KEIN POTENTIAL / D.V.A. – DIE VERWESENDEN ALTLASTEN – AUF EIN WORT (SPLIT)

KEIN POTENTIAL / D.V.A. – DIE VERWESENDEN ALTLASTEN – AUF EIN WORT (SPLIT)
(S.N. Rex)

Dieselbe Region, dieselbe Liebe für Punk der alten Schule und gemeinsam sicherlich auch schon viele Biere die Kehle runtergespült. Warum also die (Band-)Freundschaft nicht mit einer Split-LP unterstreichen und zusätzlich verdeutlichen – dachten sich DIE VERWESENDEN ALTLASTEN und  KEIN POTENTIAL. Bei D.V.A. liegt die letzte Veröffentlichung ja auch schon wieder 3 ½ Jahre zurück und KEIN POTENTIAL können die geteilte Scheibe als Debüt nutzen.

Ende 2012 gegründet und hier und da ein paar Auswechslungen vorgenommen ist der Name KEIN POTENTIAL keinesfalls Programm, denn die Songs sind eingängig, es werden sogar mal Refrains mit “ohohos“ unterlegt, und man hat einen Sänger mit einer prägnanten und variablen Stimme, die er auch einzusetzen weiß. Inhaltlich klatschen sich politische Texte mit Fun-Texten ab. Das ernste, kritische Gesicht steht KEIN POTENTIAL aber besser als der “Badewannen Dani“ oder “Alien“, auch wenn letztgenanntes mit einem unglaublich geilen Refrain überzeugen kann, der einfach nicht mehr aus dem Ohr geht. Mit “Vaterland“ gibt’s auch noch einen VKJ Coversong. Richtig guter Platten-Einstand einer Band, die ein Songwriting-Händchen mit viel Potential besitzt.

D.V.A. sind unseren Leser_Innen und allen Deutschpunkern- und Punketten natürlich bekannt. Nach 3 Alben, einer Split mit HAGBARD CELINE und einem Tape natürlich kein Wunder. Die Bande macht schon seit Ewigkeiten (zuvor in anderen Bands) Musik und spielt ihre Erfahrung in ironischen und politischen Texten sowie Deutschpunk aus dem vorletzen Jahrzehnt aus. Bisher allerdings nie so melodisch wie dieses Mal und nie mit solch wunderschönem Gitarrenspiel, welches die Gesangsmelodie oftmals regelrecht trägt, wie im Opener “Heimatmelodie“ deutlich zu vernehmen. Dieses (also Heimatmelodie) gehört zusammen mit “Misanthropical Island“ bis dato wohl zu den stärksten Songs von D.V.A. und beide lassen selbst das gut umgesetzte Cover von CHAOS Z (Krass) hinter sich. Ich bin echt nicht gewillt heute noch was anderes zu hören als diese orange-marmorierte Platte. Steff

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