OYSTERFIGHT – S/T

OYSTERFIGHT – S/T
(Incredible Noise Records)

Die Debüt-Platte von OYSTERFIGHT schieb ich nun schon eine ganze Weile vor mir her. Ich fand irgendwie keinen Zugang und wollte dem Ding noch etwas Zeit geben. Aber immer auf die lange Bank schieben geht ja auf Dauer auch nicht. Die Jungs von OYSTERFIGHT sind schon einige Jährchen im Geschäft und liefern lediglich unter neuem Bandnamen (und neu zusammengewürfelt) ihr Erstlingswerk ab. Davor brachten sie mit den Bands SPLATTERDAY, THE RANCORS, ORGANIZED NOISE oder ZWOASTOA vor allem die süddeutschen Clubs zum Wackeln.

OYSTERFIGHT ist jetzt etwas Neues, etwas Anderes. Die Musik ist breit gefächert. Punkrock mit deutschen Texten sicherlich die Überschrift, aber auch viele deutschrockige und hardrockige Einflüsse finden ihren Zugang und verschmelzen mit dem punkrockigen Sound. So lässt die Band sich schwer mit irgendeiner anderen vergleichen und drückt sich ihren ganz eigenen Stempel auf. Das geht bis hierhin auch in Ordnung, aber mit den Texten werd ich überhaupt nicht warm.

Ich weiß auch mittlerweile, dass das der bandeigene Humor sein soll, aber spätestens hier muss ich schnell eingestehen, dass der bandeigene Humor und der meinige wohl meilenweit voneinander entfernt sind. Vielleicht bin ich auch einfach zu blöde die Ironie zu erkennen – ich nehm´ das also gerne auf meine Kappe. Nach mehrmaligen Durchläufen kommen mir plötzlich LUSTFINGER oder auch DIE LEEREN VERSPRECHUNGEN als halbwegs naheliegend in den Sinn. Wie bereits geschrieben, musikalisch kann ich damit umgehen, weil fachlich gekonnt, aber textlich absolut nicht meine Welt. Spike

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