CROSS X – WHAT WE CAN GET

CROSS X – WHAT WE CAN GET
(Eigenproduktion)

Ihr bereits ihre fünfte Veröffentlichung (wenn man mal von ihrem Promo absieht), präsentieren CROSS X aus dem bayerischen Schwaben. Ja, das mag den ein oder anderen vielleicht verwirren, aber eigentlich ist Schwaben tatsächlich nicht um den Raum Stuttgart zu verorten. Aus Ulm und der offiziellen Hauptstadt Schwabens, nämlich Augsburg, stammt diese Band. Nun aber genug der Landeskunde, denn CROSS X, bei denen  übrigens auch Oliver und Steini sind, einigen vielleicht als Mitglieder der Deutschpunk-Band SICK OF SOCIETY bekannt, legen in einer Plattenbesprechung darauf sicherlich einen eher geringen Wert.

CROSS X spielen Metal-Core mit einer deutlichen Punk-Affinität und bolzen nach einem stimmungsvollen Intro auch ziemlich fett los. Geprägt ist der Sound von einer derben, tiefen Gröl-Stimme, die einem durch Mark und Bein geht.  Dabei offenbart sich auch ein intensiver  musikalischer Rundumschlag voller Kraft und Energie. Erstaunlicher Weise sind, trotz derbem Gesang, die meisten Lyrics gut heraus zu hören. Lediglich bei einigen wenigen Passagen spielt mein Gehör da nicht mit. Und da im Booklet keine Texte abgedruckt sind, muss ich wohl darauf warten, bis diese, wie bei den vorherigen Veröffentlichungen auch, auf der Band-Seite veröffentlicht werden.  Jedenfalls lässt sich auch so sagen, dass hier emotionale und nachdenkliche Themen im Vordergrund stehen. Diese sind aber keineswegs auf weinerlich, was man bei Emotional schnell vermuten könnte. Nein, hier stellt man sich dem inneren Konflikt und brüllt dagegen an, anstatt sich in Selbstmitleid zu ergehen. Hier wird auf die brachialische Art Karthasis betrieben, die – zumindest auf mich – ausgezeichnet wirkt.

CROSS X ballern hier sieben neue Songs raus, die mich wirklich weg fetzen. Intensiver, brachialer Sound, der Wut und Frustration ausgezeichnet bündelt, der nicht nur an der Oberfläche kratzt und bei dem man sich anständig austoben, aber auch emotional abreagieren kann. Mirko

www.crossx.de