LISTENER – BEING EMPTY : BEING FILLED

LISTENER – BEING EMPTY : BEING FILLED
(Eigenproduktion)

Was mir das Beiblatt der Plattenfirma sagen will, verstehe ich in derzeitigem Zustand leider nicht mehr. Ich habe lediglich mitgenommen, dass es sich hier um das vierte Album dieser Band handeln soll und diesmal die Gitarren zornig sind und Kris ins Schlagzeug schlage, als gäbe es kein Morgen mehr, es dazu aber auch lyrisch-poetische Extravaganzen zu bestaunen gäbe.

Auf jeden Fall ist die Musik von LISTENER, und auch die Texte sind es, äquivalent zum Bandnamen. Man sollte nämlich schon zuhören. Heißt aber nicht, dass man intellektuell  vorbelastet sein muss, um die recht emotionalen vorgetragenen Texte zu verstehen. Eine  Spielzeit von stattlichen fünfzig Minuten bei zehn Liedern zeigt auch, dass man es hier nicht mit Schnellschüssen zu tun hat, sondern ausgereifte Songs vorgesetzt bekommt. Diese vermischen modernen, etwas düsteren Rock mit Postpunk und Indierock, und vertonen hiermit die recht persönlichen Texte von Sänger und Songwriter Dan Smith. Dabei kommen auch mal Bläser zum Einsatz und es werden auch öfters mal etwas ruhigere, nachdenkliche Töne angeschlagen.  Alles recht emotional und nicht unbedingt meine Tasse Bier. Für mich schleppt sich das alles dann doch ein wenig arg dahin und könnte durchaus ein wenig mehr Abwechslung und Tempo vertragen.

Ein sehr erwachsenes Album haben LISTENER mit ihrer neuen Scheibe veröffentlicht, die hauptsächlich von der Emotionalität und dem Inhalt lebt. Damit kennt sich die Band aus und das hat sie auch drauf. Zornig empfinde ich das alles aber nicht. Eher als nachdenklich,  reflektiert und auch ausdrucksstark. Manchmal sogar ein wenig anstrengend und fordernd. Und wer so was mag, wird hier sicherlich bestens bedient. Mirko

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