DETLEF. – KALTAKQUISE

DETLEF. – KALTAKQUISE
(Bakraufarfita Records)

Wenn man sich anhört wie die Vorgängerband oder genau da ansetzt, wo die Vorgängerband aufgehört hat, dann kommt man nicht drum herum, auch in einem Atemzug mit ihr genannt und verglichen zu werden. Aber DETLEF. (mit Punkt am Ende) nehmen es selbst vorweg und machen keinen Hehl daraus, der legitime Nachfolger und militante Arm von SUPERNICHTS zu sein.

Frank und Achim von SUPERNICHTS heißen jetzt mit Vornamen Detlef und Dave von INCOMING LEERGUT heißt jetzt mit Vornamen auch Detlef und zusammen heißen sie mit ihrer neuen Band auch DETLEF. (wie gesagt, mit Punkt am Ende). Was Punkrock ist, musste den Jungs nicht mehr erklären, den können sie und haben ihn verstanden. Und auch Detlef, Detlef und Detlef wollen und müssen keinem mehr erklären, was Sache ist. Sie besingen vielmehr kleine Geschichten, meistens ohne Happy End. Manche aus dem echten Leben (so scheint es), manche fiktiv (so scheint es). Meistens wie gewohnt ironisch, aber manchmal auch durchaus mit kleinen, ernsteren und provokanteren Schlägen auf der Hinterkopf von Szene und Gesellschaft.

Ein paar der Reime sind etwas vorhersehbar, aber bevor das Klischee bekämpft wird, muss es manchmal auch erst mal erfüllt werden – eigentlich typisch SUPERNICHTS. 19 Songs, die sich fast alle nicht ganz so ernst nehmen. Anspieltipps: „Männer die gern tanzen“, „Am Bühnenrand“ und „Barcley James Harvest“. Fast alles so wie früher, nur damals war die FDP scheiße und heute ist die SPD schuld. Spike

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