DEATH BY STEREO – WE´RE ALL DYING JUST IN TIME

DEATH BY STEREO – WE´RE ALL DYING JUST IN TIME
(Concrete Jungle Records)

DEATH BY STEREO, unermüdlich am Rackern, hier unterwegs, da unterwegs und zwischendurch Alben raushauen. Auch wenn die Wartezeiten dazwischen nach hinten raus immer etwas länger wurden, aber die Jungs um Efrem Schulz befinden sich ja bereits im dritten Bandjahrzehnt, da muss der damalige „alle-zwei-Jahre-ein-Album“ Durchschnitt nicht mehr stabil sein. Da reicht es, wenn die Band und ihr Sound stabil ist und bleibt.

Das sich über die letzten Jahre, auch bedingt durch die aktuelle Politik und die Regierung vor ihrer Haustür, einiges aufgestaut hat, wird zu Beginn der Platte sofort deutlich und zieht sich wie ein roter Faden durch sie. Man bekommt oft das Gefühl, die Band muss sich selbst zügeln, um nicht zu explodieren, was allerdings in den Songs nicht gelingt, denn die fegen so einiges weg. Eine wilde Mischung aus Hardcore und Punkrock mit einer charismatischen Stimme, die in 10 Songs fast nur eine Richtung kennt – nach vorne und zur Not auch mal mit dem Kopf durch die Wand.

Auch wenn die Band vorab die ersten beiden Songs der Platte ausgekoppelt hat, sehe ich die stärkeren Stücke in der zweiten Plattenhälfte platziert, nämlich „I Sing For You“ oder auch „300 Tribes“, aber das ist natürlich wie immer Geschmackssache. Zusammengefasst ein Album wie ein Orkan, aber vom Gefühl her gibt es schon das ein oder andere Vorgängerwerk, dass mich mehr mitgenommen hat. Spike

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