BIBI AHMED – ADGHAH

BIBI AHMED – ADGHAH
(Sounds of Subterrania)

Ach nö! Das hat Punkrock jetzt aber wirklich nichts mehr zu tun. Dennoch will ich, wenn das Teil hier schon landet, auch ein paar Worte darüber verlieren. Viel interessanter als die Musik ist jedenfalls das Leben des Protagonisten.

BIBI AHMED stammt aus dem Niger und hat wohl schon viele politische Querelen miterlebt. Dabei wurde er auch selbst zum Opfer dieser. Er lebte eine Zeit lang in einem libyschen Flüchtlingscamp und hat nun den Weg nach Deutschland gefunden. Jetzt hat der Musiker, der hier alle Instrumente selbst bedient, in Frankfurt/Main sein erstes Album eingespielt. Dabei handelt es sich nach Selbsteinordnung um Tuareg Blues. Viele traditionelle Rhythmen, durch verschiedene Percussioninstrumente zum Ausdruck gebracht, sowie eine tonangebende Gitarre wurden verwendet. Dazu der leiernde Gesang in einer mir völlig fremden Sprache. Vielleicht würde das im Plattenladen auch unter „Weltmusik“ oder „Traditionals“ eingeordnet sein. Mich kann der Barde mit seiner Musik leider nicht wirklich erreichen. Auch Begriffe wie „Psychedlic-Sahara-Rock“ können bei mir da nicht weiter helfen. Allerdings kann der Sound doch hypnotisch werden. Vor allem nach dem Konsum des ein oder anderen Genussmittels. Mir geht‘s dennoch nach 5 Minuten ganz schön auf die Eier.

Sicher die richtige Intention, ethisch, sozial, sowie kulturell auch wichtig und eine Stimme die nicht verstummt, trotz Krieg und Flucht. Musikalisch bei mir aber an der ganz falschen Adresse. Und auf Dauer halt auch ziemlich ermüdend. Mirko

www.facebook.com/BibiAgadez