<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Ugly Punk &#187; Berichte</title>
	<atom:link href="http://uglypunk.de/category/kolumnen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://uglypunk.de</link>
	<description>Punkrock Zine</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 May 2012 07:26:46 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>MASSENDEFEKT + BENZIN + MOM´S DAY (24.02.12 &#8211; Landespavillon Stuttgart)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2012/03/massendefekt-benzin-mom%c2%b4s-day-24-02-12-landespavillon-stuttgart/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2012/03/massendefekt-benzin-mom%c2%b4s-day-24-02-12-landespavillon-stuttgart/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 07:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=7097</guid>
		<description><![CDATA[MASSENDEFEKT &#38; die wundersame Geschichte einer Thor Steinar Jacke!
Massendefekt + Benzin + Mom&#8217;s Day  (24.02.12 &#8211; Landespavillon Stuttgart)
Der Landespavillon liegt direkt am ehemals heiß umkämpften Stuttgarter Schlossgarten. Seit dessen Räumung hab ich mich dort aber nicht mehr hin gewagt, da ich das Baum-Massaker nicht ansehen wollte. Da nun in besagtem Pavillon MASSENDEFEKT spielen sollte und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>MASSENDEFEKT &amp; die wundersame Geschichte einer Thor Steinar Jacke!</strong></p>
<p><strong>Massendefekt + Benzin + Mom&#8217;s Day  (24.02.12 &#8211; Landespavillon Stuttgart)</strong></p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7101" title="Massendefekt 2" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-2-300x400.jpg" alt="" width="210" height="290" /></a>Der Landespavillon liegt direkt am ehemals heiß umkämpften Stuttgarter Schlossgarten. Seit dessen Räumung hab ich mich dort aber nicht mehr hin gewagt, da ich das Baum-Massaker nicht ansehen wollte. Da nun in besagtem Pavillon MASSENDEFEKT spielen sollte und ich dazu eingeladen war, blieb mir also nichts anderes übrig, das triste Schlachtfeld anschauen zu müssen. Sehr traurig, wenn man sieht was da aus reiner Profitgier passiert.</p>
<p>Nun aber zum Konzert. MOM&#8217;s DAY habe ich leider verpasst, sollen aber ganz gut gewesen sein. Flotter Punk&#8217;n'Roll, wurde mir gesagt, konnte das schon anwesende Publikum wohl überzeugen. In der Umbaupause kam dann endlich mein &#8216;Sponsor&#8217;, so dass wir ins innere des Landespavillons schnüffeln konnten. Eigentlich erst mal nur um uns an der Bar zu bestücken um wieder nach draußen zu gehen, zu quatschen und Bierchen zu trinken. Mittlerweile hatte BENZIN mit ihrem Set begonnen, das wir darum auch nur von außen verfolgen konnten. Der Sound im Innenhof des Landespavillons ist übrigens ausgezeichnet, vielleicht etwas zu leise, aber doch hörbar. In der Zwischenzeit muss sich auch ein Konzertbesucher, der eine Thor Steinar Jacke trug, an uns vorbei geschlichen haben. Diese wurde ihm wohl am Eingang abgenommen, aber der Zugang trotzdem gewährt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-11.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7100" title="Massendefekt 1" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-11-300x225.jpg" alt="" width="290" height="210" /></a>Nun aber wieder zu BENZIN, von denen ich bisher noch nichts gehört hatte. In diesem Ambiente erinnerte der Sound von ihren Chören und Melodien her stark an MISFITS, was ja nicht <em>unbedingt</em> das schlechteste ist. Schaut man sich aber die You Tube Beiträge der Band an, wird einem schnell klar, dass BENZIN einen weniger düsteren Sound bevorzugen und auch ansonsten recht wenig Ähnlichkeit mit besagter Band haben. Von draußen hat sich&#8217;s jedenfalls gut angehört und die verschwitzten Teens, die nach dem Auftritt nach draußen strömten, legen die Vermutung nahe, dass es auch drinnen gut ab ging.</p>
<p>Nach kurzer Umbaupause begann dann MASSENDEFEKT, deren Punk&#8217;n'Roll (ihr merkt, das böse Wort &#8216;Deutschrock&#8217; versuche ich zu vermeiden), der mit der letzten Scheibe etwas rauer geworden ist, mir doch sehr gut gefällt. Das Set war energiegeladen und ich muss wirklich sagen, MASSENDEKT haben eine super Show hingelegt. Live hatte ich die Band ja bisher noch nicht gesehen! Aber auch das Publikum, das sehr gemischt, aber im Durchschnitt relativ jung, war, ging gut mit. Sogar ein paar &#8216;offensichtliche Begleitpersonen&#8217; konnten mit wippendem Fuß gesichtet werden.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-3.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7102" title="Massendefekt 3" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-3-300x225.jpg" alt="" width="290" height="210" /></a>Soweit so gut. Zwischen drin juckt auch mal wieder die Blase. Also begab ich mich auf  dem Weg zum neuen Bier auf die Toilette und machte eine erschreckende Entdeckung. In der Schüssel lag eine Thor Steinar-Jacke!! Nichts desto Trotz gab ich mich meinen Trieben hin, noch im Ungewissen, was es mit dem Kleidungsstück auf sich hatte. Dies sollte ich aber bald erfahren. Zunächst ging es aber wieder vor die Bühne, denn MASSENDEFEKT konnten mit ihrem fetten Sound wirklich mitreißen. Viele Hits wurden dabei gespielt und zu meinem Glück die etwas softeren Songs entweder weg gelassen oder in temporeicher Variante gespielt. Als die verdient geforderte Zugabe begann, schleppte ich mich nochmals zur Bar und wurde umgehend vom Türsteher aus dem Laden gebeten um dieses wirklich tolle Konzert hinter mir zu lassen. Dies  hing wohl aber eher mit der Thor Steinar-Jacke zusammen, die mittlerweile wieder unter deren Tisch lag.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7103" title="Massendefekt 4" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/03/Massendefekt-4-300x214.jpg" alt="" width="290" height="210" /></a>Zunächst fragte ich mich, was so verwerflich daran sein kann, solch eine Jacke in der Toilette zu entsorgen. Später stellte sich in einem angenehm klärenden Gespräch allerdings heraus, dass die beiden Jacken-Aufpasser ihre ganz eigenen Pläne hatten um den Besitzer &#8216;zur Rede&#8217; zu stellen. Dummer Weise hatten sie wohl irgendwann geschaut, ob das Teil noch da ist und dabei selbst in den urin-getränkten Stoff gefasst. Jedenfalls wurde der jugendliche Besitzer des guten Stücks direkt an uns verwiesen und entpuppte sich als naiver und erstaunlich angenehmer, aber etwas eingeschüchterter Zeitgenosse. Nach kurzer Darlegung der Gründe für diese Aktion hat der junge Konzertbesucher &#8216;das auch gleich eingesehen&#8217;, wie Rüdiger Hoffmann sagen würde. Nachdem er nun auch eigenhändig seine voll geschiffte Jacke in einen Müllsack verpackt und in dem zugehörigen Behälter entsorgt hatte, wurde er zur Belohnung mit einem neutralen Pullover ausgestattet und in die Nacht entlassen.</p>
<p>Alles in allem ein gelungener Konzertabend an einem schauderlichen Platz, denn auch der Landespavillon muss zum April im Zuge der Arbeiten zu S21 dicht gemacht werden. Ein Schicksal, welches in letzter Zeit schon mehrere alternative Clubs hier in Stuttgart ereilt hat. Mirko</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2012/03/massendefekt-benzin-mom%c2%b4s-day-24-02-12-landespavillon-stuttgart/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>POPPERKLOPPER (07.01.2012 &#8211; Der Bunker bebt-Festival in Trier/Exhaus)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2012/01/popperklopper-07-01-2012-der-bunker-bebt-festival-in-trierexhaus/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2012/01/popperklopper-07-01-2012-der-bunker-bebt-festival-in-trierexhaus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 09:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=6835</guid>
		<description><![CDATA[POPPERKLOPPER beim Der Bunker bebt-Festival in Trier/Exhaus
07.01.2012
Nach meinem abgefuckten Punk im Pott Erlebnis neulich, juckte es mich spontan in meinen verrotteten Gehörgängen, so das ich kurzerhand beschloss, trotz der Tatsache, das ich am Tag darauf arbeiten musste, einen Kurztrip zum legendären „Bunker bebt“ &#8211; Festival im Trierer Exhaus zu unternehmen. Geiler Satzbau, wa? Beim Bunker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>POPPERKLOPPER beim Der Bunker bebt-Festival in Trier/Exhaus<br />
07.01.2012</strong></p>
<p>Nach meinem abgefuckten Punk im Pott Erlebnis neulich, juckte es mich spontan in meinen verrotteten Gehörgängen, so das ich kurzerhand beschloss, trotz der Tatsache, das ich am Tag darauf arbeiten musste, einen Kurztrip zum legendären „Bunker bebt“ &#8211; Festival im Trierer Exhaus zu unternehmen. Geiler Satzbau, wa? Beim Bunker bebt-Festival spielen jährlich sämtliche Bands aus dem Trierer Raum, die im alten Luftschutzbunker in Trier-Nord proben. Mit den Erlösen wird das Teil teilweise finanziert. Das Festival findet in allen Konzertsälen des Exhauses, auf 3 Bühnen, gleichzeitig statt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Popperklopper-2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6836" title="Popperklopper 2" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Popperklopper-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Mich interessierten aber heute nur die alten Busenkumpels POPPERKLOPPER. Im Exhaus tummelten sich wie erwartet eine Menge Gestalten, die ich teilweise seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Dem nach viel gab es zu quasseln. Kurz riskierte ich mal nen Blick ins große Exil, wo gerade ne Metal-Combo mit Sängerin am rocken war, als Vorband der Klopper sozusagen. Um 23.05 Uhr begannen also POPPERKLOPPER pünktlich auf die Sekunde ihr 35 Minuten Set. Der Raum füllte sich augenblicklich mit allerhand sehr gemischten Gestalten. Dazu trug mit Sicherheit auch der große Bericht in der Trierer Tageszeitung einige Tage zuvor bei.</p>
<p>Schlagzeile: „Die Popperklopper proben den Aufstand“ hehe. (<a href="http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/kultur/Kultur-in-der-Region-Die-Popperklopper-proben-den-Aufstand;art764,3013029" target="_blank">www.volksfreund.de/nachrichten/region/kultur/Kultur-in-der-Region-Die-Popperklopper-proben-den-Aufstand;art764,3013029</a>)</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Popperklopper-3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6837" title="Popperklopper 3" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Popperklopper-3-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ausuferndes Soundcheck-Gedöns sparten sich die Herren Diven diesmal, was angesichts des straffen Zeitplanes auch sinnvoll war. Kurz und schmerzlos wurden gleich mal 3 Hits am Stück serviert, u.a. No Chance, eines meiner Lieblings-englisch-Stücke der Jungs. (No facking Tschääns!) Dann folgte ein kleiner Querschnitt durch sämtliche Alben, u.a. die Klassiker Frust, Leben im KZ, die auch gebührend abgefeiert wurden. Überhaupt gefallen mir die deutschsprachigen Sonx der Jungs immer noch am besten. Aber auch Son of a bitch und das Girlschool/Motörhead-Cover Emergency rockten die Bude in Schutt und Asche. Die Jungs legen mittlerweile auch ohne großes Gequatsche eine amtliche Präsenz an den Tag. Mein lieber Scholli, die KLOPPER sind Live ne Instanz! Naturgemäß gingen die 35 Minuten viel zu schnell vorbei. Nach ein paar weiteren Smalltalks mit alten Gefährten ging´s dann recht zügig wieder Richtung Heimat. War ein gelungener Kurztrip!</p>
<p>Chris de Barg</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2012/01/popperklopper-07-01-2012-der-bunker-bebt-festival-in-trierexhaus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>PUNK IM POTT (29./30.12.11 Oberhausen / Turbinenhalle)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2012/01/punk-im-pott-29-30-12-11-oberhausen-turbinenhalle/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2012/01/punk-im-pott-29-30-12-11-oberhausen-turbinenhalle/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 09:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Spike</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=6788</guid>
		<description><![CDATA[PUNK IM POTT 2011
Was für ein Sauwetter, es gießt wie aus Eimern und der Himmel hat seine dunkelsten Vorhänge aufgezogen. „In den folgenden 3-4 Stunden“, so versicherte ich den Scheibenwischern auf der Hinfahrt, „gibt’s viel für euch zu tun.“ In Oberhausen angekommen, war der Pöbel trotz Regen in Partystimmung. Man sollte ja meinen, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>PUNK IM POTT 2011</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Punk-im-Pott.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-6789" title="Punk im Pott" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2012/01/Punk-im-Pott-300x413.jpg" alt="" width="300" height="413" /></a>Was für ein Sauwetter, es gießt wie aus Eimern und der Himmel hat seine dunkelsten Vorhänge aufgezogen. „In den folgenden 3-4 Stunden“, so versicherte ich den Scheibenwischern auf der Hinfahrt, „gibt’s viel für euch zu tun.“ In Oberhausen angekommen, war der Pöbel trotz Regen in Partystimmung. Man sollte ja meinen, dass die Wetterlage die Leute schnell ins Trockene jagen müsste, aber hier waren die Wenigsten aus Zucker und außerdem spielte im Inneren der Turbinenhalle noch keine Band zum Tanze auf, also gab´s drinnen auch noch nichts zu verpassen. Ich und mein Gefolge zogen es aber trotzdem vor, die Seenplatte draußen zu verlassen, um später nicht im Gedränge zu landen. Eine weise Entscheidung, wie sich später herausstellen sollte, denn die Schlange an der Kasse soll am späten Nachmittag sehr, sehr lang gewesen sein und die Wartezeiten lagen bei über 60 Minuten, wenn man den Betroffenen und den Augenzeugen glauben darf.</p>
<p>Nach ein paar Shake Hands und Begrüßungsbierchen dröhnen die ersten Töne aus dem Saal. EUROPE, die alte Hardrocklegende aus den Achtzigern waren Opener, danach klang es zumindest, aber es waren natürlich nicht EUROPE, sondern BETRUNKEN IM KLAPPSTUHL, die das PiP 2011 eröffneten und die Zeit zwischen den Songs mit EUROPE´s „The Final Countdown“ füllten. War ne´ sehr chaotische Nummer, aber ich glaube, dass musste so sein. Die Musiker hatten jedenfalls sichtlich Spaß an der Sache, auch wenn die Leute vor der Bühne noch zählbar waren.<br />
Das DIE SCHWARZEN SCHAFE als zweites ran mussten, fand ich echt schade, aber Veranstalter Alex erklärte im Vorfeld, das mit frühen Spielzeiten für bekanntere Bands, auch die Leute schneller in die Halle kommen würden. Und davon profitieren dann natürlich auch Bands mit kleinerer Fanbase. Ist nachvollziehbar.<br />
NEUE KATASTROPHEN aus Hamburg gaben beim Punk im Pott ihren Abschiedsgig, so wurde gemunkelt. Die Jungs gaben noch mal alles, doch ein Clubkonzert als letzter Auftritt wäre sicher noch geiler gekommen als eine Großveranstaltung. Schade, dass die Band Feierabend macht.</p>
<p>Die Umbauphase nutzte ich für ein schnelles Bierchen und eine kleine Pinkelpause. Nachdem ich letztere erfolgreich beendet hatte und wieder auf dem Weg nach unten war, bemerkte ich, dass ich meinen Fotoapparat, den ich beim Urinieren mitsamt meinem Bier abgelegt hatte, vergessen hatte. Das Bier hatte ich komischerweise wieder mitgenommen, die Kamera nicht, was verdeutlicht, wo meine Prioritäten lagen. Aber so ganz entspannt, wie sich das jetzt liest, sah ich die Sache natürlich nicht. Immerhin hat das Teil Geld gekostet und auch unter Punkern gibt es nicht nur ehrliche Leute (echt jetzt?). Ich zurück auf´s Klo gerannt und was lag dort, scheinbar unangetastet, richtig, mein geliebter Fotoapparat. Dumm nur, dass irgendein Spaßvogel innerhalb der unbeaufsichtigten 5 Minuten, in denen er dort lag, die Batterien entwendet hat. Denn genau das ist der Grund, weshalb dieser Bericht jetzt ohne Fotos auskommen muss. Aber ich bin ja schon dankbar, das nicht die ganze Kamera mitgenommen wurde. Trotzdem. Wem demnächst zwei Batterien der Marke „Varta“ zum Verkauf angeboten werden oder wem eine Person mit zwei „Varta“ Batterien auffällt, die ansonsten keine Batterien dieser Firma verwendet, der erstattet bitte Meldung bei der zuständigen Polizeidienststelle.</p>
<p>Unten waren mittlerweile ATEMNOT am zocken und die Halle war schon etwas voller als zuvor. Der Sound, dass musste ich bei vielen Bands feststellen, war nicht der beste. Ob es an der großen Halle oder der Anlage gelegen hat, kann ich nicht beurteilen. ATEMNOT haben gerade ein bisschen Ärger mit der Bundesprüfstelle wegen einiger Texte, aber da die Indizierung noch nicht ihre Macht entfaltet hat, konnten sie auch die umstrittenen Songs spielen.<br />
Nächste Band: ALARMSIGNAL. Die sind ja ne´ recht fleißige Live Band und viel unterwegs, was die Anzahl und die Textsicherheit des Publikums auch belegte. Denn die Halle war nun gut gefüllt und noch dazu in Mitsinglaune. ALARMSIGNAL waren auch in Laune, vorwiegend aber in Trinklaune, so schien es.<br />
Mit DAMPFMASCHINE hatten die Leute im Saal wieder etwas mehr Platz. Die Band war zwar schon mal mit DIE ÄRZTE auf Tour, aber in Punkerkreisen ist sie doch noch recht unbekannt. Hab nur zwei Songs gesehen, ging ein wenig in Richtung TURBONEGRO mit deutschen Texten. Dazu nackte Oberkörper und Einblicke ins Mauerdekollete´. Nicht meine Musik.<br />
Mit Biernachschub erwartete ich dann DRITTE WAHL, die auch recht früh spielten. Hatt jeder von uns bestimmt schon einige Male Live gesehen, aber bei mir liegt das letzte Mal auch schon wieder 2 Jahre zurück. Deshalb war ich gespannt, wie die neuen Songs Live klingen würden. Auf der Bühne bot sich kein gewohntes Bild, denn DRITTE WAHL waren an dem Abend zu viert, hatten noch einen Keyboarder vor dem Schlagzeug postiert, der an Hippie-Kommunen Chef Rainer Langhans erinnerte. Solider Auftritt ganz in schwarz.<br />
Nicht ganz so schwarz waren WILDE ZEITEN gekleidet. Ich glaube, diese Band genoss es am meisten, vor so großem Publikum zu spielen. Jetzt muss nur noch der Letzte begreifen, dass „Punk &amp; Polizei“ vom UNTERGANGSKOMMANDO und nicht von WIZO ist.<br />
Einen nicht allzu leichten Stand hatten danach AUWEIA!, da sie zwischen WILDE ZEITEN und LOIKAEMIE gesetzt wurden. Die Band spielte aber einen souveränen Gig, wenngleich im Publikum einige (auch AUWEIA!-Fans) der Meinung waren, dass die Band in versifften Jugendzentren immer noch am besten funktioniert.<br />
LOIKAEMIE bekam ich nur Fetzenweise mit, weil wegen Bier und mittlerweile eingeschränkter Aufnahmefähigkeit und so. Die sind wieder einer mehr und haben auf 2? Positionen noch mal die Instrumente gewechselt. Dieses Prollige war aber noch nie so meine Baustelle.</p>
<p>Ich hätte mich nicht an den Rand setzen dürfen, denn so geschah es, das ich doch tatsächlich einschlief und die EMILS verratzte. Irgendwann bei KNOCHENFARIK wurde ich wieder wach. Wollten die nicht in Zukunft nur noch nüchtern spielen? Kann es sein, dass manche Songs nur angespielt oder nicht komplett zu Ende gespielt wurden? Egal, KNOFA for Bundespräsident!!! Als ich erneut wegschlummerte und erneut wach wurde, war es in der Halle auf einen Schlag sehr übersichtlich geworden.<br />
BUMS hatten die undankbare Aufgabe nach KNOCHENFABRIK zu spielen. Ich zerbrach mir den Kopf darüber, ob dort wohl die Original Besetzung auf der Bühne stand oder ob die Jungs ein Elixier für ewig jugendliches Aussehen intus hatten. Meine Begleitpersonen überredeten mich während dieser Gedankengänge zum Aufbruch in die Jugendherberge, obwohl ich drauf und dran war, lieber an Ort und Stelle den Schlaf der Gerechten zu schlafen.</p>
<p>Am zweiten Tag kamen wir nach einem ausgedehnten Katerfrühstück natürlich zu spät in die Turbinenhalle, wo gerade die letzten Klänge von RADIO HAVANNA erklangen, die sich entweder ZSK zum Vorbild genommen haben oder nur rein zufällig so klingen. Mein Publikumsnachbar (also irgendwer) meinte aber, dass die auch auf dem Ehrlich &amp; Laut Festival gespielt hätten. Wenn´s stimmt, wär das natürlich kacke. Unerwartet treffe ich gleich darauf eine alte Freundin, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe. Die Freude war groß und wir suchten uns ein ruhiges Eckchen zum Quatschen. Es gab auf beiden Seiten viel zu erzählen, so dass ich mich erst wieder zu SS-KALIERT vor die Bühne begab. PESTPOCKEN sollen geil gewesen sein, so wurde mir berichtet. Über die anderen Bands, die in der Zwischenzeit gespielt haben, konnte ich nicht viel in Erfahrung bringen, weil die von mir, während meiner Abwesenheit, eingeteilte Person zur Berichterstattung, ihren Dienst nur halbherzig ausübte. Nächste Mal packe ich mir besseres Personal ein.</p>
<p>SS-KALIERT standen also auf der Bühne und boten eine gewohnt energiegeladene Bühnenshow. Im Vorfeld gab es mal wieder Stress um den Bandschriftzug, ein nicht enden wollendes Thema.<br />
Im Anschluss rockten FAHNENFLUCHT die Hütte. Sänger Thomas konnte auch auf der Bühne nicht die Finger von den Kippen lassen. Scheint das Geheimrezept für seine Stimme zu sein. Hab ich ziemlich abfeiert, also nicht die Raucherei, sondern die Band. Ein paar blaue Flecken von hektischen Bewegungen bei SS-KALIERT und FAHNENFLUCHT waren die Folge.<br />
KUMPELBASIS sah ich zum ersten Mal Live, gute Band, auch wenn ich das Gefühl hatte, das gerade die jüngeren Leute viele Songs nicht kannten. Da muss der Nachwuchs also noch mal zur Nachhilfe.<br />
Die Punklegende NORMAHL hab ich auch schon unzählige Male gesehen und so wollte ich sie mir eigentlich schenken. Wie der Zufall aber so wollte, hab ich einige Tage vorm PiP den NORMAHL Film „Jong´r“ zu Gesicht bekommen, der alle bisherigen Punkerfilme locker in den Regen drängt. Dadurch hab ich wieder richtig Appetit auf die Schwaben bekommen. Vor allem die ältern Stücke gröhlte ich aus feuchter Kehle mit.<br />
SONDASCHULE waren so was wie der heimliche Headliner und auch wenn ich den Hype um die Band nicht ganz nachvollziehen kann, ganz, ganz viele andere konnten das scheinbar. Die Hütte war am Beben und es war heiß in der Butze. Sie kamen gut an, die Ska-Punk-Musterschüler.<br />
Zu später Stunde vermehrten sich die nackten und verschwitzen Oberkörper um mich herum. Die LOKALMATADORE schöpften aus einem Eimer voll Hits und vor der Bühne war Partystimmung Total angesagt. Immer wieder schön anzusehen, wenn selbst das weibliche Geschlecht auch die böswilligen Zeile dieser „Männermusik“ nicht auslässt und lauthals mitträllert.<br />
Wie schon am ersten Tag, war es auch diesmal für die letzte Band eine harte Spielzeit, aber das hat man THE STATTMATRATZEN nicht angemerkt.</p>
<p>Da wir einige Stunden zuvor einen Auserwählten per „Schnick, Schnack, Schnuck“ ermittelt hatten, der nüchtern bleiben musste, traten wir mitten in der Nacht noch die Heimreise an. Nach nur 3 Pinkelpausen fiel ich gegen 6:00 Uhr erschöpft ins Bett. Mein Eindruck vom diesjährigen PiP Festival war und ist ein guter. Von Fun-, Ska-, Polit- und HC-Punk war eine bunte Mischung vertreten, so dass keiner sagen soll, er wäre musikalisch nicht auf seine Kosten gekommen. Das einige Bands in kleineren Clubs besser zünden, versteht sich von selbst, aber wann hat man mal die Möglichkeit, soviel D-Punk Creme de la Creme auf einem Haufen zu sehen und wann haben die Bands auch mal Indoor die Möglichkeit, sich vor so einem großen Publikum zu präsentieren. Und da im Winter immer akuter Festivalmangel herrscht, gehört das PiP sowieso zur Pflichtveranstaltung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2012/01/punk-im-pott-29-30-12-11-oberhausen-turbinenhalle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OSTAFRIKA FÜR ANFÄNGER (LETZTER TEIL)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/08/ostafrika-fur-anfanger-letzter-teil/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/08/ostafrika-fur-anfanger-letzter-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 09:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=5985</guid>
