NUCLEAR – MURDER OF CROWS

NUCLEAR – MURDER OF CROWS
(Black Lodge Records)

„Ist doch gut jetzt, ich bin wach, ihr könnt aufhören zu schreien.“ Genau darauf haben die fünf Chilenen auf ihrem sechsten Studioalbum aber überhaupt keinen Bock, knüppeln sich regelrecht in einen Rausch und fahren musikalisch hart auf.

Handwerklich haben NUCLEAR einiges auf dem Kasten und bringen „Murder Of Crows“ zwar auf den Trash-Metal Nenner, halten die Tür aber auch für andere Metal- oder Hardcore-Einflüsse stets offen. Der Name SLAYER fällt häufiger als Vergleich, aber den kann man tatsächlich bringen. Hervorzuheben ist außerdem, dass NUCLEAR, im Gegensatz zu vielen anderen Metal-Bands, die eine Menge Unfug singen, was zu sagen haben und politisch sind – was natürlich auch an den politischen Umständen in ihrem Land liegt. In „Abusados“ geht’s um die jahrzehntelange Unterdrückung durch die Regierung bzw. den daraus resultierenden chilenischen Aufstand, der leider viele Opfer forderte. Und im Gegensatz zu den englischsprachigen Lyrics, trägt die Band diesen in ihrer Muttersprache „spanisch“ vor.

Der Blick vor die eigene Tür, die Blick auf die Umstände ihres Landes macht die Band wütend und diese Wut wird nicht nur in die Texte, sondern auch in einen extremen Sound gepackt. Ich hab´ zum Vergleich nochmal in die Vorgängeralbum reingehört und muss feststellen, dass dieses hier ihr aggressivstes Album ist. Sicherlich nichts für jeden Musikgeschmack, aber Trash-Metal-Fans dürften excellent bedient werden. Spike

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