BROKEN DEAD – EXTENT OF PAIN

BROKEN DEAD – EXTENT OF PAIN
(Eigenproduktion)

Im Jahr 2013 als reine Frauenband gestartet, fand das gemeinsame Wirken bereits 2016, noch bevor das erste bereits eingespielte Demo veröffentlicht wurde, ein jähes Ende, als Schlagzeugerin Minerva Gonzales verstarb. Im Januar 2017 haben sich die beiden verbliebenen Musikerinnen aber erneut aufgerafft, sich einen neuen Drummer und einen zweiten Gitarristen geholt und nun dieses Album in Gedenken an die Verstorbene veröffentlicht.

Zartbesaitet kommt die Mucke nicht gerade rüber. Deftiger Hardcore mit Metaleinschlag gibt es zu hören, bei dem all der Wut und Frustration freier Lauf gelassen wird. Hämmerndes Schlagzeug und deftiger Gitarrenriffs zeichnen die acht Songs aus, die in derbem Soundgewand präsentiert werden. Dabei bleibt aber auch Platz für einige etwas verspieltere Gitarrenklänge. Der Gesang von Amanda Gonzales, Schwester von Minerva, ist roh und angepisst, könnte aber ein wenig mehr in den Vordergrund treten. So geht dieser doch ab und an etwas im Klanggewitter unter, so dass die Texte leider nicht immer gut verständlich sind. Wie gut, dass diese im Beileger abgedruckt sind. Hier werden gesellschaftliche Missstände in direkten Worten abgehandelt, wobei die persönlichen Erfahrungen und Schicksalsschläge ebenfalls Einfluss gefunden haben.

Dreckige HC-Scheibe, die auch Platz für emotionale Momente lässt, vornehmlich aber ziemlich auf den Putz haut und hauptsächlich von Aggression geprägt ist. Auf Dauer vielleicht ein bisschen eintönig geraten, aber doch ein ziemlich fettes Brett. Mirko

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