PAINKILLER PARTY – WELCOME TO THE PARTY

PAINKILLER PARTY – WELCOME TO THE PARTY
(Hopeless World Records)

Im letzten Jahr erst gegründet, jetzt schon das erste Album. Mit ihrem Metalcore, der für dieses Genre untypische Texte aufweist. Auch wenn es mittlerweile immer mehr Fun-Metal und Grind-Bands gibt, haben die vier Mindener*innen hier eine Lücke für sich gefunden.

Auf sarkastische Weise wird hier das ultra-böse Gehabe so mancher Metalband mit teils quitschbunten Lyrics, die von Einhörnern, Sex & Drogen handeln, kontrastiert. Und zwar auf eine absichtlich pubertär und vulgär gehaltene Weise. Diese wurden allesamt von der fiesen Growlerin und Tastendrückerin mit dem zarten Namen Josefine geschrieben, bei deren Stimme man zweimal hinhören muss, um diese als weiblich zu identifizieren. Es ist aber textlich nicht alles auf Party getrimmt, sondern man gibt sich stimmungsbedingt auch mal auf Krawall gebürstet. Die besten Momente hat die Musik, wenn die elektronische Komponente mit einfließt. Denn ansonsten ist der derbe Sound relativ schleppend und düster. Das führt auch dazu, dass viele der ironischen und sarkastischen Texte nicht auf Anhieb als solche zu erkennen sind. Zumal auch die Texte recht schwer zu verstehen sind. Gut, dass es das Textheft gibt.

Interessanter Ansatz, aber so recht wollen viele Texte nicht mit der Musik konform gehen. Somit werden die Aussagen nicht wirklich transportiert und sind oft nicht als das zu erkennen, was sie sind. Dafür ist die Musik an vielen Stellen einfach zu ernst und düster. Überhaupt wirkt manches im musikalischen Bereich noch ausbaufähig. Vielleicht hätte man sich mit dem Songwriting doch ein bisschen mehr Zeit lassen und ein wenig herum experiementieren sollen. Mirko

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