		<description><![CDATA[Ein Reisebereicht
Nachdem das Horn von Afrika im Osten des Kontinentes gerade mit einer Hungersnot aktuell in den Medien vertreten ist, berichte ich nun hier zum letzten Mal von dieser Region. Das fruchtbare Land Tanzania hat mit Nahrungsmangel weniger Probleme, aber mein nächstes Ziel hat schon um einiges mehr zu kämpfen und die Armut, die es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Reisebereicht</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/01_aethiopien.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5986" title="01_aethiopien" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/01_aethiopien-300x257.jpg" alt="" width="300" height="257" /></a>Nachdem das Horn von Afrika im Osten des Kontinentes gerade mit einer Hungersnot aktuell in den Medien vertreten ist, berichte ich nun hier zum letzten Mal von dieser Region. Das fruchtbare Land Tanzania hat mit Nahrungsmangel weniger Probleme, aber mein nächstes Ziel hat schon um einiges mehr zu kämpfen und die Armut, die es zwar auch in Tanzania gibt, ist hier noch deutlicher sichtbar. Also auf zum Familienbesuch nach <a href="http://www.suite101.de/content/bahir-dar-am-lake-tana-die-stadt-am-see-a48140">Bahir Dar</a> im kargen Äthiopien. Da ich hier nur 5 Tage verbracht habe um meine Familie, die glücklicher Weise nicht so stark von der aktuellen Lage betroffen ist, zu besuchen, beginne ich mit einem kleinen Bericht und Informationen über einige Sehenswürdigkeiten des von Hunger und Bürgerkrieg, der zur Abspaltung Eritreas führte, stark mitgenommenen Landes.</p>
<p>Seit wenigen Jahren haben Reiseanbieter das Land, das zum Großteil aus einem Hochplateau auf 1500m – über 3000m besteht, als Reiseziel für organisierte Rundreisen entdeckt, so dass der Tourismus langsam zunimmt. Bei meinem ersten Besuch vor 8 Jahren habe ich in 4 Wochen lediglich 3 oder 4 Touristen ausmachen können. Kulturell hat Äthiopien jedenfalls immens viel zu bieten. Die Hauptstadt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Addis_Abeba">Addis Abeba</a>, die mit 2200m als höchste Hauptstadt Afrikas und dritthöchste Hauptstadt der Welt gilt, ist die einzige Millionenstadt Äthiopiens, deren Bevölkerung durch Landfluch stetig wächst. Sehr turbulent und lebhaft ist die Stadt und auf jeden Fall ein Erlebnis. Daneben gibt es den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tanasee">Tana-See</a>, an dessen Ufer Bahir Dar, die Heimat meiner Schwägerin, liegt. Es gibt verschiedene Klosterinseln auf dem See die mit kleinen Motor- oder Papyrusbooten erreicht werden können. Spätestens hier erkennt man, dass Äthiopien sehr religiös geprägt ist. Der Staat und die orthodoxe Kirche sind stark miteinander Verbunden und auch die Äthiopier an sich sind sehr religiös, was manch bizarre Auswüchse mit sich bringt. So darf das kleine Eiland Kibran Gabriel beispielsweise nur von männlichen Lebewesen betreten werden, was durch die vielfältige Fauna in der Praxis natürlich nicht durchzusetzen ist. In dem See soll der Legende nach auch die Bundeslade mit den 10 Geboten versteckt worden sein, um sie vor Besatzern und Ungläubigen zu schützen.</p>
<p>Mittlerweile befindet sich die angebliche Bundeslade aber wieder an ihrem angestammten Ort, nämlich in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aksum">Aksum</a>, das im Norden des Landes liegt. Sogar Indiana Jones war schon hier, nur um an der Eroberung des Reliktes kläglich zu scheitern! In Aksum sind auch viele alte Stehlen (gigantische Grabdenkmäler) zu besichtigen, die zum Teil von italienischen Besetzern ‚entführten‘ nun aber ebenfalls wieder an ihren angestammten Ort zurückgebracht wurden. Eine weitere Attraktion ist der historische Wallfahrtsort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lalibela">Lalibela</a> mit seinen weltbekannten Felsenkirchen. In Äthiopien herrschen allerdings verschiedene Religionen vor, ebenso wie zig Sprachen und Volksgruppen. So gibt es hier orthodoxe, katholische und protestantische Christen, Juden, Moslems &amp; eine Vielzahl an Naturreligionen. Man sagt sogar aber auch, hier liege die Wiege des Christentums. Ebenso befindet sich hier auch ein wichtiger Bezugspunkt der Rastafari-Religion. Focus.de fast die Entwicklung folgendermaßen zusammen: „<em>Als Ras Tafari Makonnen </em>(Anm: Ras ist kein Name sondern ein militärischer Dienstgrad und bedeutet ‚Kopf‘) <em>1930 unter dem Namen Haile Selassie zum Kaiser Äthiopiens gekrönt wurde, sah eine kleine, in Jamaika ansässige Sekte namens „Holy Piby“ dies als Zeichen für das Ende der weißen Herrschaft und die Wiederkunft eines schwarzen Gottes. Von nun an nannten sie sich Rastafari. Nur drei Jahre zuvor hatte der schwarze Menschenrechtsführer Marcus Garvey in einer Rede in Kingston die Krönung eines afrikanischen Königs vorausgesagt und erklärt, der Tag der Erlösung sei nah. Äthiopien, das nie kolonisiert und unter westliche Herrschaft gelangt war, schien der perfekte Ort für die Wiedergeburt des Messias in Gestalt eines Schwarzen zu sein. Bis heute gilt Garvey als Prophet der Rasta-Bewegung. Und Haile Selassie, der später selbst Jamaika besuchte, schenkte den Rastas nach dem Zweiten Weltkrieg rund 500 Hektar Land in Shashemene.&#8221; </em> Bei einem Besuch Haile Selassies in Florida lies dieser aber dennoch verlauten er wolle nicht als Gott verehrt werden und sprach sich gegen einen Exodus der Rastafaris aus. Trotzdem leben mittlerweile viele Rastafaris in Shashamene, meist in bitterster Armut und werden von den Orthodoxen verachtet.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/02_BahirDar_Markt.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5987" title="02_BahirDar_Markt" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/02_BahirDar_Markt-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/03_BahirDar_Markt.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5988" title="03_BahirDar_Markt" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/03_BahirDar_Markt-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a><br />
Einige landwirtschaftliche Besonderheiten hat das Land ebenfalls zu bieten. So stammt zum Beispiel der beliebteste Muntermacher der Welt, der Kaffee, ursprünglich von dort, von wo er sich weltweit ausbreiten konnte. Seinen Namen hat er von der äthiopischen Provinz Kaffa, wo sich zig verschiedene Sorten von wilden Kaffeepflanzen wiederfinden. Eine Weitere Besonderheit ist ein Getreide Namens Teff. Diese glutenfreie Getreideart, verwand mit dem Hafer, wurde bis vor kurzer Zeit ausschließlich in Äthiopien angebaut, wird aber mittlerweile – wenn auch nur in geringen Mengen &#8211; auch in Europa kultiviert. Aus dem Getreide wird das äthiopische Fladenbrot Injera, so wie das fermentierte, alkoholische bierähnliche Getränk Tella hergestellt.</p>
<p>Im Süden schließt sich eine heiße und unwirtliche Tiefebene an das Hochplateau an. Im  Süd-Westen sind verschiedene, von der Zivilisation fast abgeschnittene Naturvölker wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Himba">Himba</a> oder die für ihre Lippenteller bekannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mursi_%28Volk%29">Mursi</a> beheimatet. Der hier gelegene Omo-Nationalpark ist vor allem für Anthropologen interessant, da hier viele Funde zur <a href="http://www.evolution-mensch.de/thema/funde/hs_omo.php">Evolution</a> der Menschheit gemacht wurden. Im Südosten sind durch viele Konflikte mit dem Nachbarstaat Somalia und den großen Einfluss verschiedener Warlords in dieser Region die Grenzen nicht wirklich festgelegt und wegen der archaischen Lebensweise, Kultur und der Konfliktfreudigkeit der Bewohner ist es nicht sehr Ratsam, dieses Gebiet zu betreten. In Anlehnung an einen bekannten Film daher auch der viel gehörte Satz: „Nach Hause kommst du nur im Sarg“ – wenn überhaupt.</p>
<p>Meine Erkundung dieses faszinierenden Landes und ihrer Volksgruppen hat sich daher bisher auf das Hochplateau beschränkt. Schließlich gibt es hier genügend zu erkunden und zu erforschen. Und auch für Treckingtouren in der wilden Natur ist die Hochebene, vor allem aber die bekannten <a href="http://simientours.com/simien-mountains.html">Simien-Mountains</a> mit ihrer faszinierenden, unvergleichlichen Landschaft, bestens geeignet.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/04_BahirDar_Kind.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5989" title="04_BahirDar_Kind" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/04_BahirDar_Kind-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/05_BahirDar_Tisiat_Falls.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5990" title="05_BahirDar_Tisiat_Falls" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/05_BahirDar_Tisiat_Falls-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a><br />
Soweit so gut. Nach meiner Ankunft am Flughafen von Addis Abeba hatte ich läppische 10 Stunden Zeit, bis mein Anschlussflug ins knapp 320 km entfernte Bahir Dar starten sollte. Sofort fiel mir wieder ein und auf, dass die Bevölkerung nicht gerade mit einem hohen Intellekt  gesegnet, dafür aber unheimlich gastfreundlich und liebenswert ist. Dies soll keineswegs beleidigend sein, aber es ist schon auffällig, dass das logische Denken und das Kurzzeitgedächtnis vieler Menschen hier nicht besonders ausgeprägt ist. So wurde ich gleich zu einem Umtrunk in das Büro eines Hotelangestellten eingeladen, um die Wartezeit zu verkürzen. Ich wollt mir etwas zu trinken holen, aber die Servicekraft an der Bar wusste weder, was sie so im Angebot hatten, noch wie viel es kostet. Zu guter Letzt wurde mir dann auch noch zu viel an Wechselgeld gegeben. Eine Situation, die man so oder so ähnlich hier oft erlebt. (Außerdem kommt es nicht selten vor, dass die Bedienung auf dem 10 Meter langen Weg vergisst, was bestellt wurde. So kann es schon mal vorkommen &#8211; nein, eigentlich passiert so was ständig &#8211; dass man statt 3x Mango- und einmal Papaya-Saft dann 3 x Papaya und einmal Ananas bekommt.) Im Terminal wurde ich anschließend noch von einer Horde junger, ungehobelter US-Soldaten mit ‚I  like war‘- und ‚Army for life‘-Tattoos genervt, bis es endlich los gehen konnte.</p>
<p>Da das Weihnachtsfest, das hier am 7.Januar gefeiert wird, vor der Türe stand, gingen wir am nächsten Morgen auf den staubigen Markt von Bahir Dar, um fast alle Zutaten für das Festmahl, das die Familie ausrichten wollte, zu erstehen. Lediglich der Ochse der im heimischen Vorgarten geschlachtet werden sollte, wurde vom Hausherrn selbst besorgt. Ja, ich weiß, ein paar Leute werden sich nun wieder aufregen weil Fleisch doch Mord ist, aber da geb ich &#8216;n feuchten Scheiß drauf! Hier werden die Tiere wenigstens nicht industriell gefertigt, in Serie abgeschlachtet und in zermatscht in Schweinedärme gepresst. Hier muss man sich sein Schnitzel im wahrsten Sinne des Wortes noch selbst aus der Kuh schneiden und ist froh, wenn man überhaupt etwas zwischen die Zähne bekommt. Dazu aber später mehr.</p>
<p>Im Gegensatz zu den Märkten in Tanzania ist die Auswahl an Waren nicht ganz so üppig geschweige denn farbenfroh. Hier gibt es gerade das nötigste wie Getreide, Butter, die in geschmolzenem Zustand aus Fässern abgefüllt wird, ebenso wie Honig, Zwiebeln, Gewürze, Zuckerrohr, Eier und Geflügel, das entweder in enge Käfige gepfercht wurde oder, an den Füssen fixiert, zum Transport an einen Stock gebunden ist. Aber auch Kleidung und Stoffe sowie Plastik- und Metallwaren kann man hier von den auf dem Boden oder in Holzverschlägen sitzenden Händlern erstehen. Als Weißbrot fällt man hier natürlich sofort auf und wird selbst zur Attraktion, wird angegafft und vorsichtig angefasst und gestreichelt, um zu sehen wie sich denn helle Haut anfühlt. Eine Begegnung auf diese Art hat schon etwas für sich und lässt schon nachhaltigen Eindruck. Sehr lästig dagegen sind die Jugendlichen und Kinder, die einem alles aus der Hand reißen und gegen einen Obolus tragen möchten. Ein einfaches ‚Nein‘ reicht hier nicht aus, auch wenn es unsere einheimischen Begleiter sagen, so dass man ab und an schon mal etwas lauter und drohender werden muss. Aber bei den dortigen Lebensumständen, kann man das den Burschen nun mal nicht verdenken. Und mit 20kg Zwiebeln und 20kg Kartoffeln sowie allerlei anderem Kram waren wir schon etwas beladen.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/06_BahirDar_Tisiat_Falls.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5991" title="06_BahirDar_Tisiat_Falls" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/06_BahirDar_Tisiat_Falls-300x224.jpg" alt="" width="285" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/07_BahirDar_Tisiat_Baum.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5992" title="07_BahirDar_Tisiat_Baum" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/07_BahirDar_Tisiat_Baum-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a></p>
<p>Da bis zum großen Fest noch ein Tag Zeit war, entschlossen wir uns, nach <a href="http://www.traveladventures.org/continents/africa/blue-nile-falls.shtml">Tis Isat</a> zu fahren, den großen Wasserfällen des Blauen Nil, die ca. 30 km süd-östlich von Bahir Dar liegen. Mit dem öffentlichen Bus braucht man trotzdem gut 1,5 Stunden auf der holperigen, staubigen Piste. Mit dem Bus ist das in Äthiopien eh so eine Sache. Die Busse fahren morgens ab ca. sechs Uhr unregelmäßig vom Busbahnhof ab. Denn der Bus fährt erst, wenn alle Sitzplätze belegt sind. Es kann also sein, dass man 2 Stunden wartet, bis alle Plätze belegt sind. Überladen wird allerdings auch nicht, so dass, wenn man auf einer begehrten längeren Strecke keinen Sitzplatz mehr ergattert, auf den nächsten Bus warten muss, der eventuell erst am nächsten Tag fährt.</p>
<p>Von dem Dörfchen Tis Abay, wo der Bus hält, geht es dann in einem  ca. 45 Minuten langen Marsch über einen Hügel und durch einen kleinen Bach zu den Nilfällen, die zwischen 35 und 47 Meter hoch sind. Allerdings ist der Wassergehalt der Wasserfälle in den letzten Jahren merklich zurück gegangen. Dies liegt hauptsächlich an dem in unmittelbarer Nähe befindlichen Elektrizitätswerk, welches sich die Wasserkraft des Flusses zu Nutzen macht. So nimmt nun seit gut 10 Jahren lediglich ein Bruchteil des Wassers seinen natürlichen Verlauf. Bei meinem ersten Besuch (2003/4) hier waren die Fälle ja schon spärlich, diesmal war aber noch weniger Wasser zu sehen. Die schwer abzuschüttelnden, schelmischen, Möchtegern-Guides werden aber nicht müde zu sagen: „A lot of water this year“. Trotzdem allem ist das Naturschauspiel immer noch, ebenso wie die landschaftliche Umgebung, beeindruckend. Man kann direkt zu den Fällen hinabsteigen, sich in der Gischt erfrischen und etwas ruhen.</p>
<p>Nach einem weiteren kurzen Fußmarsch Flussaufwärts kann dann der Blaue Nil mit einem kleinen Holzboot überquert werden und durch das in Gestank gehüllte Gerberviertel, vorbei an einigen wirklich erbärmlichen Stroh- und Holzhütten geht es zurück nach Tis Abay. Hier haben wir uns noch in eine Tej-Kneipe begeben, die an einem aufgestellten Trinkglas auf einem Stock vor der Hütte erkennbar sind. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tej">Tej</a> ist ein sehr leckerer, in kleinen Glaskaraffen dargereichter Honigwein, der mit dem hier bekannten Met geschmacklich kaum zu vergleichen ist. Aber reinknallen kann das Gesöff bei Temperaturen über 30 Grad doch ganz schön, so dass man die ungemütlich Rückfahrt im Bus auch gut überstehen kann.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/08_BahirDar_Viehmarkt.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5993" title="08_BahirDar_Viehmarkt" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/08_BahirDar_Viehmarkt-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/09_BahirDar_Meine_Familie.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5994" title="09_BahirDar_Meine_Familie" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/09_BahirDar_Meine_Familie-300x223.jpg" alt="" width="285" height="223" /></a></p>
<p>Nun stand endlich das äthiopische Weihnachtsfest vor der Türe, dass auch das Ende der Fastenzeit (hier: vegane Ernährung für mehrere Wochen) bedeutet.  Im Vorhof der Schwiegereltern stand schon der Ochse, der wiederkäuend auf seine letzte Reise wartete. Für 6:30 Uhr am nächsten Morgen hatte sich der Metzger angekündigt, so dass wir recht früh auf den Beinen waren. Mit einem präzisen Kehlenschnitt wurde das Tier in wenigen Sekunden dahin gerafft und man ließ zu erst ausbluten. Während das Blut unter dem Zaun hindurch auf die Straße lief, wurde der erste von viel zu vielen Gläsern Ouzo bzw. Gin gereicht. Nun wurde der Ochse Stück für Stück zerlegt und die Fleischstücke auf einer Strohmatte ausgelegt. Die Zunge wurde allerdings – frisch aus dem Tier, roh und noch ‚mundwarm‘ zum Verzehr gereicht. Der zweite Schnappes  war dann auch wirklich nötig. Die Lunge des Viehs bekam der Hund der Familie und die von Fäkalien gereinigten Därme riss sich der Metzger für seine Hunde unter den Nagel. Nun waren die Mägen dran. Nachdem diese ausgespühlt waren, gab es nun auch Pansen und Kutteln für uns Gäste &#8211; natürlich frisch und roh. Erstaunlicher Weise waren die Mägen, auch wenn ein gewisser Stall-Geschmack nicht zu leugnen ist, ganz gut genießbar. Natürlich immer begleitet von Hochprozentigem.  Nach über 3 Stunden hatte der Metzger das Tier mit seinen Helfern zerlegt und in acht etwa gleich große Haufen verteilt. Da sich hier niemand einen ganzen Ochsen leisten kann, hatten insgesamt 8 Haushalte zusammen gelegt und nun wurden die Haufen an die Mitfinanziers verlost. Dem Hausherr steht aus Tradition allerdings das Herz des Schlachtviehs zu. Das Fell wurde zu einem kleinen Paket verschnürt, welches der Metzger als Bezahlung bekam, während der Kopf mal so eben in den angrenzenden Wald geschmissen wurde. Parallel dazu wurden weiter Fleischteile, diesmal gekocht oder gegrillt mit Injera und Gemüse serviert und kräftig gepichelt. Den Abend hab ich dann leider in nicht mehr so guter Erinnerung, da ich vom vielen durcheinander Saufen noch mehrfach ‚abhusten‘ musste. (Auf Bilder der Schlachtung verzichte ich hier, wer sich aber ein genaueres Bild machen möchte, kann dies <a href="http://naturepix.bplaced.net/WebAlbums/Schlachtung_Ethiopia/index.htm">HIER</a> tun.)</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/10_BahirDar_Schlachtung_Kuttteln.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5995" title="10_BahirDar_Schlachtung_Kuttteln" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/10_BahirDar_Schlachtung_Kuttteln-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/11_Tisiat_Boot.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5996" title="11_Tisiat_Boot" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/11_Tisiat_Boot-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a></p>
<p>Der nächste Tag wurde mit Souvenir-Suche, Shopping und gemütlichen Pausen mit gigantisch leckeren, farbenfrohen Fruchtsäften, klebrigen Süsswaren und einem abschließenden Besuch bei der Familie verbracht. Am nächsten Morgen war dann meine Abfahrt nach Addis geplant und so brachte mich mein Bruder um 6:30Uhr zum Bus, der mich innerhalb 10 Stunden in die Hauptstadt bringen sollte. Die Fahrt in dem klimatisierten Bus war toll und ermüdend zu gleich und auch hier mussten wir nur einmal wegen eines geplatzten Reifens anhalten. Die ganze Fahrt über wurden wir mit überlauter traditioneller Musik und einheimischen No-Budget-Filmen auf dem Bordfernseher ‚unterhalten‘ während draußen die kargen Felder vorbei zogen. Ein ausgezeichnetes Panorama genießt man beim überqueren des Blauen Nils mit einer großartigen Aussicht. Hier wurden wir auch von ein paar Affen begleitet, die wie kleine Paviane aussehen, und am Straßenrand auf Bettelgut warten. Etwas  geschockt war ich allerdings, als wir zum Mittagessen im Hinterhof eines kleinen Lokals parkten. Während ich aß, wurden die Bauchladen-Händler auf der Straße von einem grimmig drein blickenden Mann mit einer Peitsche vom Hof ferngehalten!! So was kannte ich bisher nur aus schlechten Filmen. Aber Scheiß den Typen dann mal an, da bekommste Gegenwind, dir echt den Wind aus den Segeln nimmt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/12_Huetten.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5997" title="12_Huetten" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/12_Huetten-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/13_Kids.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5998" title="13_Kids" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/08/13_Kids-300x225.jpg" alt="" width="285" height="225" /></a></p>
<p>Um 17:00Uhr war ich dann in Addis Abeba, wo ich mir ein kleines Zimmer gesucht habe um die restlichen Stunden bis zum Rückflug angenehm zu verbringen. Um 1:00 Uhr nachts holte mich mein mühsam ergattertes Taxi ab (die fahren nicht gerne in der Nacht, schlagen dann aber gleich mal 100% drauf) und ohne größere Probleme konnte ich um 3:30 Uhr meinen Flug nach München über das zu diesem Zeitpunkt noch von Mubarak beherrschte Kairo anzutreten. Im Gegensatz zum Hinflug klappte diesmal alles wunderbar. Sehr erstaunt war ich am Schluss aber noch über die Tatsache, dass ich vom Flughafen München – ein Dank der Deutschen Bahn &#8211; länger gebraucht habe (fast 5 Stunden), als mit dem Flieger von Kairo ins Bayernland.</p>
<p>Abschließend kann ich sagen: Nach meinem ersten One-Man-Trip in Ost-Afrika bin ich wieder um einige Erfahrungen reicher und habe viele Dinge gesehen, die der Pauschaltourist oder Gruppenreisende garantiert nicht so mit bekommt. Daher kann ich nur jedem Empfehlen, solch einen Trip selbst mal zu unternehmen. Klar man vermisst manchmal eine vertraute Person, aber man lernt sich selbst, die Menschen mit denen man zu tun bekommt und die Umstände in denen sie leben viel besser kennen. Etwas, was ich niemals missen möchte.</p>
<p>Bilder wie immer unter: <a href="http://www.sn-pix.de.be/" target="_blank">www.sn-pix.de.be</a></p>
<p>Wer sich für mein komplettes, intimes Tagebuch interessiert, kann das <a href="http://dl.dropbox.com/u/21952108/Tanzania.pdf">hier runterladen</a>!  (Rechtsklick / Ziel speichern unter&#8230; /ca.55mb im .pdf-Format)</p>
<p>Mirko</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/08/ostafrika-fur-anfanger-letzter-teil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WENN GHADAFFI EINEN MP3 PLAYER HÄTTE, WÄRE SCHWARZENEGGER NICHT DAS, WAS ER SEIN KÖNNTE</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/07/wenn-ghadaffi-einen-mp3-player-hatte-ware-schwarzenegger-nicht-das-was-er-sein-konnte/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/07/wenn-ghadaffi-einen-mp3-player-hatte-ware-schwarzenegger-nicht-das-was-er-sein-konnte/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 10:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=5729</guid>
		<description><![CDATA[…oder warum manchmal Überschriften in keinem Bezug zum Text stehen…
Dienstagmorgen, kurz vor sechs Uhr. Ich bin spät dran heute. Am besten hätte ich mir den dritten Kaffee gespart, dann wären mir fünf Minuten mehr geblieben und ich müsste mich nun nicht so abhetzen.
