BANANA SLUGS – DER UNGLAUBLICHE ALK

BANANA SLUGS – DER UNGLAUBLICHE ALK
(Eigenproduktion)

Heidenei, wie man im Schwäbischen sagt, wenn man solch ein famoses Wortspiel als Titel einer EP/Mini-CD präsentiert bekommt. Und wenn die Band sich dann auch noch solch einen  Bandnamen gibt, kann die Freude auf das zu Erwartende kaum größer sein. Obwohl…optisch sind Bananenschnecken ja schon eher ungewöhnlich.

Der Inhalt dieser 5-Track-CD dagegen ist es nicht. Bekommt man doch das geboten, was man eigentlich erwartet. Zumindest das was ich erwartet habe. Technisch zwar sauber gespielter und gut produzierter, flotter und melodiöser Deutschpunk, der aber irgendwie total zwischen den Seilen hängt. Das liegt vor allem an den Texten, in denen versucht wird, auf ironische Weise Ernsteres zu verarbeiten. Und das gelingt leider nicht besonders gut. Das ist zwar alles gut gemeint, wirkt doch oft etwas unausgegoren. Sei es nun das obligatorische Anti-AfD-Lied, der Veganer-Song oder das pubertäre Lied über‘s Furzen. Der selbstzweifelnde Titeltrack hat dagegen Potential, wirkt durch den Band-Slogan „Beer, Slugs & Rock‘n‘Roll“ aber ein wenig unglaubwürdig und bei „Rache“ kommt zumindest so etwas wie Bauchgefühl rüber. Ansonsten will man ein wenig provozieren, aber doch keinem so richtig auf die Füße treten.

Musikalisch geht die EP auf jeden Fall in Ordnung und man hat auch ein paar gute Einfälle.  Durch die inkonsequente Art der Lyrics wird das alles oftmals aber zu dem, was der „true rebell“, und auch der, der sich dafür hält, als Abi-Punk bezeichnet. Im Endeffekt deshalb schon eher etwas für Leute, die gerade ihre wilde Phase haben. Mirko

www.bananaslugs.de