss ja dem Tag auch lachend in sein hässliches Antlitz sehen, denke ich mir und kann meinen Blick kaum von den gelblich- braun verfärbten Stumpen in der schwarzen Mundhöhle des Mannes in Malerkluft abwenden. Er blinzelt lustig aus seinen verwaschenen Augen und sein sonnenverbranntes Gesicht hat einen Ton von Bronze, durchzogen von irrsinnig vielen Fältchen und Falten, die ihn wirken lassen, wie eine menschgewordene Nachbildung des Grand Canyons. Er freut sich auf die Fußball WM der Frauen, gibt er lauthals zu verstehen und relativiert dann eiligst, als er die Unverständnis in den Blicken seiner Mittrinker sieht. Also nicht wirklich auf die „Lesbenhorden“, sondern weil Germany dann mal wieder Weltmeister wird. Dann habe man es mal wieder allen gezeigt. Und diese Fußballerinnen, die bräuchten doch auch nur mal anständig durchgenommen werden, dann… Den Rest erspar ich mir. Der geistigen Elite morgens schon bei ihren verquasten Welttheorien zuhören zu müssen, dass ertrag ich nüchtern und sowieso gar nicht. Wissen die bei der BILD, dass ihre Mitarbeiter morgens schon trinken und haben die da gar keinen Zahnarzt? Egal, mein Zug wartet. Noch drei Minuten. Großen Schrittes überquere ich den Vorplatz und entere das Bahnhofsgebäude. Wie eine überdimensionierte Schuhschachtel mit gewelltem Dach dominiert diese den zentralen Bereich der Kleinstadt. Und suggeriert von der Finanzkraft und der Weltoffenheit, des Fernwehs der Einwohner, die die 10000er Zahl mal so gerade ankratzt. Wo man von hier wohl überall hinfahren kann? Umso mehr bin ich jedes Mal enttäuscht, wenn ich unter der nahezu freitragenden Kuppel die paar Stufen in den Bahnsteigbereich hinabgestiegen bin. Ganze zwei Gleise finden sich da, die von einer kleinen privaten Regionalbahn beschickt werden. Großer Mann, was nun? Es ist in etwa so, als würde sich auf einem Festival der Himmel verdunkeln, ein schwarzer Nightliner heranrauschen und alleine der Anblick ließe allen tausenden von Konzertbesuchern den Atem stocken. Welche große Band, welcher Star von Weltformat mag diesem Ungetüm wohl entsteigen? Und dann sind es bloß die KrawallBrüder.   Genauso fühle ich mich immer: Maßlos enttäuscht.</p>
<p>„Beep Beep Beep“</p>
<p>Die Türen schließen sich, der Dieselmotor grollt auf und langsam und sehr schwerfällig setzt sich der Schienenbus in Bewegung. 12 Haltestellen, dann in die S- Bahn umsteigen und noch einmal sechst Haltestellen, dann eine Zigarette zu Fuß, in den zehnten Stock und acht Stunden warten auf die erlösende Feierabendsirene. Dann das Ganze retour. Nur ohne Ümet.</p>
<p>Ich schlage die Zeitung auf. Gestern haben wieder Nobelkarossen gebrannt und irgendein Bezirksvorsteher investiert 100.000,-, damit Obdachlose nicht unter der Brücke schlafen. Das ist ja nett denke ich und lese weiter. Was für eine philanthropische Idee wird er gehabt haben? Für so viele Scheine gibt’s bestimmt ein nettes Haus oder irgendwas in der Richtung. Aber nein, Steine hat er herankarren lassen, die dann schön unter der Brücke drapieren lassen und einen künstlichen Flusslauf angelegt. In der Hoffnung, dass der Abschaum dann verschwindet. Aber da hat der liebe Bezirksamtsvorsteher die Rechnung ohne die kreativen Wermutbrüder gemacht. Sie schlafen um die Steine herum und lassen nun Papierschiffchen in dem neuen Bächlein schwimmen. Und haben obendrein – das ist kein Witz- ein Schild drucken lassen und aufgehängt: „Danke für die Renovierung unseres Schlafzimmers!“ prangt es dort nun in höhnischem Spott herab. Amt 0, Penner 1, würde ich sagen.</p>
<p>Aber ich kann mich heute nicht richtig auf die Zeitung konzentrieren. Wortfetzen dringen in meinen Kopf und irgendwie müssen sie eine Synapse getroffen und angeschmissen haben, denn mein Gehör fährt hoch und ich lausche dem Gespräch zweier junger Männer, die sich auch in der Obdachlosigkeit befinden. Der intellektuellen…</p>
<p>„ Digga, Alta. Hassu die Olle geseh’n beim Äijtsch seine Paady, Digga? Voll die Möpse, so.“ „Jo, ey, voll krass die Dinger, Digga. Ey, ich schwör, die is voll so heiß, weißt, was ich mein? So mit alles und endkrass, ey“. „Faruk kennt die, hatta mal mit ein abgechillt, Digga und…“</p>
<p>Der Zug hält und für einen Moment bin ich abgelenkt. Ich nutze die allgemeine Unruhe und drehe mich konspirativ um: Digga1 sieht aus, als wäre er unterm Turbobräuner eingeschlafen. Seinen feisten Schweinekopf ziert ein mit Straßsteinen geschmücktes Ed Hardy Cap. Er trägt den Schirm leicht zur Seite gedreht und hat die Größeneinstellung der Mütze so verringert, dass es aussieht, als sei es ihm drei Nummern zu klein. In beiden Ohren trägt er Stecker, die von riesigen Glasquadern, die wohl die Assoziationen an Diamanten wecken sollen, beherrscht werden. Doch sind die augenscheinlich so schwer, dass sie die Ohrläppchen leicht nach unten ziehen. Um den Hals die obligatorische Monsterpanzerkette und auch zwei hübsche Armbänder. Menowin für ganz Arme. Digga2 sieht haargenau so aus, doch trägt er nicht Weiß wie Digga1, sondern ein herb maskulines rosa. Hätte ich meinen MP3- Player heute nicht vergessen, müsste ich mir das Geseier auch nicht anhören. Was für ein Mist. Und nur wegen eines Kaffees mehr.</p>
<p>Die Türen schließen sich.</p>
<p>„Un‘ Digga, eins is kla- die fick ich noch, ich schwör.“ „Echt? Wie wissu das denn machen? So richtig, ey?“ Vor dem Fenster ziehen friedliche Felder vorbei. Kühe glotzen dem Zug hinterher und ihre Kälber scheinen sich einen Spaß daraus zu machen, mit der Bahn um die Wette zu laufen. Ich höre die Diggas die besten Tipps für Geschlechtsverkehr austauschen und frage mich, ob die sich gar nicht bewusst sind, dass sie in einem nahezu vollbesetzten Pendlerzug sitzen. Aber vielleicht ist es denen auch voll egal, ey.</p>
<p>„Digga, ich tu da so mit der Ollen chillen und da kommt ihr Alter rein, ey.“ Noch mehr Kühe auf den Wiesen, vereinzelt auch Schafe. Weithin vernehmbar erklärt Digga2 in sämtlichen Einzelheiten, wie er nun präejakulativ vom Vater irgend so einer Tussi mit Baggypants auf Halbmast und Halbmast auf die Straße in seinem scheiß Hamburger Ghetto gejagt wurde. Digga1 hat dazu nur einen Kommentar, den aber dafür nach jedem gestammelten Halbsatz: „Krass, Digga, voll endkrass!“ „Weissu Digga, ich hab mich da voll zum Löffel gemacht, ey! Das war so krass peinlich, echt ey“ <em>Und? Was machst du jetzt gerade?</em> Die Halbleiter scheinen sich warm geschossen zu haben. Noch vier Stationen, ich muss eine rauchen. Ich habe für meinen Teil kein Problem damit und will ja Leuten auch nichts böses, nur weil in ihren Familien der Genpool bereits vor drei Generationen geschlossen worden ist, aber muss man das dann hier so ausgiebig präsentieren? Dafür gibt es RTL und RTL II, Diggas! Aber selbst die Redakteure dieser Schmierensender haben wohl ihren Stolz oder zumindest irgendwelche Vorgaben. Sonst könnten sich die beiden Möchtegern Playboys dort noch mal nen Euro dazuverdienen, den sie dann in Lloret de Mar in einen schönen Kübel Sangria und gefälschte Hilfiger Klamotten investieren könnten.</p>
<p>Brüste, Erscheinungsformen des weiblichen Geschlechtes und die neusten Apps fürs iPhone. Die beiden hören nicht auf. Mein rechtes Augenlid zuckt. Zuerst kaum merklich, dann immer deutlicher. Unregelmäßig. Zuck. Zuckzuck .Zuck. Zuckzuckzuck. Sie sind drei Meter entfernt. Zuckzuck. Ich merke, dass es nicht nur das Zucken ist. Auch mein Herz schlägt mir bis zum Hals. In meinen Handflächen bildet sich Schweiß und ein Gefühl der Enge macht sich in mir breit. Wie eine eiserne Faust umschließt es erst meinen Magen und drückt ihn zusammen, als wolle es ihn auswringen. Mir wird schlecht. Die Waggontür piept und schließt sich wieder. Wie durch Watte rauscht der Ton in meine Ohren, vermischt sich dort mit dem Gebrabbel der anderen Zuggäste. Und zwischendrin höre ich nur noch glasklar: „Digga Digga Digga Digga!“ Immer lauter bohrt sich dieses Wort in mein Gehirn. Mittlerweile habe ich mein Augenlid nicht mehr unter Kontrolle und der Schweiß scheint mir im Strömen aus den Poren zu laufen. Ich wage es nicht, den anderen Mitfahrern ins Gesicht zu blicken. Es dröhnt in meinen Ohren und in meinem Mund breitet sich eine nach Kupfer schmeckende Wärme aus. Ich merke nicht einmal, dass ich mir auf die Zunge gebissen habe, als ich aufstehe und stolpernd den Vierersitz verlasse. Ich muss hier raus. Irgendwie. „Digga Digga Digga“. Zuck. Zuckzuckzuck. Wie durch einen nebligen Tunnel sehe ich schemenhafte Gesichter vor mir. Dann falle ich. Eine ältere Dame sieht mir aus ihren gütigen Augen ins Gesicht. Ich erkenne sie wieder. Die Frau mit den Cent- Stücken gestern beim LIDL. Zuckzuck.</p>
<p>Dann ist alles wieder in Ordnung. Ich stehe auf und klopfe mir den Dreck von der Hose. Der Zug fährt ruhig dahin. Alle Gespräche im Waggon sind verstummt. Alle? Nein, nicht alle. „Ey und das krasseste is, das…“ Digga1 verstummt, als ich mich neben ihn setze. Warum, weiß ich nicht.</p>
<p>Vielleicht liegt es daran, dass ich in meiner Hand den blutigen Notfallhammer halte, den ich Digga2 gerade mitten dahin gehauen habe, wo Kleinkinder noch ihre Fontanelle haben. Eine lustige rote Fontäne sprudelt, langsam versiegend, aus seinem Kopf und malt ein surreales Muster auf seine Stirn. Die Kappe liegt am Boden. „Und? Was ist nun das Krasseste?“, frage ich ihn ruhig und sehe dabei in seine Augen. Digga2 kippt röchelnd zuerst nach vorne, dann hebt er seinen Oberkörper noch einmal und schaut mich ungläubig an. Ich meine auszumachen, dass er sich überlegt, ob er mich schlagen soll. Doch der Nothammer, der übrigens vortrefflich in der Hand liegt, nimmt ihm die Entscheidung ab. Er fällt mitten in den Gang.</p>
<p>Der noch sitzende Digga ist nun komplett stumm und gerade, als ich ihm anbieten will, dass ich ihm die Augen aus dem Kopf reiße, sie in seine Unterhose stecke, damit er sehen kann, wie ich ihm in den Arsch trete, höre ich Musik. „It’s a jungle out there…“ Randy Newman singt. Warum klingelt mein Wecker? Ja, verdammt. Warum klingelt mein Wecker?</p>
<p>Eine ziemlich resolute Stimme in meinem Kopf meldet sich zu Wort: „Weil du zu Hause im Bett bist und endlich aufstehen musst!“ Ich schlage die Augen auf. Kein Digga1, kein Digga2. Ich habe alles nur geträumt. Tief atme ich durch, jetzt erst einmal einen Kaffee.</p>
