RICHIES – AUTUMN FALL

RICHIES – AUTUMN FALL
(Hulk Räckorz)

Hätte irgendwer gedacht, dass die Band 23 Jahre nach ihrem letzten Album noch mal was Aktuelles nachlegt? Und das auch noch in Originalbesetzung? Wohl kaum, oder? Ist aber so gekommen und mit „Autumn Fall“ kommt 16x neuer Stoff.

Das Trio aus Duisburg, selbstverständlich gut gekleidet in Jeans und Lederjacke, bleibt natürlich beim simplen, Ramones-ähnlichen Bubblegum-Pop-Surf-Punk. Ist melodisch, geht ins Ohr, kannste locker-flockig zur jeder Gelegenheit und auch mal mit Oma und Opa hören. Bis auf die letzten zwei Songs vielleicht, denn gegen Ende sinkt das Niveau. Wenn irgendeine Teenie-Band Lieder wie „In tits we trust“ bringt, kann man das vielleicht noch auf´s Alter schieben. Oder wenn ein Song wie das darauffolgende „Oh my God“ überwiegend aus Frauengestöhne besteht. Aber die Teenie-Karte kann man nach 30 Jahren Bandbestehen hier wohl kaum ziehen.

Ist ja auch schön und gut, wenn sich die Band ein bisschen jugendliche Unverkrampftheit bewahrt hat, aber die letzten beiden Songs sind mir echt etwas zu infantil. Ansonsten ist das Album aber absolut hörbar und gefällt mir bis auf die erwähnten Ausnahmen recht gut. Die Band hat musikalisch nichts verlernt und passt im Plattenregal auch weiterhin gut zwischen SCREECHING WEASEL und THE QUEERS. Spike

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