ENGST – FLÄCHENBRAND

ENGST – FLÄCHENBRAND
(Arising Empire)

Über den Namen bin ich zuvor wohl mal gestolpert, aber nicht über die Musik, zumindest nicht bewusst. Da auf der CD allerdings ein großer Aufkleber mit den Tourdaten und der Info prangert, dass ENGST sowohl die ROGERS wie auch MASSENDEFEKT an mehreren Terminen supporten werden, ahne ich aber schon vorab, in welche Richtung „Flächenbrand“ tendiert und so ist es schließlich auch.

Poppiger Punk Schrägstrich Deutschrock, der viel Wert auf eingängige Melodien legt und für lediglich erst zwei Bandjahre schon ziemlich fett auffährt und viel Professionalität ausstrahlt. Musikalisch gekonnt und soundmäßig ultra sauber und glatt abgemischt. Textlich oft direkt aus dem Leben, also gerne mal intim und ziemlich persönlich, aber auch mit unmissverständlichen politischen Statements, was absolut zu begrüßen ist. Die Art von Musik ist natürlich absolut charttauglich, da müssen wir uns nichts vor machen, und hat mit „Punkrock“, zumindest rein musikalisch und so wie ich mir Punkrock vorstelle, eher wenig zu tun.

Aber die Jungs wollen auch in gar keine Schublade und wenn, sehen sie sich glaube ich selbst im Rock/Pop Genre. Und das ist gut so! Denn würde man „Flächenbrand“ als Punkrockalbum unter die Lupe nehmen, würde der gemeine, ständig nölende und schlecht gelaunte Punkrocker Einspruch erheben. Checkt man das Ding aber von vornherein als deutschsprachiges Rockalbum ab, gibt’s gar nichts zu meckern. So einfach ist das! Kleine Anekdote zum Abschluss: Im Promoschreiben lese ich gerade, dass Sänger Matthias Engst aus irgendeiner Pro7 Show mit Samu Haber von SUNRISE AVENUE als Gewinner hervorging, einen anschließenden Plattendeal als Vorzeigepopstar angeboten bekam, diesen aber ausschlug, weil er auf das ganze Retortenpopstargehabe keinen Bock hatte. Find ick supa! Spike

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