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	<title>Ugly Punk &#187; Konzerte</title>
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	<description>Punkrock Zine</description>
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		<title>MASSENDEFEKT + BENZIN + MOM´S DAY (24.02.12 &#8211; Landespavillon Stuttgart)</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 07:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[MASSENDEFEKT &#38; die wundersame Geschichte einer Thor Steinar Jacke!
Massendefekt + Benzin + Mom&#8217;s Day  (24.02.12 &#8211; Landespavillon Stuttgart)
Der Landespavillon liegt direkt am ehemals heiß umkämpften Stuttgarter Schlossgarten. Seit dessen Räumung hab ich mich dort aber nicht mehr hin gewagt, da ich das Baum-Massaker nicht ansehen wollte. Da nun in besagtem Pavillon MASSENDEFEKT spielen sollte und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>MASSENDEFEKT &amp; die wundersame Geschichte einer Thor Steinar Jacke!</strong></p>
<p><strong>Massendefekt + Benzin + Mom&#8217;s Day  (24.02.12 &#8211; Landespavillon Stuttgart)</strong></p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7101" title="Massendefekt 2" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-2-300x400.jpg" alt="" width="210" height="290" /></a>Der Landespavillon liegt direkt am ehemals heiß umkämpften Stuttgarter Schlossgarten. Seit dessen Räumung hab ich mich dort aber nicht mehr hin gewagt, da ich das Baum-Massaker nicht ansehen wollte. Da nun in besagtem Pavillon MASSENDEFEKT spielen sollte und ich dazu eingeladen war, blieb mir also nichts anderes übrig, das triste Schlachtfeld anschauen zu müssen. Sehr traurig, wenn man sieht was da aus reiner Profitgier passiert.</p>
<p>Nun aber zum Konzert. MOM&#8217;s DAY habe ich leider verpasst, sollen aber ganz gut gewesen sein. Flotter Punk&#8217;n'Roll, wurde mir gesagt, konnte das schon anwesende Publikum wohl überzeugen. In der Umbaupause kam dann endlich mein &#8216;Sponsor&#8217;, so dass wir ins innere des Landespavillons schnüffeln konnten. Eigentlich erst mal nur um uns an der Bar zu bestücken um wieder nach draußen zu gehen, zu quatschen und Bierchen zu trinken. Mittlerweile hatte BENZIN mit ihrem Set begonnen, das wir darum auch nur von außen verfolgen konnten. Der Sound im Innenhof des Landespavillons ist übrigens ausgezeichnet, vielleicht etwas zu leise, aber doch hörbar. In der Zwischenzeit muss sich auch ein Konzertbesucher, der eine Thor Steinar Jacke trug, an uns vorbei geschlichen haben. Diese wurde ihm wohl am Eingang abgenommen, aber der Zugang trotzdem gewährt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-11.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7100" title="Massendefekt 1" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-11-300x225.jpg" alt="" width="290" height="210" /></a>Nun aber wieder zu BENZIN, von denen ich bisher noch nichts gehört hatte. In diesem Ambiente erinnerte der Sound von ihren Chören und Melodien her stark an MISFITS, was ja nicht <em>unbedingt</em> das schlechteste ist. Schaut man sich aber die You Tube Beiträge der Band an, wird einem schnell klar, dass BENZIN einen weniger düsteren Sound bevorzugen und auch ansonsten recht wenig Ähnlichkeit mit besagter Band haben. Von draußen hat sich&#8217;s jedenfalls gut angehört und die verschwitzten Teens, die nach dem Auftritt nach draußen strömten, legen die Vermutung nahe, dass es auch drinnen gut ab ging.</p>
<p>Nach kurzer Umbaupause begann dann MASSENDEFEKT, deren Punk&#8217;n'Roll (ihr merkt, das böse Wort &#8216;Deutschrock&#8217; versuche ich zu vermeiden), der mit der letzten Scheibe etwas rauer geworden ist, mir doch sehr gut gefällt. Das Set war energiegeladen und ich muss wirklich sagen, MASSENDEKT haben eine super Show hingelegt. Live hatte ich die Band ja bisher noch nicht gesehen! Aber auch das Publikum, das sehr gemischt, aber im Durchschnitt relativ jung, war, ging gut mit. Sogar ein paar &#8216;offensichtliche Begleitpersonen&#8217; konnten mit wippendem Fuß gesichtet werden.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-3.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7102" title="Massendefekt 3" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-3-300x225.jpg" alt="" width="290" height="210" /></a>Soweit so gut. Zwischen drin juckt auch mal wieder die Blase. Also begab ich mich auf  dem Weg zum neuen Bier auf die Toilette und machte eine erschreckende Entdeckung. In der Schüssel lag eine Thor Steinar-Jacke!! Nichts desto Trotz gab ich mich meinen Trieben hin, noch im Ungewissen, was es mit dem Kleidungsstück auf sich hatte. Dies sollte ich aber bald erfahren. Zunächst ging es aber wieder vor die Bühne, denn MASSENDEFEKT konnten mit ihrem fetten Sound wirklich mitreißen. Viele Hits wurden dabei gespielt und zu meinem Glück die etwas softeren Songs entweder weg gelassen oder in temporeicher Variante gespielt. Als die verdient geforderte Zugabe begann, schleppte ich mich nochmals zur Bar und wurde umgehend vom Türsteher aus dem Laden gebeten um dieses wirklich tolle Konzert hinter mir zu lassen. Dies  hing wohl aber eher mit der Thor Steinar-Jacke zusammen, die mittlerweile wieder unter deren Tisch lag.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7103" title="Massendefekt 4" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-4-300x214.jpg" alt="" width="290" height="210" /></a>Zunächst fragte ich mich, was so verwerflich daran sein kann, solch eine Jacke in der Toilette zu entsorgen. Später stellte sich in einem angenehm klärenden Gespräch allerdings heraus, dass die beiden Jacken-Aufpasser ihre ganz eigenen Pläne hatten um den Besitzer &#8216;zur Rede&#8217; zu stellen. Dummer Weise hatten sie wohl irgendwann geschaut, ob das Teil noch da ist und dabei selbst in den urin-getränkten Stoff gefasst. Jedenfalls wurde der jugendliche Besitzer des guten Stücks direkt an uns verwiesen und entpuppte sich als naiver und erstaunlich angenehmer, aber etwas eingeschüchterter Zeitgenosse. Nach kurzer Darlegung der Gründe für diese Aktion hat der junge Konzertbesucher &#8216;das auch gleich eingesehen&#8217;, wie Rüdiger Hoffmann sagen würde. Nachdem er nun auch eigenhändig seine voll geschiffte Jacke in einen Müllsack verpackt und in dem zugehörigen Behälter entsorgt hatte, wurde er zur Belohnung mit einem neutralen Pullover ausgestattet und in die Nacht entlassen.</p>
<p>Alles in allem ein gelungener Konzertabend an einem schauderlichen Platz, denn auch der Landespavillon muss zum April im Zuge der Arbeiten zu S21 dicht gemacht werden. Ein Schicksal, welches in letzter Zeit schon mehrere alternative Clubs hier in Stuttgart ereilt hat. Mirko</p>
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		<title>POPPERKLOPPER (07.01.2012 &#8211; Der Bunker bebt-Festival in Trier/Exhaus)</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 09:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[POPPERKLOPPER beim Der Bunker bebt-Festival in Trier/Exhaus
07.01.2012
Nach meinem abgefuckten Punk im Pott Erlebnis neulich, juckte es mich spontan in meinen verrotteten Gehörgängen, so das ich kurzerhand beschloss, trotz der Tatsache, das ich am Tag darauf arbeiten musste, einen Kurztrip zum legendären „Bunker bebt“ &#8211; Festival im Trierer Exhaus zu unternehmen. Geiler Satzbau, wa? Beim Bunker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>POPPERKLOPPER beim Der Bunker bebt-Festival in Trier/Exhaus<br />
07.01.2012</strong></p>
<p>Nach meinem abgefuckten Punk im Pott Erlebnis neulich, juckte es mich spontan in meinen verrotteten Gehörgängen, so das ich kurzerhand beschloss, trotz der Tatsache, das ich am Tag darauf arbeiten musste, einen Kurztrip zum legendären „Bunker bebt“ &#8211; Festival im Trierer Exhaus zu unternehmen. Geiler Satzbau, wa? Beim Bunker bebt-Festival spielen jährlich sämtliche Bands aus dem Trierer Raum, die im alten Luftschutzbunker in Trier-Nord proben. Mit den Erlösen wird das Teil teilweise finanziert. Das Festival findet in allen Konzertsälen des Exhauses, auf 3 Bühnen, gleichzeitig statt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Popperklopper-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6836" title="Popperklopper 2" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Popperklopper-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Mich interessierten aber heute nur die alten Busenkumpels POPPERKLOPPER. Im Exhaus tummelten sich wie erwartet eine Menge Gestalten, die ich teilweise seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Dem nach viel gab es zu quasseln. Kurz riskierte ich mal nen Blick ins große Exil, wo gerade ne Metal-Combo mit Sängerin am rocken war, als Vorband der Klopper sozusagen. Um 23.05 Uhr begannen also POPPERKLOPPER pünktlich auf die Sekunde ihr 35 Minuten Set. Der Raum füllte sich augenblicklich mit allerhand sehr gemischten Gestalten. Dazu trug mit Sicherheit auch der große Bericht in der Trierer Tageszeitung einige Tage zuvor bei.</p>
<p>Schlagzeile: „Die Popperklopper proben den Aufstand“ hehe. (<a href="http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/kultur/Kultur-in-der-Region-Die-Popperklopper-proben-den-Aufstand;art764,3013029" target="_blank">www.volksfreund.de/nachrichten/region/kultur/Kultur-in-der-Region-Die-Popperklopper-proben-den-Aufstand;art764,3013029</a>)</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Popperklopper-3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6837" title="Popperklopper 3" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Popperklopper-3-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ausuferndes Soundcheck-Gedöns sparten sich die Herren Diven diesmal, was angesichts des straffen Zeitplanes auch sinnvoll war. Kurz und schmerzlos wurden gleich mal 3 Hits am Stück serviert, u.a. No Chance, eines meiner Lieblings-englisch-Stücke der Jungs. (No facking Tschääns!) Dann folgte ein kleiner Querschnitt durch sämtliche Alben, u.a. die Klassiker Frust, Leben im KZ, die auch gebührend abgefeiert wurden. Überhaupt gefallen mir die deutschsprachigen Sonx der Jungs immer noch am besten. Aber auch Son of a bitch und das Girlschool/Motörhead-Cover Emergency rockten die Bude in Schutt und Asche. Die Jungs legen mittlerweile auch ohne großes Gequatsche eine amtliche Präsenz an den Tag. Mein lieber Scholli, die KLOPPER sind Live ne Instanz! Naturgemäß gingen die 35 Minuten viel zu schnell vorbei. Nach ein paar weiteren Smalltalks mit alten Gefährten ging´s dann recht zügig wieder Richtung Heimat. War ein gelungener Kurztrip!</p>
<p>Chris de Barg</p>
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		<title>PUNK IM POTT (29./30.12.11 Oberhausen / Turbinenhalle)</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 09:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[PUNK IM POTT 2011
Was für ein Sauwetter, es gießt wie aus Eimern und der Himmel hat seine dunkelsten Vorhänge aufgezogen. „In den folgenden 3-4 Stunden“, so versicherte ich den Scheibenwischern auf der Hinfahrt, „gibt’s viel für euch zu tun.“ In Oberhausen angekommen, war der Pöbel trotz Regen in Partystimmung. Man sollte ja meinen, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>PUNK IM POTT 2011</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Punk-im-Pott.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6789" title="Punk im Pott" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Punk-im-Pott-300x413.jpg" alt="" width="300" height="413" /></a>Was für ein Sauwetter, es gießt wie aus Eimern und der Himmel hat seine dunkelsten Vorhänge aufgezogen. „In den folgenden 3-4 Stunden“, so versicherte ich den Scheibenwischern auf der Hinfahrt, „gibt’s viel für euch zu tun.“ In Oberhausen angekommen, war der Pöbel trotz Regen in Partystimmung. Man sollte ja meinen, dass die Wetterlage die Leute schnell ins Trockene jagen müsste, aber hier waren die Wenigsten aus Zucker und außerdem spielte im Inneren der Turbinenhalle noch keine Band zum Tanze auf, also gab´s drinnen auch noch nichts zu verpassen. Ich und mein Gefolge zogen es aber trotzdem vor, die Seenplatte draußen zu verlassen, um später nicht im Gedränge zu landen. Eine weise Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte, denn die Schlange an der Kasse soll am späten Nachmittag sehr, sehr lang gewesen sein und die Wartezeiten lagen bei über 60 Minuten, wenn man den Betroffenen und den Augenzeugen glauben darf.</p>
<p>Nach ein paar Shake Hands und Begrüßungsbierchen dröhnen die ersten Töne aus dem Saal. EUROPE, die alte Hardrocklegende aus den Achtzigern waren Opener, danach klang es zumindest, aber es waren natürlich nicht EUROPE, sondern BETRUNKEN IM KLAPPSTUHL, die das PiP 2011 eröffneten und die Zeit zwischen den Songs mit EUROPE´s „The Final Countdown“ füllten. War ne´ sehr chaotische Nummer, aber ich glaube, dass musste so sein. Die Musiker hatten jedenfalls sichtlich Spaß an der Sache, auch wenn die Leute vor der Bühne noch zählbar waren.<br />
Das DIE SCHWARZEN SCHAFE als zweites ran mussten, fand ich echt schade, aber Veranstalter Alex erklärte im Vorfeld, das mit frühen Spielzeiten für bekanntere Bands, auch die Leute schneller in die Halle kommen würden. Und davon profitieren dann natürlich auch Bands mit kleinerer Fanbase. Ist nachvollziehbar.<br />
NEUE KATASTROPHEN aus Hamburg gaben beim Punk im Pott ihren Abschiedsgig, so wurde gemunkelt. Die Jungs gaben noch mal alles, doch ein Clubkonzert als letzter Auftritt wäre sicher noch geiler gekommen als eine Großveranstaltung. Schade, dass die Band Feierabend macht.</p>
<p>Die Umbauphase nutzte ich für ein schnelles Bierchen und eine kleine Pinkelpause. Nachdem ich letztere erfolgreich beendet hatte und wieder auf dem Weg nach unten war, bemerkte ich, dass ich meinen Fotoapparat, den ich beim Urinieren mitsamt meinem Bier abgelegt hatte, vergessen hatte. Das Bier hatte ich komischerweise wieder mitgenommen, die Kamera nicht, was verdeutlicht, wo meine Prioritäten lagen. Aber so ganz entspannt, wie sich das jetzt liest, sah ich die Sache natürlich nicht. Immerhin hat das Teil Geld gekostet und auch unter Punkern gibt es nicht nur ehrliche Leute (echt jetzt?). Ich zurück auf´s Klo gerannt und was lag dort, scheinbar unangetastet, richtig, mein geliebter Fotoapparat. Dumm nur, dass irgendein Spaßvogel innerhalb der unbeaufsichtigten 5 Minuten, in denen er dort lag, die Batterien entwendet hat. Denn genau das ist der Grund, weshalb dieser Bericht jetzt ohne Fotos auskommen muss. Aber ich bin ja schon dankbar, das nicht die ganze Kamera mitgenommen wurde. Trotzdem. Wem demnächst zwei Batterien der Marke „Varta“ zum Verkauf angeboten werden oder wem eine Person mit zwei „Varta“ Batterien auffällt, die ansonsten keine Batterien dieser Firma verwendet, der erstattet bitte Meldung bei der zuständigen Polizeidienststelle.</p>