Ich trete in die Pedale und nähere mich der Kreuzung. Meistens kommt hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>…oder warum manchmal Überschriften in keinem Bezug zum Text stehen…</em></strong></p>
<p>Dienstagmorgen, kurz vor sechs Uhr. Ich bin spät dran heute. Am besten hätte ich mir den dritten Kaffee gespart, dann wären mir fünf Minuten mehr geblieben und ich müsste mich nun nicht so abhetzen.</p>
<p>Ich trete in die Pedale und nähere mich der Kreuzung. Meistens kommt hier um die Uhrzeit noch kein Auto und so rolle ich im Leerlauf heran. Wenn ich mich anstrenge, dann kann ich hören, ob noch ein anderer verirrter Frühaufsteher in seinem Auto unterwegs ist. Heute scheint alles ruhig und so quere ich die Straße, stütze mich auf den Pedalen auf und stehe fast aufrecht auf ihnen, als ich den Kantstein hochfahre. Noch hundert Meter, dann rechts abbiegen, der Straßenbiegung folgen und dann halb links auf den kleinen Weg, der zur Hauptstraße führt. Langsam fange ich an zu schwitzen und ich spüre ein leichtes Brennen in den Oberschenkeln. Wieder spiele ich kurzzeitig mit dem Gedanken, dass ich eventuell doch ein bisschen mehr Sport treiben sollte, aber mein Wille, den Zug noch zu erwischen, wischt diesen illusorischen Funken der Vernunft weg. So wie man mit einem Stück Küchenpapier den verschütteten Kaffee einfach wegwischt. Aus den Augen, aus dem Sinn- obwohl natürlich klar ist, dass dieser kleine miese Zwerg wieder auftauchen wird. Spätestens am nächsten Morgen, wenn der Entschluss, den Wecker noch zehn Minuten weiterzustellen, wieder mal gewonnen hat.</p>
<p>Endlich, ich bin da. Das Fahrrad abgestellt. Verflixt. Wieso klemmt gerade heute der Schlüssel für das Fahrradschloss? Ich atme schwer, bin immer noch aus der Puste. Na klar, so ein Höllenritt von 2 km mit dem Fahrrad, das soll mir mal jemand nachmachen! Ich fühle mich auch ganz heldenhaft, als ich Ümets kleinen Bahnhofskiosk betrete. Hier gibt’s noch mal eine Schachtel Kippen und ne Zeitung für die Bahn. Denn 60 Minuten durch die norddeutsche Tiefebene kann zumindest ich morgens nicht ohne Ablenkung ertragen. Noch weiß ich nicht, dass ich mir die 1,10 hätte sparen können und das heute sowieso alles erstens anders und zweitens als man denkt kommt. Doch zunächst bahne ich mir schnellen Schrittes und mit leichtem Schweißfilm auf der Stirn einen Weg durch die kleine Gruppe der in Arbeitsklamotten gewandeten Gestalten, die sich jeden Morgen früh vor dem Kiosk treffen, dann grundsätzlich direkt vor der Tür stehen und sich eilig ein Blechbrötchen und eine Assizündkerze in die Leber schrauben. Man muss ja dem Tag auch lachend in sein hässliches Antlitz sehen, denke ich mir und kann meinen Blick kaum von den gelblich- braun verfärbten Stumpen in der schwarzen Mundhöhle des Mannes in Malerkluft abwenden. Er blinzelt lustig aus seinen verwaschenen Augen und sein sonnenverbranntes Gesicht hat einen Ton von Bronze, durchzogen von irrsinnig vielen Fältchen und Falten, die ihn wirken lassen, wie eine menschgewordene Nachbildung des Grand Canyons. Er freut sich auf die Fußball WM der Frauen, gibt er lauthals zu verstehen und relativiert dann eiligst, als er die Unverständnis in den Blicken seiner Mittrinker sieht. Also nicht wirklich auf die „Lesbenhorden“, sondern weil Germany dann mal wieder Weltmeister wird. Dann habe man es mal wieder allen gezeigt. Und diese Fußballerinnen, die bräuchten doch auch nur mal anständig durchgenommen werden, dann… Den Rest erspar ich mir. Der geistigen Elite morgens schon bei ihren verquasten Welttheorien zuhören zu müssen, dass ertrag ich nüchtern und sowieso gar nicht. Wissen die bei der BILD, dass ihre Mitarbeiter morgens schon trinken und haben die da gar keinen Zahnarzt? Egal, mein Zug wartet. Noch drei Minuten. Großen Schrittes überquere ich den Vorplatz und entere das Bahnhofsgebäude. Wie eine überdimensionierte Schuhschachtel mit gewelltem Dach dominiert diese den zentralen Bereich der Kleinstadt. Und suggeriert von der Finanzkraft und der Weltoffenheit, des Fernwehs der Einwohner, die die 10000er Zahl mal so gerade ankratzt. Wo man von hier wohl überall hinfahren kann? Umso mehr bin ich jedes Mal enttäuscht, wenn ich unter der nahezu freitragenden Kuppel die paar Stufen in den Bahnsteigbereich hinabgestiegen bin. Ganze zwei Gleise finden sich da, die von einer kleinen privaten Regionalbahn beschickt werden. Großer Mann, was nun? Es ist in etwa so, als würde sich auf einem Festival der Himmel verdunkeln, ein schwarzer Nightliner heranrauschen und alleine der Anblick ließe allen tausenden von Konzertbesuchern den Atem stocken. Welche große Band, welcher Star von Weltformat mag diesem Ungetüm wohl entsteigen? Und dann sind es bloß die KrawallBrüder.   Genauso fühle ich mich immer: Maßlos enttäuscht.</p>
<p>„Beep Beep Beep“</p>
<p>Die Türen schließen sich, der Dieselmotor grollt auf und langsam und sehr schwerfällig setzt sich der Schienenbus in Bewegung. 12 Haltestellen, dann in die S- Bahn umsteigen und noch einmal sechst Haltestellen, dann eine Zigarette zu Fuß, in den zehnten Stock und acht Stunden warten auf die erlösende Feierabendsirene. Dann das Ganze retour. Nur ohne Ümet.</p>
<p>Ich schlage die Zeitung auf. Gestern haben wieder Nobelkarossen gebrannt und irgendein Bezirksvorsteher investiert 100.000,-, damit Obdachlose nicht unter der Brücke schlafen. Das ist ja nett denke ich und lese weiter. Was für eine philanthropische Idee wird er gehabt haben? Für so viele Scheine gibt’s bestimmt ein nettes Haus oder irgendwas in der Richtung. Aber nein, Steine hat er herankarren lassen, die dann schön unter der Brücke drapieren lassen und einen künstlichen Flusslauf angelegt. In der Hoffnung, dass der Abschaum dann verschwindet. Aber da hat der liebe Bezirksamtsvorsteher die Rechnung ohne die kreativen Wermutbrüder gemacht. Sie schlafen um die Steine herum und lassen nun Papierschiffchen in dem neuen Bächlein schwimmen. Und haben obendrein – das ist kein Witz- ein Schild drucken lassen und aufgehängt: „Danke für die Renovierung unseres Schlafzimmers!“ prangt es dort nun in höhnischem Spott herab. Amt 0, Penner 1, würde ich sagen.</p>
<p>Aber ich kann mich heute nicht richtig auf die Zeitung konzentrieren. Wortfetzen dringen in meinen Kopf und irgendwie müssen sie eine Synapse getroffen und angeschmissen haben, denn mein Gehör fährt hoch und ich lausche dem Gespräch zweier junger Männer, die sich auch in der Obdachlosigkeit befinden. Der intellektuellen…</p>
<p>„ Digga, Alta. Hassu die Olle geseh’n beim Äijtsch seine Paady, Digga? Voll die Möpse, so.“ „Jo, ey, voll krass die Dinger, Digga. Ey, ich schwör, die is voll so heiß, weißt, was ich mein? So mit alles und endkrass, ey“. „Faruk kennt die, hatta mal mit ein abgechillt, Digga und…“</p>
<p>Der Zug hält und für einen Moment bin ich abgelenkt. Ich nutze die allgemeine Unruhe und drehe mich konspirativ um: Digga1 sieht aus, als wäre er unterm Turbobräuner eingeschlafen. Seinen feisten Schweinekopf ziert ein mit Straßsteinen geschmücktes Ed Hardy Cap. Er trägt den Schirm leicht zur Seite gedreht und hat die Größeneinstellung der Mütze so verringert, dass es aussieht, als sei es ihm drei Nummern zu klein. In beiden Ohren trägt er Stecker, die von riesigen Glasquadern, die wohl die Assoziationen an Diamanten wecken sollen, beherrscht werden. Doch sind die augenscheinlich so schwer, dass sie die Ohrläppchen leicht nach unten ziehen. Um den Hals die obligatorische Monsterpanzerkette und auch zwei hübsche Armbänder. Menowin für ganz Arme. Digga2 sieht haargenau so aus, doch trägt er nicht Weiß wie Digga1, sondern ein herb maskulines rosa. Hätte ich meinen MP3- Player heute nicht vergessen, müsste ich mir das Geseier auch nicht anhören. Was für ein Mist. Und nur wegen eines Kaffees mehr.</p>
<p>Die Türen schließen sich.</p>
<p>„Un‘ Digga, eins is kla- die fick ich noch, ich schwör.“ „Echt? Wie wissu das denn machen? So richtig, ey?“ Vor dem Fenster ziehen friedliche Felder vorbei. Kühe glotzen dem Zug hinterher und ihre Kälber scheinen sich einen Spaß daraus zu machen, mit der Bahn um die Wette zu laufen. Ich höre die Diggas die besten Tipps für Geschlechtsverkehr austauschen und frage mich, ob die sich gar nicht bewusst sind, dass sie in einem nahezu vollbesetzten Pendlerzug sitzen. Aber vielleicht ist es denen auch voll egal, ey.</p>
<p>„Digga, ich tu da so mit der Ollen chillen und da kommt ihr Alter rein, ey.“ Noch mehr Kühe auf den Wiesen, vereinzelt auch Schafe. Weithin vernehmbar erklärt Digga2 in sämtlichen Einzelheiten, wie er nun präejakulativ vom Vater irgend so einer Tussi mit Baggypants auf Halbmast und Halbmast auf die Straße in seinem scheiß Hamburger Ghetto gejagt wurde. Digga1 hat dazu nur einen Kommentar, den aber dafür nach jedem gestammelten Halbsatz: „Krass, Digga, voll endkrass!“ „Weissu Digga, ich hab mich da voll zum Löffel gemacht, ey! Das war so krass peinlich, echt ey“ <em>Und? Was machst du jetzt gerade?</em> Die Halbleiter scheinen sich warm geschossen zu haben. Noch vier Stationen, ich muss eine rauchen. Ich habe für meinen Teil kein Problem damit und will ja Leuten auch nichts böses, nur weil in ihren Familien der Genpool bereits vor drei Generationen geschlossen worden ist, aber muss man das dann hier so ausgiebig präsentieren? Dafür gibt es RTL und RTL II, Diggas! Aber selbst die Redakteure dieser Schmierensender haben wohl ihren Stolz oder zumindest irgendwelche Vorgaben. Sonst könnten sich die beiden Möchtegern Playboys dort noch mal nen Euro dazuverdienen, den sie dann in Lloret de Mar in einen schönen Kübel Sangria und gefälschte Hilfiger Klamotten investieren könnten.</p>
<p>Brüste, Erscheinungsformen des weiblichen Geschlechtes und die neusten Apps fürs iPhone. Die beiden hören nicht auf. Mein rechtes Augenlid zuckt. Zuerst kaum merklich, dann immer deutlicher. Unregelmäßig. Zuck. Zuckzuck .Zuck. Zuckzuckzuck. Sie sind drei Meter entfernt. Zuckzuck. Ich merke, dass es nicht nur das Zucken ist. Auch mein Herz schlägt mir bis zum Hals. In meinen Handflächen bildet sich Schweiß und ein Gefühl der Enge macht sich in mir breit. Wie eine eiserne Faust umschließt es erst meinen Magen und drückt ihn zusammen, als wolle es ihn auswringen. Mir wird schlecht. Die Waggontür piept und schließt sich wieder. Wie durch Watte rauscht der Ton in meine Ohren, vermischt sich dort mit dem Gebrabbel der anderen Zuggäste. Und zwischendrin höre ich nur noch glasklar: „Digga Digga Digga Digga!“ Immer lauter bohrt sich dieses Wort in mein Gehirn. Mittlerweile habe ich mein Augenlid nicht mehr unter Kontrolle und der Schweiß scheint mir im Strömen aus den Poren zu laufen. Ich wage es nicht, den anderen Mitfahrern ins Gesicht zu blicken. Es dröhnt in meinen Ohren und in meinem Mund breitet sich eine nach Kupfer schmeckende Wärme aus. Ich merke nicht einmal, dass ich mir auf die Zunge gebissen habe, als ich aufstehe und stolpernd den Vierersitz verlasse. Ich muss hier raus. Irgendwie. „Digga Digga Digga“. Zuck. Zuckzuckzuck. Wie durch einen nebligen Tunnel sehe ich schemenhafte Gesichter vor mir. Dann falle ich. Eine ältere Dame sieht mir aus ihren gütigen Augen ins Gesicht. Ich erkenne sie wieder. Die Frau mit den Cent- Stücken gestern beim LIDL. Zuckzuck.</p>
<p>Dann ist alles wieder in Ordnung. Ich stehe auf und klopfe mir den Dreck von der Hose. Der Zug fährt ruhig dahin. Alle Gespräche im Waggon sind verstummt. Alle? Nein, nicht alle. „Ey und das krasseste is, das…“ Digga1 verstummt, als ich mich neben ihn setze. Warum, weiß ich nicht.</p>
<p>Vielleicht liegt es daran, dass ich in meiner Hand den blutigen Notfallhammer halte, den ich Digga2 gerade mitten dahin gehauen habe, wo Kleinkinder noch ihre Fontanelle haben. Eine lustige rote Fontäne sprudelt, langsam versiegend, aus seinem Kopf und malt ein surreales Muster auf seine Stirn. Die Kappe liegt am Boden. „Und? Was ist nun das Krasseste?“, frage ich ihn ruhig und sehe dabei in seine Augen. Digga2 kippt röchelnd zuerst nach vorne, dann hebt er seinen Oberkörper noch einmal und schaut mich ungläubig an. Ich meine auszumachen, dass er sich überlegt, ob er mich schlagen soll. Doch der Nothammer, der übrigens vortrefflich in der Hand liegt, nimmt ihm die Entscheidung ab. Er fällt mitten in den Gang.</p>
<p>Der noch sitzende Digga ist nun komplett stumm und gerade, als ich ihm anbieten will, dass ich ihm die Augen aus dem Kopf reiße, sie in seine Unterhose stecke, damit er sehen kann, wie ich ihm in den Arsch trete, höre ich Musik. „It’s a jungle out there…“ Randy Newman singt. Warum klingelt mein Wecker? Ja, verdammt. Warum klingelt mein Wecker?</p>
<p>Eine ziemlich resolute Stimme in meinem Kopf meldet sich zu Wort: „Weil du zu Hause im Bett bist und endlich aufstehen musst!“ Ich schlage die Augen auf. Kein Digga1, kein Digga2. Ich habe alles nur geträumt. Tief atme ich durch, jetzt erst einmal einen Kaffee.</p>
<p>Nach dem dritten Kaffee sehe ich auf die Uhr. Verflixt, nun wird es Zeit, ich muss los. Ich haste in den Schuppen und hole mein Fahrrad. Als ich schon fast am Bahnhof bin, fällt mir ein, dass ich meinen MP3- Player am PC habe liegen lasse. Scheiße! Dann muss ich mir halt ne Zeitung kaufen. Als ich den Bahnhofskiosk von Ümet verlasse und Richtung Bahnhof gehe, sehe ich zwei Typen vor mir, breitbeinig, lässig gehen: Der eine trägt ein rosa, der andere ein weißes Ed Hardy- Cap. Ich schüttle mit dem Kopf und steige in den Zug….</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wenn MP3 Player Leben retten sollen, dann mit:</span></p>
<p>Volbeat- Guitar Gangsters and Cadillac Blood (Album)<br />
Flogging Molly- Speed of Darkness (Album)<br />
Hudson Falcons- Dancing Underneath the Moonlight (Album)<br />
Misfits- The Haunting</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/07/wenn-ghadaffi-einen-mp3-player-hatte-ware-schwarzenegger-nicht-das-was-er-sein-konnte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BROILERS, THE HEADLINES (15.06.2011 Köln / E-Werk)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/06/broilers-the-headlines-15-06-2011-koln-e-werk/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/06/broilers-the-headlines-15-06-2011-koln-e-werk/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 08:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Broilers]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=5604</guid>
		<description><![CDATA[Eine Woche nach erscheinen der neuen BROILERS Platte SANTA MUERTE fand der Tour- Auftakt der Combo in Köln im E-Werk statt. Vor ewigen Zeiten hatte ich bereits die Karten bestellt. Eine Woche hatte ich also Zeit, mich mit den Songs der neuen Platte vertraut zu machen. Die vorgeschobene EP HARTER WEG verdeutlichte ja schon, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche nach erscheinen der neuen BROILERS Platte SANTA MUERTE fand der Tour- Auftakt der Combo in Köln im E-Werk statt. Vor ewigen Zeiten hatte ich bereits die Karten bestellt. Eine Woche hatte ich also Zeit, mich mit den Songs der neuen Platte vertraut zu machen. Die vorgeschobene EP HARTER WEG verdeutlichte ja schon, in welche Richtung die neue Scheibe gehen würde. Aus Interviews und sonstigen Kommentaren der Band war auch schon abzuleiten, in welche Richtung die Reise in Zukunft gehen würde. Somit war ich nicht sonderlich überrascht, dass der Sound von SANTA MUERTE mit dem der VANITAS oder noch älteren Scheiben rein gar nichts mehr am Hut hat. Teilweise ist der Sound recht überladen mit allerlei Instrumenten, von Bläsern über Mundharmonika, bis hin zum Schifferklavier. Rotzige Gitarrenakkorde und Rotz in der Stimme von Sänger Sammy sucht man vergebens. Trotzdem haben die ersten 4 Songs der Platte relativ hohen Hitfaktor. Danach flacht es leider ziemlich ab und wird doch sehr schnulzig bis belanglos. Stellenweise erinnert mich die Mucke an Westernhagen und Matthias Reim, besonders wenn das Saxophon loslegt. Soviel zur neuen Scheibe und nun zum Konzert:</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/Broilers-1.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-5605" title="Broilers 1" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/Broilers-1-590x441.jpg" alt="" width="590" height="441" /></a><br />
Mit Deutschpunk-Professor Martin E. ging´s also ab auf die Autobahn Richtung Kölle. Ich machte heute den Fahrer, denn den Plan, in einem Hostel zu übernachten und richtig fett einen drauf zu machen hatte ich kurzerhand verworfen. Beim E-Werk angekommen war bereits die Vorgruppe am rumpeln und als wir rein gingen war diese bereits fertig. Was ich mitbekommen habe, war, das die HEADLINES aus Schweden kommen. Der Bühnenumbau für die BROILERS war bereits im Gange. Die Rückwand war mit einem riesigen weißen Tuch abgehängt. Ich vermutete, dass sich dahinter der riesige BROILERS &#8211; Schriftzug verbarg, welchen sie auf der Doku-CD zusammengeschustert hatten. Die Rückwand blieb jedoch blanko in weiß, auch ein Backdrop gab es nicht. Stattdessen eine fette Lichtshow. Dann erklang auch schon „If the Kids are United“, welches aus tausenden Kehlen mitgegröhlt wurde. Dann wurde es dunkel und die Band huschte auf die Bühne. Das neue, kürzere und längst nicht so spannungsaufbauende Intro erklang und mit „Harter Weg“ eröffneten die BROILERS ihre Show. Der Sound war anfangs etwas seltsam und Sammys Mikro viel auch öfter aus. Dürfte bei solch großen Shows eigentlich nicht passieren, man spielt ja nicht mehr im Juz nebenan für 5 Euro. Aber druff geschissen, die Band hatte Spaß und das sah man ihr an. Auch das Publikum ging gleich voll mit. Ach ja, das Publikum: Mittlerweile 90% Mainstream-Volk, ähnlich wie bei den Hosen und Ärzten. Die restlichen 10% bestanden aus seltsamen Grauzonen-Nazis, Bierzeltproleten mit Olibas und Skinheads, deren Blicken man ansehen konnte, was sie von Leuten wie uns halten. Bei „ An all den Schmutz“, dem Song gegen Rechts, wurden wir offen angepöbelt, als Martin E. in die NAZIS RAUS Sprechchöre mit einstimmte. Traurig aber wahr. Spätestens da war es mit meiner Vorfreude und Lust auf das Konzert vorbei. In unserem Nacken standen finstere Gesellen, die ständig pöbelten und provozierten. Den BROILERS kann man das nicht vorwerfen, die sind 100% konsequent in ihren Aussagen. Man kann ja nicht in die Köpfe kucken beim Eintritt. Diese Leute trugen völlig neutrale Klamotten. Die vereinzelten Krawallbrüder, Onkelz- usw. T-Shirts -tragenden Leute waren eher unauffällig in ihrem Verhalten. So mein Eindruck.<br />
Zurück zur Mucke: Auch alle älteren Lieder, die in recht hoher Anzahl gespielt wurden, sang Sammy Amara im Stil der neuen Scheibe: Ohne Rotz, sehr glatt. Nicht mal mehr das berüchtigte Eunuchen-Gejaule von der Vanitas hat er mehr in der Stimme. Das war schon recht gewöhnungsbedüftig. Auch wurden die meisten Songs umarrangiert mit vielen Bläsern und Orgelparts. Auch ältere Stimmungshits waren am Start (Paul der Hooligan, In 80 Tagen um die Welt, Verlierer sehen anders aus usw.) sowie einige Kracher der Lofi (Eine Nation, Hey Suburbia, Baccio il Mio&#8230;) und ansonsten natürlich fast die gesamte neue Platte. Auch die fürchterlichen Schnulzen. Bei einer band sich Sammy eine riesige Akustikgitarre um, hinter der nur noch sein Kopf zu sehen war. Kurioser Anblick, hehe. Über die Bühne verteilt hatten sie mehrere Scheinwerfer-Batterien, die im Laufe des Konzertes als BROILERS &#8211; Schriftzug blinkten. Deshalb also kein Backdrop mehr.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/Broilers-2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-5606" title="Broilers 2" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/Broilers-2-590x441.jpg" alt="" width="590" height="441" /></a><br />
