LESTER – DIE LÜGE VOM GROSSEN PLAN

LESTER – DIE LÜGE VOM GROSSEN PLAN
(Bakraufarfita Records / 30 Kilo Fieber Records / Laserlife Records)

Gerade mal einen Monat, nachdem die neue „digital Single“ (was es nicht alles gibt) veröffentlicht wurde, und nach mittlerweile vier physisch erschienenen EP´s, erscheint nun das erste Album von LESTER. Und damit haben sie es bereits in die Führer-Ecke der Punkrock-Bravo geschafft. Und das gleich von mehreren Redakteuren dieser Zeitschrift. Dem gebührt auf jeden Fall schon mal Respekt. Ganz so mies finde ich die Scheibe der vier – auf dem Bandfoto auf Ihrer Homepage zumindest – gutgelaunten und adrett gepflegt unrasierten, Freundlichkeit und Offenherzigkeit ausstrahlenden Burschen allerdings nicht.

Zehn Lieder befinden sich auf dem Album, die emotional aufgeladene Rockmusik zu bieten haben, wobei der erste Track der Song ist, der auch als „digital Single“ erschienen ist. Klar, mit Punkrock hat das, was die Band macht, nicht viel bis gar nichts zu tun. Deshalb passt auch die Selbsteinschätzung ganz gut. Die lautet nämlich „Heavy Pop“. Solche Bands gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Und die meisten sind auch absolut austauschbar. Dies gilt auch für LESTER. Es gibt halt eingängigen Indie-Rock zu hören, der aber sicherlich schon schlechter präsentiert wurde. Aber es sticht eben auch nichts hervor. Musik eben, die man schon tausend Mal gehört hat und keinen besonderen Eindruck hinterlässt, einem aber auch nicht wirklich auf den Sack, oder was man sonst so zwischen den Beinen hat, geht. Musikalisch ist das also schon alles ganz OK.

Wer auf gefühlsbetonte, melodiöse und handgemachte Popmusik mit rockigen Elementen steht, macht hier sicherlich nichts falsch. Wer etwas mit Punkrock am Hut hat, und das werden wohl die meisten unserer Leser sein, wird hiermit sicherlich nicht glücklich werden. Ich find‘s trotzdem eine ganz nette, aber im Endeffekt dann doch eher belanglose Scheibe. Mirko

www.wirsindlester.de