LYPURÁ – Á

LYPURÁ – Á
(Twisted Chords)

Ja, hm, erstmal sacken lassen. Was war das, was ist das? Durchlauf again! LYPURÁ aus Karlsruhe machen den Job unter diesem Namen seit 2014, haben im Sommer 2015 ne´ Demo-Kassette rausgebracht und legen jetzt mit ihrer ersten LP nach. Wer die Demo-Songs kennt, findet 4 vertraute Nummern unten den 9 Stücken auf „Á“, allerdings neu aufgenommen und in besserer Qualität. Für mich (und die meisten anderen wohl auch) ist die Band komplettes Neuland.

Das Trio liefert ein Brett ab, dass für keine Schublade geeignet ist. Wilder Screamo, ungezügelter Hardcore-Punk, dann wieder gemäßigter Post/Emo-Hardcore. Schnell aufbrausend, aber auch schnell wieder runterkommend. Das liegt hier alles ganz dicht beieinander und sorgt für viele Überraschungsmomente, denn die Gefühlsausbrüche kommen überwiegend aus dem Nichts. Die Musik lebt von Unmengen an Eigensinnigkeit und Experimentierfreudigkeit und lässt sich unter keine konkrete Bezeichnung schreiben.

Ich tu mich allerdings schwer mit dem Material von LYPURÁ, denn unterm Strich ist mir vieles zu disharmonisch und die Abläufe zu chaotisch. „Ja, das muss aber so“ werden Liebhaber dieser Spielart erwidern und wenn diese darin aufgehen, Stress abbauen oder entspannen können, dann passt das auch. Ich hingegen finde keinen Zugang zu der Platte und fühl mich überfordert damit. Spike

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