<p>Unten waren mittlerweile ATEMNOT am zocken und die Halle war schon etwas voller als zuvor. Der Sound, dass musste ich bei vielen Bands feststellen, war nicht der beste. Ob es an der großen Halle oder der Anlage gelegen hat, kann ich nicht beurteilen. ATEMNOT haben gerade ein bisschen Ärger mit der Bundesprüfstelle wegen einiger Texte, aber da die Indizierung noch nicht ihre Macht entfaltet hat, konnten sie auch die umstrittenen Songs spielen.<br />
Nächste Band: ALARMSIGNAL. Die sind ja ne´ recht fleißige Live Band und viel unterwegs, was die Anzahl und die Textsicherheit des Publikums auch belegte. Denn die Halle war nun gut gefüllt und noch dazu in Mitsinglaune. ALARMSIGNAL waren auch in Laune, vorwiegend aber in Trinklaune, so schien es.<br />
Mit DAMPFMASCHINE hatten die Leute im Saal wieder etwas mehr Platz. Die Band war zwar schon mal mit DIE ÄRZTE auf Tour, aber in Punkerkreisen ist sie doch noch recht unbekannt. Hab nur zwei Songs gesehen, ging ein wenig in Richtung TURBONEGRO mit deutschen Texten. Dazu nackte Oberkörper und Einblicke ins Mauerdekollete´. Nicht meine Musik.<br />
Mit Biernachschub erwartete ich dann DRITTE WAHL, die auch recht früh spielten. Hatt jeder von uns bestimmt schon einige Male Live gesehen, aber bei mir liegt das letzte Mal auch schon wieder 2 Jahre zurück. Deshalb war ich gespannt, wie die neuen Songs Live klingen würden. Auf der Bühne bot sich kein gewohntes Bild, denn DRITTE WAHL waren an dem Abend zu viert, hatten noch einen Keyboarder vor dem Schlagzeug postiert, der an Hippie-Kommunen Chef Rainer Langhans erinnerte. Solider Auftritt ganz in schwarz.<br />
Nicht ganz so schwarz waren WILDE ZEITEN gekleidet. Ich glaube, diese Band genoss es am meisten, vor so großem Publikum zu spielen. Jetzt muss nur noch der Letzte begreifen, dass „Punk &amp; Polizei“ vom UNTERGANGSKOMMANDO und nicht von WIZO ist.<br />
Einen nicht allzu leichten Stand hatten danach AUWEIA!, da sie zwischen WILDE ZEITEN und LOIKAEMIE gesetzt wurden. Die Band spielte aber einen souveränen Gig, wenngleich im Publikum einige (auch AUWEIA!-Fans) der Meinung waren, dass die Band in versifften Jugendzentren immer noch am besten funktioniert.<br />
LOIKAEMIE bekam ich nur Fetzenweise mit, weil wegen Bier und mittlerweile eingeschränkter Aufnahmefähigkeit und so. Die sind wieder einer mehr und haben auf 2? Positionen noch mal die Instrumente gewechselt. Dieses Prollige war aber noch nie so meine Baustelle.</p>
<p>Ich hätte mich nicht an den Rand setzen dürfen, denn so geschah es, das ich doch tatsächlich einschlief und die EMILS verratzte. Irgendwann bei KNOCHENFARIK wurde ich wieder wach. Wollten die nicht in Zukunft nur noch nüchtern spielen? Kann es sein, dass manche Songs nur angespielt oder nicht komplett zu Ende gespielt wurden? Egal, KNOFA for Bundespräsident!!! Als ich erneut wegschlummerte und erneut wach wurde, war es in der Halle auf einen Schlag sehr übersichtlich geworden.<br />
BUMS hatten die undankbare Aufgabe nach KNOCHENFABRIK zu spielen. Ich zerbrach mir den Kopf darüber, ob dort wohl die Original Besetzung auf der Bühne stand oder ob die Jungs ein Elixier für ewig jugendliches Aussehen intus hatten. Meine Begleitpersonen überredeten mich während dieser Gedankengänge zum Aufbruch in die Jugendherberge, obwohl ich drauf und dran war, lieber an Ort und Stelle den Schlaf der Gerechten zu schlafen.</p>
<p>Am zweiten Tag kamen wir nach einem ausgedehnten Katerfrühstück natürlich zu spät in die Turbinenhalle, wo gerade die letzten Klänge von RADIO HAVANNA erklangen, die sich entweder ZSK zum Vorbild genommen haben oder nur rein zufällig so klingen. Mein Publikumsnachbar (also irgendwer) meinte aber, dass die auch auf dem Ehrlich &amp; Laut Festival gespielt hätten. Wenn´s stimmt, wär das natürlich kacke. Unerwartet treffe ich gleich darauf eine alte Freundin, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe. Die Freude war groß und wir suchten uns ein ruhiges Eckchen zum Quatschen. Es gab auf beiden Seiten viel zu erzählen, so dass ich mich erst wieder zu SS-KALIERT vor die Bühne begab. PESTPOCKEN sollen geil gewesen sein, so wurde mir berichtet. Über die anderen Bands, die in der Zwischenzeit gespielt haben, konnte ich nicht viel in Erfahrung bringen, weil die von mir, während meiner Abwesenheit, eingeteilte Person zur Berichterstattung, ihren Dienst nur halbherzig ausübte. Nächste Mal packe ich mir besseres Personal ein.</p>
<p>SS-KALIERT standen also auf der Bühne und boten eine gewohnt energiegeladene Bühnenshow. Im Vorfeld gab es mal wieder Stress um den Bandschriftzug, ein nicht enden wollendes Thema.<br />
Im Anschluss rockten FAHNENFLUCHT die Hütte. Sänger Thomas konnte auch auf der Bühne nicht die Finger von den Kippen lassen. Scheint das Geheimrezept für seine Stimme zu sein. Hab ich ziemlich abfeiert, also nicht die Raucherei, sondern die Band. Ein paar blaue Flecken von hektischen Bewegungen bei SS-KALIERT und FAHNENFLUCHT waren die Folge.<br />
KUMPELBASIS sah ich zum ersten Mal Live, gute Band, auch wenn ich das Gefühl hatte, das gerade die jüngeren Leute viele Songs nicht kannten. Da muss der Nachwuchs also noch mal zur Nachhilfe.<br />
Die Punklegende NORMAHL hab ich auch schon unzählige Male gesehen und so wollte ich sie mir eigentlich schenken. Wie der Zufall aber so wollte, hab ich einige Tage vorm PiP den NORMAHL Film „Jong´r“ zu Gesicht bekommen, der alle bisherigen Punkerfilme locker in den Regen drängt. Dadurch hab ich wieder richtig Appetit auf die Schwaben bekommen. Vor allem die ältern Stücke gröhlte ich aus feuchter Kehle mit.<br />
SONDASCHULE waren so was wie der heimliche Headliner und auch wenn ich den Hype um die Band nicht ganz nachvollziehen kann, ganz, ganz viele andere konnten das scheinbar. Die Hütte war am Beben und es war heiß in der Butze. Sie kamen gut an, die Ska-Punk-Musterschüler.<br />
Zu später Stunde vermehrten sich die nackten und verschwitzen Oberkörper um mich herum. Die LOKALMATADORE schöpften aus einem Eimer voll Hits und vor der Bühne war Partystimmung Total angesagt. Immer wieder schön anzusehen, wenn selbst das weibliche Geschlecht auch die böswilligen Zeile dieser „Männermusik“ nicht auslässt und lauthals mitträllert.<br />
Wie schon am ersten Tag, war es auch diesmal für die letzte Band eine harte Spielzeit, aber das hat man THE STATTMATRATZEN nicht angemerkt.</p>
<p>Da wir einige Stunden zuvor einen Auserwählten per „Schnick, Schnack, Schnuck“ ermittelt hatten, der nüchtern bleiben musste, traten wir mitten in der Nacht noch die Heimreise an. Nach nur 3 Pinkelpausen fiel ich gegen 6:00 Uhr erschöpft ins Bett. Mein Eindruck vom diesjährigen PiP Festival war und ist ein guter. Von Fun-, Ska-, Polit- und HC-Punk war eine bunte Mischung vertreten, so dass keiner sagen soll, er wäre musikalisch nicht auf seine Kosten gekommen. Das einige Bands in kleineren Clubs besser zünden, versteht sich von selbst, aber wann hat man mal die Möglichkeit, soviel D-Punk Creme de la Creme auf einem Haufen zu sehen und wann haben die Bands auch mal Indoor die Möglichkeit, sich vor so einem großen Publikum zu präsentieren. Und da im Winter immer akuter Festivalmangel herrscht, gehört das PiP sowieso zur Pflichtveranstaltung.</p>
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		<title>BROILERS, THE HEADLINES (15.06.2011 Köln / E-Werk)</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 08:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Broilers]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Woche nach erscheinen der neuen BROILERS Platte SANTA MUERTE fand der Tour- Auftakt der Combo in Köln im E-Werk statt. Vor ewigen Zeiten hatte ich bereits die Karten bestellt. Eine Woche hatte ich also Zeit, mich mit den Songs der neuen Platte vertraut zu machen. Die vorgeschobene EP HARTER WEG verdeutlichte ja schon, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche nach erscheinen der neuen BROILERS Platte SANTA MUERTE fand der Tour- Auftakt der Combo in Köln im E-Werk statt. Vor ewigen Zeiten hatte ich bereits die Karten bestellt. Eine Woche hatte ich also Zeit, mich mit den Songs der neuen Platte vertraut zu machen. Die vorgeschobene EP HARTER WEG verdeutlichte ja schon, in welche Richtung die neue Scheibe gehen würde. Aus Interviews und sonstigen Kommentaren der Band war auch schon abzuleiten, in welche Richtung die Reise in Zukunft gehen würde. Somit war ich nicht sonderlich überrascht, dass der Sound von SANTA MUERTE mit dem der VANITAS oder noch älteren Scheiben rein gar nichts mehr am Hut hat. Teilweise ist der Sound recht überladen mit allerlei Instrumenten, von Bläsern über Mundharmonika, bis hin zum Schifferklavier. Rotzige Gitarrenakkorde und Rotz in der Stimme von Sänger Sammy sucht man vergebens. Trotzdem haben die ersten 4 Songs der Platte relativ hohen Hitfaktor. Danach flacht es leider ziemlich ab und wird doch sehr schnulzig bis belanglos. Stellenweise erinnert mich die Mucke an Westernhagen und Matthias Reim, besonders wenn das Saxophon loslegt. Soviel zur neuen Scheibe und nun zum Konzert:</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/Broilers-1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-5605" title="Broilers 1" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/Broilers-1-590x441.jpg" alt="" width="590" height="441" /></a><br />
Mit Deutschpunk-Professor Martin E. ging´s also ab auf die Autobahn Richtung Kölle. Ich machte heute den Fahrer, denn den Plan, in einem Hostel zu übernachten und richtig fett einen drauf zu machen hatte ich kurzerhand verworfen. Beim E-Werk angekommen war bereits die Vorgruppe am rumpeln und als wir rein gingen war diese bereits fertig. Was ich mitbekommen habe, war, das die HEADLINES aus Schweden kommen. Der Bühnenumbau für die BROILERS war bereits im Gange. Die Rückwand war mit einem riesigen weißen Tuch abgehängt. Ich vermutete, dass sich dahinter der riesige BROILERS &#8211; Schriftzug verbarg, welchen sie auf der Doku-CD zusammengeschustert hatten. Die Rückwand blieb jedoch blanko in weiß, auch ein Backdrop gab es nicht. Stattdessen eine fette Lichtshow. Dann erklang auch schon „If the Kids are United“, welches aus tausenden Kehlen mitgegröhlt wurde. Dann wurde es dunkel und die Band huschte auf die Bühne. Das neue, kürzere und längst nicht so spannungsaufbauende Intro erklang und mit „Harter Weg“ eröffneten die BROILERS ihre Show. Der Sound war anfangs etwas seltsam und Sammys Mikro viel auch öfter aus. Dürfte bei solch großen Shows eigentlich nicht passieren, man spielt ja nicht mehr im Juz nebenan für 5 Euro. Aber druff geschissen, die Band hatte Spaß und das sah man ihr an. Auch das Publikum ging gleich voll mit. Ach ja, das Publikum: Mittlerweile 90% Mainstream-Volk, ähnlich wie bei den Hosen und Ärzten. Die restlichen 10% bestanden aus seltsamen Grauzonen-Nazis, Bierzeltproleten mit Olibas und Skinheads, deren Blicken man ansehen konnte, was sie von Leuten wie uns halten. Bei „ An all den Schmutz“, dem Song gegen Rechts, wurden wir offen angepöbelt, als Martin E. in die NAZIS RAUS Sprechchöre mit einstimmte. Traurig aber wahr. Spätestens da war es mit meiner Vorfreude und Lust auf das Konzert vorbei. In unserem Nacken standen finstere Gesellen, die ständig pöbelten und provozierten. Den BROILERS kann man das nicht vorwerfen, die sind 100% konsequent in ihren Aussagen. Man kann ja nicht in die Köpfe kucken beim Eintritt. Diese Leute trugen völlig neutrale Klamotten. Die vereinzelten Krawallbrüder, Onkelz- usw. T-Shirts -tragenden Leute waren eher unauffällig in ihrem Verhalten. So mein Eindruck.<br />
Zurück zur Mucke: Auch alle älteren Lieder, die in recht hoher Anzahl gespielt wurden, sang Sammy Amara im Stil der neuen Scheibe: Ohne Rotz, sehr glatt. Nicht mal mehr das berüchtigte Eunuchen-Gejaule von der Vanitas hat er mehr in der Stimme. Das war schon recht gewöhnungsbedüftig. Auch wurden die meisten Songs umarrangiert mit vielen Bläsern und Orgelparts. Auch ältere Stimmungshits waren am Start (Paul der Hooligan, In 80 Tagen um die Welt, Verlierer sehen anders aus usw.) sowie einige Kracher der Lofi (Eine Nation, Hey Suburbia, Baccio il Mio&#8230;) und ansonsten natürlich fast die gesamte neue Platte. Auch die fürchterlichen Schnulzen. Bei einer band sich Sammy eine riesige Akustikgitarre um, hinter der nur noch sein Kopf zu sehen war. Kurioser Anblick, hehe. Über die Bühne verteilt hatten sie mehrere Scheinwerfer-Batterien, die im Laufe des Konzertes als BROILERS &#8211; Schriftzug blinkten. Deshalb also kein Backdrop mehr.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/Broilers-2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-5606" title="Broilers 2" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/Broilers-2-590x441.jpg" alt="" width="590" height="441" /></a><br />
Tja, meine Enttäuschung hielt sich in Grenzen, da das ja alles so zu erwarten war. Trotzdem machten wir uns nach dem letzten Song, noch vor den Zugaben vom Acker. Ich bereue, dass ich die BROILERS nie zu der Zeit live gesehen habe, als sie noch in kleinen Clubs und Juzis spielten. Wobei das Konzert letztes Jahr in Aschaffenburg im Clossaal noch recht angenehm war, mit ca. 500 Besuchern. Trotzdem gönne ich der sympathischen Truppe ihren Erfolg. Sie machen ihr Ding und das ist gut so. Sie werden viele neue Fans gewinnen und viele alte Fans verlieren. Das ist der Lauf der Dinge. Was mich tierisch ankotzt, sind die vielen Vollidioten, mit denen ich meine Lieblingsband teilen muss. Fuck off and die! Chris de Barg</p>
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		<title>DIE DORKS (21.05.2011 Simbach/Inn / Ziege)</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 15:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[CD Release-Party mit Die Dorks, Take Shit, The Higgeldy, Die Cafespione 
