ANTIHELD – GOLDENER SCHUSS

ANTIHELD – GOLDENER SCHUSS
(Arising Empire)

Eine Band aus Stuttgart, die mit ihrem Debut-Album sehr erfolgreich war, und trotzdem kannte ich die nicht. Und das obwohl ich hier schon ein paar Jahrzehnte lebe. Na gut, ganz so lange gibt‘s die Band noch nicht. Vielleicht liegt‘s ja auch daran, dass das nicht wirklich mein Genre ist und ich deshalb ein wenig Desinteresse an dieser Stilrichtung zeige.

ANTIHELD machen nämlich gefühlvollen, emotionalen Indie-Rock/Pop. Die rauchige Stimme gefällt mir zwar ganz gut, der Rest ist dann aber doch arg getragen. Den persönlichen Texten kann man zwar Tiefgründigkeit bescheinigen und dem Gesang kann man auch nicht absprechen, die Texte mit viel Leidenschaft vorzutragen, die Mucke ist mir aber dann doch viel zu lahm und zieht sich über die fast 60 Minuten Laufzeit doch ziemlich arg in die Länge. Auch wenn die Songs eingängig sein mögen und die Chöre zum Mitsummen animieren können, ist das auf Dauer alles irgendwie zu ähnlich und mag nicht so recht in meinen Ohren hängen bleiben. Klingt für mich doch recht austauschbar. Zudem beginne ich mich doch ziemlich schnell zu langweilen. Da fehlt einfach der Pep. 14 Balladen bei 16 Liedern ist halt einfach „too much“. Auch kann ich mich in den Songs überhaupt nicht emotional verlieren, was emotionaleren Menschen sicherlich leichter fallen dürfte.

Musikalische Qualität und emotionalen Tiefgang besitzt das Album schon, da gibt‘s sicherlich nichts zu diskutieren. Aber das ist einfach nicht meine Mucke. Ich brauch da schon ein wenig mehr Tempo und Härte. Sorry Jungs, ich gönne Euch den Erfolg, denn viel Herzblut steckt ja schon in dem Album, wie man auch an der Coverversion von „99 Luftballons“ deutlich merkt. Aber meine Sache ist das einfach nicht und ein zweites Mal werde ich mir die Scheibe sicher nicht antun. Mirko

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