FRAU MANSMANN – MENSTRUATION IN STEREO

FRAU MANSMANN – MENSTRUATION IN STEREO
(Bakraufarfita Records)

Nach 5 Jahren Wartezeit mal wieder ein neues Scheibchen von FRAU MANSMANN. Von einigen auch liebevoll als Haus- und Hofkapelle von Bakraufarfita Records bezeichnet. Ach, und guck mal da, der HERRBINNER mischt da jetzt auch mit, fein fein. Beschallen wir diese edlen Räumlichkeiten, in deren Mitte ich mich befinde, mal mit dem Material, welches sich auf diesem Tonträger befindet.

Wer die Band kennt, weiß sie ohnehin einzuordnen. Für alle anderen: FRAU MANSMANN machen eine Mischung aus abgefucktem Deutschpunk mit einer Prise Oi. Mit Oi! haben sie aber ansonsten nichts am Hut, außer dass sie manchmal so klingen. Aber die meisten Oi-Bands klingen ja so, weil sie es nicht anders können. FRAU MANSMANN könn(t)en anders. Wollen sie aber nicht! Dennoch keine Sorge, der dreckige Deutschpunk regiert dieses Album mit großer Mehrheit. Wenn Schlagzeugerin Emilie Krawall das Mikrophon übernimmt, erinnert das sogar etwas an punkige NDW-Zeiten. Klingt dann ein wenig nach HANS-A-PLAST und stimmlich noch viel mehr nach NINA HAGEN.

Textlich wie immer leicht durchgeknallt, aber bei aller Ironie auch oft dicht dran an ernsten und wahren Umständen. Kein Wunder, dass bei allen Vergleichen auch alle Claus Lüer Bands aufgeführt werden müssten und kein Wunder auch, dass Claus Lüer sein unverwechselbares Stimmchen als Gastsänger zur Verfügung stellt. Entertainment-Punk mit Fuck-Off-Attitüde der auch mal über sich selbst Schmunzeln kann – that´s it! Steff

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