Nachdem die neue CD der DORKS nun schon seit ein paar Wochen erhältlich ist, haben die vier Bayern nun auch zur offiziellen CD-Release-Party im Gasthaus Ziege in Simbach am Inn geladen. Neben den DORKS sollten auch, unter anderem, die CAFESPIONE aus Erfurt auftreten. Leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CD Release-Party </strong><strong>mit Die Dorks, Take Shit, The Higgeldy, <span style="text-decoration: line-through;">Die Cafespione</span> </strong></p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-04.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5479" title="Dorks 04" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-04-300x422.jpg" alt="" width="300" height="422" /></a>Nachdem die neue CD der DORKS nun schon seit ein paar Wochen erhältlich ist, haben die vier Bayern nun auch zur offiziellen CD-Release-Party im Gasthaus Ziege in Simbach am Inn geladen. Neben den DORKS sollten auch, unter anderem, die CAFESPIONE aus Erfurt auftreten. Leider mussten diese den Auftritt aus logistischen Gründen recht kurzfristig absagen. Da auf die schnelle auch keine Ersatzband gefunden wurde, sollte das Konzert mit nur drei Bands stattfinden. Aber das sollte nur der erste von mehreren Rückschlägen an diesem Tag sein.</p>
<p>Gegen 17:30 erreichten wir bei herrlichem Sonnenschein den Veranstaltungsort und trafen auch gleich auf die Gastgeber. Ebenfalls zu gegen war ein Reporter der BR3-Sendung &#8216;Südwild&#8217;, der eine kurze Reportage über DIE DORKS drehen wollte. Man sammelte sich also auf dem Parklatz vor der &#8216;Ziege&#8217; zum gemütlichen Umtrunk, Hotdog-Konsum und lockerem Geplauder, während THE HIGGELDY ihren Soundcheck absolvierten. Mittlerweile waren auch die beiden Securities eingetroffen, die auf Anweisung der Stadt engagiert werden mussten. Nach nicht all zu langer Zeit bat uns dann der Wirt mit den Worten &#8216;kommt&#8217;s jetzt rein, i hob erst 3 Bia verkauft&#8217; freundlich ins Innere des rustikal ausgestatteten Veranstaltungsortes.</p>
<p>Es begannen THE HIGGELDY aus Neunburg v.W. und legten gleich mit ihrem krachenden Deutschpunk los. Ich muss sagen, seit dem ich die junge Band das letzte Mal gesehen habe, haben sich die Jungs enorm weiter entwickelt. Die Songs waren flott, mit Melodie und gesunder Härte ausgestattet. Leider war vor der Bühne noch nicht so viel los, wie es die Band eigentlich verdient gehabt hätte, aber wer konnte zu diesem Zeitpunk auch schon ahnen, dass dies auch die einzige Band bleiben sollte, die in der Ziege an diesem Abend aufspielen sollte.</p>
<p>Nachdem THE HIGGELDY ihr Set beendet hatte, war noch genug Zeit, da ja die CAFESPIONE abgesagt hatten. Also konnten wir nochmals etwas frische Luft schnappen, bis DIE DORKS auftreten wollten. TAKE SHIT sollten dann als Rausschmeißer spielen. Dies sollte sich jedoch  anders gestalten. Friedlich standen wir wieder außerhalb auf dem Parkplatz des Etablissements, als eine Konzertbesucherin aus dem nahe gelegenen Österreich ebendort rangieren wollte. Irgendetwas muss die Dame falsch gemacht haben und so fuhr die Gute etwas zu schnell und auch noch rückwärts genau auf die Menge zu. Einigen Personen gelang es auch noch zur Seite zu springen. Leider stand ich mit meinem ebenfalls angetrunken Gesprächspartner rücklings zu dem heran rauschenden Gefährt, so dass wir von dem Fuhrgerät unvorbereitet erfasst wurden. Während ich einen dumpfen Schmerz im linken Knie verspürte, ging mein Gegenüber sofort zu Boden. Als der Schmerz nach lies und ich wieder einigermaßen laufen konnte, hatte sich auch der Kollege wieder berappelt und lobte lautstark die Fahrerin für ihr geglücktes Attentat auf uns. Natürlich war neben dem Kneipier und den Gästen nun auch die pflichtbewusste Security &#8211; die sich als unerwartet freundlich und korrekt erwies &#8211; in heller Aufregung.  Und der nächste Schrecken sollte nicht lange auf sich warten lassen.</p>
<p>Nachdem die Sicherheitskräfte netter Weise davon ab sahen die Polizei zu rufen, fanden sich kurz darauf Vertreter des Ordnungsamtes ein, die von Nachbarn telefonisch dazu aufgefordert worden waren, uns den Spaß mal so richtig zu verderben. Zunächst sollte ihre Rechnung auch aufgehen. Denn es stellte sich heraus, dass der Wirt überhaupt keine Genehmigung eingeholt hatte, ein Konzert zu veranstalten. Warum die Stadt dann Securitys angeordnet hat &#8211; also von der Veranstaltung Bescheid wusste &#8211; bleibt ein Rätsel. Jedenfalls zog der Wirt den Schwanz ein! Somit war das Konzert erst mal abgesagt. Lizal von den DORKS war kurz vor&#8217;m Nervenzusammenbruch &#8211; nicht zu Letzt wegen der immensen Anstrengungen im Vorfeld.</p>
<p>Also beschlossen wir kurzer Hand, unseren Kram ein zu packen und an die Flussauen des Inn umzusiedeln. Mit einer Horde Punks, genügend Schnaps &amp; Bier und dem Equipment ging es also an den nahe gelegenen Strand. Natürlich folgte uns auch ein einsamer Streifenwagen. Die Besatzung des Fahrzeugs kam dann auch gleich auf uns zu und fragte, was wir denn vorhätten. Unsere ehrliche Antwort wurde erfreulicher Weise sofort positiv aufgenommen und durch Vorlage des Ausweises eines mutigen Freiwilligen wurde uns das nächtliche Open-Air an der Inn ganz unbürokratisch genehmigt. Welch glückliche Wendung.</p>
<p>Also wurde schnell das nötigste aufgebaut und die Anlage an einem improvisierten Aggregat über den Zigarettenanzünder des Mischers angeschlossen. Glücklicher Weise war auch der Reporter des Bayerischen Rundfunks noch vor Ort, der sich gefreut hat wie ein Schnitzel, da er nun wirklich authentische Aufnahmen bekommen sollte.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-01.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5480" title="Dorks 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-01-300x226.jpg" alt="" width="300" height="226" /></a>Nachdem die Anlage startklar war, begannen DIE DORKS die Wiese zu rocken. Da nur ein Gitarren-Amp zur Verfügung stand, beschränkte sich Lizal, deren Laune sich merklich gebessert hatte, auf das Mikrophon. Der Pöbel tobte auf der staubigen Wiese, dass es eine wahre Freude war und auch das mehrmalige Ausfallen der Anlage tat der nun überschwänglichen Stimmung keinen Abbruch. Nun sollten wir mit TAKE SHIT noch ein paar Lieder spielen, bevor DIE DORKS nochmals aufspielen sollten. Da nur eine Gitarre am Start war, blieb ich in der Beobachter-Rolle und überlies Wulf das Gitarrenspiel. Allerdings bekam auch ich nun Lust, selbst zu rocken. Zuerst spielten aber DIE DORKS noch ein paar Hits, stets unterbrochen von kurzen Stromausfällen, bevor auch ich mir den 6-Saiter umhängen durfte. Leider merkte ich nun, dass der Alkohol seinen Tribut gefordert hatte und so bestätigte mir unser Schlagzeuger Taube eine sehr eigenwillige Interpretation des SK-Klassikers &#8216;Gotha&#8217;. Leider fiel der Strom kurz darauf zum nächsten und letzten Mal aus, denn der Stromlieferant war am Ende seiner Möglichkeiten angelangt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-03.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5481" title="Dorks 03" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-03-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>Also wurde die Konserve aktiviert und die Party ging am Ufer des Inn, gleich gegenüber der historischen austrischen Gemeinde Braunau weiter bis in die frühen Morgenstunden. Zum Ende hat sich mal wieder eine Party, bei der zu erst vieles schief ging, in eine der, wie ich jetzt schon sagen kann, geilsten Punkrock-Partys des Jahres verwandelt, die jeden, der dabei war, nur begeistern konnte &#8211; und alle anderen hoffentlich neidisch macht!</p>
<p>Mirko</p>
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		<title>POPPERKLOPPER, TOXOPLASMA, SUPERBOND (07.05.2011 Bonn / Bla)</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 07:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn TOXOPLASMA mit den Kumpels von POPPERKLOPPER in der Nähe, nämlich im BLA in Bonn spielen, muss ich natürlich hin. Zudem wars das letzte Wochenende vom Plein in Freiheit, bevor er in den Eheknast einzieht. Also nach St. Paulis knapper Niederlage gegen Bayern, welche den Anstieg endgültig besiegelte, noch schnell den Präsi Mike abgeholt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn TOXOPLASMA mit den Kumpels von POPPERKLOPPER in der Nähe, nämlich im BLA in Bonn spielen, muss ich natürlich hin. Zudem wars das letzte Wochenende vom Plein in Freiheit, bevor er in den Eheknast einzieht. Also nach St. Paulis knapper Niederlage gegen Bayern, welche den Anstieg endgültig besiegelte, noch schnell den Präsi Mike abgeholt und ab auf die Autobahn nach Bonn.</p>
<p>Vorm BLA angekommen, wurden wir vorm Laden gleich von Toxo-Basser Glatzte mit den Worten „ihr steht drauf“ empfangen. Prima, danke Wally für die Gästelisteplätze! War nämlich schon lange ausverkauft. Das BLA ist eine kleine, feine Musikkneipe mitten in Bonn, die maximal 150 Leute fasst. Und damit ist das Ding Bombenvoll. So auch am heutigen Abend. Als wir den Laden betraten, spielten SUPERBOND gerade ihre letzte Zugabe. Lustigerweise ein TOXOPLASMA-Cover, ich meine es war Ordinäre Liebe. Über Sinn und Unsinn ein Cover des Headliners zu spielen, könnte man freilich stundenlang diskutieren. In dem Fall will ich es mal durchgehen lassen, da SUPERBOND eine Sängerin haben und somit eine ganz eigene Interpretation dar boten. Bei praller Hitze, die auch abends um 21 Uhr noch locker anhielt, hielt sich ein Grossteil der Gäste während der Vorgruppe noch vorm Laden auf.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Popperklopper-01.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-5372" title="Popperklopper 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Popperklopper-01-590x331.jpg" alt="" width="590" height="331" /></a><br />
Als nun POPPERKLOPPER die Bühne betraten, sah das schon anders aus. Die Jungs wohnen und wohnten ja fast alle schon mal in Bonn und haben somit ein Heimspiel. Wenn sie bloß nicht immer solange Soundchecken würden… Na ja, heute hielt es sich mit 15-20 Minuten noch in Grenzen. In der Vergangenheit haben sie auch gerne schon mal 45 Minuten mit Gedöns verplempert… Ich sach nur Schifftour… Tja, für die KLOPPER ist es mittlerweile auch schon schwer, für eine 40 Minuten-Show Songs auszuwählen. Hit an Hit kann ich euch sagen. Der Laden war nun schon ziemlich voll, verschwitzte Körper überall. Dabei waren u.a. No Chance, Frust, Leben im KZ, Deine Augen, mit abgewandeltem Text, der Bald-Ehemann Plein gewidmet war, („ ich lieb dich nicht, weil du fett, alt und asozial bist…“) 1000 Opfer, und natürlich einige Songs von der neuen Platte, die Live auch sehr gut rüberkommen. Das GIRLSCHOOL-Cover „Emergency“ durfte natürlich auch nicht fehlen und wurde überschwänglich abgefeiert. Die letzte Zugabe wurde leider Opfer der Technik, weil Carstens alter Laney abrauchte. Zum Glück erst vorm allerletzten Song. Somit nahm eine klasse Show ein etwas abruptes Ende. So, jetzt schnell noch mal raus an die frische Luft, bevor TOXOPLASMA den Laden endgültig in eine Sauna verwandelten.<a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Popperklopper-01.jpg"><br />
</a><br />
So sollte es auch sein. Vom ersten Ton des Standart-Openers SOS an, war die gesamte Bude außer Rand und Band. Das überwiegend etwas ältere Publikum drehte in der engen Bude vollkommen durch. Im gesamten Raum standen die Leute wie die Ölsardinen gequetscht aneinander und ließen sich trotzdem nicht von einem amtlichen Blutpogo abhalten. Immer mehr Leute versuchten sich noch nach vorne zu quetschen. Das war teilweise schon recht gefährlich, zumal ein paar recht kleine Frauen da mittendrin steckten. Tja, zur Show bleibt nicht all zu viel zu sagen, außer: Grandios! Natürlich Hit an Hit aus jeder Epoche der Band, wobei die Songs der 80iger Besetzung natürlich etwas dominieren. SOS, 1982, Die Bombe, Gut und Böse, Leben verboten, Deutsch in Kaltland, alles dabei. Leider musste ich nach etwa 20-30 Minuten den Laden verlassen. Es war mir einfach zu eng, warm und ungemütlich. Faktoren die im Vollsuff wurscht sind, aber heute war ich Fahrer und demnach leicht angenervt. Vom Vorraum aus sah ich mir die Show zu Ende an und die letzten Töne hörte ich mir sogar nur noch von der Strasse an. Mindestens 5 neue Songs waren auch wieder im Programm, die das sehnsüchtige Warten auf das neue Album noch etwas schwerer machen.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Toxoplasma.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-5373" title="Toxoplasma" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Toxoplasma-590x331.jpg" alt="" width="590" height="331" /></a><br />
Die neuen Songs hauen etwas in die 80iger-Kerbe, im Soundgewand von heute versteht sich. Man darf gespannt sein! Textlich ist Wally wie eh und je erste Liga, keine Frage.  Auch draußen bekam man die volle Dröhnung noch mit. Das ist auch der Grund, weshalb Konzerte im BLA nur von 19.30 bis 23 Uhr laufen. Nach einigem Smalltalk mit diversen anwesenden Bekannten, gings um 0.00 Uhr schon wieder Richtung Heimat. Nach einer Tingeltour über Millionen Mosel und Hunsrück-Käffer, wo meine Mitreisenden Plein, Mike und Floppy entsorgt wurden, kam ich gegen 3.00 Uhr zu Hause an. Mit gewaltigem Ohrensausen schlief ich irgendwann ein. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann…..</p>
<p>Chris</p>
