DETLEF. – SUPERVISION

DETLEF. – SUPERVISION
(Bakraufarfita Records)

Als SUPERNICHTS vor ca. 3 Jahren nicht mehr mit SUPERNICHTS weitermachen wollten (oder konnten), war ich tatsächlich ein wenig traurig. Schließlich brachten sie immer viel provokanten Humor in den oft auf hart machenden und nie lächelnden Punkrock. Dann wurde mit DETLEF. der legitime Nachfolger und militante Arm von SUPERNICHTS angekündigt, dann war ich erst skeptisch, dann kann das erste Album, dann war ich nicht mehr skeptisch, jetzt kommt das zweite Album und spätestens jetzt weiß ich, alles ist gut und ein wenig wie früher – nur die Überschrift ist anders.

19 Songs in 36 Minuten haut das Kölner Trio raus und liegt mit dieser Anzahl schon mal weit über dem Durchschnitt, denn die modernen Punkbands von heute quälen sich ja nicht selten auf 10, höchstens 11 Songs und sind dann fertig. Passend dazu verkünden DETLEF. auch, dass sie nicht groß struggeln mussten und Bands nicht verstehen, die jahrelang an 10 Songs rumeiern und verzichten auf den üblichen “Blut-Schweiß-Tränen-harte-Arbeit“ Kram. Oi!

Besser isses, denn “Supervison“ schnörkelt nicht viel rum, sondern kotzt sich aus und kommt auf den Punkt. Mal mit Mittelfinger, mal mit Augenzwinkern, aber immer so, dass es sitzt. Die Protagonisten in den Lyrics bzw. die Feindbilder ergeben sich meistens aus scharfer Beobachtungsgabe und weit oben auf der Liste stehen typisch “Deutsche Männer“ oder der so oft zitierte “Kleine Mann“. Natürlich verteilen DETLEF. nicht nur Seitenhiebe, denn es gibt auch Dinge, die sie mögen – Fußball z.B. oder Saufen. Unterstützung gibt’s von ein paar (auch vertrauten) Gastsänger*Innen. Viel Abwechslung, viel Unterhaltung, dass Ding macht Laune. Steff

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