INSPECTOR BOWSER & DIE DILDOFEE

INSPECTOR BOWSER & DIE DILDOFEE
(Eigenproduktion)

Er hat wieder zugeschlagen. INGFERNO, der trashige Alleinunterhalter, der sich für (fast) nichts zu schade ist. Glücklicher Weise haben wir es hier aber nicht mit einer neuen Musik-CD des Multitalents zu tun, denn INGFERNO geht hier ein Schritt weiter. Denn bei vorliegender Veröffentlichung handelt es sich um ein kurzes Musical, oder wie die Info es schreibt, ein Bumsical. Das inhaltliche Niveau dürfte damit auch schon mal klar sein.

Die Story ist so bescheuert wie einfach. „Dirndl“ wird nach einer Dildo-Party tot aufgefunden. Im Verdacht steht ihr versoffener Mann Horsten. Doch Inspector Bowser stößt bei seinen Ermittlungen auf einen mysteriösen Zeitreisedildo. So weit, so bekloppt. Die Story ist jedenfalls ziemlich pubertär und von Anspruch weit entfernt. Auch die Gags sind von eher platter Natur, meist ziemlich flach. Teilweise aber auch wieder so blöde, dass ich mir das ein oder andere Schmunzeln doch nicht verkneifen kann. Allerdings bin ich aber auch wirklich überrascht, denn die Umsetzung ist doch ziemlich gut gelungen. Die Sprecher machen ihre Sache ziemlich gut und auch die Arrangements sind auf den Punkt und gut abgestimmt. Erstaunlicher Weise finde ich die Musik auch ziemlich cool. Liegt vielleicht auch daran, dass Ingo nicht selbst singt, sondern dies Menschen überlässt, die auch die Töne treffen. Musikalisch ziemlich abwechslungsreich, irgendwo zwischen Punk, Rock und auch Ska. Teils recht kurz, manchmal auch etwas länger, sind die eingängigen und auch wirklich gut komponierten Songs passend zwischen den Sprechpassagen platziert, so dass der ganze Unsinn doch recht kurzweilig rüber kommt. Auf der musikalischen Ebene gefällt das Werk also schon. Da merkt man, dass sich Ingo doch sehr viel Mühe gegeben und viel Herzblut hinein gesteckt hat.

Man sollte schon einen speziellen Humor mitbringen, um das alles lustig zu finden. Menschen mit ausgeprägter political correctness-Attitüde und einer Allergie gegen albernen, pubertären Fäkalhumor, sollten aber von vorn herein die Finger davon lassen. Wer sich zwischendurch auch mal von trashigem Nonsens unterhalten lässt und nicht alles so bierernst nimmt, kann aber doch Freude daran finden. Mirko

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