KALTFRONT – SPIEGEL

KALTFRONT – SPIEGEL
(Rundling Records)

Wenn KALTFRONT auf ihr Gründungsjahr zurückblicken, müssen sie ganze 35 Jahre zurück gehen. 1986 gegründet, 1990 aufgelöst, 2005 Reunion. Aber anstatt sich, wie so viele ältere Bands, nur auf dem alten Kram auszuruhen, liefern KALTFRONT immer wieder neues Material ab und begeistern damit nicht nur die alte Fanbase, sondern holen sich auch immer wieder neue Fans ins Boot.

Das die Dresdener wesentlich mehr Wert auf ihre Texte, als auf die Verpackung legen, habe ich mittlerweile bei jeder Review erwähnt und genau das fällt mir auch dieses Mal als erstes auf. Cover wie gewohnt nur schwarz/weiß und einzig und allein mit Bandschriftzug und Albumtitel versehen, fertig! Im Gegensatz zur Aufmachung aber dafür inhaltlich wesentlich umfangsreicher und tiefgehender.

Düsterpunk mit der, für das Genre üblichen melancholischen und pessimistischen Ausstrahlung. Songs wie „Zurück in dein Grab“, „L.W.E.K.“ (Langsam wird es kalt) oder „Tot besser dran“ sind jetzt nicht unbedingt typische Aufbaunummern und haben natürlich auch nicht das Potential für einen „Gute-Laune-Sommerhit“. Sie sind vielmehr die Untermalung für die kalte und dunkle Jahreszeit und fühlen sich im Plattenschrank neben Bands wie EA80 oder FLIEHENDE STÜRME am wohlsten. Spike

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