DIE DORKS – DER ARSCH AUF DEINEM PLATTENTELLER

DIE DORKS – DER ARSCH AUF DEINEM PLATTENTELLER
(Core Tex Records)

Wer die Band die letzten Jahre verfolgt hat, wird bemerkt haben, dass musikalisch auf der ewig gleichen Stelle treten etwas ist, worauf DIE DORKS absolut keinen Bock haben. Diese Band hat sich über die Zeit in eine Richtung entwickelt, die man als durchaus positiv einordnen darf. Musikalisch werden nur zu gerne die typischen Deutschpunkgrenzen gesprengt und auch Live hat man das Gefühl, dass der hosenfreie Widerstand in überdeutliche und klare Ansagen umgeschlagen ist.

“Der Arsch auf deinem Plattenteller“ ist das sechste Album der Deutschpunk-IRON MAIDEN, die diese Bezeichnung wahrlich nicht zu Unrecht tragen. Die ersten Gitarrensolis beweisen das eindeutig und in fast allen 16 Songs dominieren die elektrischen Gitarren in den höchsten Tönen. Die metallischen Elemente, die DIE DORKS mit einfließen lassen, liegen überwiegend im Classic-Metal und das wiederrum sorgt für viele Melodien und auch für viele Spielereien. Die Stücke sind alles andere als simpel aufgebaut, viele Effekte und viele kleine Details sind zu vernehmen. Das könnte manch eingefleischten Deutschpunkhörer eventuell erstmal überfordern und vielleicht auch verunsichern, aber keine Sorge – der kritische und politische Deutschpunk findet sich in den Texten wieder.

Beim letzten Album habe ich noch geschrieben, dass das immer noch ein Deutschpunk-Album ist, allerdings sehr metallisch geprägt. Dieses Mal würde ich schon fast von einem deutschsprachigen Hardrock / Metal Album sprechen, welches punkig geprägt ist – aber letztendlich sollten wir vielleicht alle mal etwas mehr auf Genre-Schubladen scheißen. DIE DORKS heben sich mit “Der Arsch auf deinem Plattenteller“ eindeutig von der Masse ab und spielen einen Mix der härteren Stile, der hierzulande in dieser Art und Weise wohl einzigartig ist. “Never trust a punk kid that has not listened to heavy metal” – oder so ähnlich. Steff

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