<p>Nach dem dritten Kaffee sehe ich auf die Uhr. Verflixt, nun wird es Zeit, ich muss los. Ich haste in den Schuppen und hole mein Fahrrad. Als ich schon fast am Bahnhof bin, fällt mir ein, dass ich meinen MP3- Player am PC habe liegen lasse. Scheiße! Dann muss ich mir halt ne Zeitung kaufen. Als ich den Bahnhofskiosk von Ümet verlasse und Richtung Bahnhof gehe, sehe ich zwei Typen vor mir, breitbeinig, lässig gehen: Der eine trägt ein rosa, der andere ein weißes Ed Hardy- Cap. Ich schüttle mit dem Kopf und steige in den Zug….</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wenn MP3 Player Leben retten sollen, dann mit:</span></p>
<p>Volbeat- Guitar Gangsters and Cadillac Blood (Album)<br />
Flogging Molly- Speed of Darkness (Album)<br />
Hudson Falcons- Dancing Underneath the Moonlight (Album)<br />
Misfits- The Haunting</p>
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		<title>Den som ikke vil høre, må føle.</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 11:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ach nee, was ist das schön. Der Araber und der Tuareg begehren auf und hauen ihren despotischen Vorturnern das korrupte, dollar- und eurogepimpte System um die Ohren. Und in Germoney weicht so langsam der kalte, frostige Diktator namens Winter. Der Italiener hat Angst vor Überfremdung, aber nicht davor, dass Berlusconi Minderjährige bumst, und in Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach nee, was ist das schön. Der Araber und der Tuareg begehren auf und hauen ihren despotischen Vorturnern das korrupte, dollar- und eurogepimpte System um die Ohren. Und in Germoney weicht so langsam der kalte, frostige Diktator namens Winter. Der Italiener hat Angst vor Überfremdung, aber nicht davor, dass Berlusconi Minderjährige bumst, und in Deutschland sind die Straßen vom Frost kaputt. Ach ja, mein Auto müsste auch vom verkrusteten Muff des Streusalzes befreit werden. Wird der Moslem jetzt ganz Nordafrika übernehmen? Schon kreuzen deutsche Schlachtschiffe im Mittelmeer vor der Küste des Urkontinents. Aber einen Moment- hatten wir das nicht schon einmal? Panzerboote vor Agadir? Egal, damals gabs ja noch den Kaiser. Das war der Opa von Prinz Foffi. Ja, Prinz Foffi, der grenzdebile Vollalkoholiker und Anwärter auf den Korsakow- Gedächtnis- Preis (hahaha), der sich noch gar nicht so lange her mit dem Plastiktütenwunder und Schlauchbootlippe Gsell öffentlich zum Löffel gemacht hat. Wattn Prachtkerl! Und wenn man sich dieses Hohenzollern- Geblüt so ansieht, da kann einem das Grauen kommen. Wie übrigens bei allen Herrschaften des Adels. Die Lords der Inzucht. Jahrhundertelanges untereinander rumkopulieren hinterlässt dann ja dezent seine Spuren. Schaut Euch doch nur den sogenannten „geilen Prinzen“ an. Natürlich auch ein Spross der einstigen deutschen Herrscherfamilie. Der geisterte in den 90ern durch die Medien, weil er ständig irgendwelche alten Damen beglücken wollte und dann auch im Ramschkaufhaus als Regalsortierer arbeitete. Zu blöde, eine gerade Linie entlang zu gehen, zum Leben einfach nicht zu gebrauchen.</p>
<p>Nein, ich mache mich hier weißgottnicht über Menschen mit geistigen Behinderungen lustig, oder wie es jetzt korrekt heißt: Menschen in herausfordernden Lebensumständen.<br />
Ich mache mich über die adlige Arroganz lustig. Prinz Ernst August, der stets besoffene Prügler und an Pavions Pinkler (aka PPP),  gilt ja als Aushängeschild des europäischen Hochadels und steht sogar an Stelle 346,23 der britischen Thronfolge. Hey, Respekt Kollege! Für einen Menschen der Gruppe „mein Stammbaum ist ein Kreis“ ist das ja eine veritable Leistung. Ich bin beeindruckt. Wie läuft das denn nun? Ist der Briten Lissy jetzt seine Cousine, Tante, Großvater und Schwester in Personalunion? Und vor allem: Wen interessiert das? Ich danke den Frauen und Männern, die nach dem Ersten Weltkrieg (Kenner sagen WK I) diese Amöben vom Hof gejagt haben. Allerdings scheint mir, dass diese inzüchtigen Bastarde das auch heute noch, nach fast hundert Jahren, nicht so ganz wahrhaben wollen. Holla, die Waldfee! Herr von und zu Baron und Freiherr auf Trallala möchte immer noch mit seinem Titel (der heutzutage fürn Arsch ist) angeredet werden. Hahaha&#8230;steck Dir Dein Zepter in Deinen Arsch &#8211; oder dahin, wo Du meinst, dass er sich befindet.</p>
<p>Schönes Beispiel: Der Kalle Guttenberg. Befriedigt die niedersten Instinkte des Teutonen nach Glemmer und Glanz. Die Speckfrisur erlügt sich erst den Wirtschaftsministerposten (hat ja schließlich schon mal in einer Gastwirtschaft gesessen, passt also) und macht dann einen auf Kriegsminister. Mit Erfolg, wie man hört. So erfolgreich, dass sich die Soldaten am Hindukusch schon selbst die Kugel in den Kopp jagen. Ist ja auch Aufbauhilfe. Erspart sich der Afghane damit unnötig Geld für Munition auszugeben. Die kann dann schön für den Wiederaufbau verwendet werden, nachdem die Wehrmacht und ihre Bushkrieger alles platt gemacht und den nächsten korrupten Spacko in die Regierung gehievt haben.<br />
Ich fühle mich hier auch schon ganz sicher, denn meine Freiheit wird ja in Masaar al Sharif verteidigt. Danke, Ihr Nachwuchs Rommels! Damit ist ja auch klar, dass lieber weiter Millionen in einen unnötigen Angriffskrieg verblasen werden. Die spart man dann schön bei der Hartz 4 Reform ein. Schnell nochmal den Herrn Baron mit eigener Medienentourage nach Afghanistan geflogen und ein bissel Wochenschau drehen, dient nicht nur der Akzeptanzförderung eines Krieges, sondern ist ja auch schöne Werbung für den Kriegsherren. Und Kerner macht mit. So sieht unabhängiger Journalismus aus. Kerner, der übrigens so ein bisschen wie ein Schimpanse aussieht (finde ich), ist nun Hofberichterstatter und persönlicher Herold des Freiherren. Und darf zur Belohnung am Fußende des hochherrschaftlichen Bettes im Schlafgemach der Burg nächtigen. Direkt neben dem Nachttöpfchen. Vielleicht wird er ja noch adoptiert, wer weiß das schon?</p>
<p>Naja, auf jeden Fall hat sich das Kalle auch gleich ne geborene von Bismarck (das ist der Typ, der den Hering erfunden hat) geangelt. Damit die guten Gene auch in Adelskreisen bleiben (dazu siehe oben). Die hat sich auch hervorgetan durch dieses peinliche, gefakte Pseudereality TV- Stück im Bild a like TV von RTL2, die Prangershow für Pädophile, die keine sind, sondern Schauspieler. Mediengeilheit, die sich mit Ihresgleichen und Geltungssucht paart, das kennt man sonst nur aus dem Dschungelcamp. Zumindest werden die Guttenbergschen Kinder mit einem äußerst wertvollen Genpool ausgestattet sein, wobei ich mir hier jetzt mal die Einzelheiten ersparen möchte. Aber wenn Vatti schon zu doof ist, seine Doktorarbeit selbst zu schreiben und sich dann unablässig beim Lügen erwischen lässt, kanns ja nicht so dolle sein. Wann haut dem Schmierlappen eigentlich mal jemand was vor die Fresse? So ein schönes Pfund, dass es ihm die Pomade aus den Locken haut und der Kopf noch drei Tage später wackelt. Man wird ja noch mal träumen dürfen&#8230;</p>
<p>Mein Plan für dieses Jahr ist es ja, dem Pocher Olli seine Hasenzähne in Richtung Mandeln zu drücken und ich weiß, dass ich auch dieses Jahr nicht dazu kommen werde. Warum ist der eigentlich kein dicker Matrose auf der Gorch Fuck und macht mal nen Köpper aus der Takelage? Und wieso kommt dieser Assi mit seinem Scheiß immer durch? Wir halten fest: Er ist nicht witzig, er ist nicht besonders helle, dafür hat er eine große Fresse und die Sensibilität eines Metzgerhundes. Und natürlich eine total tolle und erfolgreiche Frau. Die ist sooooo klug, die lässt sich von ihm erst durch den Kakao und dann durch die Laken ziehen.</p>
<p>Sandy&#8230;sorry, Allessandra. Wo kommt die her? Aus Berlin Reinickendorf oder aus der Platte? Sandy, Mandy, Ronny und Mario. Nachname Kowalewski. Beruf: Studierte Melker. Aber ich möchte nicht auf Leuten herumhacken, die von Natur aus so blöde sind, dass ganze Regimenter von Adligen jahrhundertelang dafür ficken müssten. Die wird morgens doch auch mit dem Scheibenleckerbus abgeholt&#8230;<br />
Also back zum Pocher. Dieser kleine, ungezogene Junge braucht mal ne große Hafenrundfahrt, glaube ich. Schön nen Ellerbeker Rundschlag oder nen Barmbeker Schwinger. Kawumms. Zoink. Boing. Und dann mal kucken, was von dem ex Wachtturm Verkäufer noch übrig ist. Kann er sich ja wieder in die Fußgängerzone stellen und seine Pamphlete verhökern. Vielleicht sollte ich mal bei den Zeugen Jehovas (Jehova! Jehova!) anrufen. Dann kommt er zu mir nach Hause und wir plauschen bei nem Schluck Kaffee. Und danach bastel ich mir aus ihm ein schönes Mobile für den Hausflur oder ein originales Knochen- Xylophon, das ich dann der Waldorfschule spende. Aber vielleicht ist er auch ganz nett und schnüffelt nur die falschen Lösungsmittel? Oder ist nicht richtig eingestellt? Zuviel Clozapin oder so. Zuwenig Mutterliebe. Vielleicht ist es das: Er sehnt sich nach der Geborgenheit des Uterus und möchte zurück. Ich schenk ihm ne Höhle oder einen Snoezelen- Raum. Da kann er sich dann entspannen und muss uns nicht weiter belästigen. Sonst bekommt er demnächst ein schönes Einzimmerappartement. Mit Samt ausgeschlagen. Auch nett.</p>
<p>Ich mach natürlich nur Spaß. Oder sollte es heißen „Es macht Spass?“ Who knows?</p>
<p>Wie dem auch sei- mein CSU- Mitgliedsantrag ist ausgefüllt, dann bin ich dabei, wenn Doofland den Kalle von und zu hinten und über Guttenberg zum Kanzler wählt und Deutschland endlich wieder Monarchie wird. Das wird schön.</p>
<p>Ein Heil dem Kaiser!</p>
<p>Ahoi,<br />
rÜBi</p>
<p>PS: wem das jetzt wieder zu wenig gehaltvoll oder zu blöde war&#8230;geht doch mal zum Stammtisch, danach ist das hier Gold wert&#8230;.hahahahaha</p>
<p>Playlist:</p>
<p>Sir Reg – This is Sir Reg<br />
Monster Squad – alles<br />
The Wolfe Tones – Rifles of the IRA<br />
Duke Ellington – querbeet<br />
R. Mey – Der Fischer und der Boss</p>
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		<title>ZUM JAHESENDE KOMMT DIE GROSSE KEULE?</title>
		<link>http://uglypunk.de/2010/12/zum-jahesende-kommt-die-grosse-keule/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 17:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Polemik, Stammtischparolen und das große Nichts
Es ist so weit, immer, wenn der kleine Lord bis zum Erbrechen auf dem heimischen Flimmerbildschirm erscheint, wissen wir: Das Jahr geht zu Ende. Und genauso wahrscheinlich, wie auf drei Kisten Öttinger der Kater kommt, wird Medialand Teutonia dann auch mit unzähligen und vollkommen unwichtigen Jahresrückblicken zugeschissen. Dem möchte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Polemik, Stammtischparolen und das große Nichts</em></p>
