SCHALKO – COOL

SCHALKO – COOL
(Flight13 Records)

Wieder eine neue Band der Generation Turbopotter. „Eine unverkennbare Nähe zum Emo der 90er Jahre, die sich vor allem in ihren Inhalten zeigen, die mit Ausnahme von ein paar politischen Bezügen, sehr persönliche Themen wie gescheiterte Beziehungen, dem eigenen Unvermögen, bitteren Einsichten und der damit verbundenen Wut behandeln“, sagt das Promzettelchen, und das passt auch absolut zur Schubladisierung.

Melodien werden hier nicht nur vom Sänger, sondern auch von Gitarre und Bass erzeugt, die sich die Parts geschickt zuspielen – sehr durchdachte Arrangements für eine glaub ich recht junge, neue Band, die zudem nur aus 3 Personen besteht. Man switcht hier und da zwischen Gröhlgesang und klaren Passagen, durch die professionelle Produktion kommt das Ganze sehr druckvoll und sortiert daher. Das Problem bei dieser Art der Aufnahme kann unter Umständen sein, dass der Sound bei vielen Bands sehr gleich klingt. Mittlerweile gibt’s auch zahlreiche Bands mit dieser Art von Sänger.

Beim kurzen Durchhören möchte ich nicht für mich entscheiden, ob das hier ein Original wird oder ein weiterer Klon bleibt. Auch deshalb, weil Massen an Bands erscheinen, die sich nach einem Release wieder verabschieden. Mal sehen ob SCHALKO kommen um zu bleiben. Ach ja, der wenig aussagekräftige Bandname und Albumtitel (Schalko – Cool) lenkt vielleicht auch etwas von der guten Musik ab, die hier zweifelsohne fabriziert wird. Kommt ebenfalls am 11.09.20 heraus, via Rookie Records und Flight 13. Chris de Barg

www.facebook.com/schalko.band