COILGUNS – MILLENIALS

COILGUNS – MILLENIALS
(Hummus Records)

Für ihr zweites Album haben sich die Schweizer für vier Wochen in der teutonischen Provinz in eine Hütte einschlossen, dort ein kleines analoges Studio eingebaut und sich dort an diese Aufnahmen gemacht. In völliger Ruhe ist so ein ziemlich krachiges Album entstanden, dem es wirklich gut tut, nicht mit Digitaltechnik aufgenommen worden zu sein.

Die Band widmet sich dem Noise-Core und Math-Core, der sich durch nicht vorhandene Stringenz und chaotische Abläufe auszeichnet. Dass die Lieder zwischen einer und sechseinhalb Minuten lang sind, passt da gut ins Bild. Die Gitarre ist ziemlich stark verzerrt, ebenso wie der Gesang, wenn man das Geschrei denn als solchen bezeichnen kann. Hinzu kommt viel Hall und unkonventionelle „Strukturen“, die eigentlich kaum nachzuvollziehen sind. Als wirklich flüssig kann man die Lieder jedenfalls nicht gerade bezeichnen, dafür aber als experimentell, undurchsichtig und ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Für mich ein doch recht anstrengendes Album, mit dem ich nicht wirklich warm werde. Mir ist das alles doch zu krachig und unstrukturiert. Anarchischer Underground und meilenweit vom Mainstream entfernt. Für meine Ohren ist das dennoch nichts. Mirko

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