TURBOBIER – DAS NEUE FESTAMENT

TURBOBIER – DAS NEUE FESTAMENT
(Pogo´s Empire)

TURBOBIER sind wahre Medienexperten, da kommste heute als sozialer Netzwerk-Nutzer nicht mehr drum herum. Beim letzten, ihrem ersten Album, hatte ich das Gefühl, dass so gut wie jedes Lied bereits im Vorfeld als Video ausgekoppelt wurde. Im Falle des neuen Albums, also diesem hier, sind mir nur 2 der 12 Songs im Vorfeld bekannt. Mit dem Liedgut wurde diesmal vorab also etwas defensiver umgegangen. Find ich auch besser so, ist immer spannender für die Hörerinnen und Hörer.

Im Vergleich mit dem „Irokesentango“-Album fällt auf, dass TURBOBIER einen Gang zurückschalten. Der Punkanteil ist wesentlich geringer, dafür drücken rockige, poppige und teilweise auch schlagerangehauchte Nummern stärker durch. „A Mensch is a Mensch z.B. (klasse Text) oder auch „Frei sei“, das könnte gut und gerne auch von STS oder aus der rockigen Phase der SCHÜRZENJÄGER stammen. Man bekommt den Eindruck, als versuchten TURBOBIER das Mainstream-Publikum und die Bierzelt-Punker unter einen Hut bzw. unter eine Schirmmütze zu bekommen.

Ich finde die Jungs durchaus gut und unterhaltsam, dennoch kann „Das neue Festament“ mit dem Debüt leider nicht mithalten. Die Wiener Mundart sorgt zwar nach wie vor für den Exotenstatus und auch das Gespür für gute Melodien kann man TURBOBIER keinesfalls absprechen, aber mir ist das Album viel zu faltenfrei. Die Sache mit dem Perfektionismus wurde eindeutig übertrieben ;- ) Spike

http://turbobier.at