LION‘S LAW – THE PAIN, THE BLOOD AND THE SWORD

LION‘S LAW – THE PAIN, THE BLOOD AND THE SWORD
(HFNW Crew & andere)

Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um eine wirklich internationale Veröffentlichung. Die mittlerweile nicht mehr ganz unbekannte, und bei einigen sicherlich allergische Reaktionen hervorrufende Band stammt aus Frankreich. Die insgesamt 10(!) Labels, die sich daran beteiligt haben, decken den Raum von Brasilien über die USA, Spanien, Portugal, England und Deutschland bis Malaysia ab. Eine ausreichende Reichweite hat man also

Zu hören gibt es eine Mischung aus klassischem, auch mal melodiösem Punkrock, Oi und ein wenig Hardcore. Diese spaltet sich dann folgendermaßen auf: Die Songstrukturen gehen klar in Richtung Oi! und Streetpunk, die Gitarren steuern einige Punkrock-typische Melodien bei, während der rohe, brachiale Gesang die nötige Härte und einen leichten Hardcoretouch mit einbringen. Zusammen ergibt das eine gesunde Mischung, die ganz gut bläst und dennoch Eingängigkeit an den Tag legt. Das Cover der Veröffentlichung mag jedoch stilistisch nicht so recht zu dem passen, was die Band dann aus dem Hut zaubert. Und das kann sich schon hören lassen. Leider liegen keine Texte bei, und alles, was da so geshoutet wird, ist leider nicht immer heraus zu hören. Hinzu kommt, dass der ein oder andere Text in französischer Sprache verfasst wurde, und dem bin ich leider nicht mächtig.

Wer eingängigen, deftigen Oi-Punk der härteren Art mag, der das Gaspedal auch mal ein wenig schleifen lässt, ist mit dieser Scheibe sicherlich gut bedient. Dass die Band, die laut eigener Aussage einen klar antirassistischen Standpunkt vertritt, dann aber doch immer wieder ins Zwielicht gerät, da man sich auch gerne mal von STOMPER 98 featuren lässt, stößt mir allerdings schon übel auf. Da steht dann halt doch auch mal die unkritische und daher auch kritisch zu betrachtende Oi!-Attitüde im Vordergrund. Mirko

www.lionslawparis.com