ALLGEMEINES DENKVERMÖGEN – KREUZUNG DER ENTSCHEIDUNG

ALLGEMEINES DENKVERMÖGEN – KREUZUNG DER ENTSCHEIDUNG
(Eigenproduktion)

So in etwa pünktlich zum 10-Jährigen Bandjubiläum haben die vier Rheinberger ein neues Album am Start und natürlich in Eigenregie veröffentlicht. Wenn ich mich nicht täusche, ist dies sogar das erste komplette Album nach einer EP aus dem Jahr 2012. Entweder hatte man bisher kein Bock oder es mangelt einfach an Liedgut, das es zu präsentieren gibt. Nun ja, egal.

Das Quartett spielt modernen Deutschpunk, mit leichtem Hardcore-Einschlag, dazu ein bisschen Melancholie und Nachdenklichkeit, was aber eher auf die Texte denn die Musik zutrifft. Die ist nämlich ziemlich treibend, schnörkellos und geradeaus. Dazu eine relativ saubere Produktion, die lediglich durch den Gesang Rohheit transportiert. Allerdings muss ich sagen, dass mir dieser nach der Hälfte der Scheibe schon etwas auf die Nerven geht, denn man bewegt sich stets an der Grenze zum Gekreische. Das Songwriting ist allerdings ziemlich in Ordnung und kann mit einigen guten Einfällen, Melodien, Breaks und Abwechslung aufwarten. Auch textlich gibt’s nichts zu meckern. Phrasenfrei aber dennoch direkt, nachdenklich aber nicht verklausuliert und thematisch zwischen persönlich und kritisch schwankend – und alles unpeinlich rübergebracht.

Eigentlich könnte ich das Album richtig loben, denn vieles passt bei dem was die Jungs hier machen. Nur eben der aufdringliche und mit der Zeit echt nervige Schrei-Gesang trübt das Vergnügen, so dass ich hier ein paar Punkte abziehen muss. Wen das nicht stört, der macht mit dem Kauf dieses Albums sicherlich nicht viel falsch. Mirko

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