JUDAS HENGST – DEATH TAPES

JUDAS HENGST – DEATH TAPES
(Fuego)

Aus dem hohen Norden der Republik stammen JUDAS HENGST, die mit ihren „Death Tapes“ ihr erstes, Album präsentieren. Das Album ist bereits im März des letzten Jahres erschienen und so lange wie es gebraucht hat, bis die Scheibe den Weg zu mir gefunden hat, so langsam sind auch die Songs.

Daraus resultiert auch eine Spielzeit von 43 Minuten, in denen gerade mal sieben Songs zu hören sind. Man lässt sich also Zeit, um sich den, wie die Band es nennt, Postcore, entfalten zu lassen. Zu Beginn schleppt man sich so vor sich hin und es dauert eine Weile, bis das Werk in Fahrt kommt. Denn statt auf Geschwindigkeit setzt man auf Gefühl und Härte. Dabei geht es eher düster zu und es werden nicht nur Elemente aus dem Hardcore, sondern auch aus dem Doom und Sludge-Rock verarbeitet. Und so ziehen sich die Stücke dann auch ein wenig. Unterlegt sind die harten Passagen immer wieder mit angenehmen Melodielinien, die sich ganz gut in den meist stampfenden Rhythmus einfügen und ein wenig Harmonie versprühen. Dadurch werden die teils schon etwas langen Instrumental-Passagen dann doch ein wenig aufgepeppt.

Teilweise etwas zäh, aber dennoch ein mit viel Energie ausgestattetes Album. Ein bisschen mehr Abwechslung und Geschwindigkeit hätte es für meinen Geschmack aber ruhig sein können, denn der Grundaufbau der Songs ähnelt sich, trotz der verschiedenen Elemente, dann doch ein wenig. Kann man sich aber schon mal anhören. Mirko

http://judashengst.de