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		<title>THE POPS (20.01.2011 Hannover / Capitol)</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 13:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[Es muss nicht immer Punkrock sein, dachte ich mir, als ich meiner besseren Hälfte zum Geburtstag eine Karte für eine Band namens THE POPS schenkte, die auch unter dem Namen Familie Popolski bekannt ist. Dass die Band selbst von manchen Verhaltensweisen diverser Punkrocker gar nicht so weit entfernt ist, war uns bereits aus Funk und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss nicht immer Punkrock sein, dachte ich mir, als ich meiner besseren Hälfte zum Geburtstag eine Karte für eine Band namens THE POPS schenkte, die auch unter dem Namen Familie Popolski bekannt ist. Dass die Band selbst von manchen Verhaltensweisen diverser Punkrocker gar nicht so weit entfernt ist, war uns bereits aus Funk und Fernsehen bekannt. Sorgen machte uns nur das Publikum, denn ich für meinen Teil, teile den Konzertsaal nur ungern mit irgendwelchen Spießbürgern oder sonstigem Gesox aus feinen Herrschaften. Um der Sache entspannter entgegenzusehen, kippten wir 2 Halbe auf die trockene Kehle und spülten mit einem Magenbitter nach (der beruhigt so herrlich und wärmt zugleich).</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-02.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4529" title="Pops 02" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-02-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a>Dann ging´s auf direktem Wege ins Capitol, vor dem schon eine kleine Schlange auf den Einlass wartete. Da standen wir also nun, zwischen den überwiegend gut gekleideten Besuchern und hofften insgeheim, dass die Hütte nicht ganz so voll werden würde. Noch einmal kurz Beine auseinander, Hände hoch und von einem Gorilla abtasten lassen, schon waren wir drin in der guten Stube. Am Kassenhäuschen begrüßte uns ein großes Schild &#8211; AUSVERKAUFT! War also nichts mit dem Wunschdenken von etwas mehr Freiheit im Konzertsaal. Keine Ahnung was ins Capitol reingeht? 800 bestimmt, angefühlte hat es sich aber wie 1.800. Ein paar Bierchen an der Theke bestellt (ich glaub, 4 Euro für´n halben Liter Pils ist Standart, oder?) und dann mal das Revier markiert. Direkt vor der Bühne wurden wir in ein Gespräch mit einer älteren Dame verwickelt, na ja, was heißt alt, so ne´ Alt-68igerin halt. Ne´ ziemlich lockere und soziale Lady, die sich nicht scheute, brisante Themen wie z.B. freie Liebe oder wilde Ehe anzusprechen. Ich bin ja keineswegs prüde, aber aus dem Mund einer ca. 60jähigen klang das irgendwie befremdlich. Aber höflich wie man ja ist, hörte man geduldig zu und gab seinen Senf dazu. Politisch war sie auch sehr gebildet und interessiert, ich konnte ihr sogar noch entlocken, bei welcher Partei sie immer ihr Kreuzchen macht, obwohl ich die Antwort natürlich insgeheim schon wusste. Es waren natürlich &#8211; Die Grünen! Vor lauter Laberei merkten wir gar nicht, dass der Saal sich hinter uns immer mehr füllte. Tja, da standen wir wie die Groupies in der ersten Reihe und kamen nicht mehr weg. Wollten wir auch gar nicht mehr, denn wir hatten den besten Blick auf die Bühne und ein paar zusätzliche Bierchen haben unsere Verspanntheit völlig gelöst, leider aber auch die Blase bis zur obersten Markierung gefüllt, so dass die ersten Tröpfchen ans Tor zur Harnröhre klopften. Ich weiß zwar nicht, ob meine folgende Tat nun als assig zu bezeichnen ist, aber mit ein paar geschulten Handgriffen, war der eben geleerte Bierbecher wieder gefüllt, nur eben nicht mit Bier. So, und jetzt aber alle Augen Richtung Bühne, denn THE POPS brachten diese mächtig zum wackeln.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-03.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4530" title="Pops 03" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-03-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>THE POPS oder DER FAMILIE POPOLSKI, dass ist Kabarett und Polka Pop/Rock gleichzeitig. Kopf der Truppe ist ACHIM HAGEMANN, der als Komponist für die meisten Stücke von HAPE KERKELING verantwortlich ist, also fast immer der Mann war, der aus dem Hintergrund agierte. Falls sich noch einer an den Pianisten aus Kerkelings “Hurz“ Sketch erinnert, dass war er, der Herr Hagemann. Er hatte angeblich keinen Bock mehr auf zuviel Rummel, wollte einfach nur Musik machen und das am liebsten in kleineren Hallen, also weg vom Mainstream Richtung Underground, so der aktuelle Tratsch im Publikum.<br />
<a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-04.jpg"><br />
</a><br />
<a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-04.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4531" title="Pops 04" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-04-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a>Es mag für den schlecht informierten Bebachter so aussehen, als würden THE POPS bekannte Lieder aus der Welt der Pop- und Rockmusik covern, aber in Wahrheit sehen sie sich, also die Familie Popolski, als wahre Erfinder der Popmusik, denen die eigentlichen Urheberrechte der ganzen Top-Hits geklaut und deren Stücke von großen Musikproduzenten anschließend verhunzt wurden. So war es auch nicht verwunderlich, dass ein Bild von Dieter Bohlen, welches während der Show an die Wand projiziert wurde, mit Pfiffen und Buhrufen belegt wurde. Und ehrlich gesagt, hören sich die Version der polnischen Musiker, die noch wert auf polnischen Akzent und polnische Lebensfreude legen, um Längen besser an, als die falschen Versionen, mit denen uns die Rundfunk- und Fernsehanstalten belästigen. Interessant anzusehen sind die einzelnen Charaktere der Musiker, die ihre Rolle auch schauspielerisch perfekt meistern. Musikalisch gibt’s sowieso nichts zu meckern, klar, es ist natürlich kein Punkrock, aber die Umsetzung manche Stücke ist gar nicht so weit davon entfernt. Die schnellen Polka Stücke erinnern ein wenig an die LENINGRAD COWBOYS, auch ein Hauch von ELÄKELÄISET weht mir um die Ohren. Es ist halt trinkfreudige Partymucke, aber mit Anspruch und Professionalität.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-05.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4532" title="Pops 05" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-05-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a>Das gilt auch für´s Wodka trinken, denn der gehört bei einem Auftritt einer polnischen Band (die allerdings aus Deutschland kommt) dazu. Angestoßen wird mehrmals, auch mit dem Publikum, dem 3 große Tabletts mit Wodka gereicht wurden. Ich würde mal sagen, das sich THE POPS gut 2 Stunden den Arsch abspielten und noch ne´ halbe Stunde Zugaben hinterher schoben. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß und die meisten Besucher waren dann doch nicht ganz so schlimm, wie ihre Kleidung erst vermuten lies. Aber wer sich diese Art von Kabarett reinzieht, der musst auch wenigstens ein bisschen durchgeknallt sein. Vielleicht so wie das nette Mädel neben uns, für die das bereits das siebenunddreißigste Konzi war, das sie von dieser Band besuchte. Das nenn ich mal einen eingefleischten Fan. Danach ging es noch mit RASTA KNAST Atti, der ebenfalls mit seiner Rolle als Besucher beim Konzert glänzte, und seiner Gang in irgendeine Kneipe. Mit Bier und Jägermeister hatte der Abend begonnen, mit Bier und Jägermeister wurde er beendet, so was nennt man dann wohl einen runden Abschluss.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-01.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-4528" title="Pops 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-01-590x375.jpg" alt="" width="590" height="375" /></a></p>
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		<title>HAGBARD CELINE , SCHEISSEGAL, LOCHFRASS, BUTCHER BABES (22.01.2011 A &#8211; Klagenfurt / Volxhaus)</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 13:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem alle vorigen Versuche aus irgendwelchen Gründen gescheitert waren, stand nun unser erster Gig im Land der Berge, in Österreich an. Via Myspace, als man dieses noch ohne Nervenzusammenbruch nutzen konnte, entstand der Kontakt zu MAFFEK THE TURTLE, Sänger der Klagenfurter Band SCHEISSEGAL. Der Name Maffek TT sollte uns noch Stundenlang die Zeit auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Klagenfurt-01.bmp"><img class="alignright size-full wp-image-4520" title="Klagenfurt 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Klagenfurt-01.bmp" alt="" width="324" height="460" /></a>Nachdem alle vorigen Versuche aus irgendwelchen Gründen gescheitert waren, stand nun unser erster Gig im Land der Berge, in Österreich an. Via Myspace, als man dieses noch ohne Nervenzusammenbruch nutzen konnte, entstand der Kontakt zu MAFFEK THE TURTLE, Sänger der Klagenfurter Band SCHEISSEGAL. Der Name Maffek TT sollte uns noch Stundenlang die Zeit auf der zweimal zehnstündigen Fahrt vertreiben, dazu später mehr.</p>
<p>Um 8 Uhr Morgens gings also von Graach aus los. Nachdem Gerdis Mondeo voll geladen war, gings erstmal ab nach Luxemburg um voll zu Tanken und noch nen 20Liter &#8211; Kanister zu  bunkern. Dieser Plan sollte sich noch als sehr weise erweisen, man kennt ja die Spritpreise in Schland. Um zehn Uhr gings dann wirklich los Richtung Ösiland. Mit allerhand Spekulationen, wie MAFFEK THE TUTRLE zu seinem Namen gekommen sein könnte, vertrieben wir uns die Zeit. Wir kamen vorerst zu dem Schluss, das es sich hier um Fans der Teenage Mutant Hero Turtles handeln muss und das Kumpels von Maffek wahrscheinlich Splinter, Shredder, April usw. heißen würden. Außerdem hatten wir natürlich die obligatorischen Tourzeitschriften, wie BRAVO, Intouch, RockHard, Ox, BILD usw. an Bord. Nach einer ansonsten unspektakulären zehnstündigen Fahrt, die nur durch Stopp and Go bei München unterbrochen wurde, kamen wir schließlich um 20 Uhr beim Volxhaus in Klagenfurt an.</p>
<p>Als erstes musste natürlich MAFFEK gefragt werden, wie er zu seinem Namen kam. Der Verstand natürlich nur Bahnhof, erzählte uns aber später auf dem Weg zum Schlafquartier folgende abenteuerliche Story dazu: „ Ja also, wir waren irgendwo unterwegs, betrunken natürlich, und ich sah an diesem Tag aus wie eine Schildkröte. Auf einmal rief ich, ich bin Günter Maffek!“ So ungefähr kam es also zu dem Namen MAFFEK THE TURTLE. Wie gesagt führte das zu einiger Erheiterung bei uns. Tja, dann fing auch gleich schon das Konzert an.</p>
<p>Den Opener machte Maffeks Band SCHEISSEGAL. Wie alle Vorgruppen spielten sie schrammeligen 80iger Punk. Aufgrund des schlechten Sounds, auf den wir später noch mal zu sprechen kommen, kann ich leider keine Details über die Texte verzapfen. Auf Deutsch wurde glaube ich gesungen.</p>
<p>Danach war eine Girl-Band an der Reihe, die glaube ich BUTCHER BABES hieß und aus Graz kam. Auch sie spielten schönen rotzigen 80iger Punk. An Texten kann ich mich nur an einen Song namens „Eine Badewanne voller Sex“ erinnern, bei dem der Text ausschließlich aus Gestöhne bestand. Alle drei Damen bedienten auch das Mikro und lieferten ne coole RiotSrapsGirl Performance ab. Coole Scheisse!</p>
<p>Auch die nächste Band, LOCHFRASS aus Berlin, lieferten schönen rotzigen 80iger Punk ab. Leider litten auch sie unter dem katastrophalen Sound, so dass ich auch hier nichts genaueres berichten kann.</p>
<p>Tja, der Sound. Im Volxhaus steht eine richtig fette Anlage zur Verfügung, doch leider war niemand vor Ort, der sie bedienen konnte. Zwei Kumpels von Maffek aus Graz, die wir auf die Namen Bibop und Rocksteady, die beiden Bösewichte von den Hero Turtles tauften, übernahmen das Abmischen der Bands. Leider waren die beiden „Warzenschweine“, wie wir sie nannten (remember, Hero Turtles, die Bösewichte) völlig überfordert. Bei den Vorgruppen kam zwar zumindest vorne was raus, aber von der Bühne war des Öfteren mal Gepfeife und Gedröhne zu hören.</p>
<p>Nun waren wir an der Reihe. Nach etwas Umbauerei legten wir los mit „Schicksalslauf“. Das Unheil auf der Bühne nahm seinen Lauf. Aus den Monitoren kam entweder ohrenbetäubender Lärm oder gar nix raus. Und das im ständigen Wechsel das ganze Konzert über. Auch viel des Öfteren der Gesang mal ganz aus. Egal, wir sind ja einiges gewöhnt. Natürlich mussten sich die beiden Warzenschweine am Mischpult, von denen eines bereits am schlafen war, einiges von uns anhören. Wir machten das Beste draus und ließen ansagenmäßig schön die Sau raus. „Hallo hier in der Schweiz! Wisst ihr was Weißfluß ist? (hat Maurus von der Dr.Sommer Seite aus der Bravo aufgeschnappt)“. Die Maffek the Turtle-Story wurde natürlich auch noch mal ausgeschlachtet. Trotz des miesen Sounds war es ein cooles Konzert, die ca. 50 noch stehfähigen Kids hatten auf jeden Fall Spaß und wir auch! Wir zogen unser derzeitiges Best Of Programm durch und ließen uns von diversen Aussetzern der Anlage nicht beirren. Unser neuer Bassist Gerdi ließ sich auch nicht beirren und rockte seine dritte Show mit uns souverän runter. Vehement gefordert wurde die ganze Zeit unser Song „Brennnesseln“, der  dann gegen Ende des Sets auch ordentlich abgefeiert wurde, mit Leuten auf der Bühne, Stagediving usw.</p>
<p>Zu erwähnen noch der Punk, der mir die ganze Zeit meine Texte auf der Bühne ins Ohr brüllte, aber immer kniff, als ich ihm das Mikro überlassen wollte. Der arme wurde natürlich mit massig dummen Sprüchen von mir gewürdigt. Tjo, was soll ich noch sagen, war trotz des miesen Sounds ne coole Show, die Spaß gemacht hat. An unserem Verkaufsstand, den wir bis zu Beginn unseres Gigs aufgebaut hatten, wurde auch fleißig eingekauft, was die spärliche Bandkasse bei diesem Trip doch erheblich aufgebessert hat. Da ging so mancher Ladenhüter, den wir im Laufe der Jahre gegen unsere CDs eingetauscht haben, noch über den Tresen. Maurus versuchte noch fieberhaft, von den österreichischen Mädels Informationen über Weißfluß zu bekommen. War schon ein  kurioser Anblick: Maurus steht vor nem Haufen Leute, die auf Sofas vorm Klo rumlümmeln und predigt wild gestikulierend über Weißfluß. Und alle hörten gebannt zu! Grandios.</p>
<p>Der Rest ist wieder recht unspektakulär. Wir wurden zu Maffeks WG gebracht, wo wir noch 3 Stunden gepennt haben und um 6 Uhr Morgens gings schon wieder Richtung Heimat. Zu erwähnen bleibt noch Maffeks Angebot, uns an seinem „vollen“ Kühlschrank zu bedienen. Der Blick hinein löste bei mir später etwas Verwunderung aus, denn drin war, bis auf ein Glas Marmelade, Ketchup, Majo &#8211; nichts! Wir brachten noch schnell Maffeks Wohnungsschlüssel zum Laden, wo auch um halb 7 Morgens noch gesoffen wurde. Die Einladung „bleibts doch noch a biserl“, lehnten wir jedoch dankend ab. Die angebotenen Dösen Ösi-Bier verschwanden irgendwo im Auto und ab gings auf die Piste. Zu erwähnen bleibt mir noch, dass wir neben dem regulären Maut für die Autobahnen (7,90 Eu) noch zweimal 9,50 Eu für die Durchfahrt durch den Tauern-Tunnel berappen mussten! Der Spritpreis hingegen liegt in Österreich 20 Cent unter dem in Deutschland, so dass wir Tank und Kanister dort natürlich wieder voll machten. Auf den Autobahnen in Österreich ist der Sprit übrigens genauso teuer wie bei uns!! Vielleicht ist es mal interessant zu Erwähnen, das uns der Trip (ohne Verpflegung usw.) „nur“ 237 Euro Sprit und Maut gekostet hat! Und das bei einer Tour über 2000 Kilometer! Das nur am Rande, als Ermutigung. Die Unkosten konnten wir mit der Gage und Merch-Verkauf decken. Mehr nicht, aber darum geht’s ja nicht. Das vielleicht mal zum Thema Gagen, hehe.</p>
