TOMAS TULPE – IN DER KANTINE GAB ES BOHNEN

TOMAS TULPE – IN DER KANTINE GAB ES BOHNEN
(Bakraufarfita Records)

“TOMAS TULPE, mit seinen ersten beiden Alben noch bei FRANK ZANDER´s Zett-Records unter Vertrag, wechselt zu einem Punklabel.“ Diese Meldung dürfte die gesamte Schlagerszene erschüttert haben. Konvertiert Tulpe jetzt wirklich zu der bunthaarigen, ungewaschenen und arbeitsscheuen Jugendbewegung? Wird er sein Schlagertalent verschwenden und niemals Mallorca erobern?

Tatsächlich erobert TOMAS TULPE längst die Bühnen großer Punkfestivals und bildet auf deren Afershowpartys oder auf deren Zeltplätzen mit seinen Songs längst den Soundtrack für das feierwütige und trinkfreudige Publikum. Und dieser Soundtrack wird mit „In der Kantine gab es Bohnen…“ um 14 Songs erweitert. Anarcho-Schlager gepaart mit NDW-Elektro-Trash, irgendwo zwischen GUILDO HORN, TRIO und EISENPIMMEL, mit Texten, wie sie auch aus der Feder eines HELGE SCHNEIDER´s stammen könnten. Quasi Comedy zum Abzappeln. Oder sagen wir lieber Kabarett zum Abzappeln – das hört sich niveauvoller an. Bei Songtiteln wie „Bananen machen dick“, „Roy Black is back“ oder „Ich hasse Gardinen“ kann in etwa erahnt werden, was hier zu erwarten ist.

Die einen werden ganz viel Alkohol brauchen, um das alles zu ertragen, die anderen trinken ihn ohnehin und nehmen die Platte nicht als Ausrede für ihre Saufangelegenheiten. Feuchtfröhlich geht’s, aus welchem Grund auch immer, ohnehin überall zu, wo TOMAS TULPE auftritt oder aufgelegt wird. Auch wenn vieles Nonsens ist, finde ich es tatsächlich höchst unterhaltsam. Und das sogar ohne Alkohol. Ist halt mal wieder was anderes und fällt völlig aus dem Rahmen. Spike

www.tomastulpe.de