SPERMBIRDS – GO TO HELL THEN TURN LEFT

SPERMBIRDS – GO TO HELL THEN TURN LEFT
(Rookie Rec.)

Über 35 Jahre Bandgeschichte haben die SPERMBIRDS bereits hinter sich und haben in Teilen der Szene wahren Kultstatus. Irgendwie hat mich die Band komischer Weise aber nie richtig interessiert. Mal ein paar Songs irgendwo gehört, mehr auch nicht. Hab mich einfach nicht damit beschäftigt. Darum ist der neunte Longplayer der Band um Sänger Lee Hollis für mich sozusagen die Albumpremiere.

Die 13 neuen Stücke wagen den Spagat zwischen geradlinigem Metal-Rock, Punk und Hardcore. Ziemlich direkt und mit einer enthusiastisch rotzigen Stimme, die dem Ganzen viel Ausdruck und Emotion verleiht. Obwohl der Sound modern ausgefallen ist, kann doch deutlich der Charme der 1980er und 1990er-Jahre vernommen werden. Die SPERMBIRDS schaffen daher auch diesen Spagat und präsentieren eine homogene Mischung der verschiedenen Elemente, die gepaart mit den ironisch-sarkastischen Texten und der rohen Stimme auch mich überzeugen kann. Nicht nur vom Songwriting her, auch spieltechnisch geht die Band dabei durchaus kompetent zu Werke, so dass hier schon einige starke Songs zu hören sind, die nicht dem 08/15-Schema entsprechen.

Angefixt worden bin ich von den SPERMBIRDS jetzt zwar nicht, aber ich kann diesem Album doch einiges abgewinnen. Druckvoller Sound mit angenehmer Härte, eigenständig und authentisch. Mehr muss man nicht sagen. Gute Platte! Mirko

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