<p>Eins muss ich noch erwähnen: Da das Scheißhaus im Volxhaus defekt war, durfte ich im Partei-Büro der KPÖ (kommunistische Partei Österreichs) mein Geschäft erledigen! Cool, oder?  Der Rest ist Geschichte, mit viel dummen Gelaber vertrieben wir uns die zehnstündige einfahrtHeimfahrt, die etwas schneller ging als die Hinfahrt. Für mich war es auch mal ne Erfahrung, meinen Geburtstag im Auto zu verbringen. So blieb mir der Besuch meiner Freunde erspart und somit das Aufräumen unserer Bude, hehe. Das wird natürlich nachgeholt, aber das ist eine andere Geschichte. Vielen Dank und beste Grüsse an Maffek the Turtle, die Warzenschweine, Lochfrass, Scheissegal, Butcher Babes! Wir sehn uns! Und hier zu guter Letzt noch ein Gewinnspiel: Wer als erster als Kommentar postet, was „WEISSFLUSS“ ist, gewinnt eine handsignierte CD von HAGBARD CELINE!</p>
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		<title>TOXOPLASMA (15.01.2011 Neuwied / Trix)</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 09:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn TOXOPLASMA zu einem spontanen Testkonzert für ihre neuen Songs einladen, muss ich natürlich dabei sein, ist doch klar. Also gings am Samstagabend, noch etwas verkatert vom eigenen Gig am Tag zuvor im AZ Mülheim, ab nach Neuwied, was auch die Heimatstadt von Toxo-Wally ist. Das Trix ist ein winziges Bistro mir ner winzigen Bühne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Toxoplasma-01.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4463" title="Toxoplasma 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Toxoplasma-01-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Wenn TOXOPLASMA zu einem spontanen Testkonzert für ihre neuen Songs einladen, muss ich natürlich dabei sein, ist doch klar. Also gings am Samstagabend, noch etwas verkatert vom eigenen Gig am Tag zuvor im AZ Mülheim, ab nach Neuwied, was auch die Heimatstadt von Toxo-Wally ist. Das Trix ist ein winziges Bistro mir ner winzigen Bühne in der Ecke neben dem Tresen. Natürlich war die Bude schon gerammelt voll, als wir eintrudelten. Mit an Bord waren noch die beiden anderen Hagbard-Assis Maurus und Gerdi. Jede Menge ganz junge Kidpunks sowie einige Altpunks waren am Start. Hat die Jugend etwa doch noch so was wie Geschmack? Ich glaube ich habe kein einziges KRAWALLBRÜDER oder FREI.WILD T-Shirt gesehen. Gibt’s doch gar nicht? Gibt’s doch! Vermutlich ist unsere Szene inzwischen wirklich in zwei Lager gespalten. Leute, die sich noch Gedanken machen und Loite, die stumpf jeden Dreck konsumieren. Aber das ist definitiv eine andere Geschichte. Heute wollen TOXOPLASMA zeigen, wo der Hammer hängt und das ist gut so. Kurz noch mit Wally geplaudert und für die Gästelisteplätze bedankt, dann gings auch schon los. Guten Abend wir sind TOXOPLASMA und wir kommen von hier!</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Toxoplasma-02.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4464" title="Toxoplasma 02" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Toxoplasma-02-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Der klassische Opener jedes Toxo-Konzertes SOS kam noch etwas langsam. Trotzdem explodierte sofort die Luft und die Bude war am Wackeln. Augenblicklich stieg die Temperatur um gefühlte 20 Grad in dem winzigen Laden und das Wasser tropfte von der Decke. Hit an Hit reihte sich aneinander und wurde gnadenlos mitgegröhlt. Die neue Toxo-Besetzung hat echt Feuer im Arsch, da ist noch einiges zu erwarten. Inzwischen sind ja noch Bassist Stefan und Wally (der logischerweise bei jeder Besetzung dabei war, denn Wally ist TOXOPLASMA) von der Original 80iger Besetzung am Start, sowie Hermann von den BUBONIX an den Drums und Jungspund Boris an der Gitarre. Boris ist inzwischen ein absolut würdiger Toxo-Gitarrist, keine Frage. Natürlich deckt diese Besetzung ein anderes musikalisches Spektrum ab, als die 90iger Jahre Besetzung. Trotzdem passt hier alles und es klingt einfach nach TOXOPLASMA. Gleich bei den ersten Songs flog mehrmals das Gitarrentopteil in die Ecke, so dass immer mal die Gitarre ausfiel. Nach einigen Umbauaktionen mit Klebeband usw. gings aber immer zügig weiter. Hier die mehr oder weniger komplette Setliste: SOS, Gut und Böse, Deutsch in Kaltland, Pass dich an, Weltverbesserer, Arschkriecher, Leben verboten, Ordinäre Liebe, Die Bombe, Asozial, Schwarz rot braun, Allesfresser, Polizeistaat, 1982. Noch Fragen?</p>
<p>Die ca. 6 neuen Songs, von deren Namen ich mir nur CDU und VORBEI merken konnte, die mit untergemischt wurden, fügten sich nahtlos ein. Von der kommenden Platte kann man einiges erwarten! Natürlich liegt der Schwerpunkt dieser Toxo-Besetzung auf den 80iger Jahre Songs, auch die neuen Songs hauen in diese Kerbe. Trotzdem kommen auch die eigentlich Metal-lastigeren Songs der 90iger Besetzung super rüber. Tja, was soll ich sagen. Ne äußerst kurzweilige knappe Stunde Punkrock, von dem sich viele der heutigen Bands ne dicke Scheibe abschneiden können. Liebe Kinder, gründet bitte trotzdem weiter Punkbands!</p>
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		<title>DRITTE WAHL + POPPERKLOPPER + YOUR INNER DURDEN (10.12.2010 in Leiwen, Club Monopol)</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 09:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Da ich heute keine Lust zu saufen hatte, bot ich mich als Fahrer an. Das ist die beste Methode, dem Vorsatz, nix zu trinken, treu zu bleiben. Also geschwind Videocamera und Anja eingepackt, in Bernkastel noch Tuffi und Katja abgeholt und ab nach Leiwen ins Monopol, das bereits an anderen Stellen erwähnte ehemalige Hallenbad. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich heute keine Lust zu saufen hatte, bot ich mich als Fahrer an. Das ist die beste Methode, dem Vorsatz, nix zu trinken, treu zu bleiben. Also geschwind Videocamera und Anja eingepackt, in Bernkastel noch Tuffi und Katja abgeholt und ab nach Leiwen ins Monopol, das bereits an anderen Stellen erwähnte ehemalige Hallenbad. Der Winter hatte mal kurz ein Einsehen, so dass wir locker über schneefreie Pisten in Leiwen eintrudelten. Da ich mich von den Konzertveranstaltertätigkeiten etwas zurückgezogen habe, trudelten wir auch erst um 21 Uhr dort ein. Alle bekannten Gesichter natürlich schon da und gut drauf. Ziemlich schnell gingen mir die ganzen Suffis auch schon auf den Keks, aber das ist ja normal, wenn man nüchtern ist. Hab ich mich ja dran gewöhnt, als ich ein Jahr trocken sein musste, wegen MPU usw. Inzwischen geh ich eh nur noch zu speziellen Anlässen saufen, das Alter… aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/12/Your-Inner-Durden.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4247" title="Your Inner Durden" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/12/Your-Inner-Durden-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>YOUR INNER DURDEN begannen bereits ihr Set, während ich in der Ecke hinterm Mischpult die Videocamera aufbaute. YID hatten die in Leiwen etwas undankbare Aufgabe, den Abend zu eröffnen. Der gepflegte Moselaner kriecht in der Regel erst gegen halb elf aus seinem Loch. Aber es waren doch schon einige Leute im Saal, die YID auch angemessen abfeierten. Der flotte Fünfer mit seinen melodischen Punkrocksongs regte schon das ein oder andere Tanzbein an. Oder wie Weissen es nennt, California-Streetpunk. Sie spielten soweit alle Songs von ihrem Debüt-Album, die ich natürlich nicht mit Namen kenne, is ja kein Deutschpunk, haha.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/12/Popperklopper.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4248" title="Popperklopper" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/12/Popperklopper-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Tja, dann waren schon DIE POPPERKLOPPER dran. Wie immer nahmen sich Carsten und die Jungs endlos viel Zeit für den Soundcheck. Das nervt manchmal ein bisschen, aber gut Ding braucht halt Weile. Nach ner gefühlten halben Stunde ging´s dann endlich los. Hit an Hit sag ich euch! Die Klopper sind inzwischen Live echt ne Macht. Bombensound und Spielfreude pur. Zum Glück gab´s auch überwiegend deutsche Songs, bei denen das Publikum auch gleich eskalierte, wobei bei den englischen Songs eher Funkstille herrschte. Viele der besten Klopper-Songs waren am Start, u.a. 1000 Opfer, Frust, Leben im KZ, Deine Augen (kommt erst seit der Schifftour live, früher nie!) No Chance, Die kalte Stadt, usw., sowie natürlich einige Kracher von der neuen Platte. Die kenn ich noch nicht mit Namen, hehe.  Ich bekomm sie natürlich nicht alle zusammen. Am Schluss gab´s noch Cover von VKJ und Razzia und Bulle Bulle, was man sich auch hätte sparen können, hehe. („hey you copman, you make me insane..“) Weissen und Plein sprangen natürlich laufend auf die Bühne und enterten das Mikro von Basser Pöppel, was etwas nervig war, denn die beiden singen grundsätzlich den Text falsch, wenn sie so was tun. Wieder mal ne Klasse Show der POPPERKLOPPER, ich freu mich schon auf Punk im Pott, da werd ich sie mir von hinter der Bühne genüsslich reinziehen. Sehr gelungen ist auch die Videoaufnahme, das komplette Set passte drauf und hat ne prima Soundquali. Wird der ein oder andere sicher mal als Raubkopie absahnen, hehe.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/12/Dritte-Wahl.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4249" title="Dritte Wahl" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/12/Dritte-Wahl-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Jo dann ohne viel Gedöns DRITTE WAHL. Ne fette Lasershow ham die Jungs angeschleppt. Ob das nötig ist, bleibt zu diskutieren. Fast 2 Stunden rockten die Jungs ein solides Set runter. Ich glaube, genau wie auf der neuen Platte, wird hier aber ein Gang zurückgeschaltet. Ich glaube Gunnars Gitarre ist längst nicht mehr so verzerrt, wie bei früheren Live-Shows. Das ganze kam etwas rockiger und poppiger rüber. Kann natürlich sein, das die gespielten neuen Songs diesen Eindruck auslösten, die teilweise nach Hosen, Udo Lindenberg und was weiß ich klingen, aber nicht nach DRITTE WAHL. Auch waren plötzlich merklich weniger Leute im Saal, als bei den Kloppers und der Sound war nicht so wuchtig. Dennoch kamen soweit alle Hits, die auch gebührend gefeiert wurden. Z.b. Halt mich fest, Bad K., Und jetzt, NVA, Sonne und Meer, Schaum auf der Ostsee, und einige neue wie Keine Angst, Wo ist mein Preis usw. So komische Kinderlieder von der neuen Platte („ Oh Mama hol den Hammer, die fette Fliege sitzt wieder auf dem Kopf von Papa&#8230;“) sparte man sich zum Glück. Am Schluss kam noch der Synthi zum Einsatz.  Ich war dank Alkoholmangel inzwischen müde und zog mir das ganze von weiter hinten rein. Bei den letzten Songs der Show nahm ich die Camera vom Stativ und ging noch etwas durch die ersten Reihen, wobei noch die ein oder andere lustige Szene zustande kam. Natürlich der Weissen wieder auf der Bühne und stimmt das Lautern-Lied an („wir sind die Lautrer, wir hassen Mainz&#8230;“). Gunnar, der gerne Zugaben spielen wollte, fand´s auch nicht ganz so lustig, hehe. Bleibt noch zu erwähnen, dass auch das Set von DRITTE WAHL komplett auf die Kassette passte und echt ne coole Erinnerung ist. Der Rest ist unspektakulär. Ab nach Hause und ins Bett…</p>
<p>Chris de Barg</p>
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		<title>LAK, POPPERKLOPPER, ALARMSIGNAL, HAGBARD CELINE (30.10.10 in Bernkastel-Kues / Mosel-Schiffstour)</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 08:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Agnes</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein bisschen mehr Freizeit durch eine Krankschreibung ermöglicht mir auch mal wieder etwas Zeit für einen kleinen Bericht von “vor der Bühne“. In diesem Fall trifft die Bezeichnung “von Bord“ aber wohl besser zu, denn die Moselpunx HAGBARD CELINE feierten 10jähriges auf der Mosel. Dazu wurde ein 2stöckiges Schiff gemietet, ein paar befreundete Bands eingeladen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein bisschen mehr Freizeit durch eine Krankschreibung ermöglicht mir auch mal wieder etwas Zeit für einen kleinen Bericht von “vor der Bühne“. In diesem Fall trifft die Bezeichnung “von Bord“ aber wohl besser zu, denn die Moselpunx HAGBARD CELINE feierten 10jähriges auf der Mosel. Dazu wurde ein 2stöckiges Schiff gemietet, ein paar befreundete Bands eingeladen und eine streng begrenzte Kartenanzahl unters Volk gebracht. Wenn ich es am Rande richtig mitbekommen habe, waren um die 200 Karten auf dem Markt, mehr durften wegen irgendwelcher Sicherheitsauflagen nicht verkauft werden, und die gingen auch weg wie warme Semmeln. Klar, wann hat man schon mal die Möglichkeit auf einem Kutter, der ansonsten Touristen über die Mosel fährt, ne´ Halligallidrecksauparty zu feiern. So blieben also einige Interessenten an Land zurück, aber zu den Landratten zählten wir glücklicherweise nicht, höhö.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-01.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3757" title="Schiffstour 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-01-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Unser Mobil rollte bereits gegen zwei Uhr durch die Berg- und Tallandschaft der Moselregion in Bernkatel-Kues ein, rund um uns herum standen in fein säuberlichen Ranken ca. so viele Liter Wein, wie die Mosel Wasser hat, das gab uns schon mal ein gutes Gefühl. Veranstalter und HAGBARD Goldkehlchen Chris hatte uns bereits alle Türen seines kleinen Schlösschens mit der aufgesprühten Graffiti Hausnummer 11 geöffnet und wir konnten walten und schalten wie wir wollten. So schalteten wir seine Dusche und seinen Fernseher ein und testeten Veggie-Schnittchen, Energie Drinks, Bier und Betten. Gegen 16 Uhr machten wir uns dann langsam auf dem Weg zum Moseldampfer, den wir uns viel kleiner vorgestellt hatten. LAK standen kurz vorm Soundcheck und testeten schon mal die Flüssignahung. Nach und nach füllte sich der kleine Hafen mit bunten Leuten und wenig später war auch schon Einlass. Gut für einige Leutchen, die auf Gut Glück einfach mal vorbeigekommen waren, dass Veranstalter Chris höchstpersönlich den Einlass machte und es mit dem Zählen nicht allzu genau nahm. Ich würd mal grob schätzen, dass mit Besuchern und Bands ungefähr 250 Leute auf dem Schiff waren. Um 17 Uhr hieß es dann Leinen los und Abfahrt. Leider setze fast auf den Punkt genau ein leichter Nieselregen ein, was einige Leute aber trotzdem nicht davon abhielt, auf die oberen Decks zu gehen und die letzte Stunde Tageslicht dazu zu nutzten, die herrliche, von Hügeln umgebene Herbstlandschaft zu bestaunen, und dabei eine zu paffen, was auf Grund des Rauchverbotes in Inneren des Schiffes wohl der bessere Grund gewesen war.