POPPERKLOPPER, HAGBARD CELINE (Trier, Luke 12.01.2018)

POPPERKLOPPER, HAGBARD CELINE (Trier, Luke 12.01.2018)

Nach dem ganzen Wirbel seit dem „Ausstieg“ unseres Drummers Maurus, zwischenzeitlichem Einstieg von Jan, der aus Zeitgründen dann doch nicht den Drummerposten fest ausüben konnte, einigen Kurzgigs mit Olli Lonien als Aushilfe, schon mal begonnenen und momentan wieder eingefrorenen Aufnahmen für eine neue Platte, ist nun Joschi neuer fester Drummer bei HAGBARD CELINE. Es liegen 2 chaotische Bandjahre hinter uns. So kam das Angebot von Carsten genau richtig, die POPPERKLOPPER bei der Show in der Luke in Trier zu supporten. Eine gute Gelegenheit, dem heimischen Publikum die neue Besetzung vorzuführen und zu zeigen, dass es uns nicht nur noch im Internet gibt.

Der Rahmen war perfekt, die POPPERKLOPPER sind schließlich eine Institution in Sachen Punkrock, nicht nur im Raum Mosel/ Eifel, schließlich treiben sie seit 1989 ihr Unwesen. HAGBARD CELINE gibt’s jetzt auch schon fast 20 Jahre. So kam es, dass die Luke bereits im VVK ausverkauft war und beide Bands eine große Fanbase vor sich hatten. Die Luke ist sonst eher bekannt gewesen für ausufernde After-Show Partys von Konzerten im Trierer Exhaus, der bekannteren Konzertlocation in Trier. Inzwischen sind aber auch häufig Konzerte in der Luke, die dafür auch perfekt ausgestattet ist.

So eröffneten wir um kurz nach halb 9 den Abend in der schon fast vollständig gefüllten Luke. Eine ganz neue Erfahrung für mich war es, mal völlig ohne Alkohol auf der Bühne zu stehen. Eine Erfahrung, die man machen kann, ich aber nicht unbedingt muss. Ein paar Bierchen gehören für mich zum Punkrock einfach dazu. Leider klingelte aber am nächsten Morgen um 6 Uhr mein Wecker, also Augen zu und durch. Wir hatten ein Best of Programm unserer ersten drei Platten eingeprobt und alle Songs wurden lautstark mitgegröhlt. Ein Glück, denn ich hatte doch den ein oder anderen Texthänger. Das liegt also sonst nicht unbedingt am Alkohol. Joschi am Schlagzeug machte seine Sache gut und somit war es für uns ein gelungenes Live-Comeback. Merke: Kein Alkohol ist auch keine Lösung.

Dann waren auch schon die KLOPPER an der Reihe. Wobei hier keinesfalls von wüstem gekloppe die Rede sein kann. Die Jungs haben ihren Stil inzwischen perfektioniert und sind eine absolut eigenständige Marke. Mit ihrem Mix aus 80iger/90iger Punk und dem rock´n rolligen und technisch überragendem Gitarrenspiel von Carsten sind sie fernab vom rumpeldipumpel Punk unterwegs. Ein vom Publikum gnadenlos abgefeiertes Hitfeuerwerk quer durch alle Scheiben wurde abgebrannt. Der neue, nunmehr dritte Bassist Udo (von der Urbesetzung ab der ersten Platte ausgehend), fügt sich nahtlos ein und bildet mit Lars an den Drums ein ausgezeichnetes Kraftwerk. Ein absolut gelungenes Klassentreffen für alle Beteiligten. Unter den offiziell 170 Anwesenden kannte man gefühlt jeden. Ein echtes Heimspiel eben. Die anschließende obligatorische Schnapsorgie dürfte wie gehabt bis in den Morgen gedauert haben. Absolute Kaufempfehlung ist das aktuelle Album „Wolle was komme“ von POPPERKLOPPER! Danke an alle Beteiligten!

Chris de Barg