Tja, meine Enttäuschung hielt sich in Grenzen, da das ja alles so zu erwarten war. Trotzdem machten wir uns nach dem letzten Song, noch vor den Zugaben vom Acker. Ich bereue, dass ich die BROILERS nie zu der Zeit live gesehen habe, als sie noch in kleinen Clubs und Juzis spielten. Wobei das Konzert letztes Jahr in Aschaffenburg im Clossaal noch recht angenehm war, mit ca. 500 Besuchern. Trotzdem gönne ich der sympathischen Truppe ihren Erfolg. Sie machen ihr Ding und das ist gut so. Sie werden viele neue Fans gewinnen und viele alte Fans verlieren. Das ist der Lauf der Dinge. Was mich tierisch ankotzt, sind die vielen Vollidioten, mit denen ich meine Lieblingsband teilen muss. Fuck off and die! Chris de Barg</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/06/broilers-the-headlines-15-06-2011-koln-e-werk/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OSTAFRIKA FÜR ANFÄNGER (TEIL 3)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/06/ostafrika-fur-anfanger-teil-3/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/06/ostafrika-fur-anfanger-teil-3/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 09:41:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=5560</guid>
		<description><![CDATA[Ein Reisebericht
Aus Unlust habe ich mir mit der Fortsetzung des Reiseberichtes etwas Zeit lassen müssen. Aber nun geht es weiter. Wie berichtet, hatte ich Zanzibar mit einer Propellermaschine verlassen und war in Tanga, gelegen im Norden von Tanzania, gelandet.
 Nördliches Tanzania
 
Das Gepäck war schnell aus der Maschine ausgeladen und wurde in einer Schubkarre zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Reisebericht</p>
<p>Aus Unlust habe ich mir mit der Fortsetzung des Reiseberichtes etwas Zeit lassen müssen. Aber nun geht es weiter. Wie berichtet, hatte ich Zanzibar mit einer Propellermaschine verlassen und war in Tanga, gelegen im Norden von Tanzania, gelandet.</p>
<p><strong> </strong><strong><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_01-afrika.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-5561" title="TZ3_01 afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_01-afrika.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Nördliches Tanzania</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Das Gepäck war schnell aus der Maschine ausgeladen und wurde in einer Schubkarre zum &#8216;Terminal&#8217; gebracht. Nachdem ich meinen Rucksack übergestreift hatte, wollte ich das Gebäude verlassen. An der Türe wartete aber schon eine große Traube Taxifahrer, die ihre Dienste feil boten. Mir war das zu viel Trubel und Geschrei. Also habe ich mich durch die Menge gewühlt, die Traube von hinten erneut angesteuert und mich bei einem der hintersten Fahrern, der sichtlich überrascht war, nach einem angemessenen Fahrpreis erkundigt. Diesen bekam ich auch angeboten, und so ging es stressfrei in meine schäbige, kleine Kaschemme, direkt am kleinen Marktplatz von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tanga_%28Tansania%29">Tanga</a>.Das &#8216;Bad&#8217; hatte eine Größe von 0,5m x 1m, so dass man auf der Kloschüssel hocken musste, während man duschte. Aber wenigstens gab&#8217;s überhaupt &#8216;ne Schüssel.</p>
<p>Viel zu bietet hat Tanga nicht. Einzige Attraktionen sind der große Industriehafen und eine leider nicht mehr funktionierende Turmuhr aus der Kolonialzeit. Überhaupt findet man hier häufig noch Hinweise auf diese Zeit, in der die Deutschen hier ihr Unwesen trieben. Neben den zahllosen, oft verfallenen, typischen Kolonialbauten traf ich hier auf die Eckernfoerde Secondary School, die natürlich in der Eckernfoerde Street liegt. Allerdings sieht man kaum Menschen auf den Straßen. Auch der Markt von Tanga wurde nicht gerade von vielen Menschen frequentiert. Also entschloss ich mich, diesen unspektakulären Ort schnell wieder zu verlassen. Erfreut war ich aber von den Preisen hier auf dem tanzanischen Festland. Alles war fast halb so teuer wie auf Zanzibar. Also hab ich erst mal schön eingekauft. Indes erreichte mich die Nachricht, dass ich in 5 Tagen zu einer Eingliederungs-Maßnahme der Agentur für Arbeit zu erscheinen hätte. Toll. Hatte ich die vorher doch extra noch über meine Abwesenheit informiert!</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_03_Lushoto-afrika.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5562" title="TZ3_03_Lushoto afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_03_Lushoto-afrika-300x225.jpg" alt="" width="280" height="225" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_04_Irente-afrika.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5563" title="TZ3_04_Irente afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_04_Irente-afrika-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><br />
Am nächsten morgen musste ich früh aufstehen, da mein Bus ins Usambara-Gebirge schon um 6:30 Uhr fahren sollte. Und weil ich mich dort erst orientieren musste, wollte ich früh dort sein.  Da sich nachts 2 Typen im Flur meines Etablissements lautstark verprügelt haben, konnte ich leider nicht so richtig gut pennen und bin deshalb etwas verschlafen aus der Tür gewankt, als mich gleich ein Minibus eingesammelt und über menschenleere Straßen zum Busbahnhof gebracht hat. Hier waren endlich mal Leute zu sehen. Den Bus hatte ich schnell gefunden, das Gepäck verstaut und schon ging es los. Leider mit einer halben Stunde Verspätung. Aber besser zu spät als zu früh, wie ich noch erfahren sollte. Also ging es im übervollen Bus auf zur 4-stündigen Fahrt nach Lushoto, einem Bergdorf in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Usambara-Berge">Usambara Mountains</a>. Komischer Weise musste ich mehr als alle anderen bezahlen, aber da ich als einziger die komplette Strecke gefahren bin, machte ich mir darüber zunächst wenig Gedanken, auch wenn der Preis laut Reiseführer etwas anderes sagte – aber der war ja auch schon 2 Jahre alt.</p>
<p>Die Fahrt war zwar ungemütlich, aber optisch wirklich toll. Linker Hand erstreckte sich die staubige Tiefebene, auf der gelegentlich Hirten mit ihrem Vieh gesichtet wurden. Auf der rechten Seite erhob sich eindrucksvoll das Gebirge mit kilometerlangen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sisal-Agave">Sisal</a>-Plantagen im Vordergrund. Natürlich liegen auch einige Hütten und Dörfern an der Straße, so dass wir des öfteren hielten. So gleich springen dann die Verkäufer an die Busfenster und möchten alles mögliche verkaufen, was man auf der Reise so braucht. Von Obst, Nüssen, Keksen oder Wasser bis zu Mützen, Sonnenbrillen oder Taschentücher. Bei unserem letzten Halt, bevor es ins Gebirge ging, wurde ich natürlich gleich wieder von &#8216;nem Typen angelabert, der sich auch gleich neben mich auf den mittlerweile frei gewordenen Sitz schwang und mir auf den letzten 30 km die ein oder andere Empfehlung aussprach. Im Schlepptau hatte er den Junior-Chef des Lushoto Sun Motel, welches ich mir zufälliger Weise im Reiseführer bereits vorgemerkt hatte.</p>
<p>In Lushoto angekommen, wollten mich die beiden dann erst mal über den &#8216;Big Market&#8217; führen, bevor sie mir das Motel zeigen, aber ich hatte echt keine Lust, mich mit 20kg Gepäck auf dem Buckel durch die Massen zu quetschen. Ich konnte die beiden also davon Überzeugen und so ging es ins Motel, wo ich zum Einen den lästigen Typen abschütteln und zum Anderen den Junior-Chef seiner Arbeit übergeben konnte.</p>
<p>Lushoto ist der Ausgangspunk vieler, auch mehrtägiger Wanderungen in und durch die Usambara-Berge, an die im Norden Kenia anschließt. Es ist ein gemütlicher Bergort, mit freundlichen und geschäftigen Einwohnern und hübschen kleinen Häusern. Der Ort ist stark auf den Trekking-Tourismus eingestellt, der wohl in den letzten Jahren zurück gegangen ist und den Menschen finanziell stark zusetzt. Durch die Höhenlage und die regelmäßigen Regenfälle ist der rötliche, lehmige Boden in diesem Gebiet aber ungemein fruchtbar, so dass es wenigstens nicht an Nahrung mangelt. Die manigfaltige Fauna bietet dabei ein sattes Grün, gespickt mit den verschiedensten Früchten und eingebettet in allerlei Blütenformen und -farben. Also hab ich mich auf den Weg gemacht und als erstes den mir angepriesenen wöchentlichen <a href="http://naturepix.bplaced.net/WebAlbums/Tanzania_Landscape/L/0429_Lushoto_Market.jpg">Markt</a> besucht. Gleich hinter dem Markt ging der Weg in Richtung Irente. Von dort aus sollte es einen schönen Blick über die Tiefebene geben.</p>
<p>Nach einer guten Stunde Fußmarsch durch eine faszinierende Landschaft, vorbei an Lehmhütten und üppig bestellten Gemüsefeldern war ich dann in Irente. Besonders beeindruckt auf diesem Weg, wo man ständig auf Leute trifft, die einen Grüßen, anlächeln oder mit dem Mofa mitnehmen wollen, fand ich die Erkenntnis, das auch Bäume sich lieb haben können. So zumindest war das mein Eindruck beim Anblick der <a href="http://naturepix.bplaced.net/WebAlbums/Zanzibar_Tanzania_Ethiopia_Flora/L/0444_Lushoto_Twintrees.jpg">eng verschlungenen</a> Großgewächse.</p>
<p>Irente besteht aus vielen, weit verstreuten Lehmhütten am Rande des Usambara-Anstiegs. Die Felswände fallen hier zum Teil bis zu 800m senkrecht ab – und der <a href="http://naturepix.bplaced.net/WebAlbums/Tanzania_Landscape/L/0463_Lushoto_Irente_View.jpg">Ausblick</a> ist grandios. Auf dem Gelände um den höchsten Aussichtspunkt hat die vom Tourismus abhängige regionale Tourist Agency  allerdings ein &#8211; zwar im traditionellen Stil gehaltenes, aber unverschämt teures &#8211; &#8216;Camp&#8217; errichtet, in dem vornehmlich reiche Inder residierten. Ein seltsames Ambiente, wie mir schien. Ich konnte mich auf dem Gelände zwar frei bewegen, erst aber nachdem ich Eintritt bezahlt hatte, dafür aber auch ein wirklich nötiges, antialkoholisches Freigetränk bekam. Überall der gleiche Trick!</p>
<p>Auf dem Rückweg wurde ich dann von einem kurzen, aber knackigen Regenguss überrascht. Genauso überrascht war ich, als mich sogleich ein junger Eingeborener zum Schutz in seine Hütte einlud. Also habe ich mich in die karg eingerichtete Hütte geflüchtet und saß auch gleich einer Schar Kinder und einer weißhaarigen, alten Frau ohne Zähne gegenüber, die mich erstaunt anschauten und kicherten. Alle waren offensichtlich unsicher wegen meinem spontanen Eindringen und auch ich habe mich etwas unangenehm gefühlt. Man konnte sich ja auf keine Weise, außer mit Händen, Füssen &amp; Gesten verständigen. Wirklich toll, denn so haben wir uns im wahrsten Sinne des Wortes aneinander ran getastet und viel Spaß während der Regenpause gehabt. Zurück in Lushoto wollte ich dann noch den Eulen vom Arbeitsamt aus dem örtlichen Internet-Cafe schreiben, aber ein kompletter Stromausfall sollte mir das erschweren und dies erst am nächsten morgen ermöglichen.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_06_Soni-afrika.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5564" title="TZ3_06_Soni afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_06_Soni-afrika-300x400.jpg" alt="" width="300" height="400" /></a>Nachdem ich den Pfeifen der ARGE endlich meine Abwesenheit nachgetragen konnte, führte mich meine nächste Tour in das parallel liegende Nebental. Von dem Örtchen Soni aus wollte ich die Bergwelt um den &#8216;Growing Rock&#8217; erkunden.</p>
<p><em> Legende des &#8216;Growing Rock&#8217;: Von den Bergen um Soni sieht man auf ein riesiges  Hochplateau,  umgeben von Hügeln und dem Berg &#8216;Growing RocK&#8217;. Der Legende nach gabe    es eine schwere Flutkatastrophe, da es 28 Tage am Stück geregnet hatte und das Plateau            voll lief. Dies auf grund des Lehmigen Bodens, der Wasser kaum versickern lässt. 8 Jahre         habe es gedauert, bis das Wasser abgelaufen sei und den Menschen die dies von der     gegenüber liegenden Gebirgsseite beobachteten erschien dies, als ob der Berg wächst.</em></p>
<p>Natürlich hatte ich bald wieder einen Begleiter dabei, sowie dessen schon lange nicht mehr gesehenen Schulfreund. Zu dritt haben wir dann, nach einem kurzen Marsch über den Markt, um Proviant zu besorgen, die Berge erklommen. Ziemlich steil ging es Berg auf. Ich war schon schwer am keuchen, als sich meine Begleiter am steilsten Stück – wie ich vermute, nur um mich zu ärgern &#8211; eine Zigarette ansteckten – <em>die Schweine!</em> Erst als wir die Raststätte kurz unterhalb der Gipfelkette erreicht hatten, konnte ich daher auch den atemberaubenden Ausblick genießen. Nach unserem Vesper packte mein Begleiter dann gewissenhaft alle Obstschalen &amp; unseren Müll in eine Tüte, nur um diese dann beherzt in die Wildnis zu pfeffern. Eine Situation, die mich heute noch befremdet.</p>
<p>Zurück in Lushoto half mir Samuel, mein Begleiter, noch ein Busticket nach Moshi zu erstehen. Nun war mir gewiss, dass ich auf dem Weg hier her abgezogen wurde, denn, obwohl die Strecke fast doppelt so lang war, kostete die Fahrt nur halb so viel!</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_07_PareMountains-afrika.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5565" title="TZ3_07_PareMountains afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_07_PareMountains-afrika-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_08_Moshi-afrika.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5566" title="TZ3_08_Moshi afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_08_Moshi-afrika-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><br />
Nachdem kurz darauf wieder im kompletten Ort der Strom – und diesmal langfristig – ausfiel, wartete ich bei Kerzenschein, ein Buch lesend, auf das neue Jahr. Es war ja schließlich der 31.12.2010 und ich wollte mir das Silvester-Ritual der Einheimischen nicht entgehen lassen. Kurz nachdem ich eingenickt war, wurde ich auch schon wieder von Sirenengeheul geweckt. Der Strom war noch immer weg, also begab ich mich, bewaffnet mit einer Taschenlampe, auf die Straßen. Leider wahr nichts zu sehen. Nur in der Ferne waren Kirchenglocken, Sirenen, leiser Jubel und vereinzelt Gewehrschüsse zu hören, worauf ich mich verstört ins Bette begab, um für die Busfahrt fit zu sein.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_10_Impression-afrika.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5567" title="TZ3_10_Impression afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_10_Impression-afrika-300x400.jpg" alt="" width="300" height="400" /></a>Um 7:00 Uhr an Neujahr sollte mein Bus nach Moshi fahren. Moshi, am Rande des Kilimanjaro gelegen, sollte meine letzte Station in Tanzania sein, von der aus ich dann die nächsten 3 Tage in verschiedene Richtungen ausschwärmen wollte. Eigentlich dachte ich, es würde genügen, 15 Minuten vor Abfahrt da zu sein, da es ja eh meist Verspätungen gibt. Als ich dann doch schon um 6:40 Uhr am Bus eintraf, wurde mein Gepäck schnurstracks in den Stauraum verfrachtet und keine 3 Minuten später ging es los. Die Fahrt war landschaftlich wieder bombastisch, vor allem die in Wolken gedeckten Pare-Berge, die sich an das Usambara-Gebirge anschließen. Auf der Fahrt ist lediglich ein Reifen geplatzt, und unser Fahrer hatte großen Spaß daran, Passanten per Hupe zu erschrecken &#8211; wenn er nicht gerade mit seinem <a href="http://snrex.bplaced.net/0594_Busfahrt_Driver.jpg">Handy beschäftigt</a> war. Ein Utensil, das jeder Tansanier als essenziell ansieht, steht&#8217;s griffbereit hat und das in keinem Haushalt fehlen darf, auch wenn&#8217;s nix zum fressen gibt (man verzeihe mir den Zynismus)!</p>
<p>Nach einer abermals landschaftlich tollen Fahrt kamen wir am frühen Nachmittag am lebhaften Busbahnhof von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moshi">Moshi</a> an. Ich hatte mir im Vorfeld bereits wieder eine Unterkunft ausgesucht und ging direkt und mit starrem Blick, dort hin. Zwei Schlepper, die hier wirklich penetrant sind, konnte ich trotzdem erst im &#8216;Foyer&#8217; der von mir gewählten Herberge davon überzeugen, dass ich mich nicht für ihr Angebot entscheiden werde. Ich hatte mich dabei glücklicher Weise für die beste, aber auch preiswerteste Übernachtungsmöglichkeit meines gesamten Trips entschieden &#8211; auch wenn das Zimmer nur ca. 3,5qm groß war und an der Bar &#8216;Boney M&#8217; in Dauerschleife lief.</p>
<p>In Moshi trifft man leider auch wieder viele europäische, amerikanische oder japanische Touristen, die sich auf eine Besteigung des Kilimanjaro vorbereiten, der afrikanischen Kultur aber oft wenig Respekt zollen. Nach dem ich mir die Stadt ausgiebig angeschaut hatte, fuhr ich mit dem Kleinbus in das 2 Stunden entfernt gelegene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arusha">Arusha</a>, ebenfalls ein Ausgangspunkt für Trekking-Touren. Aber auch Startpunk für reiche Safari-Touristen, die in der westlich von Arusha gelegenen Serengeti wilde Tiere in ihrem letzten natürlichen Lebensraum belästigen wollen. Daher ist Arusha auch eine Hochburg der Kriminalität. Fotos zu machen ist auch nur heimlich oder mit Bakshish möglich. Dies bekam ich zu spüren, als ich von einem Einwohner unmissverständlich und strengstens auf das &#8216;Photographierverbot&#8217;  hingewiesen wurde, nur weil ich er die Kamera an meinem Gürtel gesehen hatte. Sehr schade, denn der Markt von Arushi war der farbenfrohste und schönste Markt, den ich je gesehen habe. Überall war geschäftiges Treiben und die Vielzahl an Früchten war wirklich enorm.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_09_Arusha-afrika.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5569" title="TZ3_09_Arusha afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_09_Arusha-afrika-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_11_Marangu-afrika.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5570" title="TZ3_11_Marangu afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_11_Marangu-afrika-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a></p>
<p>Nach einem leckeren Essen (auch wenn ich keine Ahnung hab, was das war) in einer versteckten Eck-Kneipe, ging es auf der staubigen Piste wieder zurück nach Moshi. Unangenehm schwül-warm war es und so begab ich mich nach einer nötigen Dusche in eine nahe gelegene Kneipe, um den Tag gemütlich mit Bier und einem guten Abendmahl ausklingen zu lassen.</p>
<p>Dachte ich, dass meine bisherigen Busfahrten ungemütlich waren, sollte ich aber noch eines besseren belehrt werden. Ich wollte nämlich nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marangu">Marangu</a> fahren. Ein kleiner Ort direkt am Zugang zum Kilimanjaro National Park. Der Minibus war zwar so gut wie voll, aber dennoch haben wir fast 30 Minuten gewartet, bis sich endlich insgesamt 28 Passagiere auf die 12 Sitzplätze verteilt hatten. Allerdings sollten noch weitere 4 Personen an den nächsten Haltestellen einsteigen. Die Enge hielt eine junge Frau mit einem Neugeborenen natürlich nicht davon ab, dieses ebendort stillen zu wollen, was wegen der enormen Enge für etwas Aufruhr sorgte.</p>
<p>Nach 1,5 Stunden Fahrt, eingequetscht und in der Hocke kamen wir endlich im 1800m hoch gelegenen Dorf Marangu an. Gleich vor dem Bus kamen gleich wieder einige &#8216;Touristenführer&#8217; angerannt, die ich aber alle ignoriert habe und ohne zu zögern einfach irgendwo hin gelaufen bin. Eine sehr gute Methode um die &#8216;Bugs&#8217; abzuschütteln, solange es so aussieht, als wisse man wo es lang geht. Also bin ich etwas in der hügeligen und wild bewachsenen Gegend herum geschlendert. Nach nicht all zu langer Zeit traf ich auf Nelly, einen jungen Mann, der mir sehr nett erschien und der mir anbot, die Gegend zu zeigen, was ich auch nicht bereuen sollte. Denn Nelly führte mich durch riesige Bananenhaine zu abgelegenen, im Wald versteckten, kleinen Dörfern und zu einem schwer zugänglichen, traumhaft schönen Wasserfall. Danach ging unser Ausflug weiter zu den Hütten der Chagga</p>