<p>Es ist so weit, immer, wenn der kleine Lord bis zum Erbrechen auf dem heimischen Flimmerbildschirm erscheint, wissen wir: Das Jahr geht zu Ende. Und genauso wahrscheinlich, wie auf drei Kisten Öttinger der Kater kommt, wird Medialand Teutonia dann auch mit unzähligen und vollkommen unwichtigen Jahresrückblicken zugeschissen. Dem möchte ich natürlich nicht nachstehen und deshalb werde ich, der Großmeister der polemischen Realsatire mit einem Ruhepuls von 164, Euch Uglypunkern nun heute auseinanderdröseln, was wirklich interessant war in 2010.</p>
<p>Nichts.</p>
<p>Außer persönlichen Highlights und Tiefschlägen, die wohl jeder jedes Jahr erlebt, gab es nichts Neues oder gar wichtiges. Und nächstes Jahr wird es auch nichts Dolles geben. Das verspreche ich Euch. Die Menschen werden so bescheuert und ignorant bleiben, wie sie seit dem Tag sind, als Urväterchen den aufrechten Gang erlernt hat. Warum auch nicht? Never change a winning team, wie der Engländer sagt. Wir werden weiterhin in einem von Lobbyisten und rückgratlosen Wendehälsen regierten Land leben und bestimmt noch mehrfach mitbekommen, dass der Leitspruch „Alle Macht geht vom Volke aus“ und „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ einfach nur Makulatur ist und in ständigen Wiederholungen gebetsmühlenartig heruntergeleiert nur dazu dient, dass der Pöbel die Fresse hält.</p>
<p>Na, Punkerchen? Bei Dir natürlich nicht. Denn Du stehst über den Dingen und willst frei sein. Frei von staatlichen Zwängen. Scheiß auf den Staat, dieses verlogene Gebilde, dieser aufoktroyierte Unterdrückungsapperat, der noch nicht mal in der Lage ist, Dir die Stütze pünktlich zu überweisen. Oh, hab ich da jetzt in eine Wunde gestochen? Mami und Papi sind scheiße aber wenn man nix zu fressen hat, kann man doch noch mal schnell an den heimischen Herd und sich ne Bockwurst klauen. Ja, so sieht Konsequenz aus. Genauso konsequent, wie „Gegen Rechts“- Aufnäher und T-Shirts gewisser freier Bands, die wild und krawallig sind. So unter Brüdern ist das doch ganz okay. Und nein, ich hefte mir hier nicht den Stern „Szenepolizist des Jahres“ an. Aber wenn ich diese Vollspacken mit ihrer degenerierten, volkstümeligen, onkeligen Mucke höre und sehe, dann bekomme ich das kalte Kotzen. Was wollt Ihr denn nun eigentlich? Bands genauso, wie Konsumenten dieser auditiven Geschlechtskrankheit. Ihr Bands seid der Herpes der Szene. Dicke, fette eiternde, ekelerregende Bläschen &#8211; und der geschätzte Konsument ist das Pflaster dazu. Abdecken, das es bloß keiner sieht und dann unschuldig gucken. „Aber wieso denn? Die unterstützen doch einen Verein, der gemeinnützig Behinderten eine Arbeit gibt und sonst wären die doch auf der Straße.“ Ach, plötzlich sind wir hier die Tollen, was? Verdammt noch mal, sonst lacht Ihr doch auch im Suff jeden Mongo aus und amüsiert Euch bei RTL über Tourette- Kranke. Eher geht die Welt unter, als dass ein Betrieb einen Menschen mit Behinderung entlassen darf. Ganz im Gegenteil: Die bekommen noch Geld dafür, dass die Arbeitskräfte schaffen. Fuck, Mensch. Ihr fallt echt auf jede Finte rein. Das kannste der Katzenberger, oder wie diese grenzdebile Nachwuchsnaddel mit ihren aufgeblasenen Hupen und den Eddingaugenbrauen kurz unterm Haaransatz auch heißen mag, erzählen, aber doch einem normaldenkenden Menschen nicht.</p>
<p>Katzenberger. Naddel. Gsell. Zur Hölle. Was haben diese hirnamputierten, animierten Gummipuppen eigentlich für nen Auftrag? W E R  will das sehen? Da kann ich meiner Katze beim Kotzen zuschauen, das ist gehaltvoller, interessanter und riecht wahrscheinlich auch noch besser. Es funktioniert natürlich alles nach demselben Schema. Wo kein Bedarf, da auch keine Bedienung. Sprich: Wenn keiner hinsieht, dann geschieht es auch nicht. Oder zumindest nicht öffentlich. Ich finde es manchmal echt beängstigend, welch ein Müll uns serviert wird. Dagegen ist der Castor was für den Vorgarten. Deutschland sucht die Superpenner, den Superassi und  fiebert beim Hartz IV- Faktor mit. Und wundert sich im Diskussionsrausch über unwilliges Migrantenpack gar nicht mehr darüber, dass uns so ganz nebenbei tödliche Atomverträge untergeschoben werden, Leute nichts zu beißen haben und es in diesem reichen Land massenhaft Frosttote gibt. Von der NPD und ihren freien nachtschwärmenden Dünnschißhorden mal ganz abgesehen.</p>
<p>Die Lobby schaltet und waltet, verdient sich und die Industrie dumm und dämlich. Merkelferkel und die Schießbudenfigur Westerwelle sitzen aus und/ oder labern Scheiße- ein Prosit der Gemütlichkeit! Ich könnte den Knüppel schwingen. Den großen Knüppel. Den gaaaaanz großen Knüppel. Aber bevor das hier endgültig zum Stammtisch für frustrierte Altpunker wird, reiße ich das Ruder rum und drehe den Bug in den Wind…</p>
<p>Ist Euch mal aufgefallen, dass es auf Konzerten immer mehr in die Höhe gereckte Fotohandys gibt? Frei nach dem japanischen Motto „Schnell alles filmen, ankucken kannste zu Hause.“ &#8211; dann wird der letzte Stuhlgang getwittert und natürlich der Welt via Fuckbook mitgeteilt, dass man einen Furunkel am Arsch hat. Toll, das wollte ich schon immer einmal wissen. Nun, ich rege mich darüber nicht grundsätzlich auf, denn schließlich hat mich der soziale Niedergang Networks auch schon erreicht. Und, vorgegriffen, NEIN!, ich möchte nicht Euer Freund werden. Ich habe nämlich noch richtige und stellt Euch vor: Mit denen kann man sich treffen, im Pub ein Bier trinken, telefonieren usw. So richtig mit anfassen und in der echten Welt. Es ist wahr: Es gibt ein Leben vor dem Tod. Und das ganz ohne Herrn Gates, Herrn Apple oder Herrn Fuckbook. Ich habe neulich auf dem Dachboden eine Kiste entdeckt (oh Gott, das fällt mir erst jetzt auf…) und darin ganz viele Fotos und Briefe von 1913 bis 1960 gefunden. Bis heute bin ich dabei, diese zu ordnen und teilweise zu übersetzen. Denn &#8211; Punkerchen, pass op! &#8211; die sind noch teilweise in Sütterlin geschrieben. Und da ich toller Kerl das schreiben und lesen kann, genauso gut wie unsere lateinische Schrift, bieten sich mir Zeitzeugnisse, die beinahe unbezahlbar sind. Brüchiges, fragiles Papier mit in Tinte gefassten Trivialitäten des damaligen Alltages, aber auch voller Sorgen und Wünsche. Fast 100 Jahre alt! Und dann drängt sich mir die Frage auf, was von uns noch bleibt? Rübis Status: Heute gestorben. ? Was bleibt nach einer digitalen Welt? Okay, wenn der große Atompilz kommt, nicht viel, es ist doch aber schon ein wenig traurig, dass wir außer einer komplett verkackten und herzlosen Welt nichts mehr hinterlassen werden. Wir werden wie die Fußspuren am Strand sein. Halten nur bis zur nächsten Welle und dann ist nichts mehr. Da hilft dann auch die DEVK nichts. Glaubt mir. Ach ja….schnief.</p>
<p>Puahahaha….Aber zurück zum Thema, Ihr Wutbürger. Das Wort des Jahres: „Wutbürger“. Und nun? Auch wieder etwas, was uns nicht wirklich weiterbringt. Vor allem nicht dem Wutbürger Nr. 1, dem Herren, den die Puzzelei in Stuttgart gnädigerweise davor bewahrt hat, das Elend weiter mit ansehen zu müssen. Da bekommt das Wort „dem fielen vor Staunen fast die Augen aus dem Kopf“ gleich eine ganz andere Bedeutung. Und? Was bringt es ihm? Alle haben Mitleid, die Bullen sagen, er sei selbst schuld und er wird sich wünschen, an dem Tag nie zur Demo gegangen zu sein. Der kurze Aufschrei der Empörten ist verstummt und nächstes Jahr interessiert sich keiner mehr für ihn.</p>
<p>„Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Es ist Hohn. Hohn und Spott, der von der herrschenden Klasse über uns, den Pöbel, das Pack, ergossen wird. Los, schlagt mich noch einmal. Ich halte Euch die andere Backe hin, Ihr Fickfressen.</p>
<p>Revolution? Aufstand? Ach nee, lass mal.</p>
<p>Draußen ist der Schnee hoch und die Strassenverhältnisse sind nicht so gut. Außerdem muss ich mir noch auf YouTube das Konzert von gestern ansehen. Habe vor lauter Filmen gar nicht mitbekommen, ob die Band gut war. Und die neue Scheibe von Frei.Tod und den Betonbrüdern muss ich mir auch noch anhören. Hab ich just gezogen…Bäähhh!</p>
<p>So, habe ich nun gelogen? Nein, denn ist nichts passiert dieses Jahr. Zumindest nichts, worüber man sprechen müsste. Rein gar nichts.</p>
<p>Dann machts mal gut,</p>
<p>Rübi</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Meine Scheiben des Jahres 2010:</span></p>
<p>Cor – Herztier<br />
Missbrauch &#8211; Vorhang auf<br />
bORDERpAKI – 1362  ( <img src='http://uglypunk.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )<br />
Ben – Am Ende dieser Welt (Song/Akustikversion)<br />
Smoke Blow – The Record<br />
Motörhead – The Wörld is Yours<br />
Mr Irish Bastard – Fistful of Dirt</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vorsatz für 2011:</span></p>
<p>Oliver Pocher einen vor die Fresse hauen</p>
]]></content:encoded>
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		<title>ES IST NICHTS PERSÖNLICHES, ES GEHT UMS GESCHÄFT</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 09:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonntagabends, 19.00 Uhr. Meine Zeit. Denn es gibt endlich wieder „Schwiegertochter gesucht“ aufm RTL. Böse Zungen behaupten ja, das sei Volksverdummung, aber hey!- was willst Du noch verdummen? Oder wen? In diesem Land ist doch alles, was einen IQ über einem Meter Radieschenbeet hat, nur störend. Das wusste ich schon, bevor Herr S. seinen „Kampf“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonntagabends, 19.00 Uhr. Meine Zeit. Denn es gibt endlich wieder „Schwiegertochter gesucht“ aufm RTL. Böse Zungen behaupten ja, das sei Volksverdummung, aber hey!- was willst Du noch verdummen? Oder wen? In diesem Land ist doch alles, was einen IQ über einem Meter Radieschenbeet hat, nur störend. Das wusste ich schon, bevor Herr S. seinen „Kampf“ herausgegeben hat und einen Aufschrei der Empörung in goo‘ ol‘ Germany los trat. Vielleicht sollten sich die ganzen Gutmenschen, die mit &#8211; wahrscheinlich jetzt schon langsam verblassender Empörungsröte in der Hackfresse, denn Oktoberfest und Schampusparty are still marching on &#8211; mal fragen, warum es für so ein Machwerk überhaupt einen Absatzmarkt in Preußen und annektierten Gebieten gibt. Ich gehöre nun nicht zu den Leuten, die „Deutschland schafft sich ab“ gelesen haben, allerdings habe ich den Lebensplan eines gewissen Österreichers aus den 20ern auch nicht gelesen und weiß trotzdem, dass da Scheiße drin steht. Es wäre nun natürlich sehr einfach, alle die, die des Thilos literarischen Erguss erstanden und ihm damit schön Kohle in die bereits prall gefüllten ex- Senatoren- und Bankierstaschen gespült haben, als konservative, reaktionistische Amöben hinzustellen, allerdings glaube ich nicht, dass dem so ist. Denn der typische RTL- Depp, der sich und sein inzestuöses Familienrudel am Nachmittag bei „Mitten im Leben“ präsentiert, wird den Mist nicht gekauft haben. Denn erstens reicht Hartz 16 nicht dazu und zweitens hat er bereits die Hände voll: rechts die gestopfte „Jakordia“- Kippe, links das bereits leicht angeschalte 5,0 Pils vom Discounter. Morgens um halb acht in Doofland. Außerdem interessieren sich die alternden Kevins mitsamt ihrer Valentino- Jerome- Chantal- Assena &#8211; Brut doch nicht für sowas- viel zu viele Buchstaben. Und dass der Muselmann schuld ist, wissen die schon lange. Nimmt ihnen ja schließlich den Arbeitsplatz weg, auf den sie dank einer fundierten Schiffschaukelbremserausbildung samt akkuratem Stapelführerschein schließlich Anspruch haben. Aber bitte nicht vor 10 Uhr- und dann nur 1 Stunde am Tag (inkl. 45 min. Pause).</p>
