DRIVE MOYA – THE LIGHT WE LOST

DRIVE MOYA – THE LIGHT WE LOST
(Noise Appeal Records)

Ach du meine Güte. Was hier so alles bei mir auf dem Tisch landet. In diesem Falle die aktuelle und auch erste CD dieser österreichischen Band. Ich bin ja eigentlich schon recht tolerant, aber das hier lässt mich doch ziemlich schnell zittrige Hände bekommen.

Sieben Lieder sind auf der Scheibe, die seichter kaum sein könnten. Was hier als ozeanische Hallgräben, wirbelnde Modulationsströme und flackernde Schatten von Rauschen angepriesen wird, verbreitet bei mir nur Langeweile. Ambiente-Pop, der zwar eingängige Melodien besitzt, aber sonst doch ganz schön an der Narkolepsie-Schraube dreht. Wo die beschriebenen Soundwände, die hier proklamiert werden zu finden sind? Ich weiß es nicht. Beim autogenen Training oder bei Yoga-Übungen könnte man das vielleicht als Hintergrundmusik abspielen, oder aber beim Abgleiten in die Tiefen des Bewusstseins. Ein wenig erinnert mich das Ganze immer wieder an die beruhigende Wirkung von Walgesängen. Wobei der vorletzte Song schon fast ein klein wenig Fahrt aufnimmt, so dass man kurz vor dem Schluss wieder zu sich kommt und nicht völlig in der Lethargie versinkt.

Tut mir leid, aber wer auf die Idee kommt, dass an eine Punkrock-Seite zu schicken ist selbst schuld. Ich kann mit dem Kram jedenfalls herzlich wenig anfangen. Und ich wage zu behaupten ein Großteil unserer Leserschaft auch. Mirko

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