<p><em>Die </em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jagga">Chagga</a><em>: Das Volk der Chagga lebt schon seit Jahrhunderten friedlich im Gebiet südlich       des Kilimajaro. Hauptsächlich leben die Chagga vom Anbau von Bananen und der    Viehzucht. Seit einigen Jahrzehnten betreiben sie auch den Kaffeeanbau.             Hauptnahrungsmittel ist allerdings die Banane. Hier gibt es die verschiedensten Sorten für     die verschiedensten Anwendungen. Sogar fermentierte, alkoholische Getränke werden             daraus &#8216;gebraut&#8217;, das sogenannte &#8216;Pombe&#8217;. Dies bekommt man sowohl traditionell, als     schleimige Brühe aus einem rostigen Napf, oder aber industriell hergestellt  in Glasflaschen        gereicht. Die Chagga lebten in Strohütten (mittlerweile sin diese aus Lehm oder Holz,  zusammen mit ihrem Vieh, da sie fürchteten, die Massai würden dies bei ihren Raubzügen         stehlen, was auch gar nicht so selten war. Als aus Nahrungsnot durch Dürreperioden immer             mehr der kriegerischen Massai-Nomaden von Kenia aus in das fruchtbare Gebiet kamen,            sahen sich die Chagga gezwungen, kilometerlange Tunnel-Systeme zu bauen, um sich bei           Gefahr zurückziehen zu können. Trotzdem kam es immer wieder zu blutigen   Auseinandersetzungen. Beim Kampf in den Höhleneingängen hatten die Massai aber wenig     Chancen und zogen sich im Laufe der Jahre zurück. Heute leben die Chagga und die Massai             friedlich im Einklang nebeneinander, viele junge Chagga haben die Region aber schon    verlassen, um ihr Glück in einer der größeren Städte zu suchen.</em></p>
<p><em><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_12_Huetten-afrika.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5571" title="TZ3_12_Huetten afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_12_Huetten-afrika-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_13_Kilimanjaro-afrika.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5572" title="TZ3_13_Kilimanjaro afrika" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/06/TZ3_13_Kilimanjaro-afrika-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a></em><br />
Nach einer kurzen Pause und leicht bedult vom scharfen &#8216;Bananen&#8217;-Trunk wanderten wir weiter zum Eingang des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kilimanjaro">Kilimajaro</a> National Park. Hier sind zig Gedenktafeln aufgestellt, die an den Deutschen Hans Meyer, den Österreicher Ludwig Purtscheller und ihren Bergführer Yohani Lauwo erinnern, die den Berg, der damals noch Kaiser-Wilhelm-Spitze hieß und als höchster Berg Deutschlands galt, als erste Menschen bestiegen. Ein wirklich beeindruckendes Panorama bietet sich einem hier und es war die Mühen wirklich wert, nach einem anstrengenden Tag nochmals den steilen Fußmarsch dorthin zu machen. Am späten Abend verabschiedete ich mich dann von meinem Begleiter und bestieg den abermals überfüllten Bus zurück nach Moshi. Total kaputt und nach einer noch ungemütlicheren, engeren Fahrt mit diesmal 36 Personen, auf einem Fuß kniend und gegen die Scheibe gequetscht, wollte ich eigentlich nur noch schlafen. Aber da ich schon in 3 Stunden, also um 0:00Uhr zum Flughafen aufbrechen musste, war damit auch nix. Ebenso musste ich leider die Einladung zweier Ugander absagen, die mit mir noch einen heben wollten.</p>
<p>Bewaffnet mit einem Messer stieg ich dann ins Taxi, dass mich zum 50 km entfernten, mitten in der Pampa gelegen Flughafen bringen sollte. Das Messer war vorerst steht&#8217;s griffbereit (man weiß ja nie was einem in so einer verlassenen Gegend mitten in der Nacht passieren kann). Aber meine Bedenken hatten sich schnell verflüchtigt, denn mein Fahrer war &#8216;n wirklich netter Kerl und ist auch nirgendwo in der Wildnis &#8216;rechts ran gefahren&#8217;. Leider war am Flughafen gar nix los. Alles war geschlossen, da unser Flug der einzige in dieser Nacht war. Nach einem langen, anstrengenden aber tollen und erlebnisreichen Tag schlief ich dann gegen 3:30 Uhr in meinem Sitz ein. Um 6:30 war&#8217;s aber schon wieder vorbei mit dem Schlaf, denn wir landeten in Addis Abab und ich konnte die letzte Etappe – den Besuch bei meiner angeheirateten Familie in Äthiopien – beginnen.</p>
<p>Sodele, noch eine – auch kurze &#8211; Fortsetzung folgt&#8230;., dann habt ihr&#8217;s geschafft!</p>
<p>weitere Bilder wie immer unter:<br />
<a href="http://www.sn-pix.de.be" target="_blank">http://www.sn-pix.de.be</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/06/ostafrika-fur-anfanger-teil-3/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>DIE DORKS (21.05.2011 Simbach/Inn / Ziege)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/05/die-dorks-21-05-2011-simbachinn-ziege/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/05/die-dorks-21-05-2011-simbachinn-ziege/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 May 2011 15:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=5478</guid>
		<description><![CDATA[CD Release-Party mit Die Dorks, Take Shit, The Higgeldy, Die Cafespione 
Nachdem die neue CD der DORKS nun schon seit ein paar Wochen erhältlich ist, haben die vier Bayern nun auch zur offiziellen CD-Release-Party im Gasthaus Ziege in Simbach am Inn geladen. Neben den DORKS sollten auch, unter anderem, die CAFESPIONE aus Erfurt auftreten. Leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>CD Release-Party </strong><strong>mit Die Dorks, Take Shit, The Higgeldy, <span style="text-decoration: line-through;">Die Cafespione</span> </strong></p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-04.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5479" title="Dorks 04" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-04-300x422.jpg" alt="" width="300" height="422" /></a>Nachdem die neue CD der DORKS nun schon seit ein paar Wochen erhältlich ist, haben die vier Bayern nun auch zur offiziellen CD-Release-Party im Gasthaus Ziege in Simbach am Inn geladen. Neben den DORKS sollten auch, unter anderem, die CAFESPIONE aus Erfurt auftreten. Leider mussten diese den Auftritt aus logistischen Gründen recht kurzfristig absagen. Da auf die schnelle auch keine Ersatzband gefunden wurde, sollte das Konzert mit nur drei Bands stattfinden. Aber das sollte nur der erste von mehreren Rückschlägen an diesem Tag sein.</p>
<p>Gegen 17:30 erreichten wir bei herrlichem Sonnenschein den Veranstaltungsort und trafen auch gleich auf die Gastgeber. Ebenfalls zu gegen war ein Reporter der BR3-Sendung &#8216;Südwild&#8217;, der eine kurze Reportage über DIE DORKS drehen wollte. Man sammelte sich also auf dem Parklatz vor der &#8216;Ziege&#8217; zum gemütlichen Umtrunk, Hotdog-Konsum und lockerem Geplauder, während THE HIGGELDY ihren Soundcheck absolvierten. Mittlerweile waren auch die beiden Securities eingetroffen, die auf Anweisung der Stadt engagiert werden mussten. Nach nicht all zu langer Zeit bat uns dann der Wirt mit den Worten &#8216;kommt&#8217;s jetzt rein, i hob erst 3 Bia verkauft&#8217; freundlich ins Innere des rustikal ausgestatteten Veranstaltungsortes.</p>
<p>Es begannen THE HIGGELDY aus Neunburg v.W. und legten gleich mit ihrem krachenden Deutschpunk los. Ich muss sagen, seit dem ich die junge Band das letzte Mal gesehen habe, haben sich die Jungs enorm weiter entwickelt. Die Songs waren flott, mit Melodie und gesunder Härte ausgestattet. Leider war vor der Bühne noch nicht so viel los, wie es die Band eigentlich verdient gehabt hätte, aber wer konnte zu diesem Zeitpunk auch schon ahnen, dass dies auch die einzige Band bleiben sollte, die in der Ziege an diesem Abend aufspielen sollte.</p>
<p>Nachdem THE HIGGELDY ihr Set beendet hatte, war noch genug Zeit, da ja die CAFESPIONE abgesagt hatten. Also konnten wir nochmals etwas frische Luft schnappen, bis DIE DORKS auftreten wollten. TAKE SHIT sollten dann als Rausschmeißer spielen. Dies sollte sich jedoch  anders gestalten. Friedlich standen wir wieder außerhalb auf dem Parkplatz des Etablissements, als eine Konzertbesucherin aus dem nahe gelegenen Österreich ebendort rangieren wollte. Irgendetwas muss die Dame falsch gemacht haben und so fuhr die Gute etwas zu schnell und auch noch rückwärts genau auf die Menge zu. Einigen Personen gelang es auch noch zur Seite zu springen. Leider stand ich mit meinem ebenfalls angetrunken Gesprächspartner rücklings zu dem heran rauschenden Gefährt, so dass wir von dem Fuhrgerät unvorbereitet erfasst wurden. Während ich einen dumpfen Schmerz im linken Knie verspürte, ging mein Gegenüber sofort zu Boden. Als der Schmerz nach lies und ich wieder einigermaßen laufen konnte, hatte sich auch der Kollege wieder berappelt und lobte lautstark die Fahrerin für ihr geglücktes Attentat auf uns. Natürlich war neben dem Kneipier und den Gästen nun auch die pflichtbewusste Security &#8211; die sich als unerwartet freundlich und korrekt erwies &#8211; in heller Aufregung.  Und der nächste Schrecken sollte nicht lange auf sich warten lassen.</p>
<p>Nachdem die Sicherheitskräfte netter Weise davon ab sahen die Polizei zu rufen, fanden sich kurz darauf Vertreter des Ordnungsamtes ein, die von Nachbarn telefonisch dazu aufgefordert worden waren, uns den Spaß mal so richtig zu verderben. Zunächst sollte ihre Rechnung auch aufgehen. Denn es stellte sich heraus, dass der Wirt überhaupt keine Genehmigung eingeholt hatte, ein Konzert zu veranstalten. Warum die Stadt dann Securitys angeordnet hat &#8211; also von der Veranstaltung Bescheid wusste &#8211; bleibt ein Rätsel. Jedenfalls zog der Wirt den Schwanz ein! Somit war das Konzert erst mal abgesagt. Lizal von den DORKS war kurz vor&#8217;m Nervenzusammenbruch &#8211; nicht zu Letzt wegen der immensen Anstrengungen im Vorfeld.</p>
<p>Also beschlossen wir kurzer Hand, unseren Kram ein zu packen und an die Flussauen des Inn umzusiedeln. Mit einer Horde Punks, genügend Schnaps &amp; Bier und dem Equipment ging es also an den nahe gelegenen Strand. Natürlich folgte uns auch ein einsamer Streifenwagen. Die Besatzung des Fahrzeugs kam dann auch gleich auf uns zu und fragte, was wir denn vorhätten. Unsere ehrliche Antwort wurde erfreulicher Weise sofort positiv aufgenommen und durch Vorlage des Ausweises eines mutigen Freiwilligen wurde uns das nächtliche Open-Air an der Inn ganz unbürokratisch genehmigt. Welch glückliche Wendung.</p>
<p>Also wurde schnell das nötigste aufgebaut und die Anlage an einem improvisierten Aggregat über den Zigarettenanzünder des Mischers angeschlossen. Glücklicher Weise war auch der Reporter des Bayerischen Rundfunks noch vor Ort, der sich gefreut hat wie ein Schnitzel, da er nun wirklich authentische Aufnahmen bekommen sollte.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-01.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5480" title="Dorks 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-01-300x226.jpg" alt="" width="300" height="226" /></a>Nachdem die Anlage startklar war, begannen DIE DORKS die Wiese zu rocken. Da nur ein Gitarren-Amp zur Verfügung stand, beschränkte sich Lizal, deren Laune sich merklich gebessert hatte, auf das Mikrophon. Der Pöbel tobte auf der staubigen Wiese, dass es eine wahre Freude war und auch das mehrmalige Ausfallen der Anlage tat der nun überschwänglichen Stimmung keinen Abbruch. Nun sollten wir mit TAKE SHIT noch ein paar Lieder spielen, bevor DIE DORKS nochmals aufspielen sollten. Da nur eine Gitarre am Start war, blieb ich in der Beobachter-Rolle und überlies Wulf das Gitarrenspiel. Allerdings bekam auch ich nun Lust, selbst zu rocken. Zuerst spielten aber DIE DORKS noch ein paar Hits, stets unterbrochen von kurzen Stromausfällen, bevor auch ich mir den 6-Saiter umhängen durfte. Leider merkte ich nun, dass der Alkohol seinen Tribut gefordert hatte und so bestätigte mir unser Schlagzeuger Taube eine sehr eigenwillige Interpretation des SK-Klassikers &#8216;Gotha&#8217;. Leider fiel der Strom kurz darauf zum nächsten und letzten Mal aus, denn der Stromlieferant war am Ende seiner Möglichkeiten angelangt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-03.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5481" title="Dorks 03" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Dorks-03-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>Also wurde die Konserve aktiviert und die Party ging am Ufer des Inn, gleich gegenüber der historischen austrischen Gemeinde Braunau weiter bis in die frühen Morgenstunden. Zum Ende hat sich mal wieder eine Party, bei der zu erst vieles schief ging, in eine der, wie ich jetzt schon sagen kann, geilsten Punkrock-Partys des Jahres verwandelt, die jeden, der dabei war, nur begeistern konnte &#8211; und alle anderen hoffentlich neidisch macht!</p>
<p>Mirko</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/05/die-dorks-21-05-2011-simbachinn-ziege/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>22</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>POPPERKLOPPER, TOXOPLASMA, SUPERBOND (07.05.2011 Bonn / Bla)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/05/popperklopper-toxoplasma-superbond-07-05-2011-bonn-bla/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/05/popperklopper-toxoplasma-superbond-07-05-2011-bonn-bla/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 07:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=5370</guid>
		<description><![CDATA[Wenn TOXOPLASMA mit den Kumpels von POPPERKLOPPER in der Nähe, nämlich im BLA in Bonn spielen, muss ich natürlich hin. Zudem wars das letzte Wochenende vom Plein in Freiheit, bevor er in den Eheknast einzieht. Also nach St. Paulis knapper Niederlage gegen Bayern, welche den Anstieg endgültig besiegelte, noch schnell den Präsi Mike abgeholt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn TOXOPLASMA mit den Kumpels von POPPERKLOPPER in der Nähe, nämlich im BLA in Bonn spielen, muss ich natürlich hin. Zudem wars das letzte Wochenende vom Plein in Freiheit, bevor er in den Eheknast einzieht. Also nach St. Paulis knapper Niederlage gegen Bayern, welche den Anstieg endgültig besiegelte, noch schnell den Präsi Mike abgeholt und ab auf die Autobahn nach Bonn.</p>
<p>Vorm BLA angekommen, wurden wir vorm Laden gleich von Toxo-Basser Glatzte mit den Worten „ihr steht drauf“ empfangen. Prima, danke Wally für die Gästelisteplätze! War nämlich schon lange ausverkauft. Das BLA ist eine kleine, feine Musikkneipe mitten in Bonn, die maximal 150 Leute fasst. Und damit ist das Ding Bombenvoll. So auch am heutigen Abend. Als wir den Laden betraten, spielten SUPERBOND gerade ihre letzte Zugabe. Lustigerweise ein TOXOPLASMA-Cover, ich meine es war Ordinäre Liebe. Über Sinn und Unsinn ein Cover des Headliners zu spielen, könnte man freilich stundenlang diskutieren. In dem Fall will ich es mal durchgehen lassen, da SUPERBOND eine Sängerin haben und somit eine ganz eigene Interpretation dar boten. Bei praller Hitze, die auch abends um 21 Uhr noch locker anhielt, hielt sich ein Grossteil der Gäste während der Vorgruppe noch vorm Laden auf.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Popperklopper-01.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-5372" title="Popperklopper 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Popperklopper-01-590x331.jpg" alt="" width="590" height="331" /></a><br />
Als nun POPPERKLOPPER die Bühne betraten, sah das schon anders aus. Die Jungs wohnen und wohnten ja fast alle schon mal in Bonn und haben somit ein Heimspiel. Wenn sie bloß nicht immer solange Soundchecken würden… Na ja, heute hielt es sich mit 15-20 Minuten noch in Grenzen. In der Vergangenheit haben sie auch gerne schon mal 45 Minuten mit Gedöns verplempert… Ich sach nur Schifftour… Tja, für die KLOPPER ist es mittlerweile auch schon schwer, für eine 40 Minuten-Show Songs auszuwählen. Hit an Hit kann ich euch sagen. Der Laden war nun schon ziemlich voll, verschwitzte Körper überall. Dabei waren u.a. No Chance, Frust, Leben im KZ, Deine Augen, mit abgewandeltem Text, der Bald-Ehemann Plein gewidmet war, („ ich lieb dich nicht, weil du fett, alt und asozial bist…“) 1000 Opfer, und natürlich einige Songs von der neuen Platte, die Live auch sehr gut rüberkommen. Das GIRLSCHOOL-Cover „Emergency“ durfte natürlich auch nicht fehlen und wurde überschwänglich abgefeiert. Die letzte Zugabe wurde leider Opfer der Technik, weil Carstens alter Laney abrauchte. Zum Glück erst vorm allerletzten Song. Somit nahm eine klasse Show ein etwas abruptes Ende. So, jetzt schnell noch mal raus an die frische Luft, bevor TOXOPLASMA den Laden endgültig in eine Sauna verwandelten.<a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Popperklopper-01.jpg"><br />
</a><br />
So sollte es auch sein. Vom ersten Ton des Standart-Openers SOS an, war die gesamte Bude außer Rand und Band. Das überwiegend etwas ältere Publikum drehte in der engen Bude vollkommen durch. Im gesamten Raum standen die Leute wie die Ölsardinen gequetscht aneinander und ließen sich trotzdem nicht von einem amtlichen Blutpogo abhalten. Immer mehr Leute versuchten sich noch nach vorne zu quetschen. Das war teilweise schon recht gefährlich, zumal ein paar recht kleine Frauen da mittendrin steckten. Tja, zur Show bleibt nicht all zu viel zu sagen, außer: Grandios! Natürlich Hit an Hit aus jeder Epoche der Band, wobei die Songs der 80iger Besetzung natürlich etwas dominieren. SOS, 1982, Die Bombe, Gut und Böse, Leben verboten, Deutsch in Kaltland, alles dabei. Leider musste ich nach etwa 20-30 Minuten den Laden verlassen. Es war mir einfach zu eng, warm und ungemütlich. Faktoren die im Vollsuff wurscht sind, aber heute war ich Fahrer und demnach leicht angenervt. Vom Vorraum aus sah ich mir die Show zu Ende an und die letzten Töne hörte ich mir sogar nur noch von der Strasse an. Mindestens 5 neue Songs waren auch wieder im Programm, die das sehnsüchtige Warten auf das neue Album noch etwas schwerer machen.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Toxoplasma.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-5373" title="Toxoplasma" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/05/Toxoplasma-590x331.jpg" alt="" width="590" height="331" /></a><br />
Die neuen Songs hauen etwas in die 80iger-Kerbe, im Soundgewand von heute versteht sich. Man darf gespannt sein! Textlich ist Wally wie eh und je erste Liga, keine Frage.  Auch draußen bekam man die volle Dröhnung noch mit. Das ist auch der Grund, weshalb Konzerte im BLA nur von 19.30 bis 23 Uhr laufen. Nach einigem Smalltalk mit diversen anwesenden Bekannten, gings um 0.00 Uhr schon wieder Richtung Heimat. Nach einer Tingeltour über Millionen Mosel und Hunsrück-Käffer, wo meine Mitreisenden Plein, Mike und Floppy entsorgt wurden, kam ich gegen 3.00 Uhr zu Hause an. Mit gewaltigem Ohrensausen schlief ich irgendwann ein. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann…..</p>
<p>Chris</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/05/popperklopper-toxoplasma-superbond-07-05-2011-bonn-bla/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OSTAFRIKA FÜR ANFÄNGER (TEIL 2)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/03/ostafrika-fur-anfanger-teil-2/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/03/ostafrika-fur-anfanger-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 08:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=5174</guid>
		<description><![CDATA[Ein Reisebericht
Auch wenn ich mich im ersten Teil eher kurz gefasst habe und einige syntaktische Fehler nicht zu übersehen waren, scheue ich mich nicht davor, weiter zu berichten!
