COR – LEITKULTUR

COR – LEITKULTUR
(Rügencore Records)

COR feiern in Sachen Album VÖ mit „Leitkultur“ ein Jubiläum. Es ist bereits ihr 10tes Studioalbum. Dafür, dass sich die Band im fünfzehnten Bandjahr befindet (noch ein Jubiläum), ist das ein sehr anständiger Schnitt. Aber so ist das, wenn man Musik als Ventil zu nutzen weiß, als Verarbeitungstherapie, für sich selbst und für andere. Die Umstände in dieser kranken Welt und die daraus resultierenden Gefühle bieten jedenfalls Stoff genug.

COR verarbeiten was sie bewegt, mal lauter, mal leiser, mal schneller, mal langsamer, mal melodischer, mal unmelodischer, aber in der Regel in aller Deutlichkeit. Nichts für nur eine Schublade und nichts, was mit einem Satz zu beschreiben wäre. Musik wird hier gelebt, mehrere Genres verbunden. Und politische/persönliche Texte voller Wut und Sehnsüchte vermitteln einen ausgeprägten Wunsch nach einer besseren und gerechteren Welt. Ja ich weiß, das wollen irgendwie alle und das besingen auch viele. Aber hier spürt man noch den ungebrochenen Willen, den Kampf und die Bereitschaft, keine Konfrontation zu scheuen.

Wie immer musikalisch extrem experimentierfreudig, einige würden das auch als „zu verfrickelt“ beschreiben, aber für COR der gradlinigste Weg, um den Worten Ausdruck zu verleihen. Mit Brechern wie „Gras“, „Spielverderber“ oder meinem Lieblingslied der Platte „Propaganda“ vereinen COR Metalheads, Hardcorekids, Punks und Rogga´s. Aber „Leitkultur“ verbindet nicht nur den Untergrund, sondern „Leitkultur“ bietet vor allem Musik für den eigenen Motor. Spike

www.ruegencore.de