DAS LECK – LIMONKA

DAS LECK – LIMONKA
(Fuego)

Gerade mal ein Jahr ist es her, dass DAS LECK die letzte Veröffentlichung, eine Doppel-CD mit fast 80 Songs, auf die Menschheit losgelassen hat. Und schon kommt das nächste Album. Allerdings mit läppischen 18 Songs, wobei es sich bei zwei Liedern um Remixe handelt. Da kann man schon fast von kreativer Krise sprechen. Ansonsten schließt „Limonka“ genau da an, wo der Vorgänger aufgehört hat.

Minimalistischer Punk mit wenig Melodie und viel Garagencharme. Dazu immer wieder ungewöhniche Intonierungen oder schräge Töne, was die einzelnen Lieder nicht gerade eingänglich macht. Die Texte sind weiterhin ziemlich reduziert und inhaltlich für mich leider nicht immer verständlich. Der persönliche Erfahrungsschatz, aber auch gesellschaftliche Absurditäten und aktuelle Ereignisse, dienen oftmals als Ideengeber. Manchmal habe ich aber keinen blassen Schimmer, was uns der Künstler hier sagen will. Auf jeden Fall ist vieles fragmentisch und die manchmal schleppende, schräge und ab und an auch fast experimentelle Musik macht es mir nicht ganz einfach, dem dargebotenen folgen zu wollen. Musste ich mich bei der letzten Scheibe aber durch über zwei Stunden davon quälen, bin ich froh, dass diese Platte nur eine knappe Dreiviertelstunde Spielzeit vorweist. Ach ja, der Sound ist ein bisschen besser und auch voller geworden, bleibt aber dennoch krachig.

„Limonka“ wandelt stets abseits ausgetretener Pfade und bedient dabei wahrlich nicht die Hörgewohnheiten der breiten Masse. So zum seichten nebenher laufen lassen ist das Teil jedenfalls nicht geeignet. Dafür ist es dann doch zu sperrig und Lo-Fi. Auf jeden Fall aber interessant und ungewöhnlich. Mirko

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