2. Zanzibar
 
Zanzibar &#8211; der Traum der Karibik &#8211; und Name jeder zweiten Proletenkneipe. Genau in diesem Zwiespalt liegt auch diese Insel. Nun ja, in der Karibik liegt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Reisebericht</p>
<p>Auch wenn ich mich im ersten Teil eher kurz gefasst habe und einige syntaktische Fehler nicht zu übersehen waren, scheue ich mich nicht davor, weiter zu berichten!</p>
<p><strong><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/001_zanzibar.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5175" title="001_zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/001_zanzibar-300x250.jpg" alt="" width="300" height="250" /></a>2. </strong><strong>Zanzibar</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Zanzibar &#8211; der Traum der Karibik &#8211; und Name jeder zweiten Proletenkneipe. Genau in diesem Zwiespalt liegt auch diese Insel. Nun ja, in der Karibik liegt Zanzibar zwar nicht, sondern unmittelbar vor der Küste einiger der ärmsten Länder der Welt, was den Pauschaltouristen aber nicht davon abhält, hier in unerträglichem Maße seine Existenz zu präsentieren. Zanzibar gehört offiziell zur Republik Tanzania, ist aber teil-autonom und besitzt ein eigenes Parlament. Die Insel ist arabisch geprägt und die Bevölkerung zu 99% muslimisch, mal strenger, mal weniger.</p>
<p>Von Mitte des 19. Jahrhunderts an wurde Zanzibar , ebenso wie ein Großteil der Ostküste Afrikas von arabischen Seefahrern in &#8216;Selbstverwaltung&#8217; eingenommen, vergleichbar mit der Invasion spanischer und portugiesischer Okkupisten einige Jahrhunderte zuvor an der Küste Südamerikas. In der Folge wurde Zanzibar bis zu Beginn der 1960er Jahre vom Sultan von Oman regiert.</p>
<p>Wer sich weiter über die Geschichte Zanzibars informieren will findet in den einschlägigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sansibar">Informationsdiensten</a> genug Material!</p>
<p>Also hier die erste Fortsetzung&#8230;</p>
<p>Nach einer fast unerträglichen halben Stunde in der prallen Sonne und in großem Gedränge habe ich es geschafft, in Dar Es Salaam die Fähre zu besteigen. Gleich hinter dem Einlass wurde mir mein Rucksack abgenommen &#8211; fast sogar vom Rücken gerissen &#8211; und auf dem Bug mit den Gepäckstücken der anderen Mitfahrern verstaut. Das Innere des Bootes war klimatisiert und erstaunlich luxeriös. Mit &#8216;Rumble in the Bronx&#8217; auf den Bildschirmen startete dann das Boot pünktlich mit nur einer halben Stunde Verspätung über den Kanal.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/002_Zanzibar.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5176" title="002_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/002_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/003_Zanzibar.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5177" title="003_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/003_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Ankunft auf Zanzibar war weniger romantisch als man sich das so vorstellen mag. Linker Hand befindet sich der dreckige Fracht- und Fährhafen. Rechter Hand ist der Strand mit erschreckend verkommenen Hausfassaden im Hintergrund. Nachdem ich mein Gepäck unter einem großen Haufen heraus gewühlt hatte, musste ich zur Immigration und war schon wieder total verschwitzt. Vor dem Tor standen gleich die Touristenfänger, die einem ein Zimmer andrehen wollen. Hatte aber am Vortag schon telefonisch reserviert und gleich der erste der mich angelabert hat, war von meinem Guest House, also konnte ich die lästigen Schlepper umgehen. Hab dort aber nur mein Zeug abgestellt und bin gleich mal los, um die Umgebung zu erkunden. Nach einem schweißtreibenden Rundgang bin ich zurück ins Zentrum von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sansibar-Stadt">Stonetown</a>, der Hauptstadt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/004_Zanzibar1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5188" title="004_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/004_Zanzibar1-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/005_Zanzibar.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5179" title="005_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/005_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><br />
Hier wird einem wirklich alles angedreht. Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Gewürze, Klamotten, Souvenirs, T-Shirts oder CDs. Da man die CDs nicht Probe hören kann, latschen die fliegenden Händler dann neben einem her und singen jedes Lied auf der CD mal an. Sehr schön. Aber nach kurzer Zeit auf dem Markt hatte ich aber dann auch so &#8216;n Touristenschlepper am Hals, der mich in jedes Geschäft ziehn und mir alles zeigen wollte. Der hat aber einfach nicht kapiert, dass er mich in Ruhe lassen soll. Irgendwann habe ich ihn vor laufen lassen und bin dann schnell zweimal in den verwinkelten Gassen abgebogen und weg war er, puh.  Aber ich hab mich zu früh gefreut. Keine 10 Minuten später hatte ich wieder einen an der Backe kleben. Bin mit dem Typ dann eben doch durch die Gassen geschlendert, da ich es Leid war nur zu motzen, und ich muss sagen, er hat sich als wirklich netter Typ erwiesen. Er wollte am Ende nicht mal Geld haben. Bin mit ihm dann noch in die Freddy Mercury Bar direkt am Strand mit herrlichem Blick über das Meer, der für die schäbigen Fassaden in Stonetown entschädigt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/006_Zanzibar.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5180" title="006_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/006_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/007_Zanzibar.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5181" title="007_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/007_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><br />
Am nächsten Morgen wurde ein kostenloses, opulentes Frühstück serviert, was hier nicht gerade üblich ist. Dazu lief Wrestling im Fernsehen. Während es bei mir Marmeladen-Toast, Obst, Eier und Tee gab, aßen die Angestellten das traditionelle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ugali">Ugali</a>, ein schlonziger Getreidebrei, der nach absolut nichts schmeckt.  Danach bin ich in die Stadt um mich nach Ausflügen zu erkundigen, da man alleine sonst nicht viel von der Insel zu sehen bekommt. Da ich etwas spät dran war hab ich mich von &#8216;nem Typ auf der Straße an labern lassen, wovon einem allerdings immer abgeraten wird – aber: No risk no fun! Der Typ hat mich gleich mitgenommen und in eine Spice-Tour gesteckt, die sogar günstiger war als bei vielen anderen Anbietern. Also wieder Glück gehabt. Im Minibus ging es dann mit einigen ätzenden Pauschaltouristen in den Norden auf eine Obst- &amp; Gewürzplantage.  Hier wird multikulturell angebaut, also die verschiedensten Sorten direkt nebeneinander: Pfeffer, Ananas, Jackfruit, Banane, Kokosnuss, Nelken, Chilis, Litschis und vieles mehr. Anschließend gab es auch eine Verkostung der verschiedenen Früchte. Leider hat es zwischendurch kurzzeitig geregnet was in der kleinen Regenzeit aber absolut üblich ist. Danach wird’s allerdings saumäßig schwül.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/008_Zanzibar.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5182" title="008_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/008_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/009_Zanzibar.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5183" title="009_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/009_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><br />
Nach einem kurzen Abstecher zum Bad des Sultans fuhren wir in eine Waldhütte, wo wir auf dem Boden sitzend lecker geluncht haben. Kartoffelreis, Spinat und Kokossauce mit Okra-Schoten – sehr lecker! Allerdings wunderte ich mich nicht zum letzten Mal, warum bei der Vielfalt der Gewürze so wenig davon für die Speisen verwendet wird. Nach der Speisung haben wir über schlammige Straßen noch einen Abstecher zu einer Korallenhöhle, inkl. Riesentausendfüßer, und zum weißen Sandstrand an der Nordküste Zanzibars gemacht, bevor es, vorbei an armseligen Dörfern und schiefen Lehmhütten, zurück nach Stonetown ging. Der Trip war wirklich gut und auch preisgünstig, so dass ich sofort für den nächsten Tag einen Ausflug nach Prison Island reserviert habe. Da es erst 16:00 Uhr war, habe ich mir noch das Nationalmuseum angeschaut und am Hafen den Mauerspringern zugeschaut, die dort jeden Abend spektakuläre Sprünge von der Hafenmauer ins Becken machen. Dort gibt es auch einen all-abendlichen Fressmarkt, auf dem Fischer ihren Fang, schon zu Spießen verarbeitet, zum Genuss anbietet. Sehr lecker und vielfältig, was einem dort für wenig Geld auf den Grill geschmissen wird. Nach einem Absacker in der Mercury-Bar war ich dann auf den nächsten Tag gespannt.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/010_Zanzibar.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5184" title="010_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/010_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Der Trip nach <a href="http://www.privateislands-zanzibar.com/changuu/">Prison-Island</a> begann am Strand mit dem Ausleihen von Schnorchelgerät. Mit einem kleinen Motorboot aus Holz und ein paar doofen Pauschaldeppen starteten wir über das türkisfarbene Meer zur 30min. entfernten Prison Island. Wie der Name schon sagt, eine ehemalige Gefängnisinsel, heute allerdings in Privatbesitz und als Touristenziel vermarktet. Wir ankerten vor der Insel um die Korallenriffs zu erkunden. Einer der Deppen hat aber gleich seine Taucherbrille versenkt, so dass unser Kapitän das Teil aus 12m Tiefe wieder hoch holen musste. Nach dem traumhaften Schnorchelausflug gingen wir auf die Insel, auf die die Briten vor 200 Jahren Riesenschildkröten mitbrachten und die auch heute noch dort leben. War wirklich beeindruckend die Riesenechsen mal in Freiheit zu erleben. Und obwohl unser Kapitän uns darauf hingewiesen hatte, die Kröten in Ruhe zu lassen, hat sich der selbe Depp, der vorhin schon seine Taucherbrille verloren hat – ein fetter Südafrikaner &#8211; gleich auf eine drauf gesetzt. &#8216;Morla&#8217; ist dabei richtig nieder gesackt! Hätte dem echt eine rein schlagen können. Nach der Rückkehr und einem exzellenten Mittagessen habe ich dann den restlichen Tag in Stonetown verbracht.</p>
<p>Allerdings hat es wieder nicht lange gedauert, bis ich &#8216;nen Schlepper am Hacken hatte. Bin dann in ein Internetcafe. Selbst dort kam er mir hinterher und meinte er will jetzt Kohle, da er mich hier her gebracht habe. Habe aber gemeint er solle sich ganz schnell verpissen, als auch schon der Inhaber kam und ihn raus geschmissen hat. Der Inhaber hat mir erklärt, das die &#8216;Bugs&#8217;, wie die Typen dort genannt werden, allen Händlern auf den Sack gehen, das Geschäft vermiesen und Kunden vergraulen. Meine Reaktion wäre schon richtig.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/011_Zanzibar.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-5185" title="011_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/011_Zanzibar-300x400.jpg" alt="" width="300" height="400" /></a>Aber natürlich hat es nicht lange gedauert, bis mich wieder ein &#8216;Bug&#8217; im Visier hatte. Bin dann in eine versteckte Einheimischen-Bar. Der Typ ist mir aber hinterher und wollte mir Gewürze andrehen. Hab mir also ein Bier bestellt und angefangen Postkarten zu schreiben. Da ist der Typ verschwunden, kam aber 5 Minuten später mit einem Stapel Postkarten zurück, die er mir unter die Nase gehalten hat. Als er der Aufforderung, mich in Ruhe zu lassen, nicht nach gekommen war, ist mein Tischnachbar aufgestanden und hat in kurzer Hand raus geschmissen. Habe dann bei ein paar Drinks mit meinem Helfer geplautscht als er meinte: „He&#8217;s still out there“. Dann ist er raus und es hat ein paar mal geklatscht. Als er zurück kam hat er sich entschuldigt und wir haben gemütlich weiter geredet. Etwas besäuselt habe ich dann noch eine Tour für den nächsten Tag abgecheckt, auf dem Markt was zum kochen geholt und bin, mit einem Umweg über die &#8216;Mercury-Bar&#8217;, ins Guesthouse, wo ich nach einer kalten Dusche in der hauseigenen &#8216;Küche&#8217; – ein Gaskocher zwischen 2 Ameisenstraßen – mein Abendmahl bereitete.</p>
<p>Am nächsten Tag fuhren wir dann in den Süden Zanzibars, an den Delphin-Strand von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kizimkazi">Kizimkazi</a>. Mitten im Ort steht ein riesiger <a href="http://naturepix.bplaced.net/WebAlbums/Zanzibar_Tanzania_Ethiopia_Flora/M/0280_Zanzibar_Baobabtree.jpg">Baobatree</a>, der einen größeren Durchmesser hat als unser Minibus! Danach bestiegen wir am traumhaft schönen Strand ein kleines Holzboot, um die Delphine zu sehen. Man konnte auch wieder Flossen ausleihen um mit den Tieren zu schwimmen, was ich allerdings nicht wollte. Nach kurzer Fahrt muss ich auch sagen, dass dies die richtige Entscheidung war, denn was mit den Tieren dort passiert ist schon arg erbärmlich und ich kann jedem nur davon abraten. Etwa. 10 Boote mit Touristen waren in der Gegend unterwegs. Sobald Delphine gesichtet wurden, sind alle Boote dort hin gerast und die Leute haben sich ins Wasser geschmissen. Natürlich sind die Delphine sofort abgehauen und alle Mann wieder an Bord gekommen, bis die nächsten Delphine gesichtet wurden. Auf meine Nachfrage meinte unser Kapitän dann auch ganz frech, die Delphine würden das mögen und als Spiel auffassen – so ein dummes Geschwätz! Ich schäme mich wirklich, dem beigewohnt und auch noch Kohle für diese Treibjagd gezahlt habe.</p>
<p>Nichts desto Trotz ging es nach einem köstlichen Thunfischsteak weiter in den <a href="http://www.reisen-sansibar.de/ausfluege/jozani-forest.html">Jozani Forest</a>, der im Zentrum der Insel liegt. Hier fühlt man sich wie mitten im Urwald, obwohl nur wenige Kilometer von der Küste entfernt. Überall wuchern Farne zwischen Mahagoni &amp; Teakbäumen und ab und an trifft man auf einen Krebs, der aus seinem Loch im Waldboden linst. Aber auch die, nur auf Zanzibar vorkommenden, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sansibar-Stummelaffe">Rotrücken-Stummelaffen</a> tanzen durch die Baumwipfel. Hier im Wald wird schon mehr Wert auf den Artenschutz gelegt und es wird nicht gestattet, die schmalen Trampelpfade zu verlassen und den Affen zu Nahe zu kommen. Die haben da ein ganz schönes Spektakel in den Baumwipfeln abgeliefert.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/012_Zanzibar.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-5186" title="012_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/012_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/013_Zanzibar.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5187" title="013_Zanzibar" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/013_Zanzibar-300x224.jpg" alt="" width="280" height="224" /></a><br />
Nach der Rückkehr nach Stonetown habe ich mich nochmals auf ein Bierchen mit meinem &#8216;Helfer&#8217; aus der Kneipe getroffen, bevor es zum Abschluss meines Zanzibar-Trips wieder in meine Stammkneipe, die &#8216;Mercury-Bar&#8217;, ging. Dort feierte ein schon ziemlich besoffener Einheimischer gerade seinen 60ten, so dass ich doch etwas länger bleiben musste.</p>
<p>Schade, das mein Ausflug auf diese herrliche Insel, die im Landesinneren durch schreckliche Armut geprägt ist, schon vorbei war. Viele tolle Dinge gibt es hier zu sehen, aber nach 4-5 Tagen treibt es einen dann schon weiter. Die Ostküste habe ich mir allerdings gespart, da diese von zig All-Inclusive-Wohnanlagen verschandelt wird, was im krassem Gegensatz zu den Lebensbedingungen der Einheimischen steht.</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Touristen auf Zanzibar</span></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> Die meisten Touristen auf Zanzibar sind keine Individualreisenden oder Backpacker, sondern respektlose Pauschaltouristen. Oft junge Familien oder Pärchen, die an der Ostküste in Luxusbungalows wohnen und höchstens mal für einen Trip nach Stonetown oder zur Delphin-Jagd die Anlage verlassen. Hauptsächlich Italiener, aber auch einige Südafrikaner, Amerikaner, Deutsche und Russen sind hier an zu treffen Das Benehmen ist meist überheblich, großkotzig &amp; zum fremd schämen. Mit Geld wird nur so um sich geschmissen (weswegen hier alles doppelt so teuer ist wie in Tanzania) und neben den  Frauen unter Schleiern oder Burkas laufen die Touristenweiber in Hotpants und mit Spaghettiträgern herum. Laut meinem &#8216;Helfer&#8217; sehen viele Zanzibaris die Männer daher als willige Melkkuh und die Frauen als unzüchtige Schlampen – ja so ist das hier! Auf der anderen Seite gibt es noch die Touristen – komischer Weise meist Frauen – die sich nach der Ankunft sofort von Kopf bis Fuß in traditionelle afrikanische Klamotten werfen, und jeden auch noch so dummen (oder erfundenen) Ritus mitmachen, was nicht weniger peinlich ist. Glücklicher Weise sollte ich die nächsten 5 Tage keine Europäer mehr sehen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Um 10Uhr am nächsten Morgen ging es dann zum Flughafen, von wo aus ich über die Nachbarinsel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pemba">Pemba</a> zurück aufs tanzanische Festland fliegen wollte. Da der Flug etwas Verspätung hatte, habe ich im Flughafenrestaurant die ekeligste Pizza meines Lebens verspeist. Weicher Boden, belegt mit Ketchup, Mayo, trockenem Hühnerfleisch und 2 Kilo leicht angeschmolzenem, labberigem Käse.</p>
<p>Der Flug war allerdings atemberaubend. In einer Cessna mit 12 Plätzen – ich saß direkt hinter dem Kapitän, ein anderer Fluggast auf dem Sitz des Co-Piloten &#8211; flogen wir sehr wackelig und in geringer Höhe über die Insel. Meine japanische Sitznachbarin hätte mir dabei allerdings fast über die Hosen gekotzt. Nach eineinhalb Stunden Flug inklusive Zwischenlandung waren wir dann in Tanga, im gebirgigen Norden Tanzanias.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;.</p>
<p>weitere Bilder unter:</p>
<p><a href="http://www.sn-pix.de.be" target="_blank">http://www.sn-pix.de.be</a></p>
<p><strong> </strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/03/ostafrika-fur-anfanger-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OSTAFRIKA FÜR ANFÄNGER (TEIL 1)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/03/ostafrika-fur-anfanger-teil-1/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/03/ostafrika-fur-anfanger-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 10:42:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mirko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=4992</guid>
		<description><![CDATA[Ein Reisebericht
Nachdem ich die Freuden des Fernreisens wiederentdeckt habe, hab ich mich &#8211; eigentlich eher unfreiwillig und vorgezogen &#8211; entschlossen, die ehemalige deutsche, später britische Kolonie Tanzania sowie das arabisch geprägte Zanzibar zu erkunden. Eigentlich hatte ich ja vorher einen Trip nach Süd-Amerika geplant. Allerdings habe ich eine angeheiratete Familie in Äthiopien. Und da fast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Afrika-1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4993" title="Afrika 1" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Afrika-1-300x460.jpg" alt="" width="300" height="460" /></a>Ein Reisebericht</strong></p>
