KRACHMAKERS – S/T

KRACHMAKERS – S/T
(Eigenproduktion)

Eigentlich gab´s die KRACHMAKERS ja schon mal. Um Ende der 1980er, Anfang der 90er-Jahre für ungefähr zwei Jahre lang. Ca. 2 Demos gab‘s da wohl von denen. Nun hat man sich aber wieder zusammengefunden und zwei (jedoch relativ lange) Lieder auf eine EP gepresst. Optisch macht das Teil ja schon was her. Aber was ist mit dem Inhalt.

Tja, irgendwie hören sich die Lieder an, als ob die Herren Künstler ihre Instrumente in den letzten 30 Jahren nur recht selten in Händen gehalten hätten. Das Schlagzeug holpert in mehr als gemächlichem Tempo dahin, Bass und Gitarre beschränken sich auf das Nötigste und der Gesang versucht vergeblich, die richtigen Töne zu grunzen. Das ist wirklich einfachster, ziemlich lahmer Deutschpunk, den ich irgendwie so überhaupt nicht ernst nehmen kann. Auch was das Textliche betrifft. Der erste Song handelt vom Warten bzw. der Ungeduld im Alltag. Der zweite Song ist Stanislaw Petrow gewidmet, der russische Offizier, der im Jahr 1983 einen Atomkrieg nicht ausgelöst hat. Die Texte sind jedoch auf niedrigstem sprachlichen und lyrischen Niveau zusammen geschustert und wirken somit eher unfreiwillig komisch. Ob das so gewollt ist wage ich allerdings zu bezweifeln. Auch dass beide Lieder relativ lang sind, fördert das Hörvergnügen nicht gerade.

Gut aussehen tut sie, die Scheibe. Aber ansonsten? Wenn auf einem Album 2 von 12 Songs kacke sind, ist das ja zu verschmerzen. Aber wenn nur zwei Lieder vorhanden sind, sieht‘s da schon anders aus. Und so ist‘s halt bei diesem Teil hier, dass mich daher wirklich nicht vom Hocker reißt. Mirko

www.krachmakers.de