MOSSAT – II

MOSSAT – II
(One Life One Crew)

Mit „Sechs Jungs aus Hamm…“ beginnt die Bandinfo. Allerdings kann ich auf dem Bandfoto nur fünf Jungs entdecken. Offensichtlich hat sich die Band in ihrer erst dreijährigen Geschichte personell auch verändert und damit auch den zweiten Bassisten der Anfangstage nicht mehr mit dabei. Aber wenn das erste Album einer Band „II“ heißt, dann ist das eigentlich auch egal.

Los geht‘s mit einem schleppenden, metallischen Intro, bevor die Prügelorgie startet. Nichts desto trotz schleichen sich immer wieder solch schleppende, aber auch einige Hardcore-lastige Elemente in das Grind-Gebolze mit ein, so dass man nicht zu viel auf die Nuss bekommt. Dass kaum ein Lied über zwei Minuten dauert, ist mir dabei erst gar nicht so recht aufgefallen. Erst beim über drei Minuten langen Instrumentalstück „II“ hab ich dies beim Blick auf die Spielzeiten gemerkt. Passt aber ganz gut, denn so ist jeder Song für sich ein Schlag in die Magengrube. Textlich gibt man sich destruktiv und wütend, tut aber auch seine Meinung kund, wenn es um die „besorgten Bürger“ in unserer Republik geht. Man hat also auch ein bisschen was zu sagen. Im Vordergrund steht aber sicherlich die Musik, die Orkan-mäßig über einen hinwegfegt.

Deftige Kost setzen uns MOSSAT vor und diese mundet auch. Auch die Kürze der Lieder fällt dabei positiv ins Gewicht, so dass es eigentlich nie langweilig oder stupide wird. Es muss zwar gesagt werden, dass das hier jetzt nicht die Neuerfindung des Rades ist, aber eben solide, rohe Hardcore/Grindcore-Mucke, die mächtig ballert.  Mirko

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