BRIGHTR – YEAR ONE

BRIGHTR – YEAR ONE
(Flix Records)

Bei BRIGHTR handelt es sich um einen britischen Liedermacher, der allein mit seiner Akustik-Gitarre bewaffnet, nach einer EP und einem Split-Tape, nun sein erstes komplettes Album vorstellt und mit seiner Selbstbeschreibung, die da lautet: „Ich schreibe schnulzige Emo-Pop-Songs“, den Nagel auch voll auf den Kopf trifft.

Mit viel Emotion startet dann auch das erste von 12 Liedern. Aber nicht nur das, auch die restlichen Stücke schließen sich dem nahtlos an. Und das ist für mich auch der Hauptkritikpunkt an dieser Scheibe. Sein Instrument beherrscht der englische Barde zwar und auch die Aufnahme, die auch mal mehrstimmig und mit mehreren Gitarren aufwartet, ist tadellos. Da kann man nichts sagen. Mir sind die Songs aber doch viel zu ähnlich und so tue ich mich schwer einen wirklichen Unterschied zwischen den einzelnen Beiträgen heraus zu hören. Nun ja, beim letzten Song vielleicht, liegt aber auch daran, dass BRIGHTR hier neben der Gitarre eine ‘richtige’ Instrumentierung am Start hat. Percussions und eine Flöte peppen den letzten Song (vor dem Hidden Track) etwas auf. Ansonsten ist für mich aber knapp 30 Minuten lang irgendwie immer dasselbe, so dass die poppigen, emotionsgeladenen und sehr persönlichen Lieder doch eher langweilig wirken.

Nichts gegen die spielerischen und gesanglichen Kompetenzen, die BRIGHTR hier zur Schau stellt. Allerdings ist mir das Werk dann doch zu eintönig, zu poppig und auch zu gefühlsduselig. Seine Freunde wird die Scheibe aber sicherlich dennoch finden können. Ich bin hierfür aber leider der falsche Adressat. Sorry. Mirko

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