<p>Nee- die Vögel, die so was kaufen, sind unsere Eltern. Und die Nachbarn und deren Freunde. Das ist doch das Zielpublikum. Abends beim Käseigel um den Wohnzimmertisch sitzen, ein Gläschen Port oder Rotwein dabei und dann darüber lamentieren, dass das ganze Geld in diese assimilationsunwilligen Kameltreiber gepumpt wird. Okay, niemand wird sich deshalb auf die Straße stellen und sich ein NPD- Plakat umhängen, aber im heimischen Reihenhausbunker, in dieser miefig- piefigen Pseudosicherheit, da wird bei einem mediterranen Mahl (weil wegen der Kalorien- und diese leichte Lebensart da, hach, wie schön war doch der Gran Canaria Urlaub) schon mal das heimische Esszimmer zum Stammtisch. Und obwohl sie alle nicht blöde sind, begreifen sie nicht, dass sie wie die Scheißhausfliegen einem Brandstifter auf den Leim gegangen sind. Da passt es gar nicht ins Konzept, dass die Knüppelgarde in Stuttgart gerade Leute wie sie zusammenkloppt. Scheiße- nach Gosse miefende Chaoten wie wir wären da doch besser gewesen. Da ist Papis Rechtsstaathörigkeit doch ein wenig in Schieflage geraten. Baby, willkommen im Club!</p>
<p>Und während der Nähkreis und der Herrenturnverein sich schon mal geistig auf alte Werte rückbesinnen, verlasse ich angewidert die Situation und rauche erstmal ne Kippe. Nebenbei lasse ich die blutigen Striemen auf meinem Rücken heilen. Woher ich die habe? Mich peitscht bei so etwas der Ekel- und wie. Aber hilft es, zu lamentieren? Nein. Ich hätte da ne Idee- jeder, der des Sarrazins Kampf kauft, muss dazu gezwungen werden noch ein zweites Buch zu kaufen: <strong><em>Max Frisch- Biedermann und die Brandstifter.</em></strong> Wollen wir doch mal sehen, ob sie es kapieren.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/10/ss-sa-razzin.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3423" title="ss-sa-razzin" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/10/ss-sa-razzin-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a><br />
Ich persönlich glaube ja, dass da nix nachkommt. Sie wählen ja auch seit Jahren CDU und FDP, die Vögel. Lassen sich von diesem Lobbyistenpack die Kohle aus der Tasche ziehen und sich frech ins Gesicht lügen. Und das alle vier Jahre wieder. Ist da n Resetknopf im Kopp, der alles wieder auf Null drückt? Sie vergessen ja auch nicht, dass der Muselmann mal „der Haus“ an Stelle von „das Haus“ gesagt hat und deshalb die deutsche Sprache nicht beherrscht. Womit ich wieder bei „Mitten im Leben wäre“. Ha, ha, ha. Ist es eigentlich Grundvoraussetzung, dass die Protagonisten dieser Formate nicht in der Lage sind, auch nur einen klitzekleinen Satz geradeaus zu sprechen? Oder rekrutiert der Redakteur von RTL, SAT und Pro7 grundsätzlich nur Leute deren Familienstammbaum ein Kreis ist? Es scheint diesen televisionären Seelenstrippern auch nicht klar zu sein, dass sie für nen Tausender gerade ihre Seele an den Teufel verkauft haben. Ich meine, die nächsten zehn Jahre mindestens einmal wöchentlich in vollgepisster Jogginghose in die mediale Landschaft gesendet zu werden, macht die Peinlichkeit auch nicht erträglicher. Und die Gage ist ja auch schnell versoffen, wenn das Amt einem noch was davon lässt. Naja, wahrscheinlich werden sie im Vertrag diesen Passus überlesen haben. „Ey, Aldä. Ich tu in den Fernsehen kommen!“ Dann mal Prost!</p>
<p>Was wollte ich eigentlich sagen?</p>
<p>Ach so- „Schwiegertochter gesucht“ kommt wieder. Herrliches Fremdschäm- TV. Mutti möchte nicht mehr im selben Bett mit dem Kleinen (40) schlafen und sucht ne Betreuerin für ihr oligophrenes Gelege. Da öffnet KiK die Tore und entlässt ein Superangebot an weiblicher Discountware, die nahezu identisch geistig herausgefordert sind (zwar nicht sweat-frei, dafür Sweatshop- frei…hehehehe). Glückwunsch! Bei einer eventuellen Verpartnerung kommt dann nach vier Generationen endlich mal frisches Blut in die Familie, der Intelligenzquotient bleibt trotzdem zweistellig. Mit Komma in der Mitte.</p>
<p>Und was bleibt uns? Ficken, ficken, ficken.</p>
<p>Und möglichst viele Kinder bekommen. Nur so haben wir eine Chance, die fortschreitende Verblödung zu stoppen.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/10/mowl.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3424" title="mowl" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/10/mowl-300x276.jpg" alt="" width="300" height="276" /></a>Ich merke, dass ich hier langsam in Fahrt komme…und bevor ich mit ner Stricknadel an die Steckdose muss um meinen Herzrhythmus wieder zu korrigieren, gehe ich in den Garten. Da puhlt gerade ein Maulwurf an nem Haufen rum. Der hats gut- der muss das Elend nicht sehen.</p>
<p>Gehabt Euch wohl!</p>
<p>Med venligst hilsen,</p>
<p>rÜBi</p>
<p><em>Ich träume von einer einsamen Insel und einer besseren Welt bei:</em></p>
<p>Real McKenzies- Culling the herd<br />
The Rabble- The Battle<br />
The Inchtabokatables- Ultra (Album)<br />
Joe Cocker- I can hear the rive<br />
J.S. Bach- Brandenburgische Konzerte</p>
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		</item>
		<item>
		<title>RÖDE GRÖDE MED FLÖDE*! HEIL DÄNEMARK &#8211; LANG LEBE NORDGAU!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 09:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[So, meine Lieben!
Ich bin jetzt gerade zwei Wochen mit meinem alten Kutter von Wohnmobil durch das schöne Dänemark gekurvt und habe versucht, mich zu erholen. Ostseeküste: schööööön, obwohl ich ja eher Fan der rauen Nordsee bin. Ebeltoft, Grenaa und Frederikshavn können schon was. Und das Beste: kaum Germanen. Viele Norweger, Schweden, Dänen natürlich und vereinzelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, meine Lieben!</p>
<p>Ich bin jetzt gerade zwei Wochen mit meinem alten Kutter von Wohnmobil durch das schöne Dänemark gekurvt und habe versucht, mich zu erholen. Ostseeküste: schööööön, obwohl ich ja eher Fan der rauen Nordsee bin. Ebeltoft, Grenaa und Frederikshavn können schon was. Und das Beste: kaum Germanen. Viele Norweger, Schweden, Dänen natürlich und vereinzelt ein paar Holländer. Alles tutti. Doch sobald man sich der Jammerbugt, repektive Lökken und Blokhus nähert und dann weiter nach Süden Richtung Hvide Sande, Henne und Blavand kommt&#8230; eieieieiei. Adolf, ick hör Dir trapsen. Stundenlang könnte ich mich hier darüber auslassen, warum es ausgesprochen unangenehm ist, Deutscher zu sein &#8211; oder als ein solcher identifiziert zu werden. Doch das möchte ich Euch und meinen zarten, gerade rekonvaleszenten Nerven ersparen. Stattdessen werden ich hier einen auf good ol’ Knigge machen und einmal ein paar Verhaltensregeln aufstellen. Nur für den Fall, dass Ihr den nächsten Urlaub in Dänemark verbringen wollt&#8230;</p>
<p>1. Da      der Däne in den 40er Jahren ja schon mal einige Zeit zum Deutschen Reich      gehörte, gehen Sie ruhig davon aus, dass er Deutsch kann. Irgendetwas muss      der biertrinkende Hotdog Verkäufer ja mal gelernt haben. Sprechen Sie also      in jedem auch noch so kleinen Dorf die Eingeborenen ruhig mit krräftiger,      lauter Stimme auf Deutsch an. Sie beweisen so, dass Sie nicht zu Unrecht      zur übermenschlichen Nation Europas gehören.</p>
<p>2. Sollte      der Däne besser Deutsch sprechen als Sie (was wahrscheinlich ist,      besonders wenn Sie zu den Leuten gehören, die unter Punkt 3 bedacht      werden), dann lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Der kann nichts.      Am besten ist, Sie reden mit ihm, wie Sie es mit einem kleinen Kind oder      einem Geistesgestörten machen.</p>
<p>3. Tragen      Sie ruhig folgende Kleidungstücke:<br />
- Fußballtrikot Ihres Lieblingsvereins (also wahlweise Schalke, BVB, Bayern, HSV oder Werder)<br />
- Leggings (die wachsen so schön mit) oder graue Jogginghosen<br />
- Oberbekleidung mit dem Namen Ihres Heimatdorfes, damit unterstreichen Sie auch einen gewissen Lokalkolorit und zeigen dem Pölserfresser, dass Sie viel, viel besser wohnen als er.<br />
- Mottoshirts àla „Ramel Wilder“, „Bier macht schön“ oder „Ich bin zwar kein Gynäkologe- aber ich schau es mir   trotzdem an“ &#8211; Damit unterstreichen Sie galant Ihren Humor und widerlegen gleichzeitig das Vorurteil, der Germane sei humorlos</p>
<p>4. Hissen      Sie gleich nach Ankunft in Ihrem Ferienhaus oder auf dem Campingplatz      entweder die deutsche Flagge oder die Ihres Bundeslandes. Okay, die von      Schalke oder BVB&#8230; na ja, Sie wissen schon &#8211; die tuns auch. Sie haben      bezahlt, das Grundstück ist Ihres. Außerdem ist es ja eigentlich      Reichsgebiet.</p>
<p>5. Generell      sollten Sie sowieso davon ausgehen, dass der Däne ohne Sie gar nicht      existieren kann. Das Bauerngelumpe, diese Schönwetterfischer leben ja      schließlich <span style="text-decoration: underline;">ausschließlich</span> vom Tourismus und sollen froh sein, wenn      überhaupt jemand kommt. Sie sind vollkommen im Recht, wenn Sie diesem      Lumpenpack mit ihrem Spielgeld mal zeigen, dass mit den Herren Europas      nicht zu spaßen ist! Wedeln Sie ruhig mit Ihren Euro-Scheinen und bestehen      Sie darauf, auch mit diesen zu bezahlen. Egal, ob Hot-Dog oder Jeans aus      dem Outlet-Store. Das ist Europa &#8211; und wem gehört Europa? Bidde!</p>
<p>6. Als      Mensch von Welt &#8211; wir erinnern uns: Heute gehört uns Deutschland und      morgen die ganze Welt! &#8211; lassen Sie sich bitte nicht von irgendwelchen      Vorschriften, die diese Möchtegernwikinger erlassen haben, beeindrucken.      Sehen Sie es als Empfehlung. Wenn der Däne sagt: „Kein Camping am      Strand!“, dann meint er lediglich, dass das eigene Volk gefälligst Ihnen      nicht den Panoramablick aufs Meer versperren soll. Lassen Sie Ihren Abfall      ruhig liegen, die Queen räumt ihr Geschirr auch nicht selber weg.</p>
