COCK RIOT – BILLY THE COCK

COCK RIOT – BILLY THE COCK
(Eigenproduktion)

Erst seit 2014 gibt es die Band und nun veröffentlicht diese ihr bereits zweites Album. Da scheint man wohl gerade einen kreativen Lauf zu haben. Oder man meint vielleicht auch, einfach jeden Mist aufnehmen zu müssen. Da ich den Erstling (und auch die Band) bisher nicht kannte, sind demnach beide Optionen möglich.

Das Instrumental-Intro schleppt sich im Western/Country-Stile jedenfalls erst mal etwas dahin. Danach startet man aber sofort durch. Und zwar mit astreinem „Bad Boy Rock’nRoll“, wie folgerichtig auch eines der fünfzehn Stücke betitelt ist. Dreckig und laut, prollig und versaut. Alles was am Rock’n'Roll halt Spaß macht. Und so komme ich schnell zu dem Entschluss, dass hier wohl Option eins greift. Auch wenn hier die Bad-Ass-Attitüde und der rohe Rock’n'Roll vorherrscht, ist die Punkrock-Affinität nicht zu überhören. Und der ein oder andere Oi!-Einfluss ist sogar auch noch mit dabei. Auch wenn nicht jeder Song ein Hit ist, knallt das doch ganz schön rein. Tiefgründigkeit oder Anspruch sollte man, zumindest textlich, aber nicht erwarten. Schließt sich eigentlich aber auch von vorne herein schon aus, wie ich finde. Neben dem ganzen politischen Kram kann man sich sicher auch mal wieder so was reinziehen (also nicht, dass ich eines von beiden Abwerten wollte).

Nach einem leicht mühsamen Start kommt der Leckt-mich-am-Arsch-Rock der Würzburger so richtig ins Rollen und je öfter ich die Scheibe höre, desto besser gefällt sie mir. Denn hier wird nicht alles auf die Goldwaage gelegt, dafür aber auf vieles geschissen. Und so muss Bad-Ass-Rock’n'Roll sein und auch klingen. Mirko

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