SWORN ENEMY – GAMECHANGER

SWORN ENEMY – GAMECHANGER
(M-Theory / Membran)

Wer es gerne deftig mag, ist sicher mit dem neuen, sechsten Album gut beraten. Von der Urbesetzung ist allerdings nur noch Sänger Sal Lococo übrig geblieben. Vielleicht hat es auch deshalb fünf Jahre gedauert, die Platte fertigzustellen.

SWORN ENEMY mischen derben HC mit ebenso deftigen Metalparts. So schafft es auch die ein oder andere Solomelodie in die ansonsten doch recht brachialen Riffs und Beats. Dabei ist auch vieles schleppend gehalten. Ansonsten versteht man aber auch wirklich gut auf den Putz zu hauen. Dabei ist alles präzise und druckvoll eingespielt. Da hat man schon auf jedes Detail geachtet. Und trotzdem ist die Wut und Aggression, die hier zu Tage tritt, beachtlich. Somit föhnt einem der Sound dann auch ganz schön die Gehörgänge durch. Im letzten Drittel der Scheibe schleicht sich dann aber auch ein wenig Eintönigkeit ein, ganz egal wie es hier knallt. Denn die Songstrukturen sind sich dann doch alle recht ähnlich und eigentlich im Grunde das typische HC-Geballer, wie man es von einschlägigen New Yorker Bands kennt. Aber auch die ein oder andere Ähnlichkeit hört man heraus.

Auch wenn zum Ende hin dann halt doch etwas redundant und auch gewöhnlich, handelt es sich hier um eine Scheibe, die dem/der Hörenden mit voller Wucht in die Magengrube schlägt. Deftig, kräftig und wütend, zudem hervorragend eingespielt und aufgenommen. Mirko

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