RUSTIKARL – THERAPIE

RUSTIKARL – THERAPIE
(Langstrumpf-Records)

Punk‘n‘Roll nennen die vier Sauerländer das was sie da machen. Gut, kann man so sagen. Man könnte aber auch Deutschrock sagen, was ja aber einen eher negativen Beigeschmack hat. Natürlich zu recht. Von mir aus ist das dann halt Punk‘n‘Roll, aber ich will hier keine Wortklaubereie betreiben.

Was gibt es zur Musik zu sagen? Eigentlich nicht viel. Solide gespielte Rock-Musik, frei von Innovation oder Einprägsamkeit. RUSTIKARL klingen so wie hunderte andere Bands aus dem Deuschrockbereich. Vollkommen austauschbar und wenig originell. 08/15-Songs über Freundschaft, Liebe, Sehnsucht, Verzweiflung natürlich, aber auch das Trinken. Teils pathetisch, teils pseudo-moralistisch und teils persönlich. Politik bleibt außen vor, ebenso wie eine Positionierung. Also genau das Richtige für junge Leute ohne klare Meinung und trinkfeste Stammtischbrüder, die heimlich auch mal Gefühle zeigen. Dass man sich dabei – neben den TOTEN HOSEN – stark von einer erfolgreichen Frankfurter Deutschrockband beeinflusst sieht, ist dabei offensichtlich. Im Song „Therapie“ wird dies dann auch schamlos verbalisiert.

Stinknormaler Deutschrock, der mich überhaupt nicht packt. Wie das meiste aus diesem Bereich eben. Beliebig austauschbare Songs von „harten Jungs“, die innen drin auch ganz arg emotional sind. Dabei aber nichtssagend und belanglos. Nix was ich unbedingt brauche, aber den Jungs auf‘m Dorf-Festival sicherlich ganz bedeutend vorkommt, weil man denkt, sich irgendwie total verstanden zu fühlen. Mirko

www.rustikarl.com