STECKBECKENZECKEN – THE GREATEST HITS

STECKBECKENZECKEN – THE GREATEST HITS
(Sub SoundS)

Nachdem ich auf der Info im ersten Satz das Wort „Schlagerpunk-Kapelle“ gelesen und dann bemerkt habe, dass das Schreiben dreieinhalb eng bedruckte Seiten umfasst, habe ich selbiges lieber zur Seite gelegt und mich überraschen lassen, was die Band wohl auf ihrem ersten Album so raus haut. Immerhin ist man selbstbewusst genug, zu behaupten, die besten Lieder der Welt zu schreiben.

Dieser Selbsteinschätzung kann ich nach dem Konsum der CD aber nicht so ganz beipflichten. Aufgenommen sind die Stücke schon ziemlich gut und sauber. Ansonsten ist das aber eigentlich ganz profaner – wenn auch ganz gut gespielter – Fun-Punk, eben mit Schlagerattitüde. Sind ja auch nur drei bis vier Akkorde. Inhaltlich empfinde ich die Songs aber als reichlich unlustig. Man reitet zu dem doch etwas zu viel auf dem Schlagerdingens rum. Die Songs mögen eingängig sein und mit der ab und an zu hörenden Flöte auch nette Gimmicks bieten, haben meist auch ein vernünftiges, sprich erhöhtes Tempo, aber textlich trifft die Band hier absolut nicht meinen Geschmack. Ich empfinde das großteils irgendwie zwischen kindisch und peinlich. Da nutzt es auch nichts, dass die Mucke eigentlich ganz gut rein läuft.

Tja, auch wenn man sich sichtlich Mühe gibt, hier etwas besonders abgefahrenes zu machen, kann mich dieser Enthusiasmus nicht wirklich begeistern. Allein von der Musik her, ist die Scheibe eigentlich gar nicht so übel. Der Rest ist mir dann doch etwas zu infantil, überkandidelt und bemüht lustig. Mirko

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