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-02.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3758" title="Schiffstour 02" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-02-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Unten erklangen derweil die ersten Töne von LAK, die das Spektakel musikalisch eröffneten. Der Sound war ordentlich, vorne schön laut, hinten so angenehm, dass man sich ohne zu schreien unterhalten konnte. Die Leute vorne hatten ihren Spaß und LAK brachten die Scheiben zum beschlagen. Viele Songs von den letzten beiden Platten der Aschaffenburger wurden vorgetragen, was uns die Gelegenheit gab, unser tätowiertes Punkrock-Herz laut werden zu lassen. Während die letzten LAK Klänge erklangen, konnte Veranstalter Chris mir und den ALARMSIGNAL´ern einen kleinen Wunsch erfüllen, nämlich mal beim Käpt´n anzuklopfen und das Steuerbord selbst in die Hand zu nehmen. Kann ein Schiff auch Schlangenlinien fahren? Ich weiß es nicht! Glücklicherweise war die Wasserschutzpolizei nicht in der Nähe. Unten sattelten POPPERKLOPPER mittlerweile die Instrumente, während es draußen  bereits dunkel geworden war und auch bei einigen Besuchern schon die ersten <a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-06.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3759" title="Schiffstour 06" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-06-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>kleinen Lichtlein ausgingen. POPPERKLOPPER brannten ein Feuerwerk an Hits ab und auch vom neuen Album “Was lange gärt, wird endlich Wut!“ (für mich das stärkste Album der Klopper) waren ein paar Stücke im Repertoire. Vor der Bühne ging es wild zur Sache und durch verschüttetes Bier und den ohnehin schon glatten Boden, wurde der Pogo für einige Tanzwütige nun zur Voll-Auf-Die-Fresse-Fall-Partie. Das war aus sicherer Entfernung zwar schön anzusehen, wird jedoch vielen Beteiligten einige blaue Flecken beschert haben, aber wie sagt man so schön &#8211; “Wo gehobelt wird, da fallen Späne!“ Nach POPPERKLOPPER waren dann ALARMSIGNAL an der Reihe, doch komischerweise legte das Schiff plötzlich 2 Stunden früher als geplant an. Was war passiert? Im Schutze der Dunkelheit wollten 2 Personen (natürlich ohne Karten) piratenmäßig das Schiff entern. Selbst nur in einem kleinen Schlauchboot sitzend, unterschätzen sie aber wohl Größe und <a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-04.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3760" title="Schiffstour 04" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-04-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Geschwindigkeit des Schiffes, so dass der Kapitän gerade noch ausweichen konnte. War wohl eng, ist aber, wenn auch knapp, gut gegangen. Folge dessen war aber auch, dass der Kapitän wieder den Heimathafen ansteuerte, weil er einen erneuten Versuch der Schlauchbootfahrer nicht ausschließen konnte und diese Risiken nicht eingehen wollte. Die Party an Bord ging natürlich weiter und durch geöffnete Türen konnten nun auch ein paar Neugierige von Land das Spektakel begutachten. Trotz angelegter Leinen brachten ALARMSIGNAL den Kutter aber ordentlich zum Schaukeln und dieses trotz der Tatsache, dass sie nur als Trio anreisen konnten. Gitarrist Bulli war nämlich im Indonesien Urlaub und Aushilfsgitarrist Martin musste mit RASTA KNAST in Wien spielen. Da hat man schon mehrere Gitarristen zur Auswahl und dann könn´ se alle nicht. Egal, hat trotzdem gerockt und die mitgröhlkompatiblen Nummern wurden vom textsichern Publikum lauthals <a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-03.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3761" title="Schiffstour 03" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-03-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>mitgesungen. Die Geburtstagskinder HAGBARD CELINE spielten als letztes und ließen es noch mal ordentlich Krachen. Stagediving, obwohl es keine wirkliche Stage gab, die ganze Decke voller Kondenswasser, durch die Gegend spritzendes Bier, kaputte Glasflaschen im Raum verteilt, Punkrockparty pur! Neben ihren eigenen Hits spielten HAGBARD CELINE noch einige Coversongs von KNOCHENFARIK oder TOXOPLASMA. An Bord war natürlich auch TOXOPLASMA Sänger Wally, der die Vocals der TOXO-Coversongs übernahm. Alle hatten ihren Spaß und selbst der Kapitän und die Crew blieben durchweg entspannt. Auch nach Chris seinen Ansagen (Beispiel: Wir spielen so lange, bis die Bullen kommen), wirkten sie locker und beobachteten das Treiben gespannt und neugierig weiter.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-05.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3762" title="Schiffstour 05" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/11/Schiffstour-05-300x448.jpg" alt="" width="300" height="448" /></a>Es müsste so gegen 22 Uhr gewesen sein, als die Schiffstour dann auch offiziell beendet wurde. Alle hatten ihren Spaß, vom Punkrocker bis zur Altenpflegerin (ein Gruß an die beiden Anja´s und die Damen aus dem Alternpflegeheim St. Nikolaus) und dieser Spaß sollte in irgendeiner urigen Kneipe (Namen vergessen) in der Innenstadt von Bernkastel-Kues noch weiter gehen. Ein letzter Blick auf´s Schiff ließ in mir etwas Mitleid für das Reinigungsteam aufsteigen, aber den Spruch mit dem Hobel und der Späne hatten wir ja vorhin schon. Die meisten Gesichter sah man also auf der Aftershow-Party wieder. Dort tankte man noch ein wenig und manche auch noch ein wenig mehr. Wir machten uns gegen Mitternacht noch auf in eine Frittenschmiede, nahmen zur Abwechselung noch etwas feste Nahrung zu uns und begaben uns dann zu unseren Schlafplätzen im Hause de Barg. Durch die Zeitumstellung hatten wir eine Stunde mehr, super! Morgens noch Kaffee, Bierchen und ein paar lustige Storys und dann wieder ab in der Norden. Ihr habt es nicht nur landschaftlich schön an der Mosel, es war auch schön bei und mit euch. Und jetzt will ich endlich ein wenig Schlaf nachholen. Gute Nacht!</p>
<p>Fotos von: DianaK</p>
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		<title>ANTI-FLAG + VERUS YOU (25.10.2010 in Trier / ExHaus)</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 13:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn sich die Gelegenheit bietet, die relativ große Band ANTI-FLAG im heimischen Schimmelkeller vor nur 150 Leuten zu sehen, muss man diese beim Schopfe greifen, dachte ich mir. Immerhin haben es ANTI-FLAG auf Grund ihrer coolen, antinationalistischen Aussagen schon auf einige T-Shirts und Kapuzis von mir geschafft. Die Musik hingegen hat es bisher nur zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/10/Anti-Flag-Live-02.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3683" title="Anti-Flag Live 02" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/10/Anti-Flag-Live-02-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Wenn sich die Gelegenheit bietet, die relativ große Band ANTI-FLAG im heimischen Schimmelkeller vor nur 150 Leuten zu sehen, muss man diese beim Schopfe greifen, dachte ich mir. Immerhin haben es ANTI-FLAG auf Grund ihrer coolen, antinationalistischen Aussagen schon auf einige T-Shirts und Kapuzis von mir geschafft. Die Musik hingegen hat es bisher nur zur Hintergrundberieselung bei mir geschafft, da sie einen großen Makel hat: Keine deutschen Texte. Komisch bei ner Ami-Band, oder? Gleich auf die Meldung von Steff auf UGLYPUNK (wo sonst) bin ich dem Link zum Ticketshop gefolgt und habe tatsächlich auch 2 Tickets ergattert. Typisch für Ingo-Popp-Konzerte: 6 Euro Porto für 2 Tickets im Briefumschlag und 2 Euro Aufschlag zu den versprochenen 10 Eu Eintrittspreis. Machte also 14 Eu pro Ticket. Na ja, druff geschissen.</p>
<p>Also ging´s Montagabends ab nach Trier, um mal eben ein Stündchen Live-Musik statt TV-Berieselung zu genießen. Hat doch was. Vorgruppe waren VERSUS YOU aus Luxemburg. Der Sound im Schimmelkeller des ExHauses war wie zu erwarten prima und trotz der 150 anwesenden war der Raum angenehm voll, nicht all zu voll, wie es schon oft der Fall war. VERUS YOU hatten anders, als es sonst oft Vorgruppen geht, einen ultra fetten Sound. Sie spielten melodische Pop-Punk/Emo Nummern, die schon mal ordentlich abgingen, aber auch ruhiger Passagen hatten. Alles in allem jedoch nix Herausragendes, sie fügen sich im Mittelfeld des Einheitsbreis aus englischsprachigen Trallala-Combos ein. Nix was hängen bleibt, technisch aber Spitze!</p>
<p>ANTI-FLAG sollen äußerst entspannte Jungs sein, wie mir Soundmann Winni erzählte. Keinerlei Star-Allüren. Vorgefahren waren sie jedoch stilecht im fetten Night-Liner. Zu erwähnen natürlich noch, das das ganze ein kurzfristig eingeplantes Benefiz-Konzert für Emmaüs International war, eine weltweit tätige Wohltätigkeitsbewegung, die sich sozialer Armutsbekämfung verschrieben hat und Menschen hilft, welche durch Wohnungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, Haft, Überschuldung, Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit in eine Notlage geraten sind. Im Eingangsbereich war ein Stand von GREENPEACE, der aber von den Mainstream-Punkrock-Kiddies, die hier in der Überzahl waren, gekonnt ignoriert wurde. Also ANTI-FLAG die tun echt was, die haben die GREENPEACE Leute mit auf Tour, wenn ich den Langhaarigen am Stand richtig versanden habe.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/10/Anti-Flag-Live-03.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3684" title="Anti-Flag Live 03" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/10/Anti-Flag-Live-03-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Gegen halb Zehn waren dann ANTI-FLAG an der Reihe. Erstmal fleißig Hände geschüttelt und abgeklatscht in den ersten Reihen. Dann ging´s auch schon gleich los mit WAR SUCKS. Sänger Justin war „very ill“, so dass der Basser die Vocals übernehmen musste. Also ich konnte keinen großen Unterschied zum eigentlichen Sänger Justin feststellen. Bin ja auch kein Die-Hard-Fan. Mein lieber Scholli, die machen live aber ein ganz schön fetziges Brett! Nix weichgespültes, das war saugeiler „in die Fresse-Punk“, um mal mit Swen Bocks Worten zu Sprechen. Hier wurden keine Gefangenen gemacht. Vor allem der Drummer ist voll das Tier. Der hätte in dem kleinen Raum gar keine Mikros am Drumkit gebraucht. Dennoch war der Sound saugeil, sie hatten auch ihren eigenen Ton-Mann dabei, klar. Ziemlich bald kam dann schon „Die for your Goverment“ und weitere Hits, die ich leider nicht alle mit Namen kenne. Hatten die Rockstar-Allüren bei der Vorgruppe noch was BETONTOD/WIZO-mässig komisches (Hands in the air…), konnte man ANTI-FLAG das getrost abnehmen. Man lies das Publikum des Öfteren Songs anzählen ( I say one, two, you say one, two, three, four…) und bewies auch sonst Humor. Als ein junger Kerl vor der Bühne mitten im Pogo-Mob eine SMS schrieb, unterbrachen die Jungs kurzerhand mitten im Lied und kassierten das Handy ein! (…this guy sends a text-message…) Das Handy wurde unter großem Gelächter dem Drummer übergeben, mit den Worten, nach der Show können es wieder abgeholt werden! Coole Einlage! Dann wurde das Lied an der abgebrochenen Stelle fortgesetzt und schwubs, war auch der Pogomob wieder in Gang. Einige deutsche Ansagen wurden schön auswendig gelernt (&#8230;alles hat ein Ende nur die Würst hät zwoi&#8230;)  und saftige politsche Ansagen waren auch am Start. Die englischen Ansagen waren auch gut zu verstehen, ich denke, da achten die auch drauf! Jo wat soll ich noch sagen. Eine sehr kurzweilige Show von ca. 75 Minuten war das. Hat sich auf jeden Fall gelohnt. Hinterher ging´s mitten durch die Meute raus, nicht ohne sämtliche Hände zu schütteln. Sehr sympathische Bande! Ich werde mich auf jeden Fall jetzt mal etwas näher mit den Platten der Jungs beschäftigen, die bei mir rumoxidieren. Um 0.00 Uhr war ich schon im Bett.</p>
<p>Chris de Barg</p>
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		<title>BROILERS + THE SUGARETTES (Aschaffenburg / Coloss Saal 03.09.2010)</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 07:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Broilers]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte ja lange Vorbehalte gegen die  BROILERS, wegen dem Oi im Namen. Immer mal wieder bekam ich sie bei Kollegen zu hören oder mal ne´ CD zugesteckt. Zünden wollten sie bei mir nicht so richtig. Erst als ich mir die DVD „The Anti-Archives“ ansah, konnte ich mich richtig drauf einlassen. Eine Band mit nem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja lange Vorbehalte gegen die  BROILERS, wegen dem Oi im Namen. Immer mal wieder bekam ich sie bei Kollegen zu hören oder mal ne´ CD zugesteckt. Zünden wollten sie bei mir nicht so richtig. Erst als ich mir die DVD „The Anti-Archives“ ansah, konnte ich mich richtig drauf einlassen. Eine Band mit nem „ausländischen“ Sänger, die derart sympathisch rüberkommt, konnte ja fast nicht rechtsoffen sein. Die BROILERS äußern sich ja da auch als einige der wenigen ganz klar und eindeutig. Von da an liefen die Platten bei mir rauf und runter und das Lied „Eine Nation“ ist eins der besten 10 deutschsprachigen Punkrocksongs für mich. „Mit Blut an den Händen schaltet ihr um&#8230;“, das sagt mehr über das deutsche Volk, als 100 andere Platten zusammen. Soviel zur Lobhudelei.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/09/Broilers-11.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3125" title="Broilers 1" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/09/Broilers-11-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Heute sollte ich also zum ersten mal die BROILERS live sehen. Leider hab ich die Zeiten verpasst, als sie noch als rotziges Quartett unterwegs waren. Live sind sie ja inzwischen zu siebt. Die Orgel und die Bläser haben aber nicht weiter gestört, dazu später mehr. Ich war gespannt, wie viel rechtsoffenes Gesox anwesend sein würde und wie groß die Halle ist. Ich dachte, die BROILERS spielen nur noch 1000er Hallen und noch größere, das Coloss Saal war aber eine nette 500er Spelunke! Mitten drin statt nur dabei also. Tja, meine Erwartungen, was das Publikum angeht, wurden voll bestätigt. Überall ONKELZ, FREI.WILD, KRAWALLBRÜDER und noch schlimmere T-Shirts und passende Knast-Tattoos. Das konnte ja heiter werden.</p>
