MIND THE GAP #18

MIND THE GAP #18

Seit fast zwanzig Jahren existiert das Hamburger Fanzine bereits. Eine lange Zeit, in der man es auf lediglich achtzehn Ausgaben gebracht hat. Also knapp eine Ausgabe pro Jahr. Trotz der langen Existenz ist die Nummer die erste, die ich in Händen halte. Somit kann ich über die Entwicklung im Grunde überhaupt nichts sagen und muss mich an diesem Heft hier orientieren.

Das Teil kommt im DIN A4-Format und ist rein optisch ziemlich professionell. Die fast 70 Seiten bestehen aus dickem Hochglanzpapier und das Layout ist sehr übersichtlich. Für ein Punkrock-Fanzine fast schon etwas arg glatt und steril, wie ich finde. Das sind aber lediglich die äußeren Merkmale, die ja nicht auf den Inhalt schließen lassen. Neben einem Reisebericht (Cuba) gibt es klassische Musik-bezogene Inhalte. Reviews, Konzertberichte und Interviews. Viel Platz wird den älteren Punkbands eingeräumt, wie THE DAMANED, THE BUTTOCKS oder PVC. Aber auch der jüngeren Generation wird Platz eingeräumt. Zum Beispiel durch das Interview mit VIOLENT INSTINCT oder den Betreibern des MONKEYS MUSIC CLUB. Ein besonderes Augenmerkt wird dabei auch auf Bands und Veröffentlichungen aus Hamburg geworfen, wo die Macher ja auch ansässig sind. Die Mischung finde ich eigentlich ganz gut und die Artikel sind auch sehr flüssig zu lesen. Vielleicht mangelt es etwas an Tiefgang aber den recht unterhaltsamen Gesprächen und Artikeln tut dies keinen großen Abbruch. Es geht halt eher um Alltägliches als um Investigatives.

Alles in allem eine kurzweilige Ausgabe, die alles bietet, was ein Musikmagazin ausmacht. Optisch zwar etwas gelackt, aber inhaltlich merkt man, dass hier Idealisten am Werke sind, die Spaß an der Sache haben und das machen worauf sie Lust haben. Somit durchaus lesenswert. Mirko

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