SPT – SYNTHPOP IS DEAD

SPT – SYNTHPOP IS DEAD
(SPT Records / Shitkatapult)

Stephen Paul Taylor, kurz SPT, ist ein kanadischer Musiker, der früher in einem Pop-Duo Musik gemacht hat und seit ein paar Jahren solo unterwegs ist. Dabei hat er offensichtlich alles bespaßt, was es so gibt. Zuhause fühlt er sich sowohl auf der Straße, als auch auf der großen Bühne und macht vor nichts Halt. Auch schon mehrere Fernsehauftritte, von Comedy Central bis ARTE, hat der Musikpoet hinter sich.

Auf diesem Album vereint er 11 schmalzige Synthpop-Lieder mit leichtem New Wave-Touch, die bei mir ganz schön Ohrenkrebs verursachen. Selbst sieht er sich offenbar in der Tradition von David Bowie, was beim Hören durchaus nachvollziehbar erscheint. Allerdings hinkt er diesem qualitativ doch weit hinterher. Und ein riesiger Fan von Bowie bin ich nun auch nicht gerade. Aber das hier plätschert einfach nur vor sich hin und wirkt doch schwer um Emotion bemüht, die einfach nicht vorhanden ist. Gut, es ist eingängig, aber halt auch ziemlich profan und einfach, was da abgespult wird – und erst recht nicht eigenständig. Ein paar Gesangsschwächen tun sich zudem auch noch auf. Vom Niveau her ist das Ganze auf dem eines durchschnittlichen Alleinunterhalters anzusiedeln, der sich aus Versatzstücken bekannter Vorbilder seine eigenen Songs zusammenschraubt. Für mich hat das weder Ausdruck noch Charakter, sondern ist einfach nur lahm und nervtötend.

Einen zutreffenden Titel hat der Barde für das Werk ja wenigstens gefunden, das an Belanglosigkeit kaum zu überbieten ist. Wie SPT zu 1,5 Millionen Spotify-Hörern kommt erschließt sich mir da nicht so recht. Vielleicht liegt‘s ja am Lob von Dieter Bohlen, mit dem man hausieren geht. Da höre ich doch wirklich lieber E-Aldi. Mirko

www.stephenpaultaylor.net