<p>Nachdem die Vorgruppe SUGARETTES aus Köln, eine recht coole Rock´n´Roll Truppe mit Kontrabass ihr Set beendet hatte, gab es lustige BÖHSE ONKELZ Texte von der Menge zu hören. So Dinger wie „ Im Land der Kakteen werden wir wieder Weltmeister sein&#8230;“ und so´n Kram. Mein Kumpel Martin E. fing augenblicklich an zu pöbeln. Na super! Zu zweit gegen 500. Ich konnte ihn zum Glück überzoigen, das wir <a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/09/Broilers-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3133" title="Broilers 2" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/09/Broilers-2-300x400.jpg" alt="" width="300" height="400" /></a>diesen Kampf heute nicht gewinnen würden. Also besannen wir uns wieder auf´s wesentliche. Ich hatte ja eh damit gerechnet. An dem Abend galt für mich aber die Devise, mir mein erstes BROILERS Konzert von solchen Arschlöchern nicht vermiesen zu lassen. Vom Band lief dann wohl zur Beruhigung der Massen „If the Kids are united“. Na ja, scheiß auf united sach ich nur.</p>
<p>Nach einer relativ langen Umbaupause lief dann endlich das Intro der aktuellen Platte „Vanitas“ und augenblicklich kochte die Stimmung über. In Sekunden war man pitschnass geschwitzt und der ganze Saal gröhlte mit. Und ich alter Sack mitten vorne drin als Gummiball im Grauzonen-Sturm. Die BROILERS spielten Hit an Hit und relativ früh kam auch schon mein Lieblingslied „Eine Nation“. Es wurden relativ viele alte Songs gespielt, was sie laut Martin E. nicht mehr so oft tun. „Paul der Hooligan“, „Blaue Auster“, „In 80 Tagen um die Welt“, „Dumm und Glücklich“ usw. Mir gefallen ja die neueren Sachen der letzten 3 Scheiben besser. Ist nicht mehr so Oi-lastig. Ich wurde gut bedient, „Geboren um zu gewinnen“, „Verdikt Rache“, „Ruby“, „Ich bin bei dir“, „Hexenjagd“, „Ich sah kein Licht“ usw., Hit an Hit. Als Sänger Sammy seine obligatorische, klare Ansage gegen Nazis startete, gab es ca. 50% Jubel und 50% gestreckte Mittelfinger. Keine Ahnung, warum die Bewohner der grauen Zone noch auf BROILERS Konzerte gehen, wo sie doch ganz klar gedisst werden… Bizarres Szenario sag ich da mal…</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/09/Broilers-3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3128" title="Broilers 3" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/09/Broilers-3-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Hm, dank ner Menge Bier und Cocktails kann ich den genauen Ablauf nicht wieder geben, aber ich denke, sie werden gut 2 Stunden gerockt haben. Zweimal kamen sie für Zugaben zurück. Trotz des bekloppten Publikums, war es eines meiner besten Konzerterlebnisse. Ich werde mir die BROILERS mit Sicherheit noch öfter ansehen, und das nicht nur wegen der Bassistin, die alle meine broilershörenden Kumpels so toll finden. Auf jeden Fall ein gelungener Abend, der mir den Besuch des Weinfestes in Bernkastel-Kues an diesem Tag zumindest ersparte. Dort war ich aber Donnerstag und Samstag unterwegs, auch so ne´ Grauzonenveranstaltung, haha, nur anders. 200000 Affen auf einem Haufen. Aber das ist ne´ andere Geschichte… Kann mich gar nicht erinnern, wann ich zuletzt 3 Tage am Stück saufen war. Muss lange her sein. Gute Nacht!</p>
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		<title>RUHRPOTT RODEO 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 13:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ruhrpott-Rodeo 2010
22./23.5.2010 Hünxe
Tag 1:
Da ich in meinem Leben schon genug Nächte mit wenig Schlaf in irgendwelchen Zelten verbracht habe, hatten wir bereits vor einigen Monaten ein Zimmer auf einem Bauernhof gebucht. Der Grundgedanke war, unseren Hund Lemmy mitzunehmen und nur zu den Bands, die uns wirklich interessieren, zum Gelände zu fahren. Der Rest sollte eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ruhrpott-Rodeo 2010<br />
22./23.5.2010 Hünxe</strong></p>
<p>Tag 1:<br />
Da ich in meinem Leben schon genug Nächte mit wenig Schlaf in irgendwelchen Zelten verbracht habe, hatten wir bereits vor einigen Monaten ein Zimmer auf einem Bauernhof gebucht. Der Grundgedanke war, unseren Hund Lemmy mitzunehmen und nur zu den Bands, die uns wirklich interessieren, zum Gelände zu fahren. Der Rest sollte eine Art Kurzurlaub aufm Bauernhof mitten im Ruhrpott werden. Den Plan verwarfen wir dann, da Lemmy zu Anjas Eltern in Ferien sollte. So weit so gut. Kurz vor dem Rodeo wurde der kleine Racker dann plötzlich krank, Fieber, dicke Drüsen und so, was die ganze Mission fast zum scheitern verurteilt hätte. Die Behandlung beim Tierarzt schlug aber gut an, so dass sämtliche B-Pläne wieder in die Tonne gekloppt wurden und alles planmäßig starten konnte. Wir fuhren lediglich etwas später, nämlich erst Samstag um 12.30 Uhr los, statt früh morgens. Soviel zu unseren Problemen im Vorfeld, die natürlich keinen interessieren.<br />
Nach problemloser dreistündiger Fahrt, meine erste längere Autobahnfahrt als Fahrer, nach zehn Jahren ohne Lappen übrigens, kamen wir gegen 15 Uhr am Bauernhof an. Schnell eingecheckt und ab zum Festivalgelände, welches 15 Minuten Autofahrt vom Bauernhof entfernt lag, damit wir das erste Highlight CASANOVAS SCHWULE SEITE noch sehen konnten. Schon ging der Ärger los. Aufs Gelände konnte man nicht mehr fahren, alles dicht, parken an der Strasse war angesagt. Also noch 10 Minuten Fußmarsch bis zum Gelände. Dort angekommen, standen da doch tatsächlich wieder diese 2 mickrigen Kassenhäuschen, die auch immer bei Punk im Pott stehen und das bei ca. 7500 Besuchern. Kann nicht wahr sein. In der verdammten Bullenhitze war also warten angesagt. CSS waren natürlich schon am spielen, toll. In den Kassenhäuschen war wohl Kaffeepause, denn erstmal tat sich da gar nix. Wenig später kam dann endlich Bewegung in die Schlange und nach ner endlosen halben Stunde hatten wir dann endlich unser Bändchen. Weiter gings über den Zeltplatz, welcher jetzt schon dem Vorhof zur Hölle glich, durch die erste Security-Schleuse. Am eigentlichen Konzertgelände angekommen, ab in die nächste Einlasskontrolle, was wiederum Warten bedeutete. Super. Aber ohne Kontrolle geht’s ja leider nicht, bei der hohen Quote von Intelligenzbolzen. Immerhin bekamen wir noch ein paar Hits von CSS zu sehen, z.B. Mein Kühlschrank, In Grafenwöhr, 1980 und Höllenfeuerlicht. Hinter der Bühne stand die gesammelte Kölner Prominenz, wie The Kollege, Frank Kremer, seines Zeichens Tourbusfahrer von allen Claus Lüer Bands und weitere bekannte Gesichter. Auf einem Barhocker hockte W$K-Bassist Raki und las den Lebenslauf von Mr.Casanova (ja, der berühmte Namenspate) vor. Gelungene Geschichtsstunde. Es war schon recht viel los vor der Bühne, einige Fäuste wurden schon gen Himmel gereckt und fleißig gegröhlt. Alles bei Bombenwetter und Gluthitze wohlgemerkt. Weissen war schon voll wie Unke und von oben bis unten verdreckt. Auch einige Fußabdrücke hatte er auf seinem Körper, keine Ahnung woher. Als nächstes waren FAHNENFLUCHT aus Düsburch an der Reihe. Sie haben wieder mal einen neuen Gitarristen im Gepäck und seit einiger Zeit ja auch nen neuen Drummer. Die Besetzungswechsel taten ihnen auf jeden Fall gut. Vor allem der neue Drummer versteht sein Handwerk. Live haben sie ja früher oft verkackt und der letzte (Metal)Drummer war nicht so berauschend. Inzwischen hält Thomas auch seine Stimme übers ganze Konzert aufrecht, was früher oft nicht der Fall war. Ein Blick hinter die Bühne, wer steht da rum und säuft Bandbier? Ilona und Hanna, die ollen Promiluder, hehe. Alle Hits am Start, wie das Terroristenlied, Nothammer glaub ich, F.Wagner und natürlich Deutschland, wobei diesmal auch nicht der Strom abgestellt wurde, wie beim 20 Jahre &#8211; Popperklopper &#8211; Festival. So was ist ja echt übel, einer Band beim größten Hit den Saft abzudrehen, weil die Zeit um ist. Naja, manche überziehen ja auch gnadenlos. Hier lief alles glatt, super Show und auch die neue Platte scheint ein Hit zu werden. Die REVOLVERS kenn ich nicht, juckt mich nicht, sorry. Wir nutzen die Gelegenheit, eine Runde übers Gelände zu drehen und die Verkaufsstände zu inspizieren. Bei Plastic Bomb kaufte ich mir das neue Heft. Man kann ja nicht warten, bis das Abo im Briefkasten liegt, wenn ein Review von der eigenen Band drin ist, haha. Was müssen meine verstaubten Augen da lesen? Ein 1A Verriss von Mr.Ullah. Soll ich mir den gleich vorknöpfen? Lieber nicht, bin ja heute nüchtern, hehe. Leicht angesickt, weil ich denke, man kloppt uns wegen unserem (ex)Labels in die Tonne, ohne sich die Scheibe richtig anzuhören, geht die Runde weiter. Erstmal ein paar Getränkebons holen, welche mit 2 Euro pro Stück (Getränk 0,3 Liter=1 Bon) für heutige Verhältnisse ganz ok waren und weiter ging die Runde. Jede Menge bekannte Gesichter am Start. Aus der Ferne dröhnten THE FREEZE, zumindest wären sie laut Plan an der Reihe gewesen. Da ich morgens noch auf der Bomben-Homepage gelesen hatte, dass deren Tour abgesagt wurde, war ich mir nicht sicher. Inzwischen hab ich gelesen, dass es wohl die V8WANKERS als Ersatzband waren. Soviel zu „Grauzonenfreies Festival“. Aber das war dann wohl die einzige leicht fragwürdige Band. Man kann ja alles übertreiben, haha. Zu HAMMERHEAD trudelten wir wieder vor der Bühne ein, warum auch immer. Die Musik der reformierten Radaubande fand ich grauselig. Für mich ist das recht uninspiriertes Geballer. Bei HC Bands hab ich schon mal bessere Riffs gehört, wenn ich auch keine Ahnung davon habe. Das prollige Verhalten der Musiker um T. Scheisse fand ich auch sehr unlustig, wobei hier das Bepöbeln der Fans wohl zum guten Ton gehört. Der Mob vorm Graben hatte Spaß. Ihr Hit “Ich sauf allein“ war natürlich auch am Start. Jetzt kam ein weiteres Highlight, die LOKALMATADORE! Immer Garant für gute Laune und Stimmung, die Jungs um Fisch. Muss ich hier die Hits aufzählen? Wohl kaum. Gänsehautfaktor wie immer bei El Lokalmatador, was wie immer vom gesamten Gelände mitgesungen wurde (ole ole ole, viva Lokalmatador). Hier sind tatsächlich Asis mit Niveau am Start, anders als bei den ekligen KASSIERERN, die dieses Jahr zum Glück nicht am Start waren. Zu erwähnen bleiben noch die rosa Rüschen-Hemden. Sehr schön. Den Lokalmatadoren muss ich auch immer wieder zu Gute halten, das sie sich klar gegen Rechts positionieren, anders als (fast) alle ähnlichen Konsorten. Jo man, passende Vorgruppe für SLIME oder wat? Tja, ich hatte meine Ablehnung gegen die SLIME-Reunion ja eigentlich ad Acta gelegt und freute mich aufs Mitgröhlen der alten Kult-Hits. Leider muss ich den Auftritt als Enttäuschung verbuchen. Als das gigantische SLIME-Banner hochgezogen wurde, konnte man die Gänsehautstimmung spüren. Als dann das Intro lief und nach endlosem Umbau die Musiker die Bühne betraten, für mich die erste Verwunderung: Eine blonde Frau am Bass? Dat is doch nich Eddi! Wie sich später rausstellte, war es Niki von den Mimmis. Na toll. Nur 3/5 Originalmitglieder, denn am Schlagzeug saß ja bekanntlich Veranstalter Alex Schwers, der Aushilfsdrummer der Nation. (Hass, Eisenpimmel, Knochenfabrik, Chefdenker,….) Der Anfang war noch recht vielversprechend, original mit ACAB und Legal Illegal Scheissegal. Dann kam schon Polizei SA/SS und kurz darauf schon der Mega-Hit Albtraum. Nur leider konnte die Bassistin den Kult-Bass-Lauf von Eddi nur einigermaßen imitieren, Elf spielte die Melodie sogar auf der Gitarre mit. Für meinen Geschmack voll verhunzt. Ab dem Zeitpunkt war mein Optimismus dahin. Wobei ich nüchtern war und sehr kritisch hinschaute, klar. Auf der Bühne null Bewegung, die Songs sehr langsam gespielt, der dumpfe Bass passte gar nicht und übertönte die Gitarren. Überhaupt war der Sound sehr mumpfig. Gitarren hörte man nur bei den Solos raus, wo Elf gewaltig aufs Volume-Pedal trat. Sorry, ich hatte mehr erwartet. Es waren natürlich alle Hits am Start und wurden auch mitgesungen, die Resonanz im Publikum kam mir aber trotzdem etwas verhalten vor. Kleiner Auszug aus der Set-Liste: Etikette tötet, Störtebecker, Alle gegen Alle, Schweineherbst, Gerechtigkeit, Bullenschweine(!!!), Der Tod ist ein Meister aus Deutschland, Viva la Muerte, Wenn der Himmel brennt, Zu kalt, usw. Also ich empfand es als lustlose Rentner-Rock-Show, lahm, steif, ohne Druck. Ich glaub andere sind anderer Meinung. Ich aber habe sie 94 im AZ Aachen original gesehen, das war eine andere Welt. Vielleicht war deshalb meine Erwartung zu groß. Carsten von POPPERKLOPPER hat übrigens genau wie damals in Aachen kaum was mitbekommen, er lag mehr auf dem Boden als sonst was, hehe, er war mehr ein Ping-Pong Ball in der Menge, hehe. Tja, ich sag nur Rotwein aus Plastik-Säcken. SLIME &#8211; bitte sofort wieder auflösen! Zum Glück war der Haupt-Texter und Mastermind Stefan Mahler bei diesem Debakel nicht dabei. So bleiben sie für mich eine Legende. Er wusste wohl, warum er konsequent blieb. Während der letzten Töne von SLIME, machten wir uns auf den Weg zum Auto, vorbei an diversen Alkleichen und Müllbergen hoch wie der Mount Everest und fuhren zurück zu unserem Bauernhof, wo wir wie die Engelchen schlummerten.</p>
<p>Tag 2:<br />