<p>Nachdem ich die Freuden des Fernreisens wiederentdeckt habe, hab ich mich &#8211; eigentlich eher unfreiwillig und vorgezogen &#8211; entschlossen, die ehemalige deutsche, später britische Kolonie Tanzania sowie das arabisch geprägte Zanzibar zu erkunden. Eigentlich hatte ich ja vorher einen Trip nach Süd-Amerika geplant. Allerdings habe ich eine angeheiratete Familie in Äthiopien. Und da fast meine ganze deutschstämmige Familie im Winter dort zu Besuch war, wurde der  fremdländische Familienbesuch kurzerhand als Alibi benutzt um ein bisschen mehr von Ost-Afrika zu sehen als Äthiopien, das ich schon vor einigen Jahren erkunden durfte. Also den Rucksack gepackt und auf ins Abenteuer.</p>
<p><strong>1. </strong><strong>Von Deutschland nach Tanzania</strong></p>
<p>Eigentlich war ich ja auf die möglichen Komplikationen im winterlichen Süddeutschland vorbereitet. Allerdings hatte ich nicht mit einer solchen Verspätung gerechnet. Nachdem ich recht pünktlich am Frankfurter Flughafen eingetroffen bin, wurde uns mitgeteilt, dass der Flug mindestens 3 Stunden Verspätung habe. Schon mal toll, aber dafür gab es auch einen € 25-Fressgutschein. Also erst mal inne Kneipe und voll fressen. Schließlich ging der Flug mit knapp 9 Stunden Verspätung los. Mittlerweile hatte ich schon über 10 € für überteuertes Bier am Flughafenshop ausgegeben und mich über den von der Lufthansa für Gestrandete engagierten Unterhaltungsfritzen amüsiert.</p>
<p>Die Hälfte der Maschine, inklusive mir, hatte in Kairo natürlich ihren Anschlussflug verpasst. Es war 3:30Uhr morgens und meine nächste Flugmöglichkeit sollte abends um 23:00Uhr starten. Glücklicherweise war die politische Lage in Kairo noch nicht so wild, auch wenn mir alles ziemlich chaotisch vorkam. Hier wusste wirklich keiner was der andere macht und wie es weiter gehen wird. Wir sollten in einem exklusiven Hotel in der Innenstadt einquartiert werden. Allerdings hatte ja keiner ein Visum für Ägypten, was die Lage etwas verkomplizierte. Nach heftigen Diskussionen wurden wir &#8216;gebeten&#8217; unsere Pässe am Flughafen zu lassen.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Triumph-Hotel-Afrika-2.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4994" title="Triumph Hotel Afrika 2" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Triumph-Hotel-Afrika-2-200x200.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a>In einem überfüllten Bus ging es in halsbrecherischem Tempo in die Innenstadt zu, Triumph Hotel, dass mit Körperscanner an der Eingangstüre gesichert. Der Sicherheitsbeamte hat jedoch geschlafen und auch das ständige gepiepse des Scanners hat ihn nicht gestört. Da das Hotel nicht genügen freie Zimmer hatte gab es auch hier einige Tumulte und ich sah schon die Fäuste fliegen, als wir mit einem wirklich tolles Frühstücksbuffet weiter hingehalten wurden. Um 11:30Uhr hatte ich es geschafft mit einem Mitreisenden ein Zimmer zu ergattern, wo wir erst mal ausruhen konnten. Gegen 17:00Uhr habe ich es gewagt, trotz Verbot und ohne Pass, das Hotel zu verlassen und etwas um den Block zu schlendern. Wohl war mir, angesichts der hohen Militärpräsenz, allerdings nicht.</p>
<p>Um 20:00Uhr wurden wir in einen noch kleineren Bus gepresst und wieder ging es mit rücksichtsloser Fahrweise zum Flughafen. Nicht nur einmal kamen andere Fahrzeuge bis auf wenige Zentimeter an mein Fenster, welches ich sicherheitshalber lieber geschlossen hielt. Am Flughafen erhielten wir erstaunlicher Weise sofort unsere Pässe und Bordkarten. Kurz vor Mitternacht starteten wir dann Richtung Addis Ababa, wo wir nochmals umsteigen sollten. Leid taten mir dagegen einige Mitreisende, die noch einen Tag länger auf ihren Flug warten und in Kairo ausharren mussten. Zwar hatte ich einen Platz in der Business Class bekommen, aber das Essen war trotzdem so scheiße, dass ich fast kotzen musste.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Afrika-3-Kraterseee.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4995" title="Afrika 3 Kraterseee" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Afrika-3-Kraterseee-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>In Addis Ababa musste ich dann nochmals rund 6 Stunden warten, bis der Flug nach Dar Es Salaam startete. Wir waren ein Grüppchen aus 5 Einzelreisenden, so dass die Wartezeit in der Flughafenbar recht schnell vorbei ging. Gegen 12:30 war ich dann endlich, mit läppischen 31 Stunden Verspätung in Dar Es Salaam, der größten Stadt und Regierungssitz Tanzanias, dem früheren Deutsch-Ostafrika. Die Hitze hat mich allerdings fast umgehauen. Nach 30 Sekunden war ich durchgeschwitzt bis auf die Unterhose und habe mir ein Taxi gesucht, da mein Chauffeur verständlicher Weise nicht auf mich gewartet hatte.</p>
<p>Nach einer gemütlichen Dusche habe ich mir die Stadt angeschaut. Ein wirklich hässlicher Moloch, in dem man die Armut an jeder Ecke sieht. Man wird auch von jedem gleich an gequatscht und jeder will Kohle von einem. Sehr lästig, aber auch nur zu Gut verständlich. Es ging zum Fischmarkt, wo es stinkt wie Drecksau und schweine- heiß ist, da dort auch gleich gekocht wird. Es ist so heiß und schwül dort, dass man sich 5-6 Liter am Tag rein säuft und trotzdem nur einmal  pissen muss.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Afrika-4-Fischmarkt-Dar-Es-Salaam.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4996" title="Afrika 4 Fischmarkt Dar Es Salaam" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Afrika-4-Fischmarkt-Dar-Es-Salaam-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Im Botschaftsviertel wurde ich dann auch gleich noch von so&#8217;nem Deppen mit dem Auto angefahren. Allerdings war der Fahrer so bestürzt, dass ich ihn beruhigen und trösten musste. Auch der Markt von Dar Es Salaam ist total schäbig und dreckig, so dass es kein Vergnügen ist, dort herum zu schlendern. Eigentlich war ich fast froh bald eine Fähre zur Überfahrt nach Zanzibar nehmen zu können.</p>
<p>Nicht zu Letzt, da es auch Nachts für einen Europäer nicht gerade angenehm, bzw. richtig gefährlich werden kann, alleine durch die Stadt zu laufen. Und das ist kein Witz. Hier haste schneller die Fresse blutig und dein Zeug abgenommen, als du schauen kannst. Ich war jedenfalls froh, mit einem Einheimischen &#8211; natürlich gegen Bezahlung &#8211; unterwegs zu sein, der mir die Slum-Gangs mehr oder weniger vom Hals gehalten hat. So habe ich also &#8216;Heilig Abend&#8217; in meinem Zimmer mit einem Tetra-Pack Wein verbracht.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Afrika-5-Dar-Es-Salaam-Obst-Gemüsemarkt.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4997" title="Afrika 5 Dar Es Salaam Obst Gemüsemarkt" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/03/Afrika-5-Dar-Es-Salaam-Obst-Gemüsemarkt-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Nach eineinhalb Kräfte zehrenden Tagen in der Stadt habe ich dann eine Fähre bestiegen die mich innerhalb von 3 Stunden nach Zanzibar, dass nicht weit vor der Küste Tanzanias liegt, zu bringen.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>
<p>Weitere Bilder unter:  <a href="http://www.sn-pix.de.be" target="_blank">www.sn-pix.de.be</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/03/ostafrika-fur-anfanger-teil-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Den som ikke vil høre, må føle.</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/02/den-som-ikke-vil-h%c3%b8re-ma-f%c3%b8le/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/02/den-som-ikke-vil-h%c3%b8re-ma-f%c3%b8le/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 11:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rübi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rübis kaputte Welt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=4902</guid>
		<description><![CDATA[Ach nee, was ist das schön. Der Araber und der Tuareg begehren auf und hauen ihren despotischen Vorturnern das korrupte, dollar- und eurogepimpte System um die Ohren. Und in Germoney weicht so langsam der kalte, frostige Diktator namens Winter. Der Italiener hat Angst vor Überfremdung, aber nicht davor, dass Berlusconi Minderjährige bumst, und in Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach nee, was ist das schön. Der Araber und der Tuareg begehren auf und hauen ihren despotischen Vorturnern das korrupte, dollar- und eurogepimpte System um die Ohren. Und in Germoney weicht so langsam der kalte, frostige Diktator namens Winter. Der Italiener hat Angst vor Überfremdung, aber nicht davor, dass Berlusconi Minderjährige bumst, und in Deutschland sind die Straßen vom Frost kaputt. Ach ja, mein Auto müsste auch vom verkrusteten Muff des Streusalzes befreit werden. Wird der Moslem jetzt ganz Nordafrika übernehmen? Schon kreuzen deutsche Schlachtschiffe im Mittelmeer vor der Küste des Urkontinents. Aber einen Moment- hatten wir das nicht schon einmal? Panzerboote vor Agadir? Egal, damals gabs ja noch den Kaiser. Das war der Opa von Prinz Foffi. Ja, Prinz Foffi, der grenzdebile Vollalkoholiker und Anwärter auf den Korsakow- Gedächtnis- Preis (hahaha), der sich noch gar nicht so lange her mit dem Plastiktütenwunder und Schlauchbootlippe Gsell öffentlich zum Löffel gemacht hat. Wattn Prachtkerl! Und wenn man sich dieses Hohenzollern- Geblüt so ansieht, da kann einem das Grauen kommen. Wie übrigens bei allen Herrschaften des Adels. Die Lords der Inzucht. Jahrhundertelanges untereinander rumkopulieren hinterlässt dann ja dezent seine Spuren. Schaut Euch doch nur den sogenannten „geilen Prinzen“ an. Natürlich auch ein Spross der einstigen deutschen Herrscherfamilie. Der geisterte in den 90ern durch die Medien, weil er ständig irgendwelche alten Damen beglücken wollte und dann auch im Ramschkaufhaus als Regalsortierer arbeitete. Zu blöde, eine gerade Linie entlang zu gehen, zum Leben einfach nicht zu gebrauchen.</p>
<p>Nein, ich mache mich hier weißgottnicht über Menschen mit geistigen Behinderungen lustig, oder wie es jetzt korrekt heißt: Menschen in herausfordernden Lebensumständen.<br />
Ich mache mich über die adlige Arroganz lustig. Prinz Ernst August, der stets besoffene Prügler und an Pavions Pinkler (aka PPP),  gilt ja als Aushängeschild des europäischen Hochadels und steht sogar an Stelle 346,23 der britischen Thronfolge. Hey, Respekt Kollege! Für einen Menschen der Gruppe „mein Stammbaum ist ein Kreis“ ist das ja eine veritable Leistung. Ich bin beeindruckt. Wie läuft das denn nun? Ist der Briten Lissy jetzt seine Cousine, Tante, Großvater und Schwester in Personalunion? Und vor allem: Wen interessiert das? Ich danke den Frauen und Männern, die nach dem Ersten Weltkrieg (Kenner sagen WK I) diese Amöben vom Hof gejagt haben. Allerdings scheint mir, dass diese inzüchtigen Bastarde das auch heute noch, nach fast hundert Jahren, nicht so ganz wahrhaben wollen. Holla, die Waldfee! Herr von und zu Baron und Freiherr auf Trallala möchte immer noch mit seinem Titel (der heutzutage fürn Arsch ist) angeredet werden. Hahaha&#8230;steck Dir Dein Zepter in Deinen Arsch &#8211; oder dahin, wo Du meinst, dass er sich befindet.</p>
<p>Schönes Beispiel: Der Kalle Guttenberg. Befriedigt die niedersten Instinkte des Teutonen nach Glemmer und Glanz. Die Speckfrisur erlügt sich erst den Wirtschaftsministerposten (hat ja schließlich schon mal in einer Gastwirtschaft gesessen, passt also) und macht dann einen auf Kriegsminister. Mit Erfolg, wie man hört. So erfolgreich, dass sich die Soldaten am Hindukusch schon selbst die Kugel in den Kopp jagen. Ist ja auch Aufbauhilfe. Erspart sich der Afghane damit unnötig Geld für Munition auszugeben. Die kann dann schön für den Wiederaufbau verwendet werden, nachdem die Wehrmacht und ihre Bushkrieger alles platt gemacht und den nächsten korrupten Spacko in die Regierung gehievt haben.<br />
Ich fühle mich hier auch schon ganz sicher, denn meine Freiheit wird ja in Masaar al Sharif verteidigt. Danke, Ihr Nachwuchs Rommels! Damit ist ja auch klar, dass lieber weiter Millionen in einen unnötigen Angriffskrieg verblasen werden. Die spart man dann schön bei der Hartz 4 Reform ein. Schnell nochmal den Herrn Baron mit eigener Medienentourage nach Afghanistan geflogen und ein bissel Wochenschau drehen, dient nicht nur der Akzeptanzförderung eines Krieges, sondern ist ja auch schöne Werbung für den Kriegsherren. Und Kerner macht mit. So sieht unabhängiger Journalismus aus. Kerner, der übrigens so ein bisschen wie ein Schimpanse aussieht (finde ich), ist nun Hofberichterstatter und persönlicher Herold des Freiherren. Und darf zur Belohnung am Fußende des hochherrschaftlichen Bettes im Schlafgemach der Burg nächtigen. Direkt neben dem Nachttöpfchen. Vielleicht wird er ja noch adoptiert, wer weiß das schon?</p>
<p>Naja, auf jeden Fall hat sich das Kalle auch gleich ne geborene von Bismarck (das ist der Typ, der den Hering erfunden hat) geangelt. Damit die guten Gene auch in Adelskreisen bleiben (dazu siehe oben). Die hat sich auch hervorgetan durch dieses peinliche, gefakte Pseudereality TV- Stück im Bild a like TV von RTL2, die Prangershow für Pädophile, die keine sind, sondern Schauspieler. Mediengeilheit, die sich mit Ihresgleichen und Geltungssucht paart, das kennt man sonst nur aus dem Dschungelcamp. Zumindest werden die Guttenbergschen Kinder mit einem äußerst wertvollen Genpool ausgestattet sein, wobei ich mir hier jetzt mal die Einzelheiten ersparen möchte. Aber wenn Vatti schon zu doof ist, seine Doktorarbeit selbst zu schreiben und sich dann unablässig beim Lügen erwischen lässt, kanns ja nicht so dolle sein. Wann haut dem Schmierlappen eigentlich mal jemand was vor die Fresse? So ein schönes Pfund, dass es ihm die Pomade aus den Locken haut und der Kopf noch drei Tage später wackelt. Man wird ja noch mal träumen dürfen&#8230;</p>
<p>Mein Plan für dieses Jahr ist es ja, dem Pocher Olli seine Hasenzähne in Richtung Mandeln zu drücken und ich weiß, dass ich auch dieses Jahr nicht dazu kommen werde. Warum ist der eigentlich kein dicker Matrose auf der Gorch Fuck und macht mal nen Köpper aus der Takelage? Und wieso kommt dieser Assi mit seinem Scheiß immer durch? Wir halten fest: Er ist nicht witzig, er ist nicht besonders helle, dafür hat er eine große Fresse und die Sensibilität eines Metzgerhundes. Und natürlich eine total tolle und erfolgreiche Frau. Die ist sooooo klug, die lässt sich von ihm erst durch den Kakao und dann durch die Laken ziehen.</p>
<p>Sandy&#8230;sorry, Allessandra. Wo kommt die her? Aus Berlin Reinickendorf oder aus der Platte? Sandy, Mandy, Ronny und Mario. Nachname Kowalewski. Beruf: Studierte Melker. Aber ich möchte nicht auf Leuten herumhacken, die von Natur aus so blöde sind, dass ganze Regimenter von Adligen jahrhundertelang dafür ficken müssten. Die wird morgens doch auch mit dem Scheibenleckerbus abgeholt&#8230;<br />
Also back zum Pocher. Dieser kleine, ungezogene Junge braucht mal ne große Hafenrundfahrt, glaube ich. Schön nen Ellerbeker Rundschlag oder nen Barmbeker Schwinger. Kawumms. Zoink. Boing. Und dann mal kucken, was von dem ex Wachtturm Verkäufer noch übrig ist. Kann er sich ja wieder in die Fußgängerzone stellen und seine Pamphlete verhökern. Vielleicht sollte ich mal bei den Zeugen Jehovas (Jehova! Jehova!) anrufen. Dann kommt er zu mir nach Hause und wir plauschen bei nem Schluck Kaffee. Und danach bastel ich mir aus ihm ein schönes Mobile für den Hausflur oder ein originales Knochen- Xylophon, das ich dann der Waldorfschule spende. Aber vielleicht ist er auch ganz nett und schnüffelt nur die falschen Lösungsmittel? Oder ist nicht richtig eingestellt? Zuviel Clozapin oder so. Zuwenig Mutterliebe. Vielleicht ist es das: Er sehnt sich nach der Geborgenheit des Uterus und möchte zurück. Ich schenk ihm ne Höhle oder einen Snoezelen- Raum. Da kann er sich dann entspannen und muss uns nicht weiter belästigen. Sonst bekommt er demnächst ein schönes Einzimmerappartement. Mit Samt ausgeschlagen. Auch nett.</p>
<p>Ich mach natürlich nur Spaß. Oder sollte es heißen „Es macht Spass?“ Who knows?</p>
<p>Wie dem auch sei- mein CSU- Mitgliedsantrag ist ausgefüllt, dann bin ich dabei, wenn Doofland den Kalle von und zu hinten und über Guttenberg zum Kanzler wählt und Deutschland endlich wieder Monarchie wird. Das wird schön.</p>
<p>Ein Heil dem Kaiser!</p>
<p>Ahoi,<br />
rÜBi</p>
<p>PS: wem das jetzt wieder zu wenig gehaltvoll oder zu blöde war&#8230;geht doch mal zum Stammtisch, danach ist das hier Gold wert&#8230;.hahahahaha</p>
<p>Playlist:</p>
<p>Sir Reg – This is Sir Reg<br />
Monster Squad – alles<br />
The Wolfe Tones – Rifles of the IRA<br />
Duke Ellington – querbeet<br />
R. Mey – Der Fischer und der Boss</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/02/den-som-ikke-vil-h%c3%b8re-ma-f%c3%b8le/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>THE POPS (20.01.2011 Hannover / Capitol)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/01/the-pops-20-01-2011-hannover-capitol/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/01/the-pops-20-01-2011-hannover-capitol/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 13:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=4527</guid>
