ANGORA CLUB – HASENANGST

ANGORA CLUB – HASENANGST
(Kidnap Music)

2018 gegründet und gleich ein Demo raus gehauen, 2019 dann diese Scheibe aufgenommen, die im Mai diesen Jahres dann veröffentlicht wurde. Und wenn man diese so hört, wundert es auch nicht, dass diese von Kidnap Music veröffentlicht wurde. Dass die Mitglieder bereits musikalische Vorerfahrung haben, fällt aber ebenso gleich auf.

Mit dem simplen Schlagwort „Punkrock“ wird der Stil betitelt. Natürlich ist dieser sehr facettenreich und das was ANGORA CLUB hier fabrizieren, kann man dann getrost in die Ecke „Postpunk“, aber auch bedenkenlos mit „vom Punk geprägten Indie-Rock umschreiben“. Soll heißen, dass man hier keinen dreckigen Punk von der Straße, dem Keller oder gar Gosse erwarten darf. Sowohl die Hamburger Schule steht hier Pate, aber natürlich auch der moderne Postpunk aus anderen Regionen. Musikalisch gibt es dabei nicht viel neues. Ein bisschen Melancholie, ein wenig gesangliche Monotonie, aber auch frische, druckvolle Elemente. Textlich wenig verklausuliert aber dennoch tiefgründig und nahe am Seelenstriptease. Nicht immer mein Ding, aber souverän umgesetzt. Da hab´ ich schon wesentlich uninteressanteres in diese Richtung, wie zum Beispiel die ganzen Rachut-Bands, die mich noch nie sonderlich begeistern konnten, gehört.

Mal wieder eine Scheibe aus einem Subgenre, mit dem ich mich oftmals schwer tue und nie so richtig anfreunden konnte. „Hasenangst“ gehört allerdings zu den besseren Outputs und kann auch Zugang zu meinen Ohren finden. Daher sollte dieses Urteil ausdrücklich als aufrichtige Anerkennung gewertet werden. Mirko

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