MÄNNI – ALKOHOL UND MELANCHOLIE

MÄNNI – ALKOHOL UND MELANCHOLIE
(Quasilectric)

Der Schlagzeuger der ANTILOPEN GANG haut hier ein Soloalbum raus, was mich völlig kalt erwischt hat. Einige Zeit bewegen sich der Promozettel und die CD im schönen Digipack schon bei uns zu Hause von Raum zu Raum, weil ich nicht mit so einem Kracher gerechnet habe. Vom Büro zum Wohnzimmer und schließlich in den Proberaum, wo ich sie mir endlich angehört habe, beim Tippen weiterer Reviews.

Ich dachte ehrlich gesagt, es handelt sich hier um eine weitere mittelmäßige Turbopotter Kopie. Weit gefehlt! Schande über mich! MÄNNI liefert hier einen Punkrock- Kracher ab, der sich gewaschen bzw. nicht gewaschen hat! Hier stimmt alles, was mir bei vielen Genre – Größen heute fehlt. Schnelle Drums, rotziger Gesang und vor allem: Richtig fett und rotzig verzerrte Gitarren! MÄNNI spielte hier alle Instrumente selbst ein! Hier gibt es persönliche und tiefgehende Texte der Marke LOVE A und Turbopotter endlich mal verpackt in arschtretendem rotzigen Punksound, der dennoch musikalisch auf hohem Niveau durch den Porzellanladen stampft.

Absolute Überraschung! Live spielt er sowohl Solo als auch mit Begleitband. Eine Tour läuft schon seit März, informiert euch wo, ihr Internet-Junkies, und seht euch das Ding mal live an! Ich stelle mich, wenn ich Zeit habe, in die Ecke und schäme mich, weil ich diese Platte solange vor mir hergeschoben habe! Chris de Barg

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