		<description><![CDATA[Es muss nicht immer Punkrock sein, dachte ich mir, als ich meiner besseren Hälfte zum Geburtstag eine Karte für eine Band namens THE POPS schenkte, die auch unter dem Namen Familie Popolski bekannt ist. Dass die Band selbst von manchen Verhaltensweisen diverser Punkrocker gar nicht so weit entfernt ist, war uns bereits aus Funk und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss nicht immer Punkrock sein, dachte ich mir, als ich meiner besseren Hälfte zum Geburtstag eine Karte für eine Band namens THE POPS schenkte, die auch unter dem Namen Familie Popolski bekannt ist. Dass die Band selbst von manchen Verhaltensweisen diverser Punkrocker gar nicht so weit entfernt ist, war uns bereits aus Funk und Fernsehen bekannt. Sorgen machte uns nur das Publikum, denn ich für meinen Teil, teile den Konzertsaal nur ungern mit irgendwelchen Spießbürgern oder sonstigem Gesox aus feinen Herrschaften. Um der Sache entspannter entgegenzusehen, kippten wir 2 Halbe auf die trockene Kehle und spülten mit einem Magenbitter nach (der beruhigt so herrlich und wärmt zugleich).</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-02.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4529" title="Pops 02" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-02-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a>Dann ging´s auf direktem Wege ins Capitol, vor dem schon eine kleine Schlange auf den Einlass wartete. Da standen wir also nun, zwischen den überwiegend gut gekleideten Besuchern und hofften insgeheim, dass die Hütte nicht ganz so voll werden würde. Noch einmal kurz Beine auseinander, Hände hoch und von einem Gorilla abtasten lassen, schon waren wir drin in der guten Stube. Am Kassenhäuschen begrüßte uns ein großes Schild &#8211; AUSVERKAUFT! War also nichts mit dem Wunschdenken von etwas mehr Freiheit im Konzertsaal. Keine Ahnung was ins Capitol reingeht? 800 bestimmt, angefühlte hat es sich aber wie 1.800. Ein paar Bierchen an der Theke bestellt (ich glaub, 4 Euro für´n halben Liter Pils ist Standart, oder?) und dann mal das Revier markiert. Direkt vor der Bühne wurden wir in ein Gespräch mit einer älteren Dame verwickelt, na ja, was heißt alt, so ne´ Alt-68igerin halt. Ne´ ziemlich lockere und soziale Lady, die sich nicht scheute, brisante Themen wie z.B. freie Liebe oder wilde Ehe anzusprechen. Ich bin ja keineswegs prüde, aber aus dem Mund einer ca. 60jähigen klang das irgendwie befremdlich. Aber höflich wie man ja ist, hörte man geduldig zu und gab seinen Senf dazu. Politisch war sie auch sehr gebildet und interessiert, ich konnte ihr sogar noch entlocken, bei welcher Partei sie immer ihr Kreuzchen macht, obwohl ich die Antwort natürlich insgeheim schon wusste. Es waren natürlich &#8211; Die Grünen! Vor lauter Laberei merkten wir gar nicht, dass der Saal sich hinter uns immer mehr füllte. Tja, da standen wir wie die Groupies in der ersten Reihe und kamen nicht mehr weg. Wollten wir auch gar nicht mehr, denn wir hatten den besten Blick auf die Bühne und ein paar zusätzliche Bierchen haben unsere Verspanntheit völlig gelöst, leider aber auch die Blase bis zur obersten Markierung gefüllt, so dass die ersten Tröpfchen ans Tor zur Harnröhre klopften. Ich weiß zwar nicht, ob meine folgende Tat nun als assig zu bezeichnen ist, aber mit ein paar geschulten Handgriffen, war der eben geleerte Bierbecher wieder gefüllt, nur eben nicht mit Bier. So, und jetzt aber alle Augen Richtung Bühne, denn THE POPS brachten diese mächtig zum wackeln.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-03.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4530" title="Pops 03" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-03-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>THE POPS oder DER FAMILIE POPOLSKI, dass ist Kabarett und Polka Pop/Rock gleichzeitig. Kopf der Truppe ist ACHIM HAGEMANN, der als Komponist für die meisten Stücke von HAPE KERKELING verantwortlich ist, also fast immer der Mann war, der aus dem Hintergrund agierte. Falls sich noch einer an den Pianisten aus Kerkelings “Hurz“ Sketch erinnert, dass war er, der Herr Hagemann. Er hatte angeblich keinen Bock mehr auf zuviel Rummel, wollte einfach nur Musik machen und das am liebsten in kleineren Hallen, also weg vom Mainstream Richtung Underground, so der aktuelle Tratsch im Publikum.<br />
<a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-04.jpg"><br />
</a><br />
<a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-04.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4531" title="Pops 04" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-04-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a>Es mag für den schlecht informierten Bebachter so aussehen, als würden THE POPS bekannte Lieder aus der Welt der Pop- und Rockmusik covern, aber in Wahrheit sehen sie sich, also die Familie Popolski, als wahre Erfinder der Popmusik, denen die eigentlichen Urheberrechte der ganzen Top-Hits geklaut und deren Stücke von großen Musikproduzenten anschließend verhunzt wurden. So war es auch nicht verwunderlich, dass ein Bild von Dieter Bohlen, welches während der Show an die Wand projiziert wurde, mit Pfiffen und Buhrufen belegt wurde. Und ehrlich gesagt, hören sich die Version der polnischen Musiker, die noch wert auf polnischen Akzent und polnische Lebensfreude legen, um Längen besser an, als die falschen Versionen, mit denen uns die Rundfunk- und Fernsehanstalten belästigen. Interessant anzusehen sind die einzelnen Charaktere der Musiker, die ihre Rolle auch schauspielerisch perfekt meistern. Musikalisch gibt’s sowieso nichts zu meckern, klar, es ist natürlich kein Punkrock, aber die Umsetzung manche Stücke ist gar nicht so weit davon entfernt. Die schnellen Polka Stücke erinnern ein wenig an die LENINGRAD COWBOYS, auch ein Hauch von ELÄKELÄISET weht mir um die Ohren. Es ist halt trinkfreudige Partymucke, aber mit Anspruch und Professionalität.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-05.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4532" title="Pops 05" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-05-300x207.jpg" alt="" width="300" height="207" /></a>Das gilt auch für´s Wodka trinken, denn der gehört bei einem Auftritt einer polnischen Band (die allerdings aus Deutschland kommt) dazu. Angestoßen wird mehrmals, auch mit dem Publikum, dem 3 große Tabletts mit Wodka gereicht wurden. Ich würde mal sagen, das sich THE POPS gut 2 Stunden den Arsch abspielten und noch ne´ halbe Stunde Zugaben hinterher schoben. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß und die meisten Besucher waren dann doch nicht ganz so schlimm, wie ihre Kleidung erst vermuten lies. Aber wer sich diese Art von Kabarett reinzieht, der musst auch wenigstens ein bisschen durchgeknallt sein. Vielleicht so wie das nette Mädel neben uns, für die das bereits das siebenunddreißigste Konzi war, das sie von dieser Band besuchte. Das nenn ich mal einen eingefleischten Fan. Danach ging es noch mit RASTA KNAST Atti, der ebenfalls mit seiner Rolle als Besucher beim Konzert glänzte, und seiner Gang in irgendeine Kneipe. Mit Bier und Jägermeister hatte der Abend begonnen, mit Bier und Jägermeister wurde er beendet, so was nennt man dann wohl einen runden Abschluss.</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-01.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-4528" title="Pops 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Pops-01-590x375.jpg" alt="" width="590" height="375" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/01/the-pops-20-01-2011-hannover-capitol/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>HAGBARD CELINE , SCHEISSEGAL, LOCHFRASS, BUTCHER BABES (22.01.2011 A &#8211; Klagenfurt / Volxhaus)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/01/hagbard-celine-scheissegal-lochfrass-butcher-babes-22-01-2011-a-klagenfurt-volxhaus/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/01/hagbard-celine-scheissegal-lochfrass-butcher-babes-22-01-2011-a-klagenfurt-volxhaus/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 13:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=4519</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem alle vorigen Versuche aus irgendwelchen Gründen gescheitert waren, stand nun unser erster Gig im Land der Berge, in Österreich an. Via Myspace, als man dieses noch ohne Nervenzusammenbruch nutzen konnte, entstand der Kontakt zu MAFFEK THE TURTLE, Sänger der Klagenfurter Band SCHEISSEGAL. Der Name Maffek TT sollte uns noch Stundenlang die Zeit auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Klagenfurt-01.bmp"><img class="alignright size-full wp-image-4520" title="Klagenfurt 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Klagenfurt-01.bmp" alt="" width="324" height="460" /></a>Nachdem alle vorigen Versuche aus irgendwelchen Gründen gescheitert waren, stand nun unser erster Gig im Land der Berge, in Österreich an. Via Myspace, als man dieses noch ohne Nervenzusammenbruch nutzen konnte, entstand der Kontakt zu MAFFEK THE TURTLE, Sänger der Klagenfurter Band SCHEISSEGAL. Der Name Maffek TT sollte uns noch Stundenlang die Zeit auf der zweimal zehnstündigen Fahrt vertreiben, dazu später mehr.</p>
<p>Um 8 Uhr Morgens gings also von Graach aus los. Nachdem Gerdis Mondeo voll geladen war, gings erstmal ab nach Luxemburg um voll zu Tanken und noch nen 20Liter &#8211; Kanister zu  bunkern. Dieser Plan sollte sich noch als sehr weise erweisen, man kennt ja die Spritpreise in Schland. Um zehn Uhr gings dann wirklich los Richtung Ösiland. Mit allerhand Spekulationen, wie MAFFEK THE TUTRLE zu seinem Namen gekommen sein könnte, vertrieben wir uns die Zeit. Wir kamen vorerst zu dem Schluss, das es sich hier um Fans der Teenage Mutant Hero Turtles handeln muss und das Kumpels von Maffek wahrscheinlich Splinter, Shredder, April usw. heißen würden. Außerdem hatten wir natürlich die obligatorischen Tourzeitschriften, wie BRAVO, Intouch, RockHard, Ox, BILD usw. an Bord. Nach einer ansonsten unspektakulären zehnstündigen Fahrt, die nur durch Stopp and Go bei München unterbrochen wurde, kamen wir schließlich um 20 Uhr beim Volxhaus in Klagenfurt an.</p>
<p>Als erstes musste natürlich MAFFEK gefragt werden, wie er zu seinem Namen kam. Der Verstand natürlich nur Bahnhof, erzählte uns aber später auf dem Weg zum Schlafquartier folgende abenteuerliche Story dazu: „ Ja also, wir waren irgendwo unterwegs, betrunken natürlich, und ich sah an diesem Tag aus wie eine Schildkröte. Auf einmal rief ich, ich bin Günter Maffek!“ So ungefähr kam es also zu dem Namen MAFFEK THE TURTLE. Wie gesagt führte das zu einiger Erheiterung bei uns. Tja, dann fing auch gleich schon das Konzert an.</p>
<p>Den Opener machte Maffeks Band SCHEISSEGAL. Wie alle Vorgruppen spielten sie schrammeligen 80iger Punk. Aufgrund des schlechten Sounds, auf den wir später noch mal zu sprechen kommen, kann ich leider keine Details über die Texte verzapfen. Auf Deutsch wurde glaube ich gesungen.</p>
<p>Danach war eine Girl-Band an der Reihe, die glaube ich BUTCHER BABES hieß und aus Graz kam. Auch sie spielten schönen rotzigen 80iger Punk. An Texten kann ich mich nur an einen Song namens „Eine Badewanne voller Sex“ erinnern, bei dem der Text ausschließlich aus Gestöhne bestand. Alle drei Damen bedienten auch das Mikro und lieferten ne coole RiotSrapsGirl Performance ab. Coole Scheisse!</p>
<p>Auch die nächste Band, LOCHFRASS aus Berlin, lieferten schönen rotzigen 80iger Punk ab. Leider litten auch sie unter dem katastrophalen Sound, so dass ich auch hier nichts genaueres berichten kann.</p>
<p>Tja, der Sound. Im Volxhaus steht eine richtig fette Anlage zur Verfügung, doch leider war niemand vor Ort, der sie bedienen konnte. Zwei Kumpels von Maffek aus Graz, die wir auf die Namen Bibop und Rocksteady, die beiden Bösewichte von den Hero Turtles tauften, übernahmen das Abmischen der Bands. Leider waren die beiden „Warzenschweine“, wie wir sie nannten (remember, Hero Turtles, die Bösewichte) völlig überfordert. Bei den Vorgruppen kam zwar zumindest vorne was raus, aber von der Bühne war des Öfteren mal Gepfeife und Gedröhne zu hören.</p>
<p>Nun waren wir an der Reihe. Nach etwas Umbauerei legten wir los mit „Schicksalslauf“. Das Unheil auf der Bühne nahm seinen Lauf. Aus den Monitoren kam entweder ohrenbetäubender Lärm oder gar nix raus. Und das im ständigen Wechsel das ganze Konzert über. Auch viel des Öfteren der Gesang mal ganz aus. Egal, wir sind ja einiges gewöhnt. Natürlich mussten sich die beiden Warzenschweine am Mischpult, von denen eines bereits am schlafen war, einiges von uns anhören. Wir machten das Beste draus und ließen ansagenmäßig schön die Sau raus. „Hallo hier in der Schweiz! Wisst ihr was Weißfluß ist? (hat Maurus von der Dr.Sommer Seite aus der Bravo aufgeschnappt)“. Die Maffek the Turtle-Story wurde natürlich auch noch mal ausgeschlachtet. Trotz des miesen Sounds war es ein cooles Konzert, die ca. 50 noch stehfähigen Kids hatten auf jeden Fall Spaß und wir auch! Wir zogen unser derzeitiges Best Of Programm durch und ließen uns von diversen Aussetzern der Anlage nicht beirren. Unser neuer Bassist Gerdi ließ sich auch nicht beirren und rockte seine dritte Show mit uns souverän runter. Vehement gefordert wurde die ganze Zeit unser Song „Brennnesseln“, der  dann gegen Ende des Sets auch ordentlich abgefeiert wurde, mit Leuten auf der Bühne, Stagediving usw.</p>
<p>Zu erwähnen noch der Punk, der mir die ganze Zeit meine Texte auf der Bühne ins Ohr brüllte, aber immer kniff, als ich ihm das Mikro überlassen wollte. Der arme wurde natürlich mit massig dummen Sprüchen von mir gewürdigt. Tjo, was soll ich noch sagen, war trotz des miesen Sounds ne coole Show, die Spaß gemacht hat. An unserem Verkaufsstand, den wir bis zu Beginn unseres Gigs aufgebaut hatten, wurde auch fleißig eingekauft, was die spärliche Bandkasse bei diesem Trip doch erheblich aufgebessert hat. Da ging so mancher Ladenhüter, den wir im Laufe der Jahre gegen unsere CDs eingetauscht haben, noch über den Tresen. Maurus versuchte noch fieberhaft, von den österreichischen Mädels Informationen über Weißfluß zu bekommen. War schon ein  kurioser Anblick: Maurus steht vor nem Haufen Leute, die auf Sofas vorm Klo rumlümmeln und predigt wild gestikulierend über Weißfluß. Und alle hörten gebannt zu! Grandios.</p>
<p>Der Rest ist wieder recht unspektakulär. Wir wurden zu Maffeks WG gebracht, wo wir noch 3 Stunden gepennt haben und um 6 Uhr Morgens gings schon wieder Richtung Heimat. Zu erwähnen bleibt noch Maffeks Angebot, uns an seinem „vollen“ Kühlschrank zu bedienen. Der Blick hinein löste bei mir später etwas Verwunderung aus, denn drin war, bis auf ein Glas Marmelade, Ketchup, Majo &#8211; nichts! Wir brachten noch schnell Maffeks Wohnungsschlüssel zum Laden, wo auch um halb 7 Morgens noch gesoffen wurde. Die Einladung „bleibts doch noch a biserl“, lehnten wir jedoch dankend ab. Die angebotenen Dösen Ösi-Bier verschwanden irgendwo im Auto und ab gings auf die Piste. Zu erwähnen bleibt mir noch, dass wir neben dem regulären Maut für die Autobahnen (7,90 Eu) noch zweimal 9,50 Eu für die Durchfahrt durch den Tauern-Tunnel berappen mussten! Der Spritpreis hingegen liegt in Österreich 20 Cent unter dem in Deutschland, so dass wir Tank und Kanister dort natürlich wieder voll machten. Auf den Autobahnen in Österreich ist der Sprit übrigens genauso teuer wie bei uns!! Vielleicht ist es mal interessant zu Erwähnen, das uns der Trip (ohne Verpflegung usw.) „nur“ 237 Euro Sprit und Maut gekostet hat! Und das bei einer Tour über 2000 Kilometer! Das nur am Rande, als Ermutigung. Die Unkosten konnten wir mit der Gage und Merch-Verkauf decken. Mehr nicht, aber darum geht’s ja nicht. Das vielleicht mal zum Thema Gagen, hehe.</p>
<p>Eins muss ich noch erwähnen: Da das Scheißhaus im Volxhaus defekt war, durfte ich im Partei-Büro der KPÖ (kommunistische Partei Österreichs) mein Geschäft erledigen! Cool, oder?  Der Rest ist Geschichte, mit viel dummen Gelaber vertrieben wir uns die zehnstündige einfahrtHeimfahrt, die etwas schneller ging als die Hinfahrt. Für mich war es auch mal ne Erfahrung, meinen Geburtstag im Auto zu verbringen. So blieb mir der Besuch meiner Freunde erspart und somit das Aufräumen unserer Bude, hehe. Das wird natürlich nachgeholt, aber das ist eine andere Geschichte. Vielen Dank und beste Grüsse an Maffek the Turtle, die Warzenschweine, Lochfrass, Scheissegal, Butcher Babes! Wir sehn uns! Und hier zu guter Letzt noch ein Gewinnspiel: Wer als erster als Kommentar postet, was „WEISSFLUSS“ ist, gewinnt eine handsignierte CD von HAGBARD CELINE!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/01/hagbard-celine-scheissegal-lochfrass-butcher-babes-22-01-2011-a-klagenfurt-volxhaus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TOXOPLASMA (15.01.2011 Neuwied / Trix)</title>
		<link>http://uglypunk.de/2011/01/toxoplasma-15-01-2011-neuwied-trix/</link>
		<comments>http://uglypunk.de/2011/01/toxoplasma-15-01-2011-neuwied-trix/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 09:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris de Barg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
		<category><![CDATA[Toxoplasma]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://uglypunk.de/?p=4462</guid>
		<description><![CDATA[Wenn TOXOPLASMA zu einem spontanen Testkonzert für ihre neuen Songs einladen, muss ich natürlich dabei sein, ist doch klar. Also gings am Samstagabend, noch etwas verkatert vom eigenen Gig am Tag zuvor im AZ Mülheim, ab nach Neuwied, was auch die Heimatstadt von Toxo-Wally ist. Das Trix ist ein winziges Bistro mir ner winzigen Bühne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Toxoplasma-01.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-4463" title="Toxoplasma 01" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Toxoplasma-01-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Wenn TOXOPLASMA zu einem spontanen Testkonzert für ihre neuen Songs einladen, muss ich natürlich dabei sein, ist doch klar. Also gings am Samstagabend, noch etwas verkatert vom eigenen Gig am Tag zuvor im AZ Mülheim, ab nach Neuwied, was auch die Heimatstadt von Toxo-Wally ist. Das Trix ist ein winziges Bistro mir ner winzigen Bühne in der Ecke neben dem Tresen. Natürlich war die Bude schon gerammelt voll, als wir eintrudelten. Mit an Bord waren noch die beiden anderen Hagbard-Assis Maurus und Gerdi. Jede Menge ganz junge Kidpunks sowie einige Altpunks waren am Start. Hat die Jugend etwa doch noch so was wie Geschmack? Ich glaube ich habe kein einziges KRAWALLBRÜDER oder FREI.WILD T-Shirt gesehen. Gibt’s doch gar nicht? Gibt’s doch! Vermutlich ist unsere Szene inzwischen wirklich in zwei Lager gespalten. Leute, die sich noch Gedanken machen und Loite, die stumpf jeden Dreck konsumieren. Aber das ist definitiv eine andere Geschichte. Heute wollen TOXOPLASMA zeigen, wo der Hammer hängt und das ist gut so. Kurz noch mit Wally geplaudert und für die Gästelisteplätze bedankt, dann gings auch schon los. Guten Abend wir sind TOXOPLASMA und wir kommen von hier!</p>
<p><a href="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Toxoplasma-02.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4464" title="Toxoplasma 02" src="http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2011/01/Toxoplasma-02-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Der klassische Opener jedes Toxo-Konzertes SOS kam noch etwas langsam. Trotzdem explodierte sofort die Luft und die Bude war am Wackeln. Augenblicklich stieg die Temperatur um gefühlte 20 Grad in dem winzigen Laden und das Wasser tropfte von der Decke. Hit an Hit reihte sich aneinander und wurde gnadenlos mitgegröhlt. Die neue Toxo-Besetzung hat echt Feuer im Arsch, da ist noch einiges zu erwarten. Inzwischen sind ja noch Bassist Stefan und Wally (der logischerweise bei jeder Besetzung dabei war, denn Wally ist TOXOPLASMA) von der Original 80iger Besetzung am Start, sowie Hermann von den BUBONIX an den Drums und Jungspund Boris an der Gitarre. Boris ist inzwischen ein absolut würdiger Toxo-Gitarrist, keine Frage. Natürlich deckt diese Besetzung ein anderes musikalisches Spektrum ab, als die 90iger Jahre Besetzung. Trotzdem passt hier alles und es klingt einfach nach TOXOPLASMA. Gleich bei den ersten Songs flog mehrmals das Gitarrentopteil in die Ecke, so dass immer mal die Gitarre ausfiel. Nach einigen Umbauaktionen mit Klebeband usw. gings aber immer zügig weiter. Hier die mehr oder weniger komplette Setliste: SOS, Gut und Böse, Deutsch in Kaltland, Pass dich an, Weltverbesserer, Arschkriecher, Leben verboten, Ordinäre Liebe, Die Bombe, Asozial, Schwarz rot braun, Allesfresser, Polizeistaat, 1982. Noch Fragen?</p>
<p>Die ca. 6 neuen Songs, von deren Namen ich mir nur CDU und VORBEI merken konnte, die mit untergemischt wurden, fügten sich nahtlos ein. Von der kommenden Platte kann man einiges erwarten! Natürlich liegt der Schwerpunkt dieser Toxo-Besetzung auf den 80iger Jahre Songs, auch die neuen Songs hauen in diese Kerbe. Trotzdem kommen auch die eigentlich Metal-lastigeren Songs der 90iger Besetzung super rüber. Tja, was soll ich sagen. Ne äußerst kurzweilige knappe Stunde Punkrock, von dem sich viele der heutigen Bands ne dicke Scheibe abschneiden können. Liebe Kinder, gründet bitte trotzdem weiter Punkbands!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://uglypunk.de/2011/01/toxoplasma-15-01-2011-neuwied-trix/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Dynamic Page Served (once) in 2.398 seconds -->

