STOCKKAMPF – EUROPA BRENNT

STOCKKAMPF – EUROPA BRENNT
(Eigenproduktion)

Als die Innsbrucker Band 2011 gegründet wurde, gab es nur zwei Mitglieder und keinen Bandnamen. Mittlerweile gibt es sechs Bandmitglieder, einen Bandnamen und nach dem „Erdgeschoss“ Demo (welches noch im Jahr der Bandgründung erschien) auch einen richtigen Longplayer. Damit hat sich die Band gut Zeit gelassen, aber jeder der Musik macht, kann ungefähr nachvollziehen wie das ist, wenn Leute gehen oder kommen oder man plötzlich innerhalb der Band ein anderes bzw. zusätzliches Instrument aufgedrückt bekommt. Man fängt ganz oft fast wieder bei null an.

Das alles hat STOCKKAMPF aber nie aus der Bahn geworfen und die Wartezeit hat auch den Vorteil, dass das Album nun textlich auf aktuelle politische Themen eingehen kann, wie der Titel „Europa brennt“ vielleicht erahnen lässt. Das politische Gerüst trägt diese Platte inhaltlich fast durchweg, bezieht sich aber nicht ausschließlich auf europäische Thematiken. Auch zum Thema „Grauzone“ werden deutliche Worte verloren und dazu auch passende (Band-)Namen genannt. Neben vielen ernsten Themen regiert auch gerne mal die Ironie oder die Plakativität, aber man merkt sehr schnell, wo STOCKKAMPF bewusst übertreiben oder wo es ihnen wirklich am ernsten Herzen liegt.

Die kämpferischen Texte werden von einer Stimme vorgetragen, die böse, rau und versoffen klingt. Da kratzt der Hals selbst schon beim zu hören – außerdem hoher Wiedererkennungswert. Dagegen klingt die Musik fast schon fröhlich. Tanzbarer Ska-Punk oder wie die Band es nennt: Polit-Punk’n'Brass. Die Zielsetzung der Band ist deutlich formuliert: Aktiv als antifaschistisches Sprachrohr zu agieren und einen Anstoß für ein radikales Umdenken zu liefern. Die Ohren werden als Vorbereitung darauf hier schon mal gut durchgepustet. Spike

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