Um 10 Uhr ging´s zum Frühstück, welches uns die Bäuerin in der guten Stube des Hauses servierte, mit Eiern von glücklichen Hühnern usw. Jaja, nobel geht die Welt zu Grunde. Aber hey, 30 Eu pro Person mit Frühstück sind doch Top, zumal wir ne komplette Ferienwohnung für uns hatten! Derart gestärkt erkundeten wir dann den Bauernhof, besuchten u.a. Hasen, Ponys und Hühner. Auf dem Bolzplatz noch etwas Fußball gespielt (1 gegen 1, Mann gegen Frau), dann fuhren wir erstmal zur Tanke. Wir asselten dann noch bis ca. 15 Uhr rum, ehe wir mangels Beschäftigung wieder zum Gelände fuhren. Diesmal konnten wir mit dem Auto rein und parkten bei den anderen Moselanern, die schon wieder kräftig am tanken waren. Immerhin gab´s Schatten, denn heute war es noch wärmer. Schnell noch die Bäuerin angerufen, um für 8 Frühstück zu bestellen, mit Rührei, was von der Bierschinken-Crew sehr amüsiert aufgeschnappt wurde, unter Androhung der Erwähnung im Konzertbericht! Grüsse an die Gang um Fö!  SCHMEISIG, SNIFFING GLUE, THE OTHER, GENERATORS, VOLXSTURM, ANGRY SAMOANS und die BETON ONKELZ ähm &#8211; TOD lauschten wir aus sicherer Entfernung bei eiskalten Biermischgetränken. Ja, heute wollte ich etwas Bier trinken, denn Anja steuerte den Fluchtwagen. Carsten stand auch wieder und ergriff wenig später mit Ex-KLOPPER- Bassist Helga die Flucht nach Hause. Nach einigen sinnreichen Gesprächen, u.a. mit Kollege und Kremer, gings dann gegen 20 Uhr noch mal aufs Gelände, wo es immer noch sehr heiß war. Uns strömten ohne Ende Leute entgegen, die gerade von ihrer Heldenband BETONTOD kamen. Die haben echt nen Ausnahmestatus inzwischen, wobei mir die Aussage von Gitarrist Eule im Rockhard-Interview, das man sich in einer Reihe mit Deutschrock-Bands wie Freiwild sieht, sehr bitter aufstößt. Unsere erste Band für heute waren dann die grandiosen SNUFF. Gute alte Punklegende, rockten einige Hits der hochgelobten Tweet tweet my melody-Scheibe.  Da die Betontod-Army nach draußen geströmt war, war vor der Bühne nicht allzu viel los, was sich erst bei SONDASCHULE wieder änderte. Die Trompetenpunker verstehen es, ein großes Publikum in Tanzlaune zu versetzen! Auch der Sound war dank der bombastischen Bläser mit der Beste des Festivals! Ich werde mir mal die Platten der Band zulegen, denn bisher kenne ich sie nur dadurch, das Weissen und Ilona sie abfeiern. Doch, da sind einige Hits drunter! So meine Damen und Herren, nun zu unserem Highlight des Wochenendes! WIZO! Wer sie früher hasste, wird sie auch heute nicht lieben, klar. Ich bin schon mit WIZO-Shirt rumgerannt, als man dafür noch aufs Maul bekam, hehe. Negativ zu erwähnen ist die endlos lange Umbaupause. Da wurden Verstärkertürme auf die Bühne geschoben, die AC/DC locker Konkurrenz machten. 3 riesige Basskübel und ganze 10!!!  4&#215;12er Gitarrenboxen. Es wunderte mich schon, warum auf beiden Bühnenseiten Gitarrenwände aufgebaut wurden, was sich später noch auflösen sollte. Tja, der gute Axel war ja schon immer etwas Größenwahnsinnig und peinlich, wofür er ja auch oft genug büßen musste, sofern meine Infos stimmen. Wie auch immer &#8211; nach ca. 45 min Gedöns erklang endlich ein Intro. Ach ja, WIZO hatten natürlich ein noch größeres Banner als SLIME, welches die gesamte Bühnenrückwand ausfüllte. Dann betrat die Band die Bühne und was muss ich sehen? Die sind zu viert! Kein Trio mehr! Erstmal war ich skeptisch &#8211; was soll der langhaarige Metalgitarrist? Erster Song war Nana von der Anderster, dann kam Kopfschuss. Es waren so ziemlich alle Festivalbesucher vor der Bühne und aus tausenden Kehlen tönte es: Kopfschuss, es war kein Selbstmord es war Mord! Kopfschuss war noch etwas langsam, man merkte die Nervosität der Band, aber sie fingen sich schnell. Auch der 2. Gitarrist fügte sich super ein, er unterstütze Axels Leadgitarre perfekt. Natürlich lieferte Axel wie in alten Zeiten seine Show ab, was mitunter auch etwas peinlich war, z.B. die endlose Vorstellerei der neuen Bandmitglieder,  aber druff geschissen, das ist WIZO. Sie hatten den besten Sound vom ganzen Festival, man konnte jeden Ton und Schlag der Instrumente raushören, was aber auch am klaren, hellen WIZO &#8211; Sound lag. Auszug aus dem Hitfeuerwerk gefällig? Nana, Kopschuss, Kadett B, Nix + Niemand (hier muss ich Axels Ansage hervorheben, das er es zum kotzen findet, das so viele Bands es nicht auf die Reihe bekommen, sich ganz klar gegen rechts zu positionieren, scheiß auf Grauzone (O-TON)), Jeder muss einmal sterben, Gute Freunde, das beknackte Käfer-Lied („ich bin 41 und sing immer noch son Scheiß für euch“),  Raum der Zeit, zwei neue Songs, die auf eine Hitplatte hoffen lassen, Hey Thomas, Die letzte Sau, Quadrat im Kreis (genial!), Tod im Freibad, Lug und Trug… Natürlich gingen sie noch bevor Kein Gerede gespielt wurde von der Bühne, um Zugabe-Rufe einzusacken, die natürlich auch kamen. Axel meinte, dass sie dieses Lied immer gespielt haben und natürlich immer spielen werden und ab ging die Post. Aus ca. 7500 Kehlen wurde Kein Gerede mitgegröhlt, als gäbe es kein Morgen. Geile Scheiße und das obwohl Kein Gerde eigentlich ne Persiflage auf Parolengedresche ist. Mit “Die letzte Sau“ klang ein grandioses Konzert aus. Für uns haben sich die Strapazen alleine wegen WIZO gelohnt. Da kann so manche junge Band kacken gehen, wobei Axel auch alles richtig gemacht hat, indem er sich junge Verstärkung ins Boot geholt hat. Wie gesagt, wer WIZO hasst, wird sie jetzt auch nicht lieben und das Duell der Reunions haben sie locker gewonnen. WIZO kommen um zu bleiben und das ist gut so! JAYA THE CAT ersparten wir uns und sahen zu, das wir vor dem großen Aufbruch zum Auto kamen. Fazit: Cooles Festival mal wieder, gefühlte 95% kaputte Jugend anwesend, viele nervige Honks, aber ich war ja auch mal jung. Einige Spackos ließen es sich auch nicht nehmen, mit Onkelz-Shirts oder Aufnähern rumzustolzieren. Ungehindert wohlgemerkt. Ohne Worte. Ich würde dann demnächst gerne mal aufm Rodeo spielen, Alex, denn als Band hat mans doch tausendmal besser, wie als gemeines Fußvolk… Amen.</p>
<p>Chris de Barg</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/CSS.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2079" title="CSS" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/CSS-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Dom-+-Kremer.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2081" title="Dom + Kremer" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Dom-+-Kremer-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Hammerhead.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2083" title="Hammerhead" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Hammerhead-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Lokalmatadore.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2084" title="Lokalmatadore" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Lokalmatadore-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Anja.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2085" title="Anja" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Anja-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Slime.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2086" title="Slime" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Slime-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Wizo.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2087" title="Wizo" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Wizo-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Chris.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2088" title="Chris" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Chris-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Wizo.jpg"><br />
</a></p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/05/Chris.jpg"><br />
</a></p>
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		<title>DIE DÖDELHAIE, DIE KELLERRATTEN, ÜBERDOSIS, DIE GEISTER (10.04.2010 in Stuttgart / Haus 11)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 08:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
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DIE KELLERRATTEN
ÜBERDOSIS
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(10.04.2010 in Stuttgart / Haus 11)
Erst zwei Tage vor dem Termin habe ich von diesem Konzert erfahren. Also schnell die Töle weggeschlossen und ab zum Haus 11. In diesem Jugendhaus finden seit kurzer Zeit wieder mehr oder weniger regelmäßig Deutschpunk-Konzerte statt. Auch wenn die Konzerte dort meist eher schlecht besucht sind, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DIE DÖDELHAIE</strong><strong><br />
DIE KELLERRATTEN<br />
ÜBERDOSIS<br />
DIE GEISTER</strong></p>
<p><strong>(10.04.2010 in Stuttgart / Haus 11)</strong></p>
<p>Erst zwei Tage vor dem Termin habe ich von diesem Konzert erfahren. Also schnell die Töle weggeschlossen und ab zum Haus 11. In diesem Jugendhaus finden seit kurzer Zeit wieder mehr oder weniger regelmäßig Deutschpunk-Konzerte statt. Auch wenn die Konzerte dort meist eher schlecht besucht sind, ist es toll, dass es hier im verspießten Stuttgart wieder einige, wenige Locations gibt, die sich <em>trauen,</em> so was zu veranstalten. Schließlich gehört das Haus 11 zu einem Schulkomplex mitten in einem Wohngebiet &#8211; also nicht gerade die optimale Lage. Jedenfalls ist es sehr schade dass relativ wenige Punks den Weg dort hin finden. Könnte allerdings auch an der mangelnden Werbung für die Konzerte dort liegen. Nun Gut &#8211; mit 10.- €uro Eintritt sollte das Spektakel dann auch beginnen (immerhin weniger als die 14 Steine Eintritt beim Fuckin&#8217; Faces, Zaunpfahl, DDP, Hörinfarkt-Konzert die Woche davor &#8211; wobei man dort bis zum Beginn der letzten Band auch nicht mit dem Preis runter ging.)</p>
<p>So waren DIE GEISTER also dazu verdammt, pünktlich um 20.00 Uhr, vor ca. 5 Zuschauern den Abend zu starten. Ziemlich unbeeindruckt von den leeren Rängen gaben die jungen Stuttgarter, die gerade ihre erste 8-Track-CD veröffentlicht haben, richtig Gas und spielten fast eine Stunde lang. Sehr spaßig und trotz der wenigen Zuschauer ein passabler Auftritt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/04/Die-Geister.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1797" title="Die Geister" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/04/Die-Geister-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a></p>
<p>Danach wurde ÜBEDOSIS auf die Bühne gebeten, die heute mit Ex- und Ersatz-Drummer P.T. an den Start gingen. Das Publikum hatte sich schon fast mehr als verdoppelt, was in dem recht großen Konzertraum aber kaum aufgefallen is. Routiniert zogen die Chaospunks aus Ludwigsburg dann auch ihr Set durch. Schließlich sind die Jungs, auch wenn die Band noch recht Jung ist, fast schon alte Hasen auf der Bühne, so oft wie die spielen. Ob das vielleicht auch ein Grund sein könnte, dass sich nicht mehr Leute hinein gewagt haben? &#8230;denn mittlerweile kamen schon einige mehr Leute zum <em>Erlebnispark</em> Haus 11. Da ich ÜBERDOSIS eben auch schon zig mal gesehen habe, war auch mein Gastspiel beim Auftritt relativ kurz.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/04/Ueberdosis.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1800" title="Ueberdosis" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/04/Ueberdosis-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></a></p>
<p>Trotzdem nicht schlecht und eine feine Einstimmung auf DIE KELLERRATTEN aus Sachsen. Dies ließen sie den Zuseher durch einen am Mikroständer angebundenen Dynamo Dresen-Schal auch gleich wissen. So langsam füllte sich dann auch der Saal. Was DIE KELLERRATTEN dann boten, war sehr energiegeladen. Leider war das für mich aber das einzig positive. Der Sound is mir da doch &#8216;n bisschen zu ausgelutscht und gewöhnlich. Vielleicht hatte ich durch den Bandnamen DIE KELLERRATTEN und die Herkunft der Band andere Erwartungen. Jedenfalls war das weder Keller noch Ratte, sondern stinknormaler Klischee-Punk. Halt &#8211; nochmals etwas positives &#8211; eine sehr schöne Ansprache gab es noch zum Thema „Fußball muss bunt sein &#8211; nicht braun“ von Sänger Zokki &#8211; mit dem dann aber leider anschließenden Fußball-Gröhl-Lied. Auch wenn mich der Sound nicht so anspricht, haben die <em>Boys</em> alles gegeben, um das schläfrige Publikum aufzulockern. Leider mit wenig Erfolg. Aber im Haus 11 kennt man das ja!</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/04/Kellerratten.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1801" title="Kellerratten" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/04/Kellerratten-300x190.jpg" alt="" width="300" height="190" /></a></p>
<p>Nun war es Zeit für DIE DÖDELHAIE. Ich war mal richtig gespannt, da mir Andys Fröhlichkeit und Scherze manchmal so auf den Sack gehen &#8211; ich kann&#8217;s gar nicht beschreiben! Trotzdem find ich die ersten beiden Platten so was von genial, so dass ich hier immer so ein &#8216;WIZO&#8217;-Gefühl habe*. Also bin ich erstmal mit höhnischer Fresse da gestanden und nachdem ich die mit Leuchtdioden bestückte Gitarre von Brillen-Punk Mani gesehen hab, dacht ich mir: „Scheiße, sieht der trotzdem nix?“  Zum Glück begann der Auftritt dann auch nicht mit „Hallo, wir sind die Sex Pistols“, sondern mit einer kurzen Beleidigung und schon ging&#8217;s los! DIE DÖDELHAIE schossen dann auch Hit auf Hit aus den Rohren und gaben ein paar wenige Lieder vom bald erscheinenden neuen Album zum Besten. Eine kleine, aber wilde Pogotruppe agierte mittlerweile hemmungslos im mittlerweile akzeptabel gefüllten  Odeon. Leider gingen mir die Witze von Andy gar nicht so auf den Sack, wie ich erhofft hatte und ich musste doch das ein oder andere Mal grinsen. Trotzdem finde ich es manchmal befremdlich, wenn ich radikal-revolutionäre Texte höre und dann so &#8216;ne Grinsebacke seh. Da weiß ich leider nicht, in wie weit das ernst gemeint ist. Vor allem mit dem Hintergrund das die HAIE ein <em>Kommerz</em>-Imperium betreiben.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/04/Dödelhaie.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1802" title="Dödelhaie" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/04/Dödelhaie-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a></p>
<p>Erstaunlicherweise haben mich DIE DÖDELHAIE an diesem Abend aber schwer begeistert, so dass  ich mit einem wohligen Gefühl im Bauch und „Brenn, Bulle brenn!“  im Ohr meine Töle nach zwei Tagen befreien und nochmals durch die Nacht führen konnte.</p>
<p>Mirko</p>
<p>*WIZO-Gefühl = So&#8217;ne geile Mucke – und so Typen?!</p>
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