<p>7. Sollte      ein Eingeborener in einem Dorf einmal an der Straße halten, weil er so      unwichtige Sachen vorhat, wie einkaufen oder Oma rauslassen, dann ist es      selbstverständlich, dass Sie mehrfach und vehement laut hupen. Wo kommen      wir denn da hin, wenn wir uns von diesen Schlickrutschern den schönen Tourenplan      versauen lassen und womöglich 3 min. zu spät zum Sommerhaus kommen? Es ist      ja schließlich alles bezahlt!</p>
<p>8. Sollten      Sie auf ein Bier (na klar, das schmeckt da sowieso nicht, die können ja      nix, die Kartoffelköppe) in die Kneipe gehen, nehmen Sie Ihre neuen      Freunde vom Stellplatz nebenan mit oder die Nachbarn aus der      Ferienhaussiedlung. So können Sie im Vollsuff gut und wortlaut die Jukebox      übertönen. Und „Oh, Du schöner Westerwald!“ kommt immer gut. Der Däne ist      dankbar über jedes auch noch so kleines Fitzelchen Kultur, dass er      aufschnappen kann.</p>
<p>9. Beschweren      Sie sich, wo Sie nur können! Diesen Wilden muss Disziplin eingetrichtert      werden! Irgendwann werden sie Ihnen dankbar vor die Füße fallen. Tja,      Zivilisation muss sein.</p>
<p>10. Lassen      Sie unbedingt die Beflaggung und den Außenspiegelschmuck der letzten WM/EM      am Auto. So geben Sie sich schon von weitem als Herrenmensch zu erkennen      und dürfen sich eines herzlichen Willkommensgrußes gewiss sein.</p>
<p>Ein bisschen stutzig macht es mich allerdings schon, dass es im grausamsten Urlaubsgebiet, in Blavand, einen solchen Shop gab, der ausschließlich scharfe Messer und Hackebeile anbot&#8230; (siehe Photo [nicht getrixt...oridschinal!])</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/08/Rübi.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2977" title="Rübi" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/08/Rübi-590x442.jpg" alt="" width="590" height="442" /></a><br />
Jeg elsker den danske!</p>
<p>Ich mach mir jetzt noch eines der letzten Tuborg auf.</p>
<p>Skal for Danmark!</p>
<p>Venligst hilsen,<br />
VikingrÜBi</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">mig playlist:</span></p>
<p>Teknisk Uheld (DK)- Circus Crapula<br />
Asta Kask (Swe)- alles<br />
Willie Nelson- On the Road again<br />
Dire Straits- Money for nothing / Sultans of Swing<br />
Duke Ellington- alles<br />
The Great Deciver- alles<br />
Black Sabbath- s/t</p>
<p>* heißt: rote Grütze mit Sahne und wird in etwa so ausgesprochen: röll grölthe mell flöle, wobei das the wie im englischen betont wird&#8230; aber das muss man hören&#8230;</p>
<p>farvel!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>ICH MACH NE ARBEITSVERMITTLUNG AUF, BABY!</title>
		<link>http://uglypunk.de/2010/07/ich-mach-ne-arbeitsvermittlung-auf-baby/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 10:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[„Hallo, hier ist die Firma Vorwerk. Darf ich Ihnen mal den kleinen Knirps vorführen?“
„Wenn Sie die Hose aufmachen, dann schrei ich“
Mein Gott&#8230; dann eben so:
 
Irgendwann  kommt jeder Mensch an einen Punkt, an dem er sich fragt, wie sein Leben  weitergehen soll. Habe ich alles so gemacht, wie es gut war oder habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>„Hallo, hier ist die Firma Vorwerk. Darf ich Ihnen mal den kleinen Knirps vorführen?“</strong><strong><br />
„Wenn Sie die Hose aufmachen, dann schrei ich“</strong></em></p>
<p><strong>Mein Gott&#8230; dann eben so:</strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p>Irgendwann  kommt jeder Mensch an einen Punkt, an dem er sich fragt, wie sein Leben  weitergehen soll. Habe ich alles so gemacht, wie es gut war oder habe  ich bisher total versagt? Manchmal beschleicht mich die leise Ahnung,  dass ich zumindest im Berufsleben bei so ziemlich jede Entscheidung, die  zu fällen war, irgendwie falsch abgebogen bin. Naja, es ist niemals zu  früh und selten zu spät, wie Gorden Shumway (die Älteren wissen, von wem  ich spreche) zu sagen pflegt. Vielleicht könnte ich ja mit dem  Schreiben Geld verdienen? Pustekuchen! Da wo sich manch ein Kolumnist  dumm und dämlich mit weitaus größerer Scheiße ein goldenes Näschen  verdient, da tippe ich hier für dem Steff sein Fanzine. Der gibt mir  noch nicht mal Feuer, der Geizhals&#8230; Obwohl das vielleicht auch daran  liegt, dass er Nichtraucher ist. Wahrscheinlich sogar. Wenn ich mir  diesen geistigen Brandstifter Wagner, der in der Bild immer seine drei  hingeschlonzten Zeilen in die Hirne der bundesdeutschen Halbaffen  pustet, ansehe, wird mir ganz schlecht. Mal davon abgesehen, dass seine  „Artikel“ wohl mal gerade Anklang bei Leuten finden dürften, die sich  gerade einer großzügigen Lobotomie unterzogen haben, sieht dieser  kettenrauchende Sternmarke- Junkie ja auch nicht gerade aus wie der  Traum aller Gartennazi- Schwiegermütter &#8211; mit seiner Pferdefresse und  dem 70er Jahre Klaus Wennemann Scheitel. Zwischen die Zahnlücke kriegste  ne Havanna und er kann seinen Kaffee und den kleinen Schnaps trinken,  ohne mit dem Rauchen aufzuhören. Mann, Mann, Mann, dem gehören die  Cohones an die Mütze genagelt, dem Penner&#8230; Aber ich will weder (mal  wieder abschweifen), noch Menschen auf ihre Äußerlichkeiten reduzieren.  Aber er ist trotzdem ein Arschloch und riecht bestimmt (nicht nur) aus  dem Mund. Shame on you, Fucker!<br />
Egal, ich brauch ne neue  Betätigung. Und da habe ich mir überlegt, ich mach ne Arbeitsvermittlung  auf. Aber nicht so eine profane, in der ich Lieschen Müller von nebenan  für einen Stundenlohn von 3,50 an KiK verschachere und dabei selbst  bummelige 12.000,- kassiere, nee &#8211; ich spezialisiere mich. Ich mach nur  in Spinner. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Ich mach in Spinner.  Vorzugsweise esoterische Spinner mit einem unheimlichen  Sendungsbewusstsein. Die kann ich dann an den Astro- Channel  weiterverhökern und die ziehen dann Lieschen ihre 2,50 Tageslohn aus der  im Personalverkauf erstandenen, von Kindern in China unter Wasser  mundgeklöppelten, Handtasche. Und Lieschen ist dabei noch auf der  sicheren Seite, denn 2,50 verdienen die Kinder in einem Jahr gerade mal.  Wenn sie es denn überleben. Kranke Welt.</p>
<p>Back to topic.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/07/Rübi-Arbeitsvermittlung.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2667" title="Rübi Arbeitsvermittlung" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/07/Rübi-Arbeitsvermittlung-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ich  will solche Typen wie Daniel. Daniel ist Mitte Zwanzig, Mr. Sun-Point  und &#8211; wertfrei gesagt &#8211; relativ eindeutig der gleichgeschlechtlichen  Szene zuzuordnen (HALLO! DAS IST NICHT HOMOPHOB- ER IST SO!), das macht  er auch stets mehr als einmal deutlich, ohne dass dieses mich wirklich  interessieren würde. Aber durch seine extrovertiert extrem tuckige Art  entbehrt seine Darbietung nicht einer gewissen Art von Komik. Ich habe  mal ein Foto beigelegt&#8230; Daniel kann nämlich mit Hilfe seiner  Glassteine, der „Diamanten der Ewigkeit“ übers Fernsehen Euer schlechtes  Karma ablösen.</p>
<p>Ja, Ihr habt richtig gelesen, er löst Euer  schlechtes Karma ab. Mit Glassteinen, die in Form von Diamanten  geschliffen sind und in etwa ein Kilo an Gewicht haben. Davon gibt’s ne  Menge, die hat er vor sich liegen. Alle schön bunt. Und das funktioniert  so:<br />
Telefon klingelt, jemand hat sich für 50 Cent eingewählt  (ist so ne Beschissnummer wie bei nem bekannten Punklab&#8230; aber lassen  wir das- das ist nicht gut, so zu reden). Meistens sind es Frauen  jenseits der Vierzig. Dann geht die Show los.<br />
Ich werde versuchen, es Euch vor Augen zu führen&#8230;&#8230;&#8230;.<br />
Los geht’s!</p>
<p><strong>Daniel</strong>: „Hallihallo! Wen habe ich am Apparat?“</p>
<p><strong>Anruferin</strong>: „Die Gisela!“</p>
<p><strong>Daniel</strong>: „Die Gisela?“</p>
<p><strong>Gisela</strong>: „Ja.“</p>
<p><strong>Daniel</strong>: „Oh, das freut mich. Gisela&#8230;.Oh&#8230;Ahhhh&#8230;Ich merke etwas&#8230;“</p>
<p><strong>Gisela</strong>: &#8230;.</p>
<p><em>Daniel  streckt seine diamantbewehrte Hand aus, mit der anderen greift er einen  imaginären Widerstand in der Luft und zieht ihn zu sich hin.</em></p>
<p><strong>Daniel</strong>: Gisela, ich spüre zwei Karmen. Ein Beziehungskarma und ein Finanzkarma.</p>
<p><em>Gisela ist freudig erregt, aber doch noch etwas unsicher</em>: „Oh, ja!?“</p>
<p><em>Daniel  scheint in sich versunken und hantiert mit seinem Steinchen vor sich  hin und fuchtelt mit der anderen Hand weiterhin in der Luft.</em></p>
<p>„Ja,  Gisela. Du hast in Deiner Vergangenheit eine Kränkung durch einen Mann  erlebt. Und ich spüre auch, dass Dein Finanzkarma nicht im Reinen ist.  Da sind auch Sorgen.“</p>
<p>„Oh ja, Du hast Recht.“</p>
<p><em>Daniel  blickt ernst in die Kamera, er lächelt Tipp-Ex, dann zieht er seine  Stirn in Falten. Mit einer Mischung aus Seriosität und Pathos fragt er:</em></p>
<p>„Gibst Du mir die Erlaubnis, Deine Karmen abzulösen?“</p>
<p><strong>Gisela</strong>: „Ja, natürlich!“</p>
<p><em>Nun  fängt Daniel an zu stöhnen, er fuchtelt mit Diamant und Händen in der  Luft herum, dabei hat er die Augen geschlossen. Er zieht etwas  Imaginäres zu sich hin und stöhnt immer mehr. Schließlich sinkt er  scheinbar ermattet in seinen Stuhl zurück und blickt erschöpft in die  Kamera.</em></p>
<p><strong>Daniel</strong>: „Du bist frei, Gisela. Damit Du aber Deine  Kräfte besser konzentrieren kannst und Deine Karmen sauber bleiben,  empfehle ich Dir, morgen um 18.00 einmal in den Astroshop zu kommen. Du  benötigst einen blauen Stein für die Lebensfreude und eine roten für die  Liebe!“</p>
<p><strong>Gisela</strong>: „Oh, die habe ich mir gerade schon bestellt.“</p>
<p><strong>Daniel</strong>: „ Ja, aber ich sagte ja, dass Du dringend noch einen grünen und einen gelben brauchst“</p>
<p><strong>Gisela</strong>: „Das mache ich. Ich danke Dir so!“<strong> </strong></p>
<p><strong>Daniel</strong>: „ Liebe Gisela, mach´s gut. So, Ihr da draußen! Ruft an, ich bin nur noch 12 Stunden hier&#8230;“</p>
<p><em>Das Telefon klingelt erneut&#8230;</em></p>
<p>Tja,  so geht es zu beim Astro- Channel, der meines Wissens nach diesem Honk  von Kanal Telemedial gehört. Leser des Taugenix wissen, wen ich meine.<br />
Solche  Leute will ich vermitteln. Die gibt’s doch genug! Kuckt mal ne Stunde  Astro- Channel, was da für Verstrahlte rumsitzen ist nicht zu fassen.  Und dann erst diese Klebstoffschnüffler, die da anrufen, das ist nicht  wahr. DAS ist der Markt der Zukunft.</p>
<p>Nehmen wir mal „Luke und  Lorelei“, das sind zwei o r i g i n a l  „Du bist Deutschland“- Assis.  Tagsüber sich in der „Bierperle“ gepflegt das Hirn wässern und der  Aszitis Vorschub leisten und abends dann auf Sendung. Sie labert Müll,  den er auf einen Collegeblock schreibt. Wüstes Gekrickel, aus dem sie  die Zukunft liest&#8230; Wie dumm ist die Menschheit? Mir  egal. Ich will solche Leute vermitteln. Als Drückerkolonnen, in  Demenzheime (Lebensversicherungen abschließen) und für Jahrmärkte. Oder  die FDP. Ich meine, ich habe ja schon damals diesen pockennarbigen GoGo-  Tänzer an die Liberalen verkloppt. Für nen Tausender. Und heute ist er  Außenminister. Kein Wunder, den will ja drinnen keiner haben&#8230;  höhöhöhöhö&#8230; (Wusstet Ihr eigentlich, dass sein Lebenspartner der  Bruder des Ex-Freundes von Steffi Graf ist? Nein? Wieder was gelernt!)</p>
<p>Tja.  Also hier der Aufruf an alle narzisstisch veranlagten, verwirrten und  degenerierten Esoteriker: Bewerbt euch bei mir! Ich krieg Euch schon  unter, der „hohe Rat“ hat es mir eingegeben&#8230; Pfffffft.</p>
<p>Apropos  narzisstisch/ degeneriert/ verwirrt: Ich wollte nur mal sagen- und das  gehört eigentlich nicht zum Thema-, dass ich einen dicken Schiss auf  Euch Pissvolk von Neu- Deutschrockbands mache. Ihr verkackten  Frei.Wildler und Unantastbaren, Euch soll der Betontod holen, wenn erst  die Krawallbrüder den Gerbenok freilassen! Euer Angebieder an den  Assihaufen der Deutsch-Stark-tümelnden post- Onkelz Fans geht mir so auf  den Zeiger. You make me SicK!<br />
Wenn ein Betontod Mensch sagt, er  sehe seine Band auf einer Stufe mit den Idioten von Frei.Wild, dann hat  er echt verschissen. Ich mochte die ersten Alben der Band sehr, sehr  gerne, aber jetzt ist echt Schluss. Erst das Artwork der  Broi-hoi-hoi-lers klauen und nun dat. Zuviel Koks oder wat, Ihr Assis?<br />
ARRRRRRRRRGGGGGHHHHH. Ich reg mich auf, der Psychiater sagt, ich soll das nicht&#8230;</p>
<p>Mein lieber Ben&#8230; mach die Knarren klar, ich komme. Ritsch ratsch&#8230;<strong><em> Seven Point Five Six Full Metal Jacket</em></strong>&#8230;</p>
<p>Ach ja, miene Leven. Zum Schluss noch:<br />
Daniel  verkauft seine „Diamanten der Ewigkeit“ in acht verschiedenen Farben  (die man alle haben muss) für 99,95€. Für ein 900g Glas ein gutes Geschäft.</p>
<p>Da steig ich mit ein, Baby.</p>
<p>Bis zum nächsten Mal.</p>
<p>CombatRübi</p>
<p>Meine Playlist:</p>
<ol>
<li>Blutiger      Osten: Der Dieb von Bagdad</li>
<li>Type 0 Negative : Life is      killing me ( RIP Pete Steele)</li>
<li>Mut      zur Hässlichkeit: Brithney</li>
<li>Pantera: Vulgar Display of Power      (Album)</li>
<li>The Casualties: We are all we      have (Album)</li>
<li>gruppe80: Hasso</li>
<li>Slime:      Wenn der Himmel brennt</li>
<li>COR:      alles</li>
</ol>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
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		<title>MEIN WAHNSINN HAT METHODE&#8230; UND IST JETZT AMTLICH!</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 09:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Wahnsinn hat Methode&#8230; und ist jetzt amtlich!
(Ich bin ein Lästermaul und Szenespalter)
Ich habs jetzt amtlich, dass ich einen an der Pfanne habe. Toll. Also nicht so, dass ich plötzlich in fremden Zungen rede und mir Adolf und Jesus Arm in Arm erscheinen und mir befehlen, schwarz-rot-goldene Flaggen ans Auto zu heften und in ätzende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mein Wahnsinn hat Methode&#8230; und ist jetzt amtlich!</strong><br />
(Ich bin ein Lästermaul und Szenespalter)</p>
<p>Ich habs jetzt amtlich, dass ich einen an der Pfanne habe. Toll. Also nicht so, dass ich plötzlich in fremden Zungen rede und mir Adolf und Jesus Arm in Arm erscheinen und mir befehlen, schwarz-rot-goldene Flaggen ans Auto zu heften und in ätzende Tröten reinzublasen. So spektakulär ist es dann doch wieder nicht. Ich habe mir in den letzten Jahren schön einen respektablen Burn Out angearbeitet. So etwas kann passieren und da muss sich auch keiner für schämen, sagt mein Psycho-Doc. Ob das dann auch meine &#8211; sagen wir es mal euphemistisch &#8211; leicht misanthropische Einstellung erklärt? Habe ich jetzt einen Freifahrtschein um endlich einmal der adoleszenten Nachwuchs- Gangsta- Clique von gegenüber ihre plärrenden Walkman- Handys dahin zu stecken, wo die Sonne nicht scheint? Ich meine, ich könnte mich ja darauf berufen, nicht ganz Herr meiner Sinne gewesen zu sein und quasi aus einer Art nicht Kompensierung meiner momentanen Geistesverfassung zu diesem Handeln genötigt worden zu sein&#8230;<br />
Allerdings glaube ich nicht, dass ich damit durchkomme. Die Welt ist ja soooooo ungerecht! Es ist schon komisch, wie gerade in Berufen, die sich die soziale Interaktion mit Menschen auf die Fahne geschrieben haben, mit den in ihnen arbeitenden Personen umgegangen wird. In jedem Industrieunternehmen wird mehr darauf geachtet, dass die Mitarbeiter nach ihren Fähigkeiten gefördert werden, dass sie genügend Ausgleich haben und vor allem, dass sie angemessen bezahlt werden. Ich habe zwar nie am Hungertuch genagt, aber wenn man die Verantwortung für mehr als 10 Kollegen und über 20 Hilfsbedürftige hat, nebenbei noch ne über 40 Stundenwoche und Weiterbildungen en masse, sollten schon mehr als 1400,- netto rausspringen. Aber das ist wohl auch Jammern auf hohem Niveau. Ich bin erst einmal raus und muss mich jetzt pflegen. Das ist auch gut für meine Umgebung. Obwohl &#8211; die vor sich hin stammelnden Teenager neulich im Zug hätte ich am Liebsten erschlagen. Muss man sich heutzutage unbedingt dieses abgefuckte „Ey Lan, isch schwör“ Kauderwelsch angewöhnen? Oder bin ich tatsächlich langsam reaktionär und sollte mir lieber OHL anhören? Ich weiß es doch nicht&#8230; Das überfordert mich&#8230; Ich brauch ne Pille. Hahahaha&#8230;<br />
Apropos OHL. Wer will die eigentlich hören? Ich meine, in den 80ern mag das ja toll und provokant gewesen sein, aber heute? Erstmal kann W(eidner???) komplett nicht singen. Dieses eintönige Abgeseier von irgendwelchen ach so provokanten Phrasen geht mir tierisch auf die Nüsse. Und sooo toll ist die Hintergrund Musik ja auch nicht. Gestern ist hier ne Katze gegen einen Haufen leerer Flaschen gerannt, das hörte sich fast besser an. Ich finde die ganze Chose einfach laaaaangweilich. Und komplett überholt. Deutscher Wertevertreter mag das nicht gerne hören und wird mir ganz dolle aufs Maul hauen wollen, wenn er dann mal frei von seinem TV Produzenten Job bekommt (<em>hat der nicht auch diese Show mit Guildo Horn gemacht, wo sie Behinderte in einer Art Talkshow vorgeführt haben?</em>), aber OHL haben sich eingeholt ohne sich zu überholen. Frei nach Erich H. Der real existierende musikalische Sozialismus quasi. Hargh. Aber ich soll ja nicht lästern. Obwohl, das ist ja öffentlich und Lästern ist ja nur hinter vorgehaltener Hand&#8230; Also weiter!<br />
Nun ja &#8211; ich könnte jetzt behaupten und wahrscheinlich tu ich das auch mal, dass ich hier Psychohygiene betreibe. Ja, ich weiß, dass Wort hat einen dezent faschistoiden Klang, entschuldigt bitte. Es ist ja ein Wahnsinn, wie sehr mittlerweile darauf geachtet wird, was man (!) wie und mit welchen Worten sagt. Mensch hat, mensch darf, mensch darf nicht. Mensch darf keine Wurst essen, sonst ist er ein Tierfaschist. Mensch darf keine Frau gut aussehend finden, sonst ist er ein Sexist (ich rede hier nicht von irgendwelchen Belästigungssachen). Mensch macht eine Schublade auf, in die er selbst nicht hineingesteckt werden möchte und packt andere hinein. Mensch spielt sich als moralische Instanz auf und wixt sich heimlich auf YouPorn einen. Leudddddeee! Tiiiief durch die Hose atmen. Ganz ruhig bleiben. Diese ganze, immer wieder aufflammende Szenespalterei bringt uns gar nichts. Im Gegenteil, wir sind es, die diese Szene kaputt machen können. Wir sind es aber auch, die sie am Leben halten können. <em>(Anspieltipp: SLIME- Zusammen)</em><br />
„Freiheit ist immer die Freiheit des Anderen“, könnte ich Euch jetzt die olle Rosa um die Ohren kloppen. Oder Goethe: „Aus Toleranz muss Akzeptanz werden. Duldung wäre eine Beleidigung.“ Seht es doch einmal so: Man kann sich nicht einerseits bunte Vielfalt statt brauner Einheit auf die Fahnen schreiben und dann auf der anderen Seite am Liebsten wollen, dass jeder die eigenen Vorstellungen teilt. Ist es nicht genau das, was diese Szene immer ausgemacht hat? Das sich Auseinandersetzen mit anderen Meinungen, reflektieren und dann vielleicht auch einmal eine andere Sichtweise annehmen oder wenigstens zu verstehen versuchen. Zumindest da gehe ich dann komischerweise mit Deutscher Wohlsprecher konform. Gefällt mir zwar nicht, aber lass sie doch mit ihren Förmchen spielen&#8230;<br />
Ach, ich könnte mich jetzt Seitenweise darüber auslassen, dass ich der Meinung bin, dass selbsternannte Szenepäpste auch nur nen kleinen Schniedelwurtz haben und das mit überbordendem Eifer, jemandem beim Schwarzfahren (im übertragenem Sinne) zu erwischen, kompensieren wollen, aber ich lasse das mal.<br />
Zusammenfassend ist es so, wie gestern an der ALDI- Kasse. Die Frau hinter mir hatte Hundeleckerlis und Katzenfutter aufm Band liegen. Ich lasse meinen Blick so schweifen, nach dem Motto: „Aha, was kauft die denn?“ und sie fühlte sich genötigt, zu erklären, dass die Katze die Hundekaustangen nicht bekäme. Meine Antwort: „Eigentlich ist mir das komplett egal.“ Und so sollte es dann auch öfter mal sein.</p>
<p>Cheers.</p>
<p>Ich mach jetzt mal immer ne kleine Playlist mit rein, habe ich der Bombe abgeguckt&#8230;</p>
<ol>
<li>Zusamm-Rottung &#8211; Großmaul</li>
<li>Sick Of It All &#8211; Based on a      true Story (Album)</li>
<li>Mr. Irish Bastard &#8211; Fistful of      Dirt (Album)</li>
<li>Alarmsignal      &#8211; In Frankreich brennt der Himmel</li>
<li>Cash      &#8211; American Recordings (alle Alben und immer zwischendurch)</li>
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>EIN MANN, EIN TAG, EINE KATASTROPHE!</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 08:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Mann, ein Tag, eine Katastrophe! 
Der Wecker klingelt um 5.45 Uhr. Der Mann dreht sich auf die Seite, tastet mit der Hand nach der Nachttischsirene und versucht, diese mit der Hand auszuschalten. Dabei stößt er nicht nur den lärmenden Quälgeist, sondern auch ein Glas mit Wasser vom Tisch.
Zuerst schlägt der Wecker, immer noch laut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Mann, ein Tag, eine Katastrophe! </strong></p>
<p>Der Wecker klingelt um 5.45 Uhr. Der Mann dreht sich auf die Seite, tastet mit der Hand nach der Nachttischsirene und versucht, diese mit der Hand auszuschalten. Dabei stößt er nicht nur den lärmenden Quälgeist, sondern auch ein Glas mit Wasser vom Tisch.<br />
Zuerst schlägt der Wecker, immer noch laut seinen Dienst verrichtend, auf dem Fußboden auf, dann zerbirst das Glas auf ihm und ergießt seinen Inhalt über das 18,99 € teure Elektronikgerät.<br />
Der Mann flucht leise, er will seine schlafende Frau nicht noch weiter stören, und steigt aus dem Bett. Sich müde die Augen reibend, setzt er erst einen, dann langsam den zweiten Fuß auf den Boden.<br />
Er zuckt zusammen. Mit dem rechten Fuß ist er in Scherben getreten und mit dem linken in die Wasserlache.<br />
Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelt der Mann aus dem ehelichen Schlafzimmer durch den Flur Richtung Badezimmer. Dabei stößt er sich die linke Flanke am Ikea Ivar Regal, welches er kurz nach dem Einzug im Flur aufgestellt hatte. Das sieht gut aus, ist billig und vermittelt mit seiner inzwischen dunkler gewordenen Kiefermaserung einen Hauch intellektuelle Bohème.<br />
Kafka, Dalai Lhama, Brecht, Kinderbilder.<br />
Er kann sein Fluchen kaum noch unterdrücken, aber da ist er schon im Bad angekommen.<br />
Okay, nix schlimmes am Fuß, die Seite tut natürlich weh.<br />
Zähneputzen.<br />
Das Kind hat die Zahnpastatube nicht zugemacht.<br />
Ein erbsengroßer Dentalpflegemittelklumpen verstopft den Ausgang. Sonst tun sie doch auch nur so, als putzten sie sich die Zähne, denkt der Mann und pröpelt mit der Nagelschere den Widerstand weg.<br />
Nachdem er sich geduscht hat, fällt ihm auf, dass er zuvor vergaß, sich einen Kaffee zu machen. Nun hat er keine Zeit mehr.<br />
Egal, er muss los.<br />
Schnell noch einen Blick ins Kinderzimmer geworfen und ab dafür.<br />
Es ist 6.30 Uhr.<br />
Als er sein Auto startet, leuchtet die Tankkontrollleuchte auf und gibt einen schrillen Signalton von sich. Herzlichen Dank, gestern zu faul zum Tanken gewesen, nach der Arbeit und nun 5 Kilometer Umweg- das wird knapp.<br />
Der Mann ärgert sich ein bisschen darüber, dass er seinen Stammradiosender heute nur rauschend hören kann. Er findet die Frequenz nicht richtig, da er sich auf den beginnenden Berufsverkehr konzentrieren muss.<br />
Bremsen!<br />
Das Arschloch hat einfach die Spur gewechselt, das war knapp. Da vorne ist schon die Tankstelle.<br />
Super 95 Oktan: 1,54 €.<br />
Der Mann stöhnt. Gestern Abend waren es 10 Cent weniger. Er tankt für 20 Euro.<br />
20 Euro und 20 Minuten bis Dienstbeginn. Das wird nix.<br />
3 Leute stehen in der Tankstelle vor dem Mann an der Kasse. Er schaut sich die bunten Auslagen an und wundert sich ein bisschen, in etwa so, wie jemand, der 15 Jahre auf einer einsamen Insel lebte, über das reichliche Sortiment und die vielen Dinge, die er dort kaufen könnte.<br />
Er braucht auch noch Zigaretten und will mit EC Karte bezahlen.<br />
„Kartenzahlung zur Zeit leider nicht möglich!“, lächelt ihn ein Schild an.<br />
So sammelt der Mann einen 10 Euro Schein und den Rest in 1,- und 50 Cent Stücken aus der Tasche.<br />
Die Kassiererin hat heute nicht ihren besten Tag: „Ich bin hier keine Wechselstube, Ihr sollt Euer Kleingeld hier nicht hinbringen!“, krächzt es ihm aus ihrem überschminkten, von Alkohol und Zigaretten gezeichnetem Gesicht entgegen.<br />
Der Mann entschuldigt sich, bezahlt trotzdem mit dem Kleingeld, denn er hat ja nichts anderes und setzt sich wieder in sein Auto.<br />
An der Säule vor ihm parkt ein Lieferwagen, hinter ihm ein &#8230;?<br />
Lieferwagen.<br />
Beide Fahrer kennen sich offensichtlich und unterhalten sich. Der Mann kann nicht weiterfahren. 10 Minuten bis Arbeitsbeginn.<br />
Er bittet die Fahrer höflich, wegzufahren, da er weiter müsse. Der eine lacht ihn zahnlos an- und führt das Gespräch fort. Der andere beachtet ihn gar nicht erst.<br />
Der Mann schluckt seinen Ärger runter und setzt sich zurück ins Auto. Mühsam gelingt es ihm, an dem Lieferwagen vor ihm entlangzuschleichen. Er hat es fast geschafft, da touchiert er mit seinem linken Kotflügel einen Betonpoller. Darum kümmert er sich nicht, er hat keine Zeit.<br />
Er erreicht das Büro 20 Minuten zu spät.<br />
Sollte sich das jetzt noch einmal wiederholen, so denke man über eine Abmahnung nach und die Zeit habe er nachzuarbeiten, teilt ihm sein Chef mit.</p>
<p>Der Mann entschuldigt sich. Das Aftershave seines Chefs verursacht bei ihm immer Schwindelanfälle und Brechreiz. Außerdem hat er einen Atem, der nach altem Kaffee und Kot riecht. Da fault was im Mund. Also lieber nicht diskutieren und weg.</p>
<p>So ein Arbeitstag verläuft immer nach dem selben Schema. Selbe Fragen, selbe Antworten.<br />
Ein Schimpanse, der eine Kaffeetasse halten kann, könnte das. Manchmal fühlt der Mann sich sehr niedergeschlagen und ist sehr frustriert. Dann denkt er, während der Arbeitszeit!, darüber nach, was alles hätte anders laufen können, müssen, sollen.<br />
Aber er muss eine Familie ernähren und er muss funktionieren.<br />
Der Mann arbeitet zuverlässig und gut.<br />
Er wäre lieber Schafhirte in Irland oder vielleicht Fischer oder würde wieder zu malen anfangen.<br />
Er verdient 1764,23 Euro netto und hat 120 Überstunden.</p>
<p>Seine Frau ruft ihn an. Der Kleine braucht neue Schuhe und die Große kann „ in den Klamotten nicht nur Schule“. Wo die zweite Kontokarte sei.<br />
Er trägt seit 2 Jahren die gleiche Jeans. Sie ist schon etwas fadenscheinig. Und ob er nach Feierabend schnell noch mal zu Lidl rein könne.<br />
Milch, Käse, Aufschnitt, Klopapier und Salat.<br />
Er sieht das eigentlich nicht ein und hat auch keine Lust dazu aber willigt ein.<br />
Und was er heute morgen für ein Radau gemacht habe?</p>
<p>Feierabend!<br />
Nein, noch nicht ganz, denn er muss ja noch nacharbeiten.</p>
<p>Feierabend.<br />
Der Mann geht zu seinem Auto. An der Windschutzscheibe hängt ein Zettel, auf dem er aufgefordert wird, der Stadtkasse 15,- zu überweisen, er habe im Halteverbot gestanden.<br />
Weil er heute Morgen ja etwas später kam, war kein Parkplatz, wie sonst, mehr zu finden.<br />
Der Zettel ist vor 10 Minuten ausgedruckt worden.</p>
<p>Der Mann atmet tief durch und schaut die Straße entlang.<br />
Geschäfte und Kioske säumen den Gehsteig. Leuchtende Reklameschilder versprechen ihm das Blaue vom Himmel.<br />
Er zündet sich eine Zigarette an und schlendert die Strasse entlang.<br />
Der Mann sieht sich die Auslagen der Geschäfte an und schreibt seiner Frau eine SMS.<br />
„Komme später, warte nicht auf mich. Einkaufen musste selber“<br />
Dann schaltet er sein Handy aus.<br />
Er geht zum Geldautomaten, der in der Volksbank steht. Hier gibt’s auch günstige Kredite. Das weiß der Mann, denn er hat sich ja schließlich vor fünf Jahren hier beraten und zum Abschluss überzeugen lassen. Nur noch 25 Jahre, dann ist sein Haus abbezahlt.<br />
Wenn nichts dazwischen kommt.<br />
Er schaut sich seinen Kontostand an: 250 Euro Haben. Und noch 2 Wochen, bis es wieder Geld gibt.<br />
Der Mann überlegt kurz und hebt 200 Euro ab.</p>
<p>Der Verkäufer ist sehr freundlich. Vielleicht etwas zu beflissen und aufgekratzt, aber das ist dem Mann egal.<br />
Er bezahlt und verlässt den Laden.<br />
In seiner Tasche wiegt es gar nicht so schwer, wie er dachte.<br />
Er tätschelt den Stahl, der im Neonlicht des Geschäftes so blitzte und lächelt.</p>
<p>Auf der Straße trifft er einen Bekannten.<br />
„Na, wie war Dein Tag?“<br />
„Gut“, antwortet der Mann und blinzelt in die Straßenlaterne.</p>
<p>Er geht weiter und betritt eine Kneipe.<br />
Kalter Rauch und Muff von 20 Jahren Zecherei schlagen ihm schwer entgegen.<br />
Am Tisch sitzen drei Männer und schauen ihn prüfend an.<br />
Der Mann setzt sich ganz nach hinten in die Ecke, neben die Musikbox.<br />
Er bestellt sich ein Bier. Dann noch eins und dann noch eins.</p>
<p>Ein anderer, ungepflegt aussehender Gast verlässt seinen Tresenplatz und nähert sich dem Manne. Er wirkt stark betrunken. Er mustert unseren Mann und steckt einen Euro in die Wurlitzer.<br />
Peter Maffay.</p>
<p>Der Mann steht auf, bezahlt und verlässt die Gastwirtschaft.</p>
<p>Draußen stehen 4 Jugendliche.<br />
Der Mann atmet die frische Luft tief ein.</p>
<p>Die Jugendlichen spucken auf den Fußboden.<br />
Das findet der Mann widerlich, sagt aber nichts.</p>
<p>Als er zurück zu seinem Auto kommt, sieht er schon von weitem die gelben Rundumleuchten.<br />
Ein Abschlepper. Im Auftrage des ADAC. Die Dame und der Herr vom Ordnungsamt stehen daneben und schauen ihn gewichtig an.<br />
Der Ordnungshüter spricht streng den Mann an und tadelt ihn ob seines rücksichtslosen Parkverhaltens.<br />
Der Mann lächelt.<br />
Er greift in seine Tasche und spürt den kalten Stahl.<br />
Er umfasst den Kunststoffgriff der Pistole.<br />
Während er so lächelt, zieht er die Waffe und richtet sie auf den Ordnungsamtmann, der ihn entgeistert anblickt.<br />
Auf einmal ist dieser nicht mehr so selbstsicher und streng, sondern deutlich verängstigt und still.<br />
Seine Kollegin flüchtet laut um Hilfe schreiend, der Abschlepper steht dumm glotzend am Auto.</p>
<p>Der Mann sagt:<br />
„Hasta la Vista, Baby!“, das wollte er schon immer mal.</p>
<p>Der Ordnungsamtmann nässt sich vor Furcht ein.</p>
<p>Der Mann zielt immer noch mit der im Straßenlicht glänzenden Pistole auf des anderen Gesicht.</p>
<p>Er drückt ab.</p>
<p>Aus der Pistolenmündung schießt ein Stöckchen mit einer weißen Fahne.<br />
Darauf steht in schwarzumrandeten, roten Buchstaben das Wort „PENG!“.</p>
<p>Der Mann steigt in sein Auto und fährt davon.<br />
Er lacht. Heute zum ersten Mal.</p>
<p>Das war ein guter Tag.</p>
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		<title>WHITE POWER SUCKS!</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 10:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Rübi]]></category>

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		<description><![CDATA[White Power sucks!
…oder warum ich mir lieber einen türklopfergroßes Intimpiercing verpasse, als den Winter toll zu finden…
Haha, meine Lieben, so schnell sieht man sich wieder!
Eben noch grinste Euch meine Hackfresse auf zugegeben ziemlich gräuslichem Gelb aus den Auslagen des örtlichen Bahnhofskioskes entgegen, dann großes Pow- How  und nun müsst Ihr Eure Zuckerpöscher noch nicht einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>White Power sucks!</strong><br />
…oder warum ich mir lieber einen türklopfergroßes Intimpiercing verpasse, als den Winter toll zu finden…</p>
<p>Haha, meine Lieben, so schnell sieht man sich wieder!<br />
Eben noch grinste Euch meine Hackfresse auf zugegeben ziemlich gräuslichem Gelb aus den Auslagen des örtlichen Bahnhofskioskes entgegen, dann großes Pow- How  und nun müsst Ihr Eure Zuckerpöscher noch nicht einmal mehr zum Bahnhof bewegen, um tief in meine Welt einzutauchen und ein bisschen im Mist, der einem in einer norddeutschen Mittelstadt so täglich vor die Flinte läuft, mitzuschwimmen.</p>
<p>Jaja, schwimmen ist auch wieder angesagt, wenn dann in ein paar Wochen die Millionen Tonnen von Eis und Schnee abschmelzen und sich mitteldeutsche Gebirgsschluchten in formidable Canyons verwandeln und wieder ein oder zwei unbedeutende Dörfer vom Erdboden verschwinden. Shit happens&#8230; oder besser: Klimawechsel happens. Obwohl, ich könnte mir vorstellen, dass es so was Anno Potzeprenkel auch jährlich gegeben hat. Nur da hats eben keiner gewusst, weil war ja nix mit Internet und Fernsehen und so.</p>
<p>Aber Winter wars. Und der geht mir so was von auf die Testikel,  das kann sich keiner vorstellen. Und das immer schon. Im zarten Jugendalter habe ich für ne Apotheke bei Wind und Wetter mitm Damenfahrrad Medikamente ausgeliefert. Das war im Winter besonders toll, wenn ich dann zum x-ten Mal aufs Maul geflogen bin ( und da war der „Winter“ hier oben nur ne Woche mit Schnee und so) und dann um 21.00 Uhr nach zig Kilometern Fahrt noch von den Kunden, die zu faul waren, sich die Kopfschmerztabletten oder ihre Prostata Medikamente abzuholen noch angepupt wurde, warum ich jetzt erst komme. Natürlich gabs auch kein Trinkgeld. Die Fatzken. Dem einen oder anderen hätte ich gerne mal vor die Tür geköddelt, brennende Zeitung drauf und ab. Aber machste ja nicht. So habe ich also schon im zarten Alter kennen gelernt, dass sich harte und ehrliche Arbeit eigentlich nicht lohnt. Und das für 180,- DM im Monat&#8230;Remember: damals waren 5 Cent noch 10 Pfennig-  das sind 20 Cent! Tja, da könnt Ihr mal sehen, was ich für ein alter Sack bin.</p>
<p>Naja, heute fahre ich keine Medikamente mehr aus, dafür muss ich morgens um 5 Uhr über ungeräumte, vereiste und verschneite Landstrassen tuckern und ansonsten hat sich an der Arbeit auch nicht viel geändert&#8230; hehehe, kleiner Scherz, Herr Scheff!</p>
<p>Aber mal ehrlich: Ämter und Behörden machen bei dieser Witterung dicht –als würden die sonst arbeiten- Buslinien und Zuglinien auch, Schulen ebenso- und ich muss hier über diese Pisten schliddern. Locker und entspannt ist anders, kann ich Euch sagen. Schön mit nem steifen Genick und Muskelkater in den Armen nach 45 – 60 Minuten Fahrt (für 14 km) ankommen: toll! Nachm Kneipenbesuch auf 20 cm dickem Eis nach Hause schliddern und sich fast den Arsch brechen: toll! Alte Ommas und Oppas legen sich reihenweise danieder und knacken sich die Oberschenkelknochen durch- da kann jeder Gang zu Tante Emma der letzte sein. Tjajaja, der Winter gegen den sogenannten demagogischen Wandel? Das wäre mir ein wenig zu zynisch.</p>
<p>Aber zum Glück gibt es Menschen, die sich gegen die weiße Pest stellen. „Gute Nacht, weiße Pracht“, quasi. So wie der junge Mann, der mit seinem kleinen Trecker den ganzen Tag, auch mehrfach, den Parkplatz gegenüber meiner Wohnung tapfer räumt. Aber eben nur den und nix anderes. Und leider stehen da auch nur 3 Autos- und die haben sich seit Wochen nicht bewegt. Aber der Held kommt jeden Tag mehrfach vorbei und räumt die weiße Scheiße an die Seite. Das nenne ich einmal sinnvoll und effektiv eingesetzte Arbeitskraft. Mein Gott, wird mir übel- und gerade habe ich es getippt, kommt er schon wieder. Und die drei Autos haben sich immer noch nicht bewegt. Aber warum sollte es auch anders gehen im Lande, welches erst kürzlich CDU und FDP an die Macht gewählt hat und für seine intelligenten Fernsehformate berühmt ist. Denn kaum lugte Gevatter Herbst mit seinen rot- braunem Haarschopfe listig um die Ecke, da hauen die Arschtrompeten von SAT 1, Kabel 1, RTL und wie sie alle heißen, einem diese medialen Zeitdokumente unserer inzestsiösen, dekadenten und komplett verblödeten Gegenwart wieder um die Ohren. Schlimm genug, dass das Merkel erneut den Führer für Arme gibt, dieser Lobbyisten abhängige Gesichtselfmeter aus der Ballerburg für Halbhirnseitengelähmte. Na ja, war ja eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Der Deutsche ist halt seither nicht unbedingt für spontanen Veränderungswillen, jetzt mal abseits von Expansion in Nachbarländer oder zum Hindukusch, bekannt. Aber das Merkel? Okay, wenn man die auf den Kopp stellt, dann kann sie sogar so aussehen, als würde sie lachen. Dr. Merkel. Intelligent soll sie ja sein. Hat ja schließlich nen Titel in Physik, die Pastorentochter&#8230; Mathe ist ein Arschloch und Physik ist sein Bruder, sach ich da mal. Physik war mir noch nie sympathisch. Und da fang ich jetzt auch nicht mit an, nur weil so eine verhärmte, griesgrämig wirkende Ziehtochter vom Spendenhinterzieher Kohl ( Nein, Du warst nicht der Vater der Einheit, das war David Hasselhoff, der besoffene auf- dem- Fußboden- Hamburger- fressende Ex- Knight Rider!!) hier einen auf „mächtigste Frau der Welt“ macht. Nee, kannste knicken.</p>
<p>Aber ich schweife mal wieder ab. Denn ich wollte ja eigentlich von exorbitanten Fernsehserien wie z.B. „Schwiegertochter gesucht“ erzählen. Das ist echt der Gipfel. Da suchen betagte Mütter für ihre noch bei ihnen hausenden Geschenke Gottes von Söhnen, die nebenbei auch schon deutlich das Verfallsdatum überschritten haben, Gespielinnen und zukünftige Eheweiber. Wenn man es genau nimmt, suchen sie ja eigentlich nur Stellvertreterinnen, die dem Buben dann morgens den Kakao und abends die warme Milch mit Honig kochen können, wie sie selbst es schon seit über 40 Jahren machen. Da herrschen Zustände zur besten Sendezeit, da macht sich Ottonormalverbraucher gar kein Bild von. 45 jährige Kranführer mit ner Diddl- Maus Sammlung? H A L L O ? Und wohnt noch bei Mami? Da stimmt doch irgendwas nicht&#8230;Ich hatte ja auch mal so Nachbarn, 2 Jungs in Rente und Mutti in einer Drei Zimmer Wohnung, eines war das Wohnzimmer (Regelmäßige Leser werden sich erinnern), den unterstelle ich ja bis heute einen sehr hohen Grad an Perversion und da lasse ich mich auch nicht von abbringen.</p>
<p>Also, die TV- Söhne, meistens mit dem Habitus zwischen Scheibenlecker und „Ich mache gerne Urlaub in Thailand, Pattaya, wegen der Kultur und dem Essen da“ kriegen im Leben außer ihrer Spielzeugautosammlung nichts auf die Kette und deshalb bewirbt sie Mutti beim RTL, damit mal ein anständiges Superweib dem Jungen zeigt, wo der Frosch die Locken hat. Und was das für Superweiber sind. Ich sachs Euch&#8230;</p>
<p>Auch wenn es jetzt den Anschein hat, als würde ich mich hier auf Kosten von Äußerlichkeiten über geistig unterbemittelte Hirnakrobaten lustig machen, ist dem nicht so. Naja, fast nicht.</p>
<p>Ich bin bloß ein frustrierter- in- einer- Wohnung- im- Ghetto- sitzender – und- eine Schrotflinte- besitzender Vollspinner, der sich langsam fragt, ob nicht ne schöne Hallig was für den Lebensabend wäre. Ganz alleine, das wäre schön. Ohne Nachbarn, die einen täglich um viertel nach Sechs morgens mit Songs vom abgerittenen Albino- Kinderfreund aus JuEssÄhj nerven. Oder die mein Leben aufs Spiel setzen&#8230;</p>
<p>Geschichte aus dem Leben:<br />
Ich neulich morgens nachm Pubbesuch leicht verkatert gegen 10 Uhr von einem kurzen „TäTüTaTa“ aufgewacht. Tapere zum Fenster und sehe einen Rettungswagen vorm Haus parken und zwei Bullenwagen parken 25 m weiter an der Straßenecke. ‚Das ist ja interessant,’ dachte ich bei mir, zog mir schnell meine Pupshose an und ab ins Wohnzimmer und aus dem Fenster gespickert. Die Udels ( norddeutsch für Polizei ) liefen wild auf der Straße rum und immer Richtung unserer Häuser. Da mir schon so ein komischer Geruch aufgefallen ist, so als würde ein alter Fernseher an sein oder ein Kabel schmurgeln, dachte ich, dass wir vielleicht evakuiert werden, ist ja Industrie in der Nähe. Also lieber keinen Kaffee trinken, wer weiß, ob ich nicht noch gerettet werden muß. Und wer weiß, wie der Kaffee nach nem feucht-fröhlichen Abend so wirkt. Ich also in froher Erwartung einer eventuellen Evakuierung schon den Laptop bereitgestellt und auf das Klingeln der Ordnungsmacht gewartet. „Ding Dong“ „Schnell, Herr Rübi, wir müssen Sie retten. Es hat einen Unfall im Kraftwerk gegeben. Ein Bus mit Frühstück und allen Annehmlichkeiten steht schon bereit!“ Nee, nee, nee, nee, würde mein Freund, der Maulwurfn jetzt einwerfen. Und Recht hätte er gehabt. Da war nämlich nix.</p>
<p>Am Nachmittag, ich habe die ganze Zeit auf Rettung gewartet, klingelts an der Tür und mein Nachbar erzählt mir, dass es in der Erdgeschosswohnung gebrannt habe. Ähemm&#8230;es hat in der Erdgeschosswohnung gebrannt? Tolles Ding- mir hat keiner Bescheid gesagt. Ich nehme das allerdings ein bisschen persönlich, glaube ich.</p>
<p>Da kann ich wohl jetzt zweimal im Jahr Geburtstag feiern&#8230;</p>
<p>So isses, liebe Leute. Ich denke mal, Ihr wollt nichts über meine Wunde im Gesicht wissen. Und über Zwerge, die einen anspringen und beißen&#8230;</p>
<p>Deshalb spar ich’s mir&#8230;</p>
<p>Cheers und Slainté!</p>
<p>rÜBi</p>
<p>Beschwerden, Schneeräumangebote und gutes Wetter bitte an:<br />
ruebi@borderpaki.de</p>
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