CONVULSIF – EXTINCT

CONVULSIF – EXTINCT
(Hummus Records)

Ein ganz besonderes Stück Musik erwartet uns mit dem fünften Album der Schweizer Band CONVULSIF. Und das nicht nur, weil alle Stücke instrumental sind. Die Spielzeit der fünf Songs bewegt sich zwischen knapp zwei und vierzehn Minuten und auch die Instrumentierung mit Schlagzeug, Bass, Bass-Klarinette, Geige sowie ein paar elektronischen Effekten lässt auf Experimentierfreude schließen.

In dieser Besetzung wagt man den Spagat zwischen Noise, Jazz und Metal. Der Sound ist düster, impulsiv und durchbricht die Konventionen gängiger Hörgewohnheiten. So wechseln sich nicht nur schleppende Parts mit deftigen Grindcore-Attacken ab, sondern es werden auch harmonische Grundgerüste mit dissonantem Lärm gepaart. Ledier fällt es mir dabei schwer, die einzelnen Lieder auseinander zu halten und wirklich eingängig sind die Tracks auch nicht. Es handelt sich eher um diverse Klang- und Rhytmusfolgen, die nicht immer ganz nachvollziehbar, dafür aber sicherlich dazu geeignet sind, den Geist in anderen Sphären schweben zu lassen.

Avantgardistisches, düsteres Lärmspektakel, auf das man sich einlassen muss. Hier werden weniger Inhalte als Stimmungen transportiert, die experimentell und expressionistisch verklanglicht werden. Sicherlich nicht jedens Tasse Tee und oftmals schwankend zwischen banal und over the top